Die Büreaukosten der Gr. Polizeiverwaltung dahier.
Das Leichenhaus betr.
Die Anlegung und Einrichtung der Aborte u. s. w.
Gesuch des Stadtverordneten Louis Kauf um Genehmigung der Ab- von Bauplänen.
Gesuch des Mechanikus W. Ho sch um Bauerlaubniß
Gesuch des Kaspar Vogel VI. um Erlaubniß zur Anlegung eines eisernen
Abchasier gefangen. Aus der Stelle blieben fünf Todte. Auf russischer Seite cin Kosak tobt, mehrere Milizen verwundet.
Bukarest, 25. Juni. Der Czar ist mit den Großfürsten gestern um 5 Uhr Nachmittags hier eingetroffen, dinirte bei dem Fürsten von Rumänien im Palast Cotroceni und ist am Abend nach Plojesti zurückgereist. — Die Türken haben Tultscka und Jsaktscha geräumt und gehen auf Hirsowa zurück.
Das zweite Heft der Deutschen Revue liegt uns vor und wir können constatiren, daß es die erste Nummer in mancher Beziehung übertrifft. Es ist dies ein erfreuliches Zeichen, denn gewöhnlich oder sehr oft ist das Gegentheil bet neuen Zeitschriften der Fall.
Die Artikel von Bluntschli und v. Schulte über die „deutsche Politik in der orientalischen Frage" und über „Frankreichs politische Wendung" geben eine meisterhafte Schilderung der wichtigsten politischen Fragen. Laspeyres behandelt in dem Berichte über Nattonalöconomte und Statistik in hochinteressanter Weise „die Entthronung des Windes durch den Dampf" und berührt hierbei die deutschen SchifffahrtH- oerhältntsse. Landgraf schreibt über die Zollfrage in ihrer Bedeutung für den Handel. Birnbaum kämpft gegen die Unwissenheit eines Thetls der Großgrundbesitzer. G ar eis hebt den Ltcenzzwang in der Patentgesetzgebung als ein wichtiges Förderungsmittel für die Industrie hervor. Der historische Bericht berührt eine Geschichtsfälschung des 18. Jahrhunderts. Kirchhoff, einer der ersten Geographen, bespricht die Meerestiefen und die klimatischen Verhältnisse Europa's, Reitlinger die Telephonie, die durch Bell's wichtige neue Entdeckung bald eine Umwälzung in der Telegraphie erzeugen wird. Seitz behandelt die Jnfecttonskrankheiten, Schasler das Leben in der Kunst und Strodtman n, in einem vortrefflichen Artikel, die letzten 50 Jahre deutscher Dichtung.
Im Feuilleton wird die Novelle von Bauernfeld und das Characterbild von Franzos, welches immer mehr Jntersse gewinnt, fortgesetzt und Bebber's Aufsatz abgeschlossen. Felix Dahn's Fehdegang und Rechtsgang der Germanen bietet letzt in erzählender Form ein Bild des germanischen Lebens.
Durch Karl Gutzkow's Artikel: Wilhelm von Humboldt's Freundin, der mit großer Schärfe geschrieben ist, hat das Feuilleton noch einen hochinteressanten Beitrag iroonneiL s^ßen diesen Bericht mit den Worten der Cölnischen Zeitung: „Die Wich tigkeit eines periodischen Organs, welches das gesammte nationale Leben im Auge behält, die Ereignisse der Gegenwart mit Ruhe besprechen kann, für jeden Zweig von Fachleuten bearbeitet wird, springt so sehr in die Augen, daß es kaum einer Empfehlung bedarf. Wer die Bedeutung der Revue des deux mondes kennt, ist davon durchdrungen. Diese Deutsche Revue verspricht viel mehr zu werden. Niemand wird die Revue ohne Belehrung bet Seite legen!" ,
Dieses Heft 2 liegt in jeder Buchhandlung zur Einsicht aus. Bestellungen durch jede Buchhandlung und Postanstalt. ______________________
Literarisches.
Die -Deutsche Revue über das gesammte nationale Leben der Gegenwart-', helausgegeben von Richard Fleischer, Verlag von Carl Habel (C-G- Ltideritz'sche Verlagsbuchhandlung) in Berlin 8. W. 33. Wtlhelmstraße erwarb sich schon bei ihrem ersten Erscheinen allseitig die wärmste Theilnahme und Anerkennung. Die mummte deutsche Presse wie auch viele große amerikanische, englische, italienische und andere ausländische Zeitungen begrüßten die Deutsche Revue als ein nationales Organ, waches uns bisher in dieser Form in Deutschland fehlte. Ein Vergleich der Deutschen Revue mit allen bestehenden oder früher etngegangenen Blättern zeigt deutlich, daß sie t;n vollkommen neues Programm besitzt und einen eigenartigen Character hat (dies diene der einen oder anderen vielleicht Concurrenz befürchtenden Zeitschrift zur Bern big« n <i).............. .....
3.
Pro 1876.
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5.
6.
7. Änderung
8.
9.
Handel und Verkehr.
Gießen, 26. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter, per Pfd.
1 M 30 $ bte 1 35 H, Hühnereier, per Stück 6 Enteneier per Stück 6
Käse, per Stück 5—9 Käsematte, per St. 3 Erbsen, 1 Liter 16 H, Linsen, 1 Liter
16 H, Tauben, das Paar 65 H, Hühner, per Stück 85 H, Hahnen, per Stück 80 H, Kartoffeln, 100 Kilo 8 M 40 x ,
Frankfurt, 25. Juni. Der heutige Viehmarkt war gut befahren. Anqetrreben waren: 480 Ochsen, 200 Kühe und Rinder, 260 Kälber u. 300 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qualität M 63-65, 2. Qual. 'M 58—60, Kühe und Rinder 1. Qualität .M 54—56, 2 Qualität M 50—52, Kälber 1. Qual. 52—58, 2. Qual. M 50, Hämmel 1. Qual. JL 54-56, 2. Qualität <M 48—51. Schweine 60 H das Pfund.
Frankfurt, 25. Juni. (Fruchtbericht.) Der Baisse-Eifer unserer Wetterauer Handelsleute zeigt heute eine fühlbare Abkühlung. Roggen, nur französischer zu 20.50 gehandelt. Gerste umsatzlos. Hafer ruhig. Am Mehlmarkt keine Aenderung. Futterstoffe niedriger. Wir notiren heute:
Mehl Nr. 1 M 43, die. 2 M 39, Nr. 3 JL 35, Nr. 4 JL 31, Nr. 5 J4 25, Roggenmehl % (Berliner Marke) 'M 28, do. II. (Berliner Marke) ^23, Weizen, effectiv hies., ab Bahnhof hier M 27, ab unserer Umgegend M 26.25-26.50, do. fremder je nach Qualität .M 22-26, Roggen je nach Qual. M 17.-20.50, Gerste M 19—21.—, Hafer 13—17.—, Kohlsamen fehlt, Erbsen 'M 21—24, Wicken X 17.50, Linsen 21 bis 30, Rüböl, detail, M 72. Stimmung fehlt. (Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfund Zollgewicht —100 Kilo.)
Die Prüfung der Rechnung der Armenkasse und der Plockischen Stiftung
Lokal-Notiz.
Gießen, 26. Juni. Nach dem amtlichen Personalbestand nehmen im laufenden Sommer-Semester an den Vorlesungen der hiesigen Universität überhaupt Theil 347 Zu- Hörer davon eigentliche ©tusfrenbe 323, Personen reiferen Alters 24. Von den eigentlichen'Studirend en widmen sich der Theologie 22, der Rechtswissenschaft 82, der Medicm 70 der Thierarzneikunde 8, der Kameralwissenschaft 4, der Forstwissenschaft 9, der Mathematik 16, der klassischen Philologie 27, der neueren 17, der Philosophie und den Naturwissenschaften 19, der Pharmacie 24, der Chemie 25.
Gießen, 26. Juni. Um einem unrichtigen Gerücht in der Stadt zu begegnen, b-merken wir, auf Verlangen von bethetligter Seite, daß das vorige Woche in Darm- stadt im „Großen Woog" ertrunkene Mädchen von hier, den Familiennamen Loos " * th 26. Juni. Wir lassen nachstehend die T a a e s o r d n u n g für die Stadt-
v>rordneten-Sitzung am Donnerstag den 28. Juni 1877, Nachmittags 4 Uhr, folgen:
1. Die Vorschule zur Realschule.
2. Gesuch des Metzgermeisters Metzger um Erlaubniß zur Anlegung einer
Tbores und einer provisorischen Umzäunung. , c ,, nr
10. Gesuch des Schreinermeisters Christoph Weiß um Erlaubniß zur Anlegung einer Gartenhütte.
11. Anlegung einer Dachrinne an dem Hause der H. Stoll Wittwe.
12. Gesuch des Bauunternehmers Heinrich Adami um Erlaubniß zur Anlegung eines Gangpflasters von der Schoor nach feinen Häusern in der neuen Anlage.
13. Herstellungsarbeiten im östlichen Thorhause am Wallthor.
14. Gesuch des Kürschners August Schultheis und Consorten um Angabe meiner Baulinie in der Schwarzlach.
15. Decretur von Kostenrechnungen. '
Besondere Bekanntmachungen Bekanntmachung.
3591) In das Genossenschafts - Register des unterfertigten Gerichts ist heute der „Consumvcrcin Main - Weser • Hütte", eingetragene Genossenschaft,
mit Sitz in Lollar, gegründet durch Gesell- schastsvertrag vom 23. April 1877, eingetragen worden.
Der Vorstand besteht aus 5 Mitgliedern : Ernst Stuhl in Lollar als Vorsitzenden, Christian Vautz daselbst, Philipp Schröder daselbst, Kaspar Rain daselbst, Philipp Kleinhenn daselbst und 2 Ersatzmännern: Christian Rain zu Lollar und Heinrich M a t t e r n daselbst. Die Bekanntmachungen der Genossenschaft erfolgen in dem Gießener Anzeiger mit der Unterschrift:
„tzousumverein der Main-Weser-Hütte", eingetragene Genosfenfchaft, und den Unterschriften des Vorsitzenden ober dessen Stellvertreters Christian Bautz in Lollar und des Rechnungssührers der Genossenschaft Konrad Grünewald daselbst. Der Vorsitzende und in dessen Verhinderung dessen Stellvertreter hat den Consumoerein gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten. Die Zeichnungen für die Genossenschaft erfolgen non dem jeweiligen Vorsitzenden und jeweiligen Rechnungsführer. Das Verzeichniß der Genossenschafter kann jederzeit bei dem unterfertigten Gericht eingesehen werden.
Gießen, den 23. Juni 1877.
Großherzogliches Landgericht Gießen.
______Erdmann, Landrichter.______
Oberhessische Eisenbahnen.
Wir beabsichtigen, 250,000 Kilogramm abgängige Eisenschienen auf dem Submissionswege zu verkaufen. Die Bedingungen können gegen Franco-Einsendung von 40 pro Exemplar durch unsere Kanzlei dahier bezogen werden. Wegen Besichtigung der Schienen wolle man sich an unsere Magazinsverwaltung dahier wenden.
Angebote beliebe man bis zum 8. Juli d.J. franco und mit der Aufschrift versehen: „Offerte zum Ankauf abgängiger Schienen" an die unterzeichnete Direktion einzusenden.
Gießen, den 23. Juni 1877.
Großherzogliche Direction der Oberhessischen Eisenbahnen.
Mohn. (3596
Allgemeiner Anzeiger.
Oberhessische Eisenbahnen. Bekanntmachung.
Betr.: Den Hessisch-Reinisch-Westfäli- schen Kohlen-Verkehr.
Vom 25 Mts. ab gelangt für den Hessisch- Rheinisch - Westfälischen Kohlen - Verkehr, unter Aushebung des Tarifs vom 5. März 1875 und dessen Nachträge, ein Ausnahme- terif zur Einführung.
Auskunft hierüber ertheilen unsere sämmt- lichen Güter-Erpeditionen.
Gießen den 23. Juni 1877.
Grotzherzogliche Direction.
______________Mohn._________(3597
3588) Wegen Neubau einer Strecke des Vicinalwegs von Albach nach Hattenrod, Albacher Gemarkung, ist derselbe für fremde Fuhrwerke von heute an bis zum 15. September d. I. verboten, was hier- mit zur öffentlichen Kenntnitz gebracht wird.
Albach, am 25. Juni 1877.
Großherzogliche Büroermeisterei Albach. Schäfer.
Versteigerungen.
Holz-Versteigerung
im Gießener Stadtwalde.
Montag den 2. Juli 1877, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwalde, in den Districten Ameisenkopf, Bruch, Bruderwinter, Bannwald und Unterwald, — Forstwartei Fernewald — nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
A. Brennholz r
Scheith. Prügelh. Stockh. Reish. Raummeter Wellen
Nadel 1 310,7 181,3 7550
Aspen — 4 — -
Eichen — — — 50
B. Bau-, Werk- und Nutzholz r 613 Kiefern- und Fichten - Stämme mit
164,67 Fstmtr., zum Bergbau geeignet. 4 Eichen-Stämme, mit 0,89 Festmeter,
1 Birken-Stamm, „ 0,33 „
1 Aspen- „ „ 0,22
629 Kiefern- und Fichten - Stangen, mit
51,94 Festmeter.
Die Zusammenkunft ist an der Strangswiese.
Gießen, am 25. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
A. B r a m m. (3590
3589) Die Kirschen von den Bäumen auf dem ehemals Oswald'S Berg, Trieb und Lutherberg sollen
Samstag den 30. d. Mts., Nachmittags 5 Uhr, versteigert und der Anfang auf dem ehemals Oswald's Berg gemacht werden.
Gießen, den 25. Juni 1877. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
A. Bramm.
Aeilgeöotenes.
Corsetten
Extra-Weiten und- Fotons, werden bestens angefertigt bei
3603)_______________A. Fangmann.
JRarfitempIWiiiifl.
3592) Beehre mich, meine ächten Offenbacher Pfeffernüsse und Magenbrod nebst gebrannten Mandeln, sowie das ganz neue Namens-Verzeichnitz vom 1877r Kalender (!! ganz Neu!!) bestens zu empfehlen. B. UrfJ\
Neu! Pspier-Anftuchter, Neu!
Leveson Patent.
Hierdurch empfehle den mir am 22./1. 1877 patentirten
Copirbucli- An feuchter, als unentbehrlich für jedes Comptoir.
Derselbe vereinfacht das bisher so umständliche Anfeuchten der Copir-Papiere dadurch, daß er Pinsel, Schwamm und Wasserbehälter in sich vereinigt und ist einmaliges Anfeuchten desselben für monatelangen
Gebrauch hinreichend.
Köln, Paul Leveson.
Detail-Verkauf: bei der Expedition des Gießener An- ____________zeigers ä 2 ____________ 3470) Kinder-Wagen mit Patent Nädern empfiehlt in großer Auswahl
LouiS Senner.
Fr. Müller II., Specialitiit in Bau-Artikeln empfiehlt
Forbacher Formziegel von <*ebr. Couturier, als anerkannt bestes und billigstes Deckmaterial. (1230 3044) Einige Hundert Fuder Stroh- feile zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.________________________________________
Matjes-Häringe
empfiehlt (3461) Gg. Will). Weidig.
3584) Schöne Dickwurzpflanzen sind zu haben bei C h r. Petr:, Flügelsgasse.
3579) Ein großer Neufoundländer Hund billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bltts.____________________________
H. von Gimborn’s
Fleckwasser besitzt in höchstem Grade die Eigenschaft, alle Fette und Harze aufzulösen ohne den geringsten Rückstand zu hinterlassen.
1/4 Fl. mit Gebrauchsanweisung JL —.40,
Vz n » » 70,
V1 n n n 1.20.
Putzpulver, in lackirten Blechdosen ä 12 zu haben bei (3437
C. F. Semmler in Giessen.
3542) @ine Kaute Mifl ist zu verkaufen bei PH. Malkomefius, Mäusburg.
3586) Eine Komode mit 3 Schubladen, mehrere Bettstellen, sowie sonstige Möbel, zu verkaufen bei _________Heinemann Hermann.
Dampf- Dresch-Maschine.
Eine 8pferdige Dampfdresch-Maschine mit Locomobile, im besten Zustande, frisch repa- rtrt, mit diversen Reservetheilen, billig zu verkaufen. A. Jung Wittwe,
_______________Wolfersheim bei Friedberg.
3577) Täglich frische Kirschen auf der ____________________ „Liebigshöhe."
Feinsten
Schwester, Limburger u. Rahm Käse | empfiehlt Gg. Willi. Wcfidlr.


