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nach diesen Vorschriften einrichte.

R. B. Hayes.

abgesetzt und als Ober-Befehlshaber durch Osman

Abdul Kerim Pascha soll

wie man sagt, nicht

meldet aus Konstan-

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gesetzten Vortrabe am 12. d. von Tirnowa auf, überschritt am 13. d. Balkan und überraschte am 14. d. ein am Ausgange des Defilss bei Dorfe Khankioi stehendes türkisches Bataillon. Derselbe marschirt jetzt Kasanlyk zu, und zwar im Rücken des Feindes, welcher den befestigten Schibka besetzt hält. Zwei Sotnien Kosaken haben Jenitzagra erreicht

der Bet zugemut

den dem auf Paß und

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Pascha ersetzt sein. Der Kriegs-Minister sei ebenfalls abgesetzt worden.

Konstantinopel, 19. Juli. Savset Pascha ist zum Minister der öffentlichen Arbeiten ernannt.

Aarifi Pascha ist statt Savfet zum Minister des Aeußern ernannt worden. Andere Cabtnets-Aenderungen sollen bevorstehen. Der Dragoman der österreichischen Botschaft ist nach Adrianopel und Jamboli abgereist, um Informationen über den Vormarsch der Ruffen zu erhalten. Die Ruffen stehen nördlich, Mukhtar Pascha östlich von Kars. Von beiden Kriegsschauplätzen fehlen officielle Nachrichten. Die Zeitungs-Meldungen von einer Offensio-Be- wegung Abdul Kerim Pascha's zwischen Tirnowa und Sistowa blieben noch unbestätigt, ebenso das Gerücht, die Ruffen hätten Oltt (Armenien) besetzt. Von Küstendsche haben die Ruffen Besitz genommen. Hobart Pascha soll die nach Datum gesandte Escadre commandiren. Der Justiz-Minister Hassim Pascha und der Divisions-General Savfet Pascha sind heute nach Adrianopel «bgereist, angeblich um zu verhindern, daß sich die bulgarische Bevölkerung den Ruffen anschließt.

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lersührung der von ihm begonnenen Wirksamkeit auch seinen Nachfolgern dringend an's Herz legt.

Der orientalische Krieg.

Pera, 17. Juli. Eine officielle Kundmachung, welche an die Einwohner von Konstantinopel gerichtet ist und den Uebergang der Ruffen über den Balkan bei Hainboghas betrifft, fordert dazu auf, ruhig zu bleiben und die Regierung zu unterstützen. Ferner ist ein ermuthigender und patriotischer Aufruf erschienen, der dazu auffordert, den Brüdern, welche als kämpfende Krieger im Felde stehen, sofort zu Hülse zu eilen und sich in die Zahl der Vertheidiger des Vaterlan­des aufnehmen zu laffen, um den eingedrungenen Feind zurückzuwerfen. Die Minister halten unausgesetzt Tag und Nacht Sitzungen auf dem Seraskierat und sind darauf bedacht, die Commandanten der Armee-Corps in Verbindung zu halten; sie entfalten thätigen Eifer, um alles das vorzuberetten und auszu­führen, was für die Bedürsniffe der Armee erforderlich ist.

Athen, 18. Juli. Die Kammer ist nicht geschloffen worden, bleibt vielmehr wegen der gegenwärtigen Verhältnisse bis zum September beisammen. Sämmtliche Reservisten, Extra-Reservisten und Urlauber, sowie die freiwilligen National-Garden sind einberufen. In den benachbarten Provinzen ist die Lage eine sehr ernste.

Petersburg, 18. Juli. Aus Tirnowa vom 16. d. wird amtlich ge­meldet : General Gurko brach mit dem aus allen Waffengattungen zusammen-

Whn 1877,

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Amerika.

New-Aor?. Der Präsident Hayes hat, ungleich dem Präsidenten einer europäischen Republik, den Beamten streng untersagt, an Wahlbewegungeu einen thätigen Antheil zu nehmen. Das vom 22. Juni datirte Schriftstück lautet:

Ich wünsche Ihre Aufmerksamkeit auf einen Paragraphen zu lenken, der sich in einem von mir an den Schatzsecretär gerichteten Briefe befindet und das von Regierungsbeamten bei den Wahlen ju beobachtende Verhalten betrifft: Kein Beamter sollte aufgefordert werden oder Erlaubniß erhalten, an der Ein­richtung politischer Zusammenkünfte oder Wahlbewegungen Theil zu nehmen. Das Recht derselben, ihre Ansichten über öffentliche Fragen, sei es mündlich oder durch die Preffe, auszudrückcn, wird nicht geleugnet, vorausgesetzt, daß es nicht der Erfüllung ihrer amtlichen Pflichten widerstreitet. Keine Beisteuer zu politischen Zwecken sollte bei Ober- oder Unterbeamten gestattet werden." Diese Vorschrift ist auf jede Abtheilung der bürgerlichen Verwaltung anzuwen­den. Es ist von jedem Regierungsbeamten zu erwarten, daß er sein Verhalten

Vermischtes.

Darmstadt, 18. Juli. Am 1. Juni d. I. waren im Bezirke der kaiserlichen Ober-Post-Direction Darmstadt umfassend das ganze Großßerzogthum dem Ver­kehre geöffnet:

11 Postämter I. Claffe mit 197 Beamten und 277 Unterbeamten, und zwar kommen auf Darmstadt 46 Beamte incl. 5 Hülfsarbeiter und 64 Unterbeamte die Beamten rc. der Zweig-Post- und Telegraphenftellen zu Beffungen und am LudwtgS- bahnhof mitgerechnet, Alzey 5 Beamte, 8 Unterbeamte, Bensheim 4 B. 6 U-, Bingen 10 B- 13 U., Friedberg 7 B. 12 U-, Gießen (3 Hülfsarbeiter mitgerechnet) 24 B 34 U, Lauterbach 4 8.8 U., Mainz mit der Zweigpostanstalt und dem Telegraphenamt inx Gartenfeld 40 Beamte, 5 Hülfsarbeiter, 62 Unterbeamte, Offenbach a. M- 12 B 3 H. 26 u., Worms 15 B. 1 H. 22 11., Bahnpostamt Nr. 26 in Mainz mit dem Zweiftpost- u. Telegraphenamt am Bahnhof 21 Beamte einschließlich 8 Hülfsarbeiter und 22 Unter­beamte.

1 Telegraphenamt I. Claffe: Mainz mit 15 Beamten incl. 1 Hülfsarbeiter und 5 Telegrophenboten.

Arankreich.

Paris, 17. Juni. Es spuken wieder allerlei Staatsstreich-Gerüchte. Man erzählt, im Elysse herrsche die Absicht, wenn die Wahlen schlecht aus­fallen, einen halben Staatsstreich zu machen, die Kammern nicht einzuberufen und eine beschränkte Militär-Dictatur bis 1880 einzuführen. Sucht man der Sache möglichst auf den Grund zu gehen, so findet sich als das Wahrschein­lichste, daß allerdings einzelne, besonders klerikale Köpfe in der Umgebung des Marschalls schon jetzt an eine gründliche Wahlniederlage glauben, daß sie den Glauben einer Militär-Dictatur ausgesonnen haben und daß sie versuchen, den Präsidenten der Republik für eine solche zu gewinnen. Daß dieselbe im Jahre 1880 zu einer unlösbar verwickelten, gesetzlich gar nicht zu entwirrenden Lage führen würde, ist den Herren wohl nicht unklar, aber darauf kommt es ihnen auch nicht an. Sie gedenken selbstverständlich das Staatsstreichsystem 1880 wciterzuführen und wollen vorläufig den Marschall so weit in ihre Pläne ver­stricken, daß er nicht mehr rückwärts kann. Doch glauben wir nicht, daß dieser sich bis jetzt auf derartige Projecte eingelaffen hat. Sollten die Wahlen con- servativ ausfallen, so heißt es, würde Mac Mahon selbst unmittelbar vor dem Ende seiner Herrschaft eine Aenderung der Versaffung beantragen; wenigstens erwarten die Royalisten das von ihm.

Paris, 18. Juli. Man ist in hiesigen diplomatischen Kreisen wieder mehr beruhigt über die Theilnahme Englands am Kriege. Rußland hat dem Londoner Cabinet in der allerletzten Zeit keine Anträge mehr gemacht, sondern will zunächst seinen Vortheil auf dem Schlachtfelde suchen, um dann erst hin­terher die diplomatische Action in günstiger Lage abzuwarten. Die Gerüchte über directe Friedensunterhandlungen zwischen Ruffen und Türken tauchen hier immer noch wieder auf, sind aber nach wie vor ganz unbegründet. Die Türken wollen sich wehren, so lange sie eben können. Die englische öffentliche Meinung hat sich über diesen Punkt beruhigt und verlangt nur noch vom Londoner Mini-

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den Telegraphen auf der Straße Jenitzagra-Sliwno zerstört. Am 15. Juli kam es zum Gefecht zwischen den Kosaken und den türkischen Baschi-Bozuks und Tscherkeffen, die von drei Tabors Infanterie unterstützt wurden. Die Türken leisteten blos bis zur Ankunft der von General Gurko gesendeten Ver­stärkungen, bestehend aus den Kasan'schen Dragonern und 4 Geschützen, Wider­stand und ergriffen, als sie derselben ansichtig wurden, die Flucht. Seitens der Ruffen wurden eine Fahne und eine Menge Waffen erbeutet. Die gesammte türkische Bevölkerung ist auf der Flucht nach Adrianopel.

Konstantinopel, 18. Juli. Hier herrscht große Bestürzung und Er­bitterung gegen Abdul Kerim. Man begreift nicht, wie der Balkan verthetdigt sein konnte. Der Marine-Minister Reuf warf sich vorgestern Abend dem vom Balkan hervordringenden Feinde mit großer Entschloffenheit entgegen und kämpfte gestern mit ausgezeichnetem Erfolg, da er den Feind weit zurückwarf. Heute Vormittag indeß wird gemeldet, die Ruffen seien in Jamboli. Daher befürch­tet man, Reuf könnte umgangen und im Rücken angegriffen werden. Bis zur Stunde wird im Balkan äußerst hartnäckig gekämpft. Der Erfolg ist noch ungewiß und der Besitz der Pässe scheint den Ruffen noch streitig gemacht zu werden.

Wien, 19. Juli. DasFremdenblatt" meldet aus Konstantinopel: Den ersten über den Balkan gegangenen Ruffen sind bis jetzt keine weiteren Truppen gefolgt. Man glaubt sonach, daß es sich blos um eine Diver­sion handle.

Paris, 19. Juli. DieAgence Havas" meldet aus Konstantinopel:

London, 19. Juli. DerStandard" fordert die Regierung auf, vor dem Vorrücken der Ruffen nach Adrianopel zu erklären, daß Rußland an den Tboren von Konstantinopel der Macbt Englands begegnen werde. Eine solche Politik werde die Gefahr eines europäischen Krieges bedeutend verringern.

fhrimn, daß es den Suez-Canal sicher stelle. Nubar Pascha verkehrt in der letzten Zett viel zwischen Parts und London, und zwar,

Oesterreich.

Wien. Das kaum Glaubliche erweist sich als wahr: die Ruffen sind am Abend des 13. d. ohne Schuß von Grabowa aus über den Balkan gegangen und stehen, 18 Bataillone stark, freilich ohne Artillerie und mit wenig starker Kavallerie, bei Jenisaphra an der nach Adrianopel und Konstantinopel führen­den Eisenbahnlinie. Die Türken müffen also den berühmten Schipka-Paß gar nicht besetzt gehalten haben, sei es in Folge einer unerhörten Nachlässigkeit, sei es weil Abdul Kerim's wunderbarer Feldzugsplan dies so verlangte. Und doch telegraphirte ein Berichterstatter desDaily Telegraph" noch am 14 b. aus dem südlich am Fuße des Balkans liegenden Kasanlyk, daß Reuf Pascha, der die Vertheidigung des Balkans übernommen habe, sich dort befinde und alle Engpäffe bis zum Aeußersten halten werde. Inzwischen sind alle verfügbaren Gardetruppen von Stambul nach Adrianopel entsandt worden, und die nächsten Tage werden uns lehren, zu weffen Vortbeil die kühne That der Ruffen aus­schlägt. Es ist eben kein geringes Wagestück, eine Armee, die beständig des Nachschubes von Munition und Lebensmitteln bedarf, auf einer Linie von solcher Ausdehnung, wie die von Simnitza über Sistowa, Tirnowa und Gabrowa zum südlichen Fuße des Balkans führende, vorzutreiben, zumal wenn zu beiden Seiten noch Feinde stehen, wie dies bei Rahowa und Rustschuk der Fall ist. Die Russen haben freilich durch die am 15. und 16. d. erfolgte Einnahme von Nikopolis eine brettere Operations-Basis gewonnen, deren Werth aber theilweise dadurch ausgewogen ist, daß der mit 24 Bataillonen in Eilmärschen von Widdin nach Rahowa marschirte Osman Pascha sie über Plewna hinaus zurückgeworfen hat. Inzwischen ist die Pontonbrücke von Sistowa durch einen Sturm, der am 9. und 10. d. wüthete, abermals auseinandergeriffen worden, so daß man mit dem Bau einer zweiten, und zwar einer Floßbrücke, vorzu­gehen beschloß, und sollte es Osman Pascha gelingen, diese Rückzugs- und Nachschublinie ernstlich zu gefährden, so stände es allerdings schlimm um die zahlreiche russische Armee, die für ihre Verpflegung doch vorwiegend auf die Nachsuhr aus Rumänien angewiesen ist.

Wien, 18. Juli. DiePolit. Corresp." dementirt aus das Entschie­denste die Versionen über angebliche Bemühungen Rußlands, das serbische Ge­biet, wenn auch nur als Verpflegungsstraße, in das Terrain der Kriegs- Overationen einzubeziehen; ferner die Meldung heutiger Blätter, ein höherer russischer Officier wäre in einer Special-Mission in Wien zu erwarten oder sei bereits eingetroffen. Dieselbe Correspondenz meldet: Cettinje, 17. Juli. Das Hauptquartier des Fürsten ist nach Slivlje bei Nikstc verlegt worden. Morgen müffen die letzten Beurlaubten bei ihren Bataillonen etntreffen. Sign, 16. Juli. Die bosnischen Insurgenten schlugen die Besatzung Lionos und warfen dieselbe in die Cttadelle zurück, welche sie jetzt belagern. Belgrad, 17. Juli. Bei den Ergänzungs-Wahlen zur Skupschtma sind die Führer der Radicalen und Conservativen durchgefallen. Die Regierung verfügt nunmehr über 108 Stimmen.

Wien, 19. Juli. Einer Meldung derPreffe" aus Bukarest zufolge ist die Eisenbahn-Brücke über den Pruth bet Ungheni schadhaft geworden, wo­durch eine große Verkehrsstörung enstanden sei. Der Großfürst Nicolaus empfing in Tirnowa eine türkische Deputation, welche das Versprechen abgab, sich den in der Proclamation des Czaren an die Bulgaren aufgestellten Forde­rungen fügen zu wollen.

habe wegen Einfahrt der britischen Flotte in die Dardanellen keinerlei officiellen Antrag formulirt, sondern die Angelegenheit lediglich in osficiöser Weise angeregt. Savfet Pascha, der Minister des Aeußern, soll demissionirt haben und an deflen Stelle Aarifi Pascha, der frühere Minister des Aeußern und Botschafter in Wien, er­nannt worden sein.

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ohne Vorwiffen des Khedtvs.

England

London, 18. Juni. DasReuter'sche Bureau" tinopel vom 17. d.: Der britische Botschafter Layard