1876
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Erscheint täglich mit Ausnahm« deS Montags. Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18.
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amts-Candidatinnen statt. Prüfungscommission find das Lehrercolleg des Schul-
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1874 der Beförderung der Correcturbogen gegen die ermäßigte Taxe für Druck-
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jachen nicht entgegcustehen.
lehrer-Seminars in Friedberg und Seminarlehrer Helm aus Bensheim.
Berlin, 21. Juli. Nach einem Bescheide des kaiserlichen General-Post-
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Vorgetragen von
Wien, 23. Juli. Dem „Telegr. Corresp.-Bureau" wird aus Athen
amts vom 10. d. MtS. sind schriftliche Bemerkungen auf Correcturbogen, wie: 6 Uhr, im ClubiJn,Primatur“, „Druckfertig", „Noch einige Abzüge" und Aehnliches als solche
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Darmstadt, 22. Juli. Eine nicht unbeträchtliche Anzahl junger Mädchen beabsichtigt sich dem Lehrerberuf in den Volksschulen zu widmen und findet deshalb vom 11. bis 13. September hier eine Prüfung dieser Schul-
jilli Schulz, GroKh(13utoe anzuiehen. welche, indem sie die Correctur, die Ausstattung und den nu-stadt. Druck betreffen, nach § 14 unter VII. 7 der Postordnung vom 18. December
des Orchesters, MM haben einzelne Mitglieder des Theater-Personals und der Feuerwehr Schulz] Brandwunden erlitten.
• Bräute, von IkeM r, von Anton Enbin»
. von Joseph BrÄ Hamburg, 24. Juli. Das Centralhallen-Theater ist in der vergan- Andante. — c, Wenen ^acht total in Asche gelegt; das Feuer war schon während der Vor- . jt0 IdUing ausgebrochen. Von den Theater-Besuchern ist Niemand beschädigt, da-
tz«neldet: Die Regierung bereitet einen Protest vor für den Fall, daß die B Türkei trotz der diesseitigen Reclamationen die angekündigte Coionisirung der
benachbarten Provinzen mit 7000 Tscherkessen in's Werk setzt. Avnüral Butu-
ihre Anstrengungen, europäische Einwanderer zu erlangen; aber obwohl sie (mit CKili) das unvergleichlich beste Land für Anbau bietet, so ist doch die Unsicherheit von Leben und Eigenthum so groß und die Straflosigkeit eines Verbrechens so bekannt, daß es" — so sagt der Consul Cowper — „die Pflicht eines britischen Agenten ist, seine Landsleute vor der Auswanderung dorthin zu warnen."
Malta, 22. Juli. Das französische Mitrelmeer-Geschwader, bestehend aus 5 Panzerschiffen, ist am 17. Juli, von Tunis kommend, in Tripolis angekommen. — In Tripolis werden Hülfstruppen für die Türken nach Konstantinopel eingeschifft.
Nußland.
Petersburg, 17. Juli. Der Kanzler Fürst Gortschakcff empfing zu seinem 78. Geburtstage von dem Kaiser und der Kaiserin Telegramme mit den schmeichelhaftesten Glückwünschen, auch von allen Seiten in Europa erhielt er Beweise der achtungsvollsten Theilnahme.
— Die Panzer-Fregatte „Petropawlowsk" ist- am 6. Juli im Piräeus angekommen.
Numäniev.
Bukarest, 22. Juli, Abends. In der Sitzung der Deputirten-Kammer brachte der Äbg. Fleva eine von 60 Mitgliedern unterzeichnete Vorlage ein, wonach elf ehemalige Minister in Anklagestand gesetzt werden sollen.
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Kaiser Wilhelm im besten Wohlsein bei schönstem Wetter hier eingetroffen. Er wurde von dem Münster Chlumecky. den Honoratioren des Bezirks und dem
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Sanitätswesen bestellt sein. Es mangelt an Lazarethsn und ganz besonders an Aerzten, und das Unangenehme dieser Lage wird noch vermehrt durch den Umstand, daß des Obersten Leschjanin Corps am Timok besonders heftig von der Dysenterie heimgesucht wird.
Konstantinopel. Tie Anwerbung von Freiwilligen nimmt in^Konstantinopel ziemliche Dimensionen an. Alle Lastträger, Ruderknechte, Gärtner sind im Vorhof des Kriegs-Ministeriums zu sehen. Albanesen, Kurden, Araber, Tsckerkcffen, Zigeuner rc. verlangen nach Waffen. Bis jetzt sind 15,000 Freiwillige angeworben, von welchen jedoch noch kein Einziger zur Grenze abgegangen ist. Die Plätze der Moscheen bilden ein merkwürdiges Bild. Ta laffen sich die Sofias als Freiwillige einschreiben, zu welchem Zweck die Ulemas unter Bäumen ihre Werbetische postirt haben und die sich meldenden Sofias auf einem Stück Papier inscribiren. Die Sofias werden ein eigenes Corps bilden und von Ulemas befehligt werden.
Konstantinopel. Prinz Hassan, der Sohn des Khedwe, ist wieder nach Aegypten abgereist. — Nach Berichten aus Cettinje treffen dort jetzt viele Flüchtlinge ein, die früher in Dalmatien Schutz gesucht hatten. Fürst Nikita soll befohlen haben, für die Weiber und Kinder Holzhütten zu erbauen, während die Männer zum Kampf an die Grenze gesandt werden. — Die Einberufung der ersten Miliz-Reserve in Serbien macht schnelle Fortschritte, dagegen hat die Unbedachtsamkeit der serbischen Milizen die Negierung abermals in einen unangenehmen Conflict mit Oesterreich verwickelt. Ein der österreichischen Staatseisenbahn-Gesellschaft angehörendes Dampfboot, welches mit Passagieren besetzt war, wurde nämlich auf der Fahrt stromaufwärts zwischen Baziasch und Belgrad von serbischen Wachen mit einem ernstlichen Angriff bedroht. Ein herbeigeeilter serbischer Major hielt die Wachen vom Feuern ab und verhütete
Eorps Viel Werth zu legen.
Paris, 22. Juli. In der Kammer der Deputirten interpellirte tzassagnac den Minister des Innern wegen der Ernennung eines Maire. Der Minister antwortete: Die Regierung beweist dadurch, daß sie sich den Bona- Misten, die Feinde unserer Institutionen sind, widersetzt, daß sie wahrhaft Konservativ ist- (Beifall.) Albert Grevy schlägt darauf eine Resolution vor, «srin das Vertrauen der Kammer zum Ministerium ausgedrückt und gesagt wirt’, die Kammer hoffe, daß das Ministerium bei seinen administrativen Er-
-rrgkand.
22. Juli. An Warnungen vor Auswanderung nach den süd- hat es neuerdings auch in Deutschland nicht gefehlt. herauSgegebenen Bericht des Consuls Cowper über Buenos vor dem Auswandern nach dem La Plata gewarnt. ^,Die argen- Regierung Verdoppelt im Verein mit vielen anderen Staaten «Ludamenkas
Belgrad, 23.'Juli. Vom Kriegsschauplätze wird officiell gemeldet: Die Türken griffen am 21. Juli mit 2000 Mann Nizams und Artillerie die serbischen Verschanzungen bei Klein-Zwornik an, indem sie die Hauptgewalt des Angriffs gegen die Redoute richteten, die das türkische Ufer der Drina beherrscht und die Verbindung zwischen Groß-Zwornik und Bjelina erschwert. Obwohl diese Redoute nur von zwei Compagnieen vertheidigt wurde, so wurde doch der türkische Angriff sowohl hier, als an allen anderen Punkten abgeschlagen und zogen sich die Türken mit einem Verluste von 100 Todten zurück. — Bei dem am 20. Juli von den Türken aus die serbischen Verschanzungen unternommenen Angriffe betrug ihr Verlust 1000 Mann, während die Serben nur 200 Mann an Todten und Verwundeten verloren. — Gestern fand bei Rakitnitza am Timok (auf türkischem Gebiet) ein Gefecht statt, bei welchem die Türken vollständig in die Flucht geschlagen wurden. — In der Schlacht bei Veliki-Jzwor am 18. Juli war das Feuer besonders heftig. Die serbische Artillerie fügte den Türken einen Verlust zu, der auf 2000 bis 3000 Mann geschätzt wird, worunter mehrere höhere Officiere. Die Serben verloren bei dieser Gelegenheit keine Kanone, wie türkischerseits behauptet worden ist, sammelten vielmehr eine bedeutende Anzahl von türkischen Gewehren.
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Konstantinopel. Des Fürsten Milan Hauptquartier befindet sich immer in Paratschin, wohin sich General Tschernajeff einen um den an- Tag zum Kriegsrath begibt. Sehr schlecht soll eö in Serbien mit dem
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Paris, 21. Juli. Die glaubwürdigen Nachrichten über den Gesund- hiiszustand Murad's V. lauten ziemlich ungünstig, aber nicht ganz so schlimm, nie die letzten Telegramme sagen. Daß er durch seine Harems Erziehung herun- iage kommen, durch die Ereigniffe bei und nach seiner Thronbesteigung sehr an- Miffen ist, steht fest. Von Gehirnerweichung dagegen, tvie die euglischen Ml Heilungen, sprechen meine Quellen nicht. Ob er heilbar oder unheilbar jd, muß noch abgewartet werden. Midhat Pascha scheint guten Muths zu jnn und namentlich auf seine aus Christen und Türken gemischten Freiwilligen-
7 . fl-rvebitiii: «mungen niemals die Pflichten Vergeben werde, welche ihm das Votum über "n hörfl 1{ Beseitigung des Kaiserthums auferlegt. Der Antrag wird mit 371 Stim-
naillie ’ An angenommen. Die Rechte enthält sich der Abstimmung.
L v« u u: Paris, 23. Juli, Abends. Wie die „Agence Havas" erfährt, ist der
LtNstäl'-'. i -lr Subscription aufgelegte Betrag der Anleihe der Stadt Paris 54 Mal ge- Mn et. Die „Liberty" enthält eine amtliche Depesche aus Tunis, welche die '' ^^^^^^Ziachricht von einer neuen tunesischen Anleihe als unbegründet bezeichnet. Auch , hä Gerücht, der Khedive habe die als Unterpfand für die Zahlung der Zinsen "ht Staatsschuld angewiesenen Einnahmen der Douane in Beschlag nehmen laffen, ist dem „Moniteur" zufolge ohne Grund.
Versailles, 22. Juli, Abends. In der heutigen Sitzung der Depu- tdm-Kammer brachte- der Deputirte Raoul Duval einen Antrag ein, nach dlchem jedem Deputirten ober Senator die Ausübung eines öffentlichen Amtes Vier sagt sein soll, wenn nicht nach 6 Monaten die Niederlegung des Mandats erfolgt ist; nach demselben Anträge sollen die Ernennungen zum Ritter der ^iknlegion nur für Kriegsthaten zulässig sein. Die Versammlung beschloß für ttyen Antrag die Dringlichkeit.
rund Orchestt'loff hat sich von Athen nach Smyrna begeben.
Bad Gastein, 21. Juli. So eben, halb 4 Uhr Nachmittags, ist
, . Lammten Cur-Publikum, die ihm ein dreifaches Hoch ausbrachten, empfangen, in der Kickersebtn Koffer wechselte mit jedem der ihm bekannten Herren einige Worte und Zhm huldvollst die ihm von den Damen dargebrachten Blumensträuße an.
ind des VortJ KrauLrtich.


