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id zusammen auszu- rr Exped. d. Bltts. der höheren Lehran- iÖm Familie fteund- !udwia?vl.Lit.B.l69. mWM aftigung. (2788 . Trupp, Wetzlar.
i Erbbegräbnii'e auf ’ ist mir ein Vergitz- rlen gestohlen worden. itersLaft oder Bethel« senen Person solche welche deren gerlcht- lirttn, erhält zwan» ng.
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Zmficbutt )°efahrrn werden des i^oA^bt^ esige Lehranstalten bt$ idliche Aufnabme als Beamtrnsamilie, auch möblirte W«/ izt dte &peb. jJL .s Mädchen iürHauS- ffurter SttotzlL^-
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No. 106. Mittwoch, den 8. Mai 1878,
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Anikl-k- md Amtghlitt fit he» Kreis Gießen.
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ExpeditionSburean r
Gartenstraß e B. 165.
Schul st raße B. iS.
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.
Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.
Uokilischer Htzeil.
Die Zahl der bei Tabaks-Bau, -Industrie und -Handel Jnteressirten *)♦
Wie vielseitig die Interessen, welche bei Lösung der brennenden Fragen in Betracht zu ziehen find, mag aus folgenden Zahlen erhellen:
Der inländische Tabaksbau, welcher ein jährliches Durchschnitts-Quantum von 700,000 Ctr. Rohtabak gewinnt, wird in 4000 Ortschaften betrieben und beschäftigt von namentlich kleineren Grundbesitzern.......— 100,000 Pers.
Die weitere Bearbeitung, die Fermentation und der Handel des Rohproducts, erfordert einschließlich der Comptoirpersonale und Arbeiter .... — 5,000 „
Der Großhandel in ausländischem Tabak, von welchem gegen 1,000,000 Ctr. in Deutschland eingeführt wird, erweist an Großhändlern, Commis, Reisenden, Kupern, Arbeitern rc. a. in Bremen 2400, b. in Hamburg 1600 . — 4,000 „
Tabaks- und Cigarrenfabriken, e irr schließlich kleinerer Betriebe, welche mindestens 4 Arbeiter beschäftigen — 13,000 „
Cigarren- und Tabaksarbetter — 113,000 „ Zur Cigarrensabrikation gehörige Hülfs- arbetter................
Fourntersch neidemühlen, Ktstenfabrtken, lithographische Anstalten, Maschinenfabriken und sonstigen Nebenindustrien, so weit solche für die Tabaksund Cigarrenbranchen thätig sind, einschließlich Comptoirpersonal und Arbeiter
Engros - und Detailhändler im Tabaksund Cigarrenfach, unter Berücksichtigung derjenigen Geschäfte, welche den Handel mit Tabaksfabrikaten zwar nicht ausschließlich betreiben, immerhin aber diesen als wesentliche Erwerbsquelle betrachten muffe«, so wie Makler und Agenten . . — 200,000 „
in Summa — 470,000 Pers.
Wir stehen somit vor der gewaltigen Zahl von 470,000 socialen Existenzen , welche zum Theil mit der freien Tabakstndustrie stehen oder fallen.
Welche Unsumme von Arbeits-, Erwerbs- und Steuerkrast aus dem Kreise dieser Einzelexistenzen durch Einführung des Monopols geschädigt würde, das zeigt sich sofort, sobald man vergleichende Zahlen ausstellt.
Deutschland hat 13,000 Betriebe für Tabaks- und Cigarrenfabrikation mit mindestens je 4 Arbeitern, darunter 1500 größere Manufacturen. — Die französische Regte arbeitet nur in 16 Fabrik-Etablissements. — Wie viele Betriebe Deutschlands müßten also bei Einführung des Monopols sofort brach gelegt werden? — Eine wirkliche, ausgleichende Entschädigung erforderte so kolossale Summen, daß der Regiegewinn dadurch aus viele Jahre hinaus abjor- birt werden würde. — Man spricht zwar von einer Entschädigung der Fabrikanten, diejenigen Ziffern, welche jedoch hier und da genannt werden, sind so lächerlich niedrig gegriffen, daß sie eher einem Almosen, als einer wirklichen Realablösung gleichen.
In den 16 Fabrik-Etablissements der französischen Regie sind beschäftigt 1000 Werkführer und Aufseher mit 18,000 Arbeitern — unter letzteren nur 1675 männliche — zusammen also ein männliches Arbeitspersonal von 2675.
In Deutschland leben 143,000 Arbeiter von der Tabaks- und Cigarrenfabrikation, darunter ca. 53,000 weibliche. — In Frankreich kommt auf einen männlichen Arbeiter im Durchschnitt 33/4 grc6. — 3 Mk., auf einen weiblichen 2 Frcs. — 1 Mk. 60 Pfg. pro Tag. — In Deutschland sind annähernd dieselben Sätze anzunehmen.
Aus diesen Zahlen erhellt die schwerwiegende Verantwortlichkeit, welche diejenigen auf sich laden, welche die Existenz zahlloser Menschen in Frage stellen wollten.
*) Kein Tabaksmonopol — Keine Fabrikatsteuer, Gewichtssteuer. Von Karl Hindenburg. Magdeburg. Im Selbstverläge des Verfassers. Bei Entnahme von mindestens 20 Stück das Exemplar zu 50 Pfg.; bei Entnahme von mindestens 10 Stück das Exemplar zu 75 Pfg.; Einzel-Exemplar 1 Mk.
Aerrtschlarrd.
Darmstadt, 4. Mai. In seiner gestrigen Sitzung hat der erste Ausschuß der zweiten Kammer der Landstände die letzten Gegenstände, über welche ihm Berichtserstattungen obliegen und die kaum erst an die Kammer gelangt waren, berathen und sich vorbehältlich einer auf den 9. d. Mts. anberaumten Besprechung mit den desfallsigen Ministerien schlüssig gemacht. Es gehören namentlich hierher, die Proposition des Großh. Justizministeriums wegen Be
willigung der Mittel für die Bauten demnächstiger Amtsgerichts-Locale und Schöffen-Sääle, sowie für deren innere Einrichtung, — die Vorlage des Finanzministeriums betreffs der Vereinigung der Hauptstaatskaffe und der Staatsschuldentilgungskaffe und der desfallsigen Organisation, sowie ein Antrag des Abg. Hirschhorn und Genoffen, welcher hauptsächlich die Aufhebung derjenigen Bestimmungen der Verfaffung und der landständtschen Geschäftsordnung bezweckt, vermöge deren bisher das Budget sonstige Geldverwilligungen und Gesetzesvorlagen nicht sofort im Plenum der Kammer ohne vorherige Verweisung an einen Ausschuß verhandelt werden konnten. Die zweite Kammer wird auf Dienstag den 14. d. Mts. zusammenberufen werden und dann ein quantitativ und qualitativ ziemlich reichhaltiges Material vorfinden. Wie zu erwarten steht, daß dann die erste Kammer so bald zusammentritt, daß der Schluß des Landtags doch noch im Monat Juni erfolgen kann, so darf man auch der Hoffnung Raum geben, daß weitere Arbeiten diesem Landtag nun nicht weiter angemuthet werden.
Hefterreich.
Wie«, 4. Mai. Ein Telegramm der „Polit. Corresp." ans Athen bestätigt das Zustandekommen eines Übereinkommens zwischen den thessalischen Jnsurgenten-Chess und den britischen Consuln und meldet weiter, daß die englischen Pacificationsvrrsuche auf Kreta bis jetzt erfolglos gewesen seien, indem 12,000 wohlbewaffnete kretenstsche Insurgenten das ganze Gebiet zwischen Lassithi und Sphakia innehaben und von einer Versöhnung mit der Pforte nichts wtffen wollen, und einzig die Vereinigung mit Griechenland anstreben.
Derselben Korrespondenz wird aus Bukarest gemeldet: Rußland soll den Entwurf einer neuen Militärconvention der rumänischen Regierung unterbreitet haben. Der Entwurf würde Rußland das Recht Vorbehalten, zwei Lager (bei Plojesti und Tokschani) zu errichten, dagegen Rußland verpflichten, alle zur Armee gehörigen Anstalten von der Hauptstadt fernzuhalten und selbst das Obercommando der russischen Truppen in eine Stadt der Provinz zu verlegen. Bisher verweigert die rumänische Regierung noch den Abschluß einer solchen Convention.
Der „Polit. Corresp." wird aus Konstantinopel gemeldet: Vorgestern fand eine lange Conferenz zwischen Savfet Pascha und General Totleben in Betreff der von den Russen energisch geforderten Räumung von Schumla, Varna und Datum statt. Es hänge damit der russische Gegenvorschlag, einen großen Theil der russischen Truppen in die befestigten Linien von Tschataldja zurückzuziehen, zusammen. Von russischer Seite werden die Einwendungen der Pforte gegen die Räumung der erwähnten Festungen als versuchter Vertragsbruch erklärt und zurückgewiesen. — Die gemischte Pacifications-Commission für Thracien ist bereits in Philippopel zusammengetreten. '
Telegraphische Depeschen.
Wagner's telegr» Eorrespondeuz-Bureau»
Berlin, 6. Mat. Der Reichstag fuhr heule fort in der zweiten Lesung des Gesetzentwurfs betr. die Abänderung der Gewerbeordnung. § 107 bestimmt nach der Retzierungsvorlage und in der Commiffionsfassung, daß Arbeiter unter 18 Jahren mit einem Arbeitsbuch versehen sein müssen. Ein Amendement Ackermanns und o. Kar- dorffs will die Führung des Arbeitsbuches für alle gewerblichen Arbeiter schlechtweg obligatorisch machen. Stumm beantragte anstatt des 18. Lebensjahres das 21. als Grenze für die Führung des Arbeitsbuches zu setzen. Blum beantragte, daß die Be« ftimmungen des Paragraphen auf schulpflichtige Kinder keine Anwendung finden sollen Nach zweistündiger Debatte, in welcher Bundescommissar Nteberding für die Fassung der Regierungsvorlage eintrat, wurde der Paragraph in dieser Fassung mit den Amendements Stumm und Blum angenommen.
§ HO der Vorlage wegen Abänderung der Gewerbeordnung, welcher die facultative Führung von Arbeitsbüchern für erwachsene Arbeiter bestimmt, wurde dem Commisfions- antrape gemäß, abgelehnt; die übrigen Paragraphen bis § 119 wurden in der von der Commission oorgeschlagenen Fassung genehmigt. — Fortsetzung der Berathung morgen.
Wien, 6. Mai. Die „Polit. Corresp." bringt folgende Meldungen: Aus Petersburg. Die Ankunft Schuwaloff's erfolge nicht, um Gortschakoff's Stelle zu vertreten oder denselben zu ersetzen, sondern auf Schuwaloff's eigenes Verlangen, um Über die schwebenden Verhandlungen mit England persönlich zu berichten. — Aus Bukarest. Man hört von anhaltender Beförderung frischer russischer Reservetruppen von Galatz nach Giurgewo; in letztgenannter Stadt werden 10,000 Mann russische Reserven dislocirt. — Aus Cattaro. Eine österreichische Schildwache wurde von einem Montenegriner durch einen Schuß verwundet. — Aus Konstantinopel. Die Anzeichen friedlicherer Dispositionen der Pforte wegen Räumung der Festungen sind vorhanden; zunächst dürfte Schumla geräumt werden. Totleben ist beordert, die Niederwerfung der Jn- surrection energisch und mit größter Raschheit vorzunehmen. Admiral Hornby conferirte am Freitag in Therapia mit Layard und kehrte Samstag nach Jsmid zurück, wo augenblicklich englische Transportdampfer mit Kriegsmaterial und Torpedos eintreffen.
Berlin, 6. Mai. Die zu dem diesjährigen Uebungsgeschwader gehörigen Schiffe sind heute in Dienst gestellt, und zwar in Wilhelmshafen „König Wilhelm", „Großer Kurfürst" und Aviso „Falke", in Kiel „Friedrich der Große" und „Preußen" ; das Geschwader tritt erst am Ende des Monats, wahrschein-
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