spanischen Gastes, des „Herzogs von Madrid*, an hervorragender Stehe und nennt als seine Begleiter den General Boet und den Marqui- -tespaldiga. Nachmittags 2 Uhr begab sich der Prinz in's WinterpalaiS. Acht Tage gc» denkt er hier zu bleiben.
— Vor einiger Zeit wurde in Alezandropol ein Proceß wegen Staats- verraths gegen den Schreiber i« Jngenteurdienft, Philipp Adrejew, verhandelt. Der Angeklagte hatte den Plan der Festung Äle;andropol den Türken überliefert, wofür ihm 6000 Rubel versprochen waren. Er gelang jedoch den russi- schen Militärbehörden, den Plan schon nach wenigen Stunden zu erlangen und den Verräther auf türkischem Gebiete zu verhaften. Gr wurde zu Strafarbeit in den Bergwerken auf unbestimmte Zeit verurtheilt. (Ostsee-Ztg.)
Türkei.
Konstantinopel. Midhat Pascha ist seil seiner Ankunst in Brindisi noch nicht an's Land gegangen und wird auch noch zwei Tage an Bord verweilen, trotzdem die besten Zimmer im großen Ostindischen Hotel für ihn belegt worden sind. Wie aus Wien berichtet wird, hätte Midhat von Syra aus telegraphisch bei dem Grasen Andrafsy angefragt, ob man es nicht ungern sehen würde, wenn er seinen Aufenthalt in Wien nehme. Bei seiner Ankunft in Brindisi soll Midhat darauf ein Telegramm vorgefunden haben, daß nichts seinem Besuche in Wien im Wege stehe. — Der Agent des Fürsten Milan, Ehristics, hat am 11. d. Mts. Belgrad verlasien, um sich über Orsowa, Bukarest und Varna nach Konstantinopel zu begehen, wo er vrrmuthlich nächsten Sonntag ein- treffeu und die Friedensverhandlungen abschließen wird.
, 15. Februar. Auf die von Neuem au den Fürsten von Montenegro gestellte Forderung des Großvezirs, daß die Friedens-Verhandlungen nicht in Wien, sondern an irgend einem anderen Orte geführt würden, hat heute der Fürst geantwortet, er halte zwar Men für den geeignetsten Ort zur Verhandlung, wolle jedoch, nm seine Versöhnlichkeit zn beweisen, Cattaro als solchen Vorschlägen.
Pera, 14. Februar. Fürst Milan telegraphirte der Pforte, daß Chri- stics am Sonntag zum endgültigen Friedensschluß in Konstantinopel anlange, ferner daß die zwei Punkte über die Cultusgleichheit und die Anstellung eines türkischen Agenten in Belgrad Schwierigkeit mache. Die Pforte verordnete, oaß Chrtstics ehrenvoll empfangen werde, und ließ durch lhr Preß Bureau den Blättern Versöhnlichkeit einschärfen. Nikita ersuchte telegraphisch freundlichst um Verlegung der Unterhandlungen nach Wien. Die Pforte bestand in ihrer Antwort aus Konstantinopel, well hier zu einer vollständigen Conferenz das Material vorbanden sei.
Aegypten.
Cairo, 15. Februar. Sämmtliche Gouverneure der Ludan-Provinzen find der Controle des zum Statthalter des Khedive ernannten Oberst Gordon unterstellt worden. Als Haupt-Aufgabe Gordon's wird die wirksame Unterdrückung der Sclaverei angesehen.
AwrMs.
New-Orleans, 15. Februar. Auf den republikaniscben Gouverneur Packard ist ein Attentat begangen worden, bei welchem derselbe jedoch nur leicht verwundet wurde. Der Thäter, welcher ebenfalls verwundet ward, ist verhaf» tet; das Motiv der That ist nicht bekannt.
Auszug »us den Stand essmtsrcMrrn der Stadt Giestrn.
Vom 11. bis 17. Februar 1877.
.n „ Eheschließungen.
U n-'-c Der Zimmermann Friedrich Philtpo Peter Schlicht von Blefsenbach,
mit Ellsab-the Adam von C vpel. 16. Febr. Der Maurer Josephat Staubach von Herbstet», mit Anna Barbara Becker von Friedigerode.
Geborene.
_ £ 101 cir außerkhcliches Ätr.b von Auswärts. 10. Febr. Dem
Kaufmann Philipp Schwager ein Sohn, Albert Neorg Konrad Heinrich. 25 ^aauflV Dem Schtostcr ^arl Dchm'dt eine Tochter, (noch ohne Vornamen.) 12. Feb^ Dem Buonarbetter Friedrich Büchner eine Tochter, Ph-ltpplnt Marie Margarethe 10. Febr Theodor, ein autzerehtticheä Kmd von hier. 11. F-br. Dem Müller Adam Weller e.n L-ohn, (noch ohne Vornamen.) 14 Febr. Dem 'droßh. HosgeltchtS-Cauzlist Wilhelm Koch «ne Tochter, Loutse Marie H-lene. 11. Febr. Dem Schneider Christian Otter- dein eilte Tocplcr Juliane Auguste Marie. Id. Febr. Dem Maurer Konrad Pfeiffer
%er i(?°$ ohne Vornamen.) 15. Febr. Friedrich, ein außereheliches Rmb von AuSwärtS. Fkbr. Dem^eldivebei im 2. Gr. Hess. Infanterie-Regiment Nr. 116 Christian Gunschmann ein Sohn, Karl
Gestorbene.
, , "^Fcbr. Philtppine Ehrstine Katharine Wagner geb. Baum, 74 Jahre 5 Mo- fr' 9 toar“' Iodl,C1' Don Sigirrenm.cfcer WilhelmKö»
ber, 9 Monate 3 ^.age alt. 11. Febr. arte Bal,er, 59Ja)re alt Katharine. 7 £aae 1°^ UItbCnr#Q ,=V4lCrpb«§^fl6par Kaller von Bürgel. 14. Febr. Wilhelm, 2 Jabre * Ä,r 97®» h trd u" °er M°i»-Weser-Bahn Jchanncs Wagner 13.
» 1 ei$$»' 27 H^'"bach (im academifchen Hosp.tal ue-
storben.» 13. Febr. Bergmann Frieorich Roos, 52 Jahre 23 Tage alt Karol ne ^E21 Tage alt, Tochter des Bahnmeisters Georg Ilcob Ziegf/r
Konrad^Pf^ffer^ ®cbUr Kind weiblichen Geschlechts von Maurer
Lokal-Notiz.
Gießen, 17. Febr. Herr Mtckler, der als Musikdirektor hier, wie auch in Darmstadt, wo er längere Zeit als Musikdirektor wirkte, bei seinen zahlreichen Freunden und Schülern noch im besten Andenken steht, bekleidet zur Zeit eine höchst ehrenvolle Stelle zu Milwaukee (WiSconsin) in Amerika aI5 Professor der Musik und Director der Pa- lestrinagesellschaft an der dortigen Jshannedcathedrale. Als Zeichen seiner Verdienste um Hebüng der KtrchengesougS überreichte ihm genannte Gesellschaft am Wcihnachts- tage einen prachtvollen, kolbbeschlagenen Taktirstab von Ebenholz. An der entsprechenden Widmung fehlte es natürlich nicht. Wir freuen uns der »nerkennung, welche «nser LandSmann in der Ferne gefunden hat.
Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gieren Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Dey 11. Februar. Friedrich Philipp P.ter Schlicht, Zimmergeselle dahier, hei Zimmermanns zu Blessendach, Fr.edrich Schlicht, -Hel. Sohn; und Eltsabethe Eidam, des verstorbenen Tagelöhners zu Kuppel, Johannes Eidam, ehel. Tochter.
Geraufte.
Den 11. Februar. Dem Mechanikus Hermrnn Kraft eine ^ocktcr Karoliu- Margarethe Wilhelmine Konradinc, geb. den 21. Januar. * ' '
Denselben. Dem Rüngirer un ber Köln-Mindener-Bahn, Johannes Diehl ein Sohn, Johann Heinrich Friedrich Wilhelm, geb. den 17. Januar. ’
Schreiner Ehristian Orbig eine Tochter, Louise Karoline Ra. tharine, geb. den 26. Decemder.
Denselben. Dem den 25. Januar.
Denselben. Dem den 17. Januar.
Denselben. Dem Friederike, geb. den 11.
Denselben. Dem geb. den 17. Januar.
Vicefeldwebel Heinrich Seim ein Sohn, Friedrich August, geb. Küfer Konrad Schlierbach ein Sohn, Heinrich Wilhelm, geb. Schuhmacher Johann Friedrich Simon eine Tochter, Karoliae Januar.
Weißbinder Konrad Döpfer eine Tochter, Karoline Friederike,
Denselben. Dem Kaufmann Ludwig Karl Ernst Kalkhof eine Tochter, Margarethe Louise Eltsabethe, geb. den 14. Januar.
Denselben. Dem Taglöhner Heinrich Wilhelm Stiehl ein Sohn, Hermann Ferdinand, geb. den 14. Januar.
Denselben. Dein Heizer an der Köln-Mindener Bahn, Ernst Keiner, eine Tochter, Johannette Friederike, geb. den 31. Januar.
. Den 13. Februar. Dem Locomotwführer an der Main-Weser-Bahn, August Nödtng eine Tochter, Sophie Elise Marte, geb. den 25. December. 8
Den 15. Februar Dem Gentzd'armen Ludwig Perfid ein Sohn, «Beter Wilhelm Ludwig, geb. den 16. Januar.
Beerdigte.
m Pbtlippine Wagner, geb. Baum, Ehefrau des penfionirlen
Postillons Philipp Wagner, alt 74 I. 5 M. 18 geft. 11. Februar.
13 Februar^ ^cbvuar' Friedrich Roos, Bergmann dahier, alt 52 I. 23 T , geft. den
TiUBSr* Bebufs Verminderung von Schreibereien und Jncaffokosten cr- suchen wir die geehrten Inserenten dringend, tleineve Inserate bei der Aufgabe gefälligst baar bezahlen zu wollen.
Expedition de- Gießener Anzeiger-.
Allgemeiner Anzeiger.
Bekanntmachung.
923) Der von der Stadtverordneten-Versammlung in der Sitzung vom m ^Aestellte Voranschlag über Einnahme und Ausgabe der Gemeinde Gieße» für 1877 wird während acht Tagen zur Einsicht jedes Betheüigten auf dem Bürgermeisterei - Bureau zur Erhebung etwaiger Einwendungen während dieser Frist offen gelegt.
Gießen, den 16. Februar 1877.
Großherzogltche Bürgermeisterei Gießen.
A. Bramm.
Sum Mission.
875) Frritag d-n 2 3. I. Mt«, Voim. 11 Uhr, sollen dir m Er- iauung einer Bruck« über die W.eseck erford.rULcn Arbeiten und i»ar ■
1) Maurerarbeit, veranschlagt zu . . 17338,74
2) Steinhauerarbett, „ „ . . 28808,18
3) Schlosserarbett, „ „ . . 2373,44 "
4) Weißbinderarbett, „ „ . . 48 00
5) Pflästererarbeit, „ „ . . 754 60
^roßherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
A. Bra»m.
, . _ Zusammen 49322,96
na$ Co,V*Cn n" obct im Tanzen in Summission vergeben werden.
st,»ff»
,8") Regierungsblätter von den ^abr.
!hS. ,M0-74 °.rk°us°n billi7.«^°uMi
gute Spritfässer M. Rosenthal.
Main-Weser-Bahn.
Die Lieferung von
21000 eichenen Bahnschwellen
3408 laufenden Meter eichene Weichen- Hölzer
soll in 21 Loosen In öffentlicher Submission vergeben werden.
Die bezüglichen Offerten find versiegelt und fiankirt mit der Aufschrift „Offerte Jlcrun6 DOn Vabnschwellen" versehen, ipatettenS bis Sonnabend de« 24. Februar 1877, Morgens 10 Uhr, bei uns etnzurelchen, und werden zu der vorbe- stimmten Stunde in Gegenwart der etwa L^dnltch erschienenen Submittenten er-
Die Lieferungsbedingungen liegen bc un!rt5J Zentral - Materialien - Verwaltung auf, können aber auch von derselben gegen portofreie Einsendung von 0,75 jt bezogen werd en
Eassel, am 6. Februar 1877. (805
Königliche Direction der Main - Weser - «ahn.
908) Dienstag den 20. d. M-, Nach- mtttagS 2 Uhr, werden bei Heinemann Hermann sämmtliche Möbel, als- 1 Schreibtisch für Advocaten, Bettladen, Tische Wetßzeugschränke, Sopha, Spiegel, Btldn s-wle Herrenrocke und sonstige «egenstänbe Derjteigert.
903) Die Dolerit-Steinbrüche in der Freiherrlich v. Rau'schm Waldung bet Nord eck sollen im Termin:
Mittwoch den 21. l M., Vormittag- 10 Nhr, an Ort und Stelle auf sechs Jahre verpachtet werden.
Die Zusammenkunft ist im Stelzenbach'schen Wirth-Hause-
Die Herren Bürgermeister werben um Veröffentlichung ersucht.
-ttsteigenms««.
Bau- und Nutzholz- Versteigerung
in dem Daubringer (Zemeindewald. Donnerstag den 22. b. M. und erforder- uchen Falls den folgenden Tag werden im Diftrict Pitzenlach versteigert:
58 Eichenstämme, mit 17,82 Cubtkmeter, 765 Nadel-, meist Fichtenftämme, osn lb—47 Centimtr. mittlerem Durch- mester und bis 22 Mir. Länge, mit >49,74 Cubikmcter,
475 Nadelstangen, mit 27,00 Cubikmeter.
Der Hnfanj; ist Morgens 9 Uhr beim wvbei noch bemerkt wirb, daß die Bahnstativ» Lollar von hier kaum >/, St- entfernt ist.
Daubrtngen, den 15. Februar 1877.
^roßh. Bürgermeisterei Daubrtngen.
H ämm erle-
Ikilgeßo 922J Sfi N®
'^j^riinanat grob gemahlen, Füllung erhalten solchen in V2^
Ä 40
Gg. Wü L«rr '^lasbüchscn u
flenowmen.
’ 906) guten Tchtt schrar.k, 1 lifd). ova franj. Mahagoni-8c! MWbllM.Bcttstk öinloflai, Sophas, ltbistSgei-iithschaftc 1 bniarmiflen Petri Üuftrt, Sviegel u. btppdufi Comptoirp! nnb sonstige Compto kaufe id) ju sehr blOI
I- flotbiHbc
®oflnfr?abtnb Freitagbtn ,giorCiiitafl9 iebc§^a Lbfiotiö sollen ,
'S««
fit iuW1“ Sfc Nirver-BesßngM'
6*
Englii
Gesundhei nur aus den heilkräftig bereitet, somit, unsohät nismus. In den h Krankheitsfällen tau Heilmittel, besonder welche im Blut ihre ah Fiebern, l Uelt» Verstopf nueht, fcelbsu *u<*ht, Hämo <en Hautbesel kleine Schiqh^n 'M 6 20. Gftste ,X
Heiluogaat^ ß Allein acht durch Aj
Cli. Thann 998) (B1
.Jpi toüiTmäi l’ff'In in otrfouf.n J ___Ws
CH mi Hal voi Ma Ge för
Heute Rhein», -"»ft.-»'
tothet L „Dichi, Men' t
hoien Ult


