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t aller Art, besonders aber m Wen, trockene und 1, GrindauSschlig, Haar- , heilt, laut vielen Lun- rst in den hartnLSitzslen m brieflicher Mittdeilung- »cheter C. A. Cahier, in Passau.

Mittwoch, den 21. Februar

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1817,

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Keutschland.

Mainz, 17. Februar. Pfarrer Hungart ist von Rödelheim wieder hier­her zurückgekehrt und hat sich bei den barmherzigen Schwestern im Vincenz- Hospital eingemiethet.

Berlin, 17. Februar- In der heutigen Sitzung des Abgeordneten­hauses wurden die Vorlagen betreffs Abänderung der Vorschriften über die Steuerveranlagung und betreffs Amortisation von Actien der in Schleswig- Holstein dowicilirenden Gesellschaften in dritter Lesung angenommen. Hinsicht­lich des Vertrages zwischen Preußen, Oldenburg und Bremen wegen Unterhaltung der Schifffahrts-Zeichen auf der unteren Weser und der Strandbauten aus Waugeroge wurde beschloffen, die zweite Lesung im Plenum vorzunehmen. Demnächst genehmigte das Hans in zweiter Lesung die Vorlage betreffs der Reglements der öffentlichen Feuer-Societäten und wegen Erweiterung der Ver­wendungszwecke der Provinzial-Dotations-Fonds, letztere mit einem Amendement, wodurch eventuell auch die Verwendung des Fonds für den Bau von Pferde­bahnen gestattet wird. Bet der nunmehr folgenden Fortsetzung der zweiten Lesung des Staatshaushaltes erledigte das Haus mehrere an die Budget Com- mijsiou verwiesene Positionen und bewilligte hierbei auch den Betrag von 20,000 Mark für den Unter-Staatssecretär im Ministerium des Innern mit de» Maßgabe, daß bis zur Besetzung der Stelle 3000 Mark an zwei mit den Direi.torial-Geschäftrn betraute Räthe als Remuneration gezahlt werden. Für den Unter-Staatssecretär tm Handels-Ministerium hingegen wurden nur 15,000 Mark bewilligt, die beantragte Erhöhung also abgelehut. Analoge Be- schlüffe erfolgten danach auch bezüglich der Unter-Staatssecretäre im Justiz- und im Cultus Ministerium, sowie im Bureau des Staats-Ministeriums. Im Fort­gänge der Sitzung wurde der Etat des Cultus-Ministeriums bis einschließlich des Capitels über den evangelischen Ober-Kirchenrath in zweiter Lesung genehmigt. Die Fortsetzung der Berathung findet am Montag statt.

DerReichs-Anz." veröffentlicht einen kaiserlichen Erlaß, wonach der elsaß-lothringische Landes-Ausschuß die Befugniß erhält, statt eines Stellver­treters des Vorsitzenden künftig deren zwei zu wählen.

Berlin, 18. Februar. Die Lage in Konstantinopel ist äußerst bedroh­lich. Edhem's Entlastung steht bevor. Die Sofias verlangen die Zurückbe­rufung Midhat's. Der Sultan zeigt angeblich Symptome eines Gehirn-Leideuß.

Berlin, 19. Februar. In der heutigen Sitzung des Abgeordneten­hauses wurde der Gesetz-Entwurf wegen Verwendung von disponiblen Beständen für außerordentliche Bedürfnisse der Bau-Verwaltung pro 1877/78 und wegen Ausnahme einer Anleihe zur Deckung der Ausgaben für Bau-Aussührnngen auf den Staats-Bahnen nach längerer Debatte unter Befürwortung des Handrls- ministers an die Budget-Commission verwiesen, und sodann die Vorlage betreffs Revision der Reglements der öffentlichen Feuer-Societäten in dritter Lesung genehmigt. Demnächst lehnte das Haus den Gesetz-Entwurf bezüglich Erweite­rung der Verwendungs-Zwecke der Provinzial-Dotations Fonds nach längerer Debatte bei Abstimmung durch itio in partes mit 177 gegen 155 Stimmen ab, beschloß dagegen auf Antrag von Windthorst (Bielefeld) die Aufforderung an die Regierung, den genannten Gesetz Entwurf zur Begutachtung an die Provinzial Landtage zu überweisen. (Die Sitzung dauert fort).

Midhat Pascha ist am 16. Februar in Neapel angelangt. Eine Bot­schaft de- Sultans ist daselbst eingetroffen. Midhat's Rückberufung steht be­vor. Cs ist indeß zweifelhaft, ob Midhat das Großvezirat übernehmen oder Minister ohne Portefeuille werden wird.

Der Abg. v. Gerlach ist gestorben.

Frankfurt, 19. Februar. Am 27. d. Mts. werden dahier Regierungs- Comnnffarien der Main-Ufer-Staaten Bayern, Baden und Großherzogthum Hesten zu einer Confereuz zusammentreten zur Prüfung, bezw. Genehmigung der von der preußischen Regierung tu Vorschlag gebrachten Main-Correction zwischen Frankfurt und Mainz.

Altona, 16. Februar. (Reichstagswahl) Das schließliche Wahl- Resultat ergibt für Karsten 13,093, für Hartmann 13,157 Stimmen, 120 Stimmen zersplitterten sich. Eine engere Wahl ist unzweifelhaft.

Marburg, 17. Februar. Ein ergötzliches Nachspiel zu den letzten Wahlen macht gegenwärtig hier viel von sich reden. Einige Tage vor der Reichstags-Wahl, also Anfangs Januar, wurde nämlich in beiden hiesigen Zei­tungen eine Broschüre, betitelt:Der Wahl-Kampf" von G. Colonus, Verlag von Geiger in Lahr, mit vielen Abbildungen, angekündigt. Dieselbe, mit einer Titel-Vignette versehen, welche zwei Wähler im handgreiflichenWahl-Kampf" darstellte, war auch in den Buchhandlungen ausgestellt, ohne sonderlich beachtet zu werden. Am Wahltage soll nun der Vorsitzende eines Wahl-Bureaus von einem Wahl-Beisitzer darauf aufmerksam gemacht worben sein, daß sein Con- terfei in der fraglichen Broschüre figurire, worauf dieser sich dieselbe sogleich verschaffte, und so erst entdeckte, daß das Büchlein eine beißende Satyre au die hiesigen National-Liberalen ist, indem die Führer derselben in Versen und Bildern sehr kenntlich persiflirt und karikirt sind. Sofort nach dieser Entdeckung

wurden- von der interesstrten Seite alle hier in den Buchhandlungen vorrätbi- gen Exemplare aufgrkaust, und dem Verleger ausgegeben, keine mehr hierher zu versenden, so daß seitdem kein Exemplar mehr hier zu bekommen ist, so sehr ich auch die Nachfrage darnach gesteigert hat. Seitens der Liberalen wurde )ieser gelungene Streich gelungen deshalb, weil der Verleger bekanntlich elbst ein National-Liberaler ist, und die Broschüre sogar in dem hiesigen libe­ralen Organ annoncirt und von dieser Partei angehörenden Buchhändlern aus­gelegt worden war nun den Conservativen zugeschrieben, welche sich jedoch n derOberheff. Ztg." entschieden gegen eine solche Insinuation verwahrten. Nun kommt aber plötzlich eine überraschende Aufklärung, denn seit einigen Tagen ist allgemein das Gerücht hier verbreitet, der Verleger Geiger in Lahr habe nicht nur die Autoren genannt, sondern deren Correspondenzen sogar an den )iestgen Staats-Anwalt ausgeliefert, und jene seien die Häuptlinge der hiesigen Conservativen, von denen namentlich ein DerwaltungS-Beamter stark gravirt ei. Mau kann auf den ferneren Verlauf dieser Angelegenheit gespannt sein."

(Frkftr. Journ.)

München, 16. Februar. Wqs die Frage betrifft, welche Stadt als Sitz des Reichs-Gerichts bestimmt werden soll, so wird hier versichert, die rayerische Staatsregierung werde im Plenum des Bundesraths dem Antrag der sächsischen Regierung betstimmen und sohin für Leipzig votiren; es soll in­dessen nicht zu bezweifeln sein, daß die Mehrheit des Bundesraths sich für Berlin entscheiden wird. (Allq. Ztg.)

Aus Sachfen, 16. Februar. Sämmtliche in Sachsen gewählte Social Demokraten gehören nicht dem Lande an: Bebel ist ein Rheinpreuße, Demmler ein Mecklenburger, Most ein Bayer, Motteler ein Württemberger, Liebknecht ein Heffen - Darmstädter, Auer ein Hamburger und Bracke, der an Bebel's Stelle in deffen altem Wahlkreise gewählt werden dürfte, ein Braun- chweiger.

Stuttgart, 17. Februar. Die Linke der Abgeordneten-Kammer beab- ichtigte einen Antrag einzubringen, wodurch die Regierung aufqefordert wird, darauf hinzuwirken, daß das Reichs-Gericht seinen Sih in Leipzig erhalte. Nach eingehender Berathung hat die Linke indeß schließlich auf die Einbringung des Antrages verzichtet.

Aus Elfaß-Lothringen. 16. Februar. ES verlautet jetzt mit Be­stimmtheit, daß der Kaiser mit dem Kronprinzen in der dritten Aprilwoche das Reichsland zu besuchen gedenkt und dabei auch aus einige Tage nach Metz zu kommen beabsichtigt. Die nöthigen Gemächer in der Präfectur sind schon vor drei Jahren auf Kosten der kaiserlichen Chatulle hergerichtet worden. Ob der Besuch vorzugsweise den militärischen Werken und Anstalten gilt, oder auch Gelegenheit zur Berührung mit den bürgerlichen Einwohnern geben wird, ist zur Zeit noch unbekannt.

Wien, 17. Februar. AuS Konstantinopel wird gemeldet: Der Groß- vezir Edhem Pascha hat seine Entlaffung erbeten. Montenegro hat eingewilligt, Delegirten behufs der Friedens-Verhandlungen nach Konstantinopel abzusenden. Die in Pesth zurückgebliebenen ungarischen Minister sind nach Wien berufen worden. Die russischen Bahnen dürfen die österreichischen Grenzstationen nicht mchr berühren, um den Verkehr der russischen Bahnbeamten mit Galizien zu verhindern. Die Nordbahn holt die Paffagiere an der Station Sczakowa ab.

Der Dichter Mosenthal ist gestorben.

Wie«, 17. Februar. Weil nicht viel Aussicht zum Abschluß des Frie­deis mit den Fürstenthümern bis zum Ablauf des Waffenstillstandes vorhanden, winscht die Pforte, den Waffenstillstand auf einen Monat zu verlängern. Der S'urz Edhem Pascha's wird stündlich erwartet.

Prag, 17. Februar. Da die Rinderpest in Sachsen von Neuem aus- gerrocheu ist, so hat die Statthalter« die Ein- und Durchfuhr von Rindvieh, Tlierabfällen und Futterstoffen über die sächsisch'böhmische Grenze verboten.

AranLreich.

Paris, 17. Februar. Die Hirtenbriefe, welche die französischen Bischöfe bei Gelegenheit der Fastenzeit erlaffen haben, kündigten alle an, daß die Katho­lik«, welche der Kirche Geldgeschenke machen, Erleichterung betreffs der Beob- achung der Fastenregeln erhalten sollen.

Paris, 18. Februar. Ukber den Zustand des Sultans sind, wie vor- den bereits anderen Organen, so auch demTemps", beunruhigende Mitthei- lun,en zugegangen; danach sei zu besorgen, daß eine Lähmung des Gehirns erntete.

Dänemark.

Kopenhagen, 17, Februar. Die der Linken angehörende Majorität des Finanz Ausschuffes des Folkethings hat beschloffen, die Vertheilung einer Milion Kronen an die Communen zu beantragen, um mit diesen Mitteln dem aus der Arbeitslosigkeit herrührenden Nothstande abzuhelfen.