russische Bataillone, ein Ulanen-Regiment und zwei Batterien, von Jazlar kommend. den Lom-Fluß und besetzten die Höhen von Kirisen. Am 21. d., Morgens, stellten die Russen bei Kütschük-Köi Geschütze auf, mit denen sie die verschanzte Stellung der Türken unter Resim Pascha beschossen. Während dessen besetzten die Russen Kisilar und rückten bis Kediuren vor. Eine türkische Batterie brachte jedoch die russischen Geschütze zum Schweigen, und Baschi-Bozuks und Tscherkessen vertrieben die Russen wieder aus Klsilar. Hierauf entspann stch ein heftiger Kamps, theilweise mit dem Bajonnet, um den Besitz der Höhen von Kirisen. Die Russen wurden vertrieben; da sie jedoch noch eine Bergspitze behaupteten, wurde diese am 22. d., Morgens, von den Türken ebenfalls genommen.
— Die „Polit. Corresp." meldet aus Bukarest, 24. August: Geschützt von einer am rechten Ufer der Donau ausgestellten Abtheilung von 2 Compagnien nebst 4 Geschützen versuchten am 23. August früh sieben mit Truppen besetzte türkische Barken eine bei Widdin gelegene Insel zu besetzen. Eine rumänische Infanterie-Compagnie bei Kalafat verhinderte indeß durch Beschießung der Barken die Festsetzung der Türken. Die türkischen Batterien bombardirten den ganzen Tag Kalafat, richteten jedoch keinerlei Schaden an. Die Türken bereiten einen neuen Uebergangs-Versuch vor. Die russischen Batterien bei Slobosia und Pyrgos haben in der letzten Nacht Rustschuk von Mitternacht bis 3 Uhr Morgens bombardtrt; die Türken erwiderten das Feuer. Die Bevölkerung von Giurgewo wurde aufgefordert, die Stadt zu verlassen.'
— Der „Polit. Corresp." wird aus Petersburg vom 24. August berichtet : Der Chef des militärischen Communications-Wesens, General-Lieutenant Katalei übernimmt das Commando der 3. Garde-Jnfanterie-Division. An seine Stelle wurde der General-Adjutant v. Drenteln ernannt, der gleichzeitig das Truppen-Commando des Kiewer Militär-Bezirks übernimmt, welches bisher in den Händen des General-Gouverneurs Grafen Dondukow-Korsakow war. General- Adjutant Gurko erhält das Commando der 2. Garde-Kavallerie-Division. Der am 22. August eingetroffene General Tschernajeff wurde dem Stabe des General-Adjutanten Loris-Melikoff zugetheilt.
Petersburg, 24. August. Amtlich wird aus Gorni-Studen vom 23. d. gemeldet: Heute früh halb 5 Uhr begann von Neuem der Kamps am Schipka-Paß und dauerte mit außerordentlicher Heftigkeit bis zum Mittag. Mehrere verzweifelte Angriffe der Türken wurden zurückgeschlagen. Unsere Helden weichen keinen Schritt. Mittags begann das Feuer abzunehmen. General Radetzky kam mit den ersten Reserven an. Weiteres ist noch nicht bekannt. Unsere Verluste sind groß.
Lokal-Notiz.
Gießen, 27. August. Wie man uns berichtet, ist den Gr. Staatsdienern durch Mmifterialrescript und gleichzeitig den Gr. Hofbeamten angezeigt worden, daß die weißen s. g. Gala-Uniformhosen von nun an in Wegfall kommen und daß die grauen Unisormbeinkleider nur mit dem kleinen grauen Paletot zu Ende getragen werden dürfen. Juskünftige sollen zu dem Paletot wie zu dem Waffenrock schwarze Hosen getragen werden. — Hoffentlich wird auch der graue Paletot aufhören und der Waffenrock nur füu besondere, von der Oeffentlichkeit berührte Veranlassungen in Anwendung kommen.
Gießen, 27. August. Wir lassen nachstehend das Protocoll der Stadtoerordneten- Sttzung vom 16. August 1877 folgen':
1. Das Gesuch des Herrn Stadtverordneten Emil May um Erlaubniß zur Erbauung eines zweiten Hauses an der Schoor in der Nähe der Nenzel'schen Maschinenfabrik soll befürwortet werden- Ebenso wurde stch für Gewährung des Gesuchs von Herrn Uhrenhändler Wilhelm Böger ausgesprochen, welcher den hinteren Theil seines Hauses am Seltersweg niederlegen und neu aufführen will.
2. Auf das abermals zur Aeußerung vorgelegte Gesuch des Herrn Holzhändler S- Katzenftein um Erlaubniß zur Erbauung von Arbetterwohnungen auf dem Sel- lersberg soll geantwortet werden, daß die gegen die Bewilligung des Gesuchs früher erhobenen Bedenken noch beständen und daß auch z. Z. für die Stadtverordneten-Ver- sammlung noch keine Gründe vorlägen, um sich für Genehmigung desselben auszusprechen.
3. Die von der Baudeputation vorgeschlagene Planirung des Wegs von dem Rregelpfad bis an den Viaduct der Oberhessischen Eisenbahn wurde genehmigt.
4. Zur Ausführung der zu 192 X veranschlagten Pflasterung der Gosse in der Aiicenstraße wurde Ermächtigung erlheilt.
5. Wegen der Erdauffüllung auf dem Leufertsröderweq erhielt der mit Herrn Georg Kretzmüller von Gambach auf 300 X abgeschlossene Handaccord Zustimmung der Stadtoerordneten-Versammlung.
6. Die Herstellung eines Wegs auf dem Friedhöfe ist erforderlich, die Kosten dafür sind auf 48 X berechnet, für welchen Betrag die Ausführung der Arbeit dem Friedhofsaufseher Noll übertragen werden soll.
7. Einem Nachsuchenden wurde für seine die Stadtschulen besuchenden Kinder Echulgeldbefreiung bewilligt.
8. Durch die Abtretung von Bauplätzen rechts der Grünberger Straße haben sich Trtebviertelreste ergeben, wegen deren ferneren Benutzung mit den seitherigen Päch- te»n Vereinbarungen getroffen und genehmigt wurden.
9. Der für Räumung des Stadtbachs und der Zuleitungskanäle für dieses Jahr vorgesehene Credit mußte um 700 X erweitert werden, weil die bis jetzt nöthtg ge wesenen Arbeiten den Budgetbetrag in Anspruch genommen haben.
10. Eine aus drei Mitgliedern der Stadtoerordneten-Versammlung bestehende Commission wurde erwählt, welche bezüglich der ausgeschriebenen Lieferung des für den Winter 1877/78 für die städtischen Anstalten erforderlichen Brennmaterials die dcs- salls eingelausenen Submissionen zu prüfen und Entscheidung zu treffen hat.
Vermischtes.
Darmstadt, 24. August. Großh. Ministerium des Innern hat nach dem Vorgang des König!. Preußischen Ministeriums für b-e landw. Angelegenheiten eine Beschreibung und Darstellung des Coloradokäfers und der von ihm zu befürchtenden Verheerungen in Placatsorm anfertigen lassen und den Großh. Kreisämtern mit dem Auf- trage übersendet, solche an Gemeinde- oder Schulhäuser und zwar in jeder Gemeinde wenigstens in einem Exemplar anheften zu lassen, damit, was vor Allem nothwendig erschein!, die ganze Bevölkerung über die Größe der drohenden Gefahr aufgeklärt werde und Jedermann im Stande sei, bei dem ersten Auftreten des Kartoffelkäfers denselben zu erkennen. Es soll gleichzeitig die landw. Bevölkerung ermahnt werden, die Kartoffelfelder nach dem etwaigen Auftreten des Käfers zu untersuchen und bet Auffinden ungesäumt der Bürgermeisterei Anzeige hiervon zu machen. Bei einer Anzeige sollen die Bürgermeister sich ungesäumt an Ort und Stelle begeben, um das Vorhandensein des Käsers zu conftotlren und hiervon dem Kreisamt sofort Kenntntß geben, selbst dann, wenn sie den Käfer nicht sofort erkennen, sondern nur Verdacht haben, das aufgefundene I sekt sei der Kartoffelkäfer. Gleichzeitig soll das befallene Feld abgesperrt werden, damit der Käfer nickt weiter vertragen wird. Dem Ministerium soll sofort telegraphisch Ke> ntniß von erfolgender Anzeige gegeben werden. Falls zu befürchten steht, daß vor der Absperrung sckon eine Verschleppung des Käfers stattgefunden habe, wird Jedermann, der im Besitze c ncs Käfers, ober von Larven, Puppen ober Eiern sich befindet, durch polizeiliches Gebot aufaefotbert, diese unverzüglich an die Behörde abzuliefern. Bei den nicht zu ermessenden Nachtbeilen, die dem Betriebe unserer Landwirthschaft erwachsen würden, wenn dieselbe von dem Insekte heimgesuckt werden sollte, ist es gewiß eines Jeden Aufgabe, diese Maßnahmen mit aller Kraft zu unterstützen, um so in der Gemeinsamkeit der Handlungen der Gefahr wirksam in ihren kleinsten Anfängen zu begegnen, und, wie es in dem Plakate betont ist, sich um das Vaterland verdient zu machen-
Literarisches.
Das reichhaltigste und billigste Journal seiner Art. Soeben geht uns das erste Heft des neuen (sechsundzwanzigsteli) Jahrgangs deS Familienjournals „Die illustrtrte Welt" (Stuttgart, Verlag von Eduard Hallberger) zu und sind wir w rklich überrascht über das, waS von weiten der Verlagshandlung in diesem neuen Jahrgang geboten wird.
Nicht allein, daß derselbe in Text und Bild, wie schon aus diesem ersten Heft ersichtlich, ganz Ausgezeichnetes enthält — wir machen nur auf die beiden überaus spannenden großen Romane „Der Vampyr" von Haus Wachenhusen und „Gräfin Si- bylla" von Alexander Römer neben dem reichen sonstigen Inhalt aufmerksam — daß ferner die Prämiengaben ganz besonders werthvolle sind, wir nennen nur als Stahl- ftichprämie: Kurzbauer's „Die ereilten Flüchtlinge", ein Bild, w:lcheS in ganz Europa Aufsehen erregte und den Ruhm seines Meisters begründete: nicht genug alles dessen hat die Verlagshandlung auch noch, ermuthigt durch den großen Abonnentenzuwachs, dessen stch der Jubiläums-Jahrgang zu erfreuen hatte, den bisher schon Überaus billigen Heftpreis von 35 H auf nur 30 H ermäßigt.
Es ist dieß eine solch' außerordentliche Leistung, daß die Verlagshandlung jetzt mit vollstem Rechte die „Illustrtrte Welt" als das reichhaltigste und billigste Journal seiner Art bezeichnen kann, eine Leistung, welche die vollste Anerkennung auch von Seiten der Presse verdient. Diese glauben wir am besten auszusprechen, wenn wir allen unseren Lesern den eber^beginnenden neuen Jahrgang der „Jllustrirten Welt" zum Abonnement auf's Wärmste empfehlen. Für einen unglaublich billigen Preis erhalten sie hier eine Fülle der gediegenste« Unterhaltung und Belehrung für Haus und Familie.
Brandcollecten.
Fast allwöchentlich liest man in den Tagesblättern herzzerreißende Schilderungen von dem Zustande armer Leute, welche ihr bescheidenes Hab und Gut an Betten, Kleidern und Hausgeräth durch Brandunglück verloren haben und dem Mangel preiSgegeben sind. Daran reihen sich Aufforderungen zu Gaben und Hilfleistungen. Gewöhnlich sind cs Beamte und Pfarrer des Orts, welche sich an die Spitze der Sammler stellen müssen. Es kann nicht oft genug daran erinnert werden, daß Pfarrer und Beamte eine noch viel schönere und dankenswerthere Pflicht erfüllen Würden, wenn sie ihre sämmtlichen Gemeindeangehörigen auf die Wohlthaten der Versicherung aufmerksam machen wollten. Brandcollecten wirken oft geradezu bemoraliflrend; sie ertövten den Versicherungstrieb und erregen Unmuth bei solchen Personen, welche Jahr auS Jahr ein Prämien für Versicherung gegen Feuersgefahr zahlen und außerdem auch noch Beiträge zur Feuerwehr des Orts leisten müssen. Der Oberpräsivent von Elsaß-Lothringen hat vor wenig Monaten in dieser Beziehung folgende zeitgemäße Bekanntmachung erlaßen:
„Bei Seiner Majestät dem Kaiser sind wiederholt und bis in die neueste Zeit aus Elsaß- Lothringen Anträge auf Bewilligung von Untersuchungen zur Wiederherstellung abgebrannter Gebäude eingegangen, bei deren näherer Prüfung sich ergeben hat, daß. diese Gebäude entweder überhaupt nicht, oder nicht in ausreichendem Maße gegen Feuersgefahr versichert waren. In solchen Fällen soll nach den hierüber erlaßenen Allerhöchsten Bestimmungen aus Staatsfonds nichts mehr gewährt werden. Die Besitzer von Gebäuden werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie in ihrem Interesse für eine ausreichende Versicherung ihrer Gebäude zu sorgen haben."
Wir erinnern bei dieser Gelegenheit an einen schon vor mehreren Jahren vom bayerischen Ministerium des Innern und des Handels ergangenen Erlaß gegen Brandbetteleien, der folgendermaßen lautet:
„Die Theilnahme an der Mobiliar-Feuerversicherung scheint im Lande noch immer eine sehr beschränkte zu sein, denn fast bei jedem größeren Brande tritt die Thatsache hervor, daß nur eine kleine Minderzahl der Beschädigten einer Mobiliar-Feuerversicherungs-Gesellschaft ein« verleibt war. Diese Thatsache hat ihre sehr bedenklichen Seiten; einesteils zeigt sie, daß Bewohner besonders des platten Landes die Vortheile der Mobiliar-Feuerversicherung noch nicht gehörig begreifen, und anderntheils verleiht sie den Bränden in volkswirthschaftlicher Beziehung eine weit verheerendere, die einzelnen ökonomischen Existenzen im gesteigerten Grade gefährdende Wirkung. Die Betheiligten greifen in solchem Falle in der Regel zu dem Mittel, das öffentliche Mitleid anzurufen und sich die Erlaubniß zu einer Sammlung in größerem oder geringerem Umfange zu erwirken. Wenn auch eine solche Sammlung zu dem Zwecke veranlaßt und zulässig sein mag, um die ersten aus einem solchen Brandunglücke hervorgehenden, selbst bei entsprechender Versicherung der Immobilien oder Mobilien nicht zu vermeidenden Verlegenheiten in Beschaffung der Kleidung, Wohnung, Unterkunft der Abgebrannten zu beseitigen, ist es darum nicht minder verwerflich, derartige Sammlungen-, wie bisher geschehen, als ein regelmäßige- Mittel der Ausgleichung der durch die Brände erlittenen Vermögensverluste zu betrachten. Auf diese Weise wird die Indolenz und der Mangel an Intelligenz prämiirt und der vielfach unverkennbaren, jedenfalls aber für den wirtschaftlichen Aufschwung höchst bedenklichen Tendenz eines Theiles der Bevölkerung, sich, statt der eigenen Kraft und Thätigkeit zu vertrauen, auf fremde Hilfe zu verlassen, in bedauerlicher Weise Vorschub geleistet. Hiernach scheint es im eigensten Interesse des Landes geboten, die Bewilligung zu Sammlungen aus Anlaß von Brandfällen für die Zukunft thunlichst zu beschränken und hierfür auf die Verbreitung der Theilnahme an den Mobiliar-Feuerversicherungs-Anstalten mit möglichster Eindringlichkeit hinzuwirkcn."
Sehlffebericht. Mitgetheilt von dem Agenten deS Norddeutschen Lloyd C. W. Dietz in Gießen.
Newyork, 24. August. (Per transatlantischen Telegraph.) Das Postdampf- schiff Mosel, Capt. H. A. F. Neynaber, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welche« am 11. August von Bremen und am 14. August von Southampton abgegangen war, ist heute 1 Uhr Nachmittags wohlbehalten hier angekommen.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 23. August. (Fruchtbericht.) Der dieswöchentliche Getreide-Handel verlief schleppender und in flauerer Tendenz, als in der vorhergegangenen Woche, die hohen Course von auswärts fanden hier kein Echo. Zu folgenden Preisen haben sich unsere Mühlen bequem versorgt: hiesiger neuer Landweizen je nach Qualität JL 22 bis 23.25, ungarischer greifbar 24.75—25. Tendenz unsicher, da unser Wetzen wegen geringer Qualität zum Export nicht genommen werden kann. In Roggen ruht das Geschäft fast gänzlich und nur einzelne Wagen-Ladungen wurden gehandelt. Prima Pfälzer Roggen JL 18.25, hiesiger neuer Land-Roggen <M. 17, russischer kaum genannt. Für Gerste von erster Qualität fordert man enorm Hobe Preise, während unsere Brauer sich nock passiv verhalten. Brauer-Waare taxirt JL 19—21. In Hafer schwaches Geschäft. Hochprima 17.75—18, geringe Qualitäten abwärts bis JL 12. Hülsenfrüchte nicht genannt. In Reps wenig Umsatz, Prima-Waare JL. 37. Rüböl nur im Detail genommen. Mehl behauptet. Futterstoffe ruhig. TranSactionen waren in sämmtlichen Artikeln gering. Unser Platz ist durch Einführung der neuen Frachtsätze theilweise sehr beeinträchtigt worden. Wir führen folgendes Beispiel an:
Fracht für 10,000 Kilo Rüböl Breslau-Frankfurt a. M. . . . JL 481
dagegen
Breslau-Mainkur.................v4t 420
Mainkur Frankfurt a. M........... _.__„14 „434
mithin eine Differenz von............... JL 47
welchen Betrag man bei einer Umkarttrung in Mainkur ersparen kann. Wir erwarten sicher von den betreffenden Bahnoerwaltungen Aufklärung über diese Mißstände.
Mehl Nr. 1 42, Nr. 2 JL 38, Nr 3 Jt 34, Nr. 4 jl 30, Nr. 5 JL 24, Roggen,
mehl °/i (Berliner Marke) JL 26, do. II. (Berl. Marke) X 21, Weizen, effect hies., neuer, ab Bahnhof hier X 24.50, ab unserer Umgegend X 23—23.25, do. fremder je noch Qual. X 23—25.—, neuer Roggen je nach Qual. X 16—18.25, neue Gerstel 18—21, Hafer X 13—17.75, Kohlfamen X 36—37, Erbsen X 21—24, Wicken 17.50, Linsen X 21—30, Rüböl, detail, X 80—81. Stimmung unsicher. Dringend offertrt ruff. Roggen. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht'— 100 Kilo.)
Frankfurt, 25. Slug. Der heutige Heu- und Stroh-Markt war gut befahren. Heu kostete je nach Qualität per Centner X 2.30—3, Stroh p. Ctr. X 2—2.50, Butter im Großen das Pfund 1. Qual. X 1.10, 2. Qualität X 0.95—1, im Detail 1. Qualität X 1-40, 2. Qualität X 1.20—30. Eier, das Hundert X 5—5.30. Ochsenfleisch per Pfb. 65—70 Kuh- und Rindfleisch 54—60^, Kalbfleisch 65—70 H, Schweinefleisch 75—80 Hammelfleisch 50—63 Kartoffeln X 4—4.50. Gurken das Hundert X 1.20—50 Etbsen, geschälte, (per 100 Kilogramm) 28—30 X. ganze Erbten 22—26 x Bohnen, weiße 23—26 x Linsen 24—30 x Brod-Preise der Bäcker-Genossenschaft. Ein sechspfündtger Laib gemischtes Brod 90 H, ein dreipfündiger 45 ein oierpfündiges Roggenbrod erste Sorte 59 H, ein ditto zweite Sorte 46


