fuhren im offenen Vierspänner vom Bahnhofe zum Schloß, von dem zahlreich versammelten Publikum sympathisch begrüßt.
Pesth, 13. November. Das Unterhaus hat den Antrag Jranyi's, betreffend die Vorlegung der aus den Aoschluß der Convention mit dec Türkei bezüglichen Correspondenz, abzelehnt, nachdem Minister Tisza erklärt halte, daß die Verhandlungen noch nicht abgeschloffen seien und btc Vorlegung solcher
Aktenstücke dem Minister des Auswärtigen zustehe.
— Der Ausschuß für äußere Angelegenhelten der ungarischen Delegation
Dollar am 23. December auszahlen.
Madrid, 13. November. Bei Diskussion des Wahlgesetzes in den Cortes sagte Castelar, die Proclamirung des Königs Alfons war ein Unglück, worauf Canovas de Castillo erwiderte: Nein, ein Unglück war die Vertreibung der Cortes durch General Pavia.
Paris, 13. November. Die konservativen Journale veröffentlichen das Manifest der Rechten bei den gesetzgebenden Körperschaften, gerichtet an die Delegirten für die Lrenatswahlen. Das Manifest warnt die Wähler vor den Tendenzen der radikalen Partei, die, sich hinter einem opportunistischen Schleier verbergend, den Einfluß des Senats vernichten, die Autorität der Behörden, die Religion und die Armee zerstören und das Einkommen besteuern wolle. Das Manifest schließt mit einem Appell an die Einigkeit der Conservativen, um dem Radikalismus Widerstand zu leisten.
— In Folge der Schritte der französischen Regierung zu Gunsten Griechenlands erklärte Fürst Orloff dem Minister des Auswärtigen, Waddington, daß die stricte Ausführung des Berliner Vertrages die Basis der gegenwärtigen Politik Rußlands bilde. Die französische Regierung könne bet ihren -L-chritten zu Gunsten Griechenlands auf die Mitwirkung Rußlands rechnen und habe Fürst Lobanoff bereits darauf bezügliche Weisungen empfangen.
Wiesbaden, 13. November. Der Kaiser hat in den letzten Tagen verschiedene Besuche gemacht. Das Regenwetter verhinderte größere Spazierfahrten. Heute ist der erste sommerhelle Tag. Dem gestrigen Diner wohnte die landgräflich hessische Familie bei. Am Abend besuchte der Kaiser das Theater, in welchem der Violinspieler Dengremont auslrat. Heute Mittag 12*/, Uhr hat der Kaiser die Kaiserin am Bahnhofe im offenen Wagen abgeholt.
— Der König von Württemberg ist heute Nachmittag gegen 2 Uhr mit Extrazug hier eingetroffen und von Ihren Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin am Bahnhofe herzlichst empfangen worden. Der Kaiser und der König
Leim empfehlen.) . 01tnk,
Celle, 9. November. Einem seit dem 3. d. M- hier wellenden, im Lande herumziehenden Kurpfuscher, welcher sich auf seinen Karten als Carl Bischof, Litera^ Vertreter der Ordens-Apotheke in Neustadt in O -Schl-, bezeichnet, feines aber ein Schauspieler aus Hamburg ist und die sog. Parat'schen Klostermittel aaS de? Geheimmtttelfadrrk von Kietz, Ophey & Comp. in Düsseldorf gegen alle urölltchea Krankhellen hier vertreibt, wurde vorgestern von der hiesigen Polizei sein Handwrrr gelegt. Leider hat eS auch hier Leute genug gegeben, welche glaubten, datz das, wo» auS einem Kloster stamme, auch was Gutes sein müsse, die hohen Kosten nicht scheu e und sich d'e betr. Mittel von dem Chemiker Kietz in Düsseldorf kommen l<.-hen.
— Steuer-Executor Hasselbaum, der in den letzten Tagen so viel von sich reden macg c, hat sich am Samstag Abend freiwillig im Gefangenhause eingestellt. Wie wir Horen, die Angabe gemacht haben, die in seinen Händen befindlichen 5000 Mark seien ihm 9 worden. Was Wahrheit und Dichtung hieran ist, wird die Untersuchung klarstellen.
Krllt Montag der t Vormttla :'(n bet Herrn E ' obrere Hobe! Ih ^llständtgew
«n Handmöbe
Mannt
7013) Wjui 1 chn Weichem llk Quantum «ute i kitte in prallt Mir Farm, l° jur 31 khmcheMsm kniebti. weiden.
Die Bedingung pichen Ingenieur- 4|:tn Wochentagen Munden einten t ■’tfienbtn Offerten
;um 9. Drei
Vormttas i megelt und mi i stift versehen Ir i linlsplah 3, ein ' stunde die Eröffn 'ErgeMarlder nnten stattsinden Frankfurt a.U.,
Bc
L /°ch- & ।
Aa.b
ein Hindernitz anbringt. Dieses besteht in dem s. g. Klebegürtel, indem man einer 8 bis 10 Zentimeter breiten Streifen starkes Papier, am besten Wachstuchpapter obre Oelfarbentapete, an einer glatten Stelle fest mit Bindfaden ober Draht befestigt uu!> ihn so stark mit einem Klebestoff überstretcht, daß die Schmetterlinge nicht darüber kommen können, sondern kleben bleiben. In einzelnen Jahren findet mm auf einen Gürtel oft große Mengen von Weibchen. Der angewendete Klebestoff mutz nur b: Eigenschaft haben, lange klebrig zu bleiben. Theer, am besten Olltheer mit Flschthran- dickem Terpentin oder Leinöl vermischt, bleibt etwa 8 bis 10 Tage klebrig. Sobab die Masse nicht mehr klebt, muß der Anstrich erneuert werden. Noch besterbewähret sich Trichtergürtel. welche man au5 einem Stück Pappe herftellt, welches trlchter-orrnu etwas hoch am Stamme befestigt wird. Man bestreicht die inneren Setten z'emtt- stark mit Seit (Schweinefett), so daß die Schmetterlinge beim Uebersteigen nicht haster können, sondern herabfallen. Daß eS augenblicklich die höchste Zeit ist, hier vorzugeyer> wird man sofort erkennen, wenn man jetzt in der Dämmerung den Obstgarten beimyi, man sieht allenthalben die weißgrauen, mottenartigen Schmetterlinge fliegen. Legt mai den Klebering nicht an, so legt der Schmetterling seine Eier an die Knospen der Bäume an, und im Frühjahr kriechen die Raupen aus und bohren sich w.)leich in o- Knospen ein, wo sie sich bet langsamer Entwickelung derselben bei kaltem Wetter do: innen herausfressen. Wenn ein Baum kahl gefressen ist, lassen sich die Raupen ar Fäden herab und gehen auf andere Bäume. Allein durch dieses Insekt werden oft b't schönsten Hoffnungen auf eine gute Obsternte vollständig vernichtet- Erzählte mir dog ein Kieler Bürger, daß in seinem Garten durch die Raupe des genanntm Schmetterlings in diesem Frühjahr zwei üppig gedeihende Bäume ihrer sämmtlichm Blüthen um Blätter beraubt wurden. (Statt der oben beregten Klebstoffe dürste sich der Bcumato-
Mgt
WSnit® \ $PieM und pW Detfaufcr I ^Rothel
und
Ja, I ' marary- &
r’° Bif Plb,n s°rM
•* 15
SÄ
r A1 »«hm s ui“1.*
i<inl
; aiii größere -o» ' ä»!« m>r 9« ! AÄ'wck FÄ'-nZ
ksrs jgftSftsgö.
— Die preußische Verwaltungsresorm ist, wenn st- fruchtbringend und keine Last für das Land sein soll, unzertrennlich von einer Finanzrcform, welche dem Staate gestattet, auf einzelne der bisher von ihm erhobenen, ihrer Natur nach aber besser den Verwaltungs-Körperschaften zu überlassende Steuern zu Gunsten eben dieser zu verzichten. Dieses kann hinwieder nur geschehen, wenn der Staat von den Beiträgen entlastet wird, welch- er heute an das Reich abzu- fbhren hat und statt deren Letzteren besser eigene Einnahmequellen angewiesen werden. So verschlingt sich die große Frage der Finanzresorm im Reiche mit ö .... . ■ . .. -n
der nicht minder großen Fdage der Verwaltungsresorm in Preußen; beide wer- hat beschloflen, das Normalbudget zu berathen, bevor noch tu auf die Occu- den miteinander, keine wttd ohne di- andere gelöst werden. pation bezüglichen Vorlagen -tngebracht sind. — Aufklärungen Seitens des
— Die Verhandlungen der Curie mit Berlin, welche vor einiger Zett Ministeriums des Aeußern sind bis jetzt nicht erfolgt. Gras Ändrasiy wohnte einen etwas schleppenberen Gang angenommen hatten, sind mit der Rückkehr der betreffenden Sitzung nicht bei. a 4 _
d^ ßtItn v Keudcll wie ich aus bester Quelle erfahre, in ein schnelleres — Der Budgetausschuß dec Delegation des R-ichsraths y-t gestern in Tempo übergegangen 'unv dürften in nicht allzuserner Zett einen beide Theile zwei Sitzungen das Kri-gsbudg-t im Wesentlichen nach der R-gi-rungs°°il-ge befriedigenden Abschluß finden; wenigstens soweit es sich um die vertraulichen erledigt. Nur dl- von der Regierung angesproch-n-n Beträge von 17i2M0 fi. Bespreckungen betreffs der Besetzung der vacanten Bischofssitze handelt. Diese zur Adapt.rung der W-rndlg-wehre für verstärkte Patronen, von 2-MV0 fl. letztere dienen alsdann als Grundlage der wirklichen Verhandlungen, welche in für die Versuche zur Erzeugung stahlbroncener Kanonenrohre und von 200,000 fl. Berlin durch einen päpstlichen Nuntius geführt werden sollen, ohne jede Rück- zur Beschaffung von 25 Festungsgeschützen und zur Ausbesserung der Festuags- ficht auf die Wünsche des Centrums. minirungen wurden trotz der eingehendsten Befürwortung Seitens des Kriegs-
— Die russtsche Regierung, besorgt über di« allarmirenden Gerüchte, Ministers abgelehnt. — Die nächste Schanz des Ausschuffes findet nächsten welche jüngst wieder im Umlauf, hat Gelegenheit genommen, von Neuem die Dienstag, die nächste Plenarsitzung wahrscheinlich am Mirrwoch statt.
Versicherung ihrer friedfertigsten Gesinnungen abzugeben. Gras Schuwaloff, Pesth, 13. November. Di- „P-sth-r Correspondenz meldet : Gras dessen Rückkehr nach London beschleunigt würbe, erhielt den speciellen Auftrag, Schuwaloff hat heute den Besuch des Grafen Andraffy erhalten Nachnittag« dem Londoner Cabinet die Absicht des Czaren - die gewissenhafteste Ausfüh- um 2 Uhr war Graf schuwaloff zu einer Prioat-Audienz beim Kaiser b,° runa des Berliner Vertrages — in vollem Umfange zu betheuern. Wieweit schieden.
sich ch- Versprechungen erfüllen werden, muß die Zukunft lehren. Thatsache London, 13. Nobr. Die gestrig-Mittheilung des Globe wird heute ist, daß man im Innern Rußlands frische Truppen mobilisirt und als Nach- von sämmtlichen Morgenblättern als ein aus dem Auswärtigen Amte herruhren- schüb über die Donau zur Occupations-Armee dirigirt! Alle Gerüchte, daß des Communlque veröffentlicht.
Preußen bereits bestimmte Vorschläge über Zollerhöhungen formulirt hab-, Rom, 13. November. Die ..Capital-' meldet: O^cielle Nachrichten werden in gut unterrichteten Kreisen als völlig irrthümlich bezeichnet; versichern, di- von den Mailänder Behörden gegen einige Deutsche ergriffene ebenso aber auch daß in dieser Frage Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Maßregeln seien nicht durch deren internationalistische Meinungen, sondern wegen Fürsten Reichskanzler und dem Präsidenten des Reichskanzleramtes beständen, begangener Vergeben veranlaßt worden. u
01 Pesth, 13. November. Der Redacteur der „Pesther Corresp." wurde
AMNkrerH. fyeute Abend vom Grasen Schuwaloff empfangen und im Lmse des Gesprächs
Paris, 10. November. Diesen Nachmittag um 5 Uhr wurde die ersucht, zu erklären, daß Gras Schuwaloff nicht der Träger irgendwelcher neuer Ausstellung geschloffen. Die Zahl der Besucher war äußerst groß, im Palais Propositionen und alle diesbezüglichen Nachrichten grundlos seien. Der Kaffer sah es jedoch schon ziemlich wüst aus; ein Theil der Aussteller war bereits von Rußland ebenso wie der Kaffer Franz Josef seien entschloffen, den Berliner
mit dem Packen beschäftigt und die deutsche Kunstausstellung war sogar abze- Vertrag in allen seinen Theilen auszusühren. Allerdings seien Zwischen zwei
schloffen, da man in vollem Einpacken begriffen ist. Ueberall wurde gehandelt durch vielfache Interessen so nahe berührten Staaten, wie Rußland und Oester- und verkauft, und die Aussteller scheinen ziemlich gute Geschäfte zu machen. reich-Ungarn, immer einige kleinere Angelegenheiten zu ordnen und es sei der
Im Ganzen genommen machte die Ausstellung nicht mehr den imposanten Ein- Wunsch des Czaren gewesen, daß er, Graf Schuwaloff, sich nach Pesth be-
druck wie am 31. October, wo dieselbe noch nicht in ein Verkaufs- und Ver- gebe, um die Erledigung dieser Angelegenheit herbeizuführen.
packungslocal umgestaltet worden war. Die liberale Partei hat den Adreß-Entwurf der Majorität in der npe-
Türkei ctaldebatte angenommen.
$ ' -------------------- Lok al-No t r z.
Konstantinopel, 11. November, Abends. Midhat Pascha ist zum Gießen, 14. November. Vorgestern und heute Morgen würben Seitens ber Generalgouverneur von Syrien ernannt. — Der Ministerrath berieth die Ant- Polizei 20 Liter zu dünne Milch von einem Wiesecker Milchmann beschlagnahmt, wvri auf di- griechisch- Not- in weicher du Ernennung vvn D-iegirien> für Die Zvglinge^r «derschui- -rbenbnrübe^n.»^^ fein.^ die Grenzberichilgung verlangt wird. Dem Vernehmen nach ist der Beschluß 6alblltermaa6c, als „icht vorschriftsmäßig, confi«ctrt und scheu die Betreffenden des Ministerraths dem Ansprüche Griechenlands günstig; derselbe ward dem Strafe entgegen.
Sultan vorgeleat. — In Burgas treffen fortgesetzt russische Truppen ein. --Wegen grobem Unfug wurde gestern Abend ein eben aus dem Zuchthaus
..... in — zu Ziegenhain Entlassener aus einem Zuge der Wescrbabn ausgesetzt und da derselbe » t die Belästigung des Publikums auf dem Perron und Wartefaal fortsetzte, verhaftet.
Celegrapyljlye Kepeflyen. --Zwei Zuchthäusler aus Marienschloß, darunter ein gefährlicher Ausbrecher,
WEmrer'» telegr. Eorresp»»de«r*v»rea«. erregten heute Morgen durch ihre sorgfältige Bedeckung von 2 Gendarmcn und
Stuttgart, 13. N°v-mb-r. D-r „Staatsauz-ig-r" enthält B-kanni- - S»utzmänn-rn nach und von dem Hoso-richt. Auss-h-n. ---
machungen, betreffend das Verbot der Liedertafel „Lassalia" in Stuttgart, sowie der württembergischen Mitgliedschaften der Gewerkschaft der Schuhmacher mit — (Ein schlimmer Feind unserer Odfibäume.) lieber das Vorkommen eines bem Certralük in Gotba solchen, sowie die Bekämpfung desselben siebt Dr. Gtersberg in dec „Kieler Ztg. vom
dem ^Ealfltz M ^olya. f, c ™ 8 c» 6. b. M. interessante Mittheilungen, welche wir, obwohl sie zunächst nur auf lokaler
Bombap, 13. November. Em Mitglied des Rathes des Vlcekönigs deobachtung beruhen, doch um so mehr Veranlassung nehmen, hier zu reprobuclren,
sand bei Bereisung des Distrtctes Wynaad im Gouvernement Madras stark aI8 ber fragliche Schädiger der Obstzucht sich zweifelsohne auch in anderen^Segen>)ea
aoldbaltiaes Erdreich. Die Regierung ordnete hierauf an, daß australische zeigen wird. Dec genannte landwirthschattltche Wanderlehrer für die Provinz SchleSwn,-
tiftnTbnrÄbpr bfP nitnliMf des (Noldes ermitteln sollen Holstein schreibt: Seit drei Tagen schwärmen in den Garten am Abend ,2hlreiche
3.».«««.w- w mä
rath theilte der Minister Evarts mehrere Depeschen des Unions-Gesandten in Vertilgung dieser Thicre zu erftrecen, und dies tft allein in der Weise möglich, bas London mit, welche sich auf die Hauptpunkte der Antwort Salisbury's hin- man die Schmetterlinge von den Obstbäumen abhält. DaS Weibchen dieses Schmetter- t
da dieselbe dem Washingtoner Vertrage entspreche. — E^ heißt, die Unionsregierung werde die ihr durch das Schiedsgericht auserlegte Summe von 5 Mill.


