°»"> hmr,
’ eintn beton
&e bei Et. A, '25° Hntn
ötbnunj Mid 4« retten.
["®»te, bi, V*iAn 'S'«
mir Gieße».
: Butter, pec Pft. V Kasr, per Stück 'M, 1 An 24 4, PN St. Ä 1.40, 8—70 4 per W., -60 4 Haillllirl-
L«d-°»chr t>t worben.
iellschast"nSchstn :n Mn erangtren. Wir gewiß oon allen i sein Schein unteren.
Ae verfügt, die i versp-ech-n w'r
Werk ®it ti5 Deutsche ^ndgeltliche lieber-
wohnhaft in Langen- Aießm.
)olf Busch von Sitßen eph August Wilhelm lstmann Wilhelm Heil, Der Bremser bei der atbarint Schäfer von mit Mathilde Helene M von Gießen mit dwig Rosenbaum von
•ad MW
i«n. 3. NÄ» M >tob SW im, <i" anW'Ä ■tf. - Heinnch, vohn ohne Vorname- des „iitcriils«®'* ufirt 5. Juni. Eine - Marie M Tochter
fi Jnf--U?I der bet oer
,,„rt unb®««”4' Ä^0P***f
I»4W' ....
WtX' . Lndlvik Hfl
Ä. .
Mr die Hinterbliebenen deS „Großen Kurfürst" sind bet uns eingegangen: Dr. Hempel 3 X, Georg Noll 10 X, Lehrer Römer 1 X. I. Haustein 5 X, St. 2 x 50 H. Weitere Beiträge werden gerne entgegengenommen.
Redaction deS G'eßener Anzeigers.
mitgerufen, und auS dem Grunde zunächst nicht, weil wir und überhaupt nicht zur Gesellschaft gehörend betrachteten, ich selber aber seit dem letzten Verkonrnniß, al« ich bei der Anwesenheit Se. König!. Hoheit des Grobherzozs mich an dem stattgehabten Fackelzug bethetligt hatte, es von gegnerischer Seite als Hohn mir ausgelegt und von oefreundeter Seite mir der Vorwurf gemacht wurde, daß ich principlenlos sei. Ich betheilige mich an keiner Ovation mehr, nach keiner Seite hin; daß uns Jemand aufgefordert hätte daran theilzuuehmen ist unwahr. Hierauf gab ein Herr von ziemlicher Corpulenz, der trotz dem tiefen Schmerz, als ihm schon das Altentat bekannt sein mußte, noch immer munter drauf los tanzte; das Signal zu einem mir bis j tzt, in meinem Leben, und ich habe in dieser Beziehung reiche Erfahrung, noch nicht oor- qekommenen Auftritt. Hinaus mit den Schweinehunden, den Social-Demokraten, den Schuften, Gauner, Lumpengesindel u. s. w. Und nun fiel die bis dahin ganz anständig icheinende Gesellschaft in eine förmlich.' Raserei. Ein Herr fuchtelte uns mit einem Knüppel, der eher ein Ziegenheiner, wie ihn früher die sogenannten Knoten trugen, als einem Spazierstock ähnlich sah, um die Köpfe herum, und nun erst merkte ich, daß es auf uns abgesehen war. Bis jetzt hatten wir jene Ausdrücke für allgemein gehalten. Wir verließen den Saal und es begann ein Scandal, wie ich ihn einer besseren Gesellschaft nicht zugetraut hatte. Noch vor Staufenberg hörten wir das wüste Gejohle! Meine Frau war einer Ohnmacht nahe. Wir hörten nun im raschen Schritt eine Gesellschaft oon 5-6 Herren hinter uns her kommen. (Nach jmem Eingesandt sind e8 Studenten gewesen.) Bis an unS heran kamen sic nicht, gingen wir rasch thaten sie daffelbe, gingen wir langsam so gingen sie ebenfalls langsam, als wir stehen blieben thaten sie es ebenfalls. Es schien unS jetzt das als sicher, daß sie uns nur mit Worten beschimpfen wollten. Hätte allerdings ihr persönlicher Muth, mit ihrem in Ausdrücken nicht wieder zu gebenden Sch'mpfen auf gleicher Höhe gestanden, so hatte man das Schauspiel vielleicht erlebt, zu sehen daß 6 H'rren die als spätere stützen des Staates und der Gesellschaft dienen sollen, Leute, die ihnen auch nicht eine Slbe auf das alles erwidert hatten, wie die Straßenräuber überfallen zu sehen Wir gingen in Lollar in W irtesaal III Elass:, um jeden Zusammenstoß mit jenen H erren zu vermeiden, und hier machte nun einer der Herren die Thür auf und sagte: „Da sitzen die Hoch- oerrather, das Lumpengesindel.- Eine Erwiderung unsererseits ft l auch hier nicht Als wir einsttegen, blieben sie auf dem Perron stehen und stiegen dann zu uns in den Wagen wobei bte Aeußerung fiel, wir wollen die Hochverräter gut abliefern. Ich hatte mich so aufgeregt, daß ich anfing Blut zu husten unb nun sagte einer ber Herren folgendes wörtlich. „Pfui, was fttnkis nach Schweißfüße! Ich glaube der K cl hat die Auszehrung!' Unb erwtberte ein anderer, ber so viel ich weid, wenn ich nicht falsch unterrichtet bin, Theologie studtrt. „Ich wünschte ein jeder Soclal^Demokrat hätte ste!^ Was jene übrige Polemik, soweit sie mich betrifft, anbelangt, habe ich kein Wort zu erwidern, als daß ich Arbeiter war und Arbeiter bin, und nvch nicht durch ein ererbtes Vermö ten habe ausbilden können und deßhalb vielleicht mein Benehmen in mancher Seziehung schroff zu nennen sein mag. Auf dem Staufenberg war dies jedoch bestimmt nicht der Fall. Denn ich persönlich habe ertragen, was kein Mann gut vertragen kann. Aber jener andere Herr der bet uns war und weder Socialist, auch ebenso wenig als ich Reich ffeind ist,- dem bin ich es schuldig, daß die Sache zu u Austraz ko nmt, und aus diesem Grunde werde ich jetzt jede weitere Polemik unterlassen und werde die Öilfe der Gerichte in Anspruch nehmen! Denn daß jeder, der in dem Geruch steh., : eine andere Meinung zu haben, in der Gefahr schweben soll, todtgeschlagen zu werden, wird wohl auch die Staatsbehörde nicht wollen! Wenn Einsender jenes Artikels von aufgeregten Bewohnern Staufenbergs redet, so bat er sich doch wohl nur selber dam.t . gemeint, denn ich sah keinen Staufenberger im Saal, sondern lauter fremde Leute, nre ; mir schien, zu den besseren Ständen zählend. Mit Namen habe ich die Herren nicht ; gekannt, werde sie aber, sobald ich sie kenne, veröffentlichen. Vorerst nur die Bemerkung, daß jener Herr, der das Signal zu dem Auftritt gab, Oberförster angeredet wurde.
Dstses war ber Hergang unb was weiter behauptet wirb, ist entweber unwahr ; ober bie aufgeregte Phaiasie jener Herren hat ihnen bosselbe vorgegaukelt. (3590 i Gießen, ben 8. Juni 1878. H-rmann Werner.
Lcffentltche Erklärung.
«as ba? in Ihrem geichäzten ölilt °om H augea sich befindliche Eingesanbt au« Staufenberg firben wir uns in ber Nothlage, SolgendeS zur Steuer ber Wahrheit 1“ v-röff-ntlichen! Ich hatte schon längst mit eirtem mir befreundeten, zur Zeit hier beschäftigten Ärchitecten besprochen, bie alte R .ine Staufenberg zu besuchen. Ungünstige Witterung hatte unt bis bah n baran gehinoert. Am Sonntag führten wir jene Tour aus U n 4 Uhr 30 Minuten kamen wir auf ben Bahnh of L°llzlst M ulch kam zu mir uib sagte: .Eben Haden bie Social-Demtk ateri ben Stift. Es ist wieder auf ben Kaifer ge chossen worbend Ich habe zunächst jene M.tih-stung für einen faulen W.tz „(hatten und stieg unter diesem Eindruck In ben eben abführenden Zug. Den im Z ig stch befiiblich.m Herrn Aceefsisten Weibig th-llt- ich die mir oon Herrn Mulch mit- ' aetheil e Nachricht mit. H-rr Wetdig sagte, so oiel ich mich erinnere nichts, ein & b r mit ich Coupee saß, sagte bagezene »Dann an b e Social-Demokraten wenn S wieder einer ist.' Da ich im Voraus sah, daß es zu Urannehmlichkeiten kommen wußte, wenn schon ein Mann, ben ich zu ben besseren Ständen zählen mußte stch ein • so vorschnelles Uriheil erlaubte, ermieberte ich nichts unb behielt das weitere für mich. Aus b-r Staufenburg angekommen, setzten wir uns an einen T.fch, an dem ein Herr mit einer Dame die Ich nicht kannte, und Herr Optiker Liedrich saß. Später ging ' §!' o! » Helmolt vorbei, dem ich jene Nachricht mittheilte. Es befanden sich in brät Moment die Herren Dr Haupt, Hauptmann H aup t, Weinhändler Meyer in unmittelbarer Nähe, und glaube ich wohl, daß keiner von diesen Herren behaupten 1 wird, ich hätte ihnen die traurige Nachricht in einem hohn scheu Ton gemacht. Aller- dinas habe ich und oben genannter Herr weitere Msttheilung an N.emand »on jener Nachricht gemacht, weil wir nicht Lust befaßen, Bemerkungen wie die im Wagen mst anhören zu müssen, und batten wir es j n-n Herren auch n cht mstgetheilt wenn wr nicht vorher gewußt hätten, daß wst hier keine Insulten mit andren mutz en. W.r finb nachher Stundenlange in der Ruine herumgestiegen und machten uns Notizen über bte Bauart vom technischen Standpunkt aus. Spater gingen w r wieder herunter unb weil es kühl geworden, der Zug aber erst N ichts um 11 Uhr fuhr, in den Saal, und sahen nun zufällig das Fremoenbuch liegen und aus langer W-lle trugen wir oer- schiedenes, betreffs de? Ruine, und der Aussicht ein. Was wir schrieben haben wir mit unserem Namen unterzeichnet und wird mir persönlich wohl jeder glauben, daß, wenn ich etwas schreibe es auch so zu setzen weiß, daß es die Kritik eines Dorflehrers und eines gewesenen Kaufmanns verträgt. Dieses alles ging lange lenem Drama, das nch nun abspielte, voraus. Wir faßen ganz allein oben im © aal, allmählich kamen noch Herren, welche »an, anständig aussahen mit ihren Damen (zur Zeit als wir das Fremdenbuch lasen, befand sich nur Herr Lehrer Wagner und ein mir fremder Herr Im Saale) und fegten sich an verschiedene Tische. In Berührung kamen wir mit den- sttbm nicht gekannt habe ich außer Herrn Wagner Niemand. Es wurde getanzt, meine Frau die zugegen war, äußerte den Wunsch auch einmal zu tanzen, und lehnte sch es ab, weil Ich N.emand von ber Gesellschaft kannte und k-m- Zurechtweisung erfahren wollte. Später kam ein Herr in der Uniform ber MalNiWeser-Bahn unb schien es mir so, als wenn derselbe auch die Nachricht von demAUentat gebracht hätte, denn turTbarauf tief uns ein Herr zu, daß ein Attentat auf se. Majestät den Kaiser verübt worden. Ich erwiderte, daß wir es schon wüßten; auf eine weitere Frage erwiderte der sich beb uns befindliche Herr, wir hätten die Mittheilung auf privatem Weg erhalten. Gedacht, es könnte uns Jemand deshalb tn Verdacht nehmen, mit dem Attenlhaier aus ^legraphtschem Wege in Verbindung gestanden zu haben, soweit ging unser befchrankier Verstand nick'. Diese große Entdeckung hatte ein Herr gemacht, ber *n,Jry,ll*‘r Gesellschaft befanb- Es würbe NUN immer noch getanzt unb nachher e Hetl Dir Im Siegerkranz gesungen. Zur Gesellschaft gehörten wir nicht, sangen auch nicht mit und fordertt uns auch Niemand dazu auf. Meine Frau sagte kurz darausee .Die.Herren sehen.Euch ja so merkwürdig an, worauf der Herr, der sich In unterer Gesellschaft befand, erwiderte. «EbrlicheLeute können sich ja betrachten lassen." Ich mahnte ,-doch zum Aufbruch w e- wobl ich immer noch nichts Schlimmes ahnte, obgleich schon ein Pereat auf die per. dämmten Sm,al Dmottoten ^gebracht war. An der Thür hielt Herr F nk und seine Frau, mit denen meine Frau bekannt zu sein schien, uns auf und setzten wir uns an den an der Thür stehenden Schenkttsch und ließen uns zwei Topf Aepfelwein geben! Meine Frau unterhielt sich mit Frau Fink. Herr Fink befand sich bei uns. Am Schenktisch wo eh finster war lagen zwei Kerzen, wovon wir uns die eine ansteckten.. ES wurde jetzt ein Hoch auf Seine Majestät den Kaiser ousgebracht. Wir haben^nicht^
(3587
empfiehlt
Hochachtungsvollst
Neuenweg B. 198.
3586)
3505)
Außerdem empfehle eine tuchröcke, sowie Kreppe
bestens.
Gießen, den 8. Juni 1878.
Pfalzer-Weine:
Petersberger ä Ltr. 80 Pfk«, Niersteiner a Ltr. 1 Mk.,
Gut gebrannte Russentteine können täglich aus meiner Backsteinbrennerei abgefahren werden.
E. Etchenberg.
Aeilgeöolenes.
3574) Eine Guitarre von Staufer aus Wien, vorzügliches Instrument, kauft Rothenberger, Lindenplatz.
AUe Sorten
Mineralwasser
in stets frischen Füllungen bei (3582
Julius Wallach.
3588)^Ein gutesZugpferd zu verkaufen bet Heinrich Simon, Bierbrauerei Lony.
Derkauf eines Steinbruchs mit einer dabei befindlichen Miste in der Pronin, «berhessen.
Beide sind aus der Hand zusammen oder getrennt zu eertaitfen.
Der Basaltsteinbruch ist 570 Meter lang, umfaßt einen Flächeninhalt von 19,600 Meter und grenzt unmittelbar an die Eisenbahn.
Sei dem Bruch befindet sich eine eigene Bahnanlage von 73a Meter Mnae mit Drehscheibe, 3 Weichen, Wafierstation unb natürliche Laderampe.
Der Steinbruch liefert vorzügliches Material zu Pflaster- und Chaussir- fieinen und ist eine geschloffene Felsenmaffe, der auf viele Jahre einen gewinn- reicken^Betneb ^rt^ ^^er Rohsteine jliegen auf dem Bruch, die sofort bearbettet^werden.inen. 8o(omo6j(e m(t Steinschlagmafchine' vorhanden , die tnalicb 40-50 Meter Decksteine liefern.
8 Die Hofraitbe (Mühle) besteht aus Wohnhaus, Scheuer und Stallung mit 7200 üMeter angrenzenden Wiesen und Garten und gehören dazu noch mehrere Morgen Ackerland und Wiesen.
1 " $r. Kreud-r, «oiinulfftonar,
GIESSEN.
Abonnements-Concerte.
Hierdurch erlaubt sich die Kapelle des 2. Großh Hess Infanterie- Regiments Nr. 116 (Großherzog) zu den bisher üblichen Sommer- AbonnementS-Concerten ganz ergebenst einzuladen.
Die Concerte finden im W en z el'schen Garten stitt und wird der Anfang derselben durch den Gießener Anzeiger bekannt gemacht.
Der Preis für die 6 Abonnements-Concerte beträgt:
1 Personenbillet......2 40
1 Familienbillet bis zu 4 Personen 6 „ — „
jede einzelne Person zahlt „ 40 „
Die Liste circulirt und liegt außerdem noch an der Kaste zum Abon- niren bereit. (3581
Die Kapelle des 2. Großh. Hess. Inf.-Regiments Nr. 116.
Rrausse, Kapellmeister.
4 50 H an.
Um geneigten Zuspruch bittet
3141) M. Weiner, MarWraße
= Zücht zu überftheu! —
3141) Durch einen großen vortheilhaften Partie-Einkauf bei einer der bedeutendsten Kleiderfabriken bin ich in der Lage, zu nachstehenden äußerst billigen Preisen zu verkaufen:
Stoff Sackröcke zu <> Mk.
geschäsk-Eröffnung.
Einem verehrlichen Publikum zur Nachricht, daß ich mit Heutigem ein
Sattler und Polstergeschäft __
errichtet habe, und empfehle mich zu allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiter.
3554) Stets frische
Süss- und Dick-Milch
*u Jbrausch, Schloßgafse.
3572) Etserni- Tragbalken, Schlenen, Ubtrittsrohre, Dachfenster, Säulen und alle sonstigen Bauartikel -bfieblt^
c. Roth, Neue Säue.
3569) 81/r Normalmorgm Heugras, ober auch Heu unb Grummet, auf der
Neustadt 201.
DreschmaWine
zu verkaufen.
3559) Eine noch wenig gebrauchte, im besten Zustanbe befindliche Dampf-Dreschmaschine ist wegen Krankheit des Besitzers um die Hälfte des Ankaufspreises zu verkaufen. Einer Gemeinde oder einem größeren Landwtrth ist hier die Gelegenheit gegeben, zu einer guten Maschine billig zu gelangen, ebenso ist sie für einen fähigen Unternehmer sehr rentabel da sie gute Kundschaft besitzt. Gest. Offerten sub U. 3879 an Bud. Bosse in Frankfurt a. M.
Taillenröcke „12 „
Sommerüberzieher,, 12 „
Joppen „ 7 „
Gute Stoffe und solide Arbeit wird zugesichert.
große Partie Knabenanzüge und Turn-
, Lüster- und (Hrosgrain-Röcke von


