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Lokal-Notiz

Vermischtes.

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kästen verschloffen einlegen.

Martenschloß den 29. Oktober 1878. mit geprägtem Monogra Großherzogl. Landeszuchthaus-Direction. Oarton ä I Mk. 25 Pfg. 6704) Scriba. |6700) H. .

Hühn.

Garnacho Sherry Malaga Madeira

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6801) Dem Justus Dotzert aus Mainzlar ist am 23. d. Mts., an einem Markttag, auf dem Lindenplatz in Gießen ein Öfen auf seinen Wagen gestellt worden. Der Eigenthümer wird aufgefordert, gegen Bezahlung der Jn- sertionskosten den Ofen in Mainzlar be dem JustuS Dotzert in Empfang zu nehmen.

Mamzlar, am 28. October 1878.

Vogel, Großh. Bürgermeister.

Mittwoch den 13. November,

Vormittags 11 Uhr, < werden dahier für 1879 zur Lieferung < im Submisstonswege vergeben: '

1) Blaues u. graues Leinengarn Nr. 20, . 2) Dielen und Latten, 3) Stahl, Eisen und Eisenwaaren, 4) Eichenholzdauben zu Küferwaaren, 5) Spiritus, 6) Fenster und Spiegelglas, 7) Kölner Leim (sind Muster einzusenden), 8) Reiserbesen, 9) Papier und sonstige Schreibmate­rialen (find Muster einzusenden), 10) Leder, ausgeschnittenes, sowie Leder- waaren, 11) Seilerwaaren und 12) Holzsorten in Bohlen.

Die Lieferungsbedingungen können täglich auf dem Secretariat der unter- zelchneten Direction eingesehen, gegen Erstattung der Copialien daselbst auch schriftlich bezogen werden.

Lieferungslustige wollen die Sub° Missionen bis zum obigen Termin in den vor dem Bureau der unterzeichneten Direction aufgehängten Submissions-

Aersteigerung.

Freitag den 1. November,

Nachmittags 1 Uhr, wird in der früheren Hartman naschen Schanze an der Schoor altes Bau- Brennholz, Latten, Tbüren, Falzziegel, Backsteine öffentlich versteigert. (6690

Promte Reine per Flasche

Priorato secco

Priorato dulce *,

Aellgeöoteues.

6697) Samstag den 2. Skovbr. komme ich mit einer großen P >rthic Sellerie- kuolkn in allen Großen auf hiesigen Gemüikmarkt.

Job. Balser, Gartner.

Niederlage

A. HeyePscher Zanitäts-Weine

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8 entfprü^-.1 cht der WG :r die n Initiativ!:

6529) Welschhohnm und 5

Sühner zu rnrkcufen. E. Pitthan Ww.

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J. A» Busch Söhne#

Handel und Verkehr.

Limburg, 30. Octb^. (Fruchtbericht.) Rother Weizen 17.36, Weiher Weizen 17, Korn 11.40. Gerste JL 10.35, Hafer JL 6.15, Erbsen Kartoffeln JL. (Durchschnitts-Preis pro Malter.)

schafiUch-n und socialen Verhältnisse in beffere Bahnen zu leiten. Stadtratb ( Hagen begrüßte bk Versammlung im Namen der städtischen Behörden und der Bürgerschaft, Eommerzienrath Konrad im Namen der B-rlmer Handelswelt, mit einem enthusiastisch aufg-nommenen Hoch aus ®e. Mas. den Kaiser schließend.

<> das Präsidium wurden gewählt: Delbrück (Berlin), Fromme! (Augsburg) und Roß (Hamburg). Es find 300 Delegirte anwesend.

Wien, 30. October. Eine Kundmachung des Generalraths der öfter- reichisch-ungarischen Bank macht bekannt, daß mit dem 30. October die gesetz­liche Firma:Oesterreichisch-ungarische Bank" in Kraft tritt.

Pesth, 30. October. Die gemäßigt- Opposition bat beschlofien, keinen Antrag auf Versetzung der Regierung in Anklagezustand zu stellen. Die Partei wird den Schwerpunkt ihrer Action In der Adreß-Debatte suchen. Der Adreß- entwurf des Oberhauses ist nach der Fafiung de« Sub-Eomitös politisch färb- los. Derselbe constatirt die Beunruhigung des Landes tn Folge der Occupa. tion und spricht die Hoffnung aus, es werde der Regierung gelingen, diese Besorgniffe baldigst zu zerstreuen.

Hamburg, 30. October. Die Embleme des Zimmerer- und des Tischlergewerk-Berems sind heute consiscirt worben > von ersteren auch oie Schriften und Bücher.

Pesth, 30. Oktober. Im Abgeordnetenhause wurde ein Beschlußantrag der äußersten Linken verlesen, wonach das Gesammtministerium in Anklagestand versetzt werden soll. Das Haus beschloß, daß dieser Antrag am 3. November zu motiviren ist. _____________________

Montag den 4. November, Nachmittags 2 Uhr, sollen He an die Großherzogliche Polizei-Verwaltung abgelieferten gefundenen, von den Verlierern binnen der gesetzten Frist nicht reclamirten Gegenstände, darunter goldene Rmge, Kreuze, Medaillons, Portemonnaies, Cigarren - Etuis, Uhrketten, Armspangen, Korallenketten, Brillen, Schirme u. s. w. zu Gunsten der Armenkaffe gegen Baarzahlung in dem Saale des alten Rathhauses öffentlich versteigert werden.

Gießen, am 28. Oktober 1878.

Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.

A. 93ramm. __________________

Filzhüte, sehr pretswürdige Maare. Reparaturen werden übernommen bei

A. Schultheis, junior

« Aus Anlaß bf.r im Frühjahr I. I. stottgchobt-n Vormust-runa dcr kri-ss- firmitb baren Vierde ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß an vielen L-teuen auf dem Lande, zumal in den gebirgigen Gegenden des Grotzherzogtbums, die Hufe der Pferde von der ersten Jugend an nicht mit Sachkenntnis behandelt, vielmehr mit vluuwen/nicht passenden Eisen beschlagen werden, so daß die größten Deformationen entstehen, welche das Pferd zu bürgerlichen, wie militärischen Zwecken frühzeitig unver­wendbar machen. ,

Die Heranbildung tüchtiger Schmiede auf dem Lande dürfte wesentlich zu einer Besserung dieses Zustandes betttagen und möchte e§

11 db eine Anzahl auf Lehrschmieden besonders ausgebildete Schmiede «US dem ö-tiv-n MiliiSrdicnst zur Entl-ssur.g g-l-ng-n unter Br Nutzung dieser Leute vielleicht möglich sein, auch in den .andlicyen Bezirken für die Schmieden brauchbare Arbeitskräfte heranzuziehen, und so auf eine Conservirung des Materials der Pferdeöefitzer hinzuwirken.

qnjt Rücksicht hierauf hat sich das Commando der Großh^(25.) Division erboten b Grotzh Mlnistermm des Innern die alljährlich aus dem Militärdienst zur Ent- bnttopfL R-ö wjuna gelangenden ausgebildeten Schmiede namhaft zu machen. __

- Dir^e > gmMggggg?

«ieste«, 31. Oktober. Mit Morgen, dem 1. November, tritt das L o c a l - R e g le- ment betr. Reinhaltung der Straßen in Kraft. Es ist mit diesem Reglement wieder eine Erleichterung der Bewohnerschaft unserer Stadt Getreten, indem nun die Stadt sür Wegbringung des Kehrichts und Eifes zu sorgen hat. Wie man unS mittheilte, wollten die Stadtverordneten das Reglement erst vom nächsten ^abre on in Kraft gesetzt wissen. Die Eingabe an Großh. Ministerium, welche diesen Aufschub, sowie Weglassung der Fortschaffung des Eises bezweckt^ wurde von Großh^ Ministerium ablehnend brschieden. Am Samstag ist der erste Tag, an welchem der Kehricht weggeschafft werden soll und die Stadt hat bis dahin womöglich noch keine Fuhrleute. W i e das Reglement durchgeführt wird, darauf sind wir gespannt.

Dasselbe wird daher in der Folge die ihm von bet Großh. (25) Division M- kommenden Nationales der auf Militär-Lehr-Schmieden ausgebildeten, entlasftnen Mannschaften, jeweilig der.jenigen Großh. Krei-amtern zugehen lassen, in deren Kreis der Entlassene vor seinem Eintritt in den Militärdienst seinen Aufenthaltsort gehabt hat.

Die betreffenden Kreisämter werden alsdann durch geeignete Bekanntmachung in ihren amtlichen Organen die Pferdebesitzer des Kreises auf diese zu Schmieden ausge­bildeten Leute aufmerksam machen.

Darmstadt, 29. Ottober. Die Rivalität der Garnisonen Darmstadt und Gießen betr. des größten d.h. längsten Soldaten dürfte beider demnackstiaen Rekruten- Einstellung wiederum sich zu Gunsten der erstgenannten entscheiden. Während in dm letzten Tagen das 116. Regiment einen 2 Centimeter größeren Mann als ^en «größte»> , gegen den unsres hier garnisonirenden Garde-Regiments, mitStolz den^tmn nannte, wird dem letzteren am 6. November nächsthin ein "Riese aus Alsfeld 2,1 Meter groß, zugeführt und damit Gießen wieder aus dem Felde geschlagen.

Königshütte, 25. Oktober. Als der Bauer Kolodziej aus Slemianowitz heute gegen Morgen sein Nachtlager verlassen hatte, gewahrte er, daß ihm ^mmtttche Ganse aestoblen waren. Schleunigst machte er sich auf und verfolgte die von den Dieben 6fnkrloff.ne Spur, bie ihn bis nach Cb-rzow führte. Von h-er aus war st- nscht rnehr kenntlich. In der VorouSsetzunz, dah die Diebe den chorzower Wald^wohl als Bergungs' nrf henufet haben würden, schritt er nach diesem zu und bemerkte schon von der ^erne, daß fick die ihm gestohlenen Gänse auf der konigshütle-ktttowitzer Chaussee dEfanden. Daneben standen drei Männer, die, wie es schien, mit einer Frau unterhandelten. Kolodziej eilte schleunigst nach dieser Stelle hin und rief der Frau zu die Ganse^rsicht zu kaufen, da sie ihm gehörten. Kaum wurde er bemerkt, so flohen zwei der vorer wähnten Männer, der dritte blieb aber stehen, zog einen Revolver htrvor und schoß den Kolodziej nieder. Die Kugel traf gerade in die Stirn. In der Nähe stand vor einem Gasthof ein Milchwagen, wie sie hier täglich avS den der.achbarten Ortschaften in die Stadt geschickt werden. Der Milchmann sah, wie ein Mann stürzte, sah aoer auch, doß ein anderer davoneilte. Er verfolgte diesen, abernickt ^nn der , Mörder drehte sich plötzlich um, blieb gttaffen fleben unb riiSaen

Auch dieser fiel. Hierauf eilte der Mörder nach dem Redenberg zu, einigen Frauen, welche auf dem Wege standen, entgegen:Wer sich unterste-ft, zu rufen, den schieße ich augenblicklich nieder" und machte Miene, nach dem nahe belegenen chorzower Walde zu fliehen. Kaum gelangte er aber aus dem Bereich des mit Bäumchen be- aten Redenberges, alS er wiederum stehen blieb und den sechs Mannern, welche eben herzueilten und ihn verfolgten, einen Schuß entgegensandte. Moglicherw^se hätten diese unter solchen Umständen von weiterer Verfolgung Abstand genommen. Da kamen die mit Gewehren bewaffneten Sohne des Redenbergpach ers Karl und M x Kliscz hinzu und forderten zur weiteren Verfolgung energisch auf, selbst 'M gutem Beffviel voranaehend. Abermals drehte sich der Mörder um, einen Schuß nach fernen Verfolgern abgebend, und abermals stürzte ein Mann glücklicherweise aber unver­letzt, wie sich? herausstellte, nur betäubt von dem Schreck, den ihm bie dicht bei feinem Kopf vorbeigeflogene Kugel einjagte und weiter «ings nach dem b.zeichneten Wal^ - Bevor aber dieser erreicht war, blieb der Mörder nochmals Üeben, schoß ,» 1^^n Hau en der ihn verfolgenden acht Männer und setzte alsdann seine Flucht fort. Da stolperte er über irgend einen Gegenstand und fiel zu Boden. Max Klikcz, ein rungn Reservl.t, war d-r erste, der ihn am Kragen tagte und s-sthielt. V-rzwe seit «ar ->i-G-g-nw°br ub-r sie war nutzlos; man wurde des Mörders Herr und sührte ihn der^Polizeibehc> d- ZU. Der Mörder ist ein berüchtigtes Subjekt aus Josepbsdorf und erst vor Kurz.m cm3 dem Zuchthause entlassen. Wie verlautet, soll auch bereits einer "r Genossen ge­fangen fein. Kolodziej lebte noch bis gegen Mittag, starb aber, ohne ein Wort v sich gegeben zu haben. Der zweite Mann, welchen der Mörder traf, lebt "och, es ist aber fraglich, ob er am Leben erhalten bleibt, denn die Verwundung soÜ Ziemlich< denklicher Art sein. Die Kugel drang in die linke Backe und kam hinter dem l.nkeo» Obre bercms. Schließlich mag hinzugefügt werden, daß bet der Verhaftung des Mörders sich ein langes, in einem Futteral steckendes Messer und eine Amahl Dietriche oorfanden. ___________________ yoon- ä

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