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Freitag, den 19. Mai

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,MtnrNordd.Allg.Ztg.": Das KanonenbootKomet" gleicht im Allgemeinen seiner

"Alt: inner» und äußern Einrichtung nach demMeteor", und unterscheidet sich nur

^«ivklle von darin von ihm, daß, um das Fahrzeug für den Dienst in entfernteren Meeres-

'' theilen und in heißerem Klima geeigneter zu machen, das Oberdeck nachträglich

um 470 Millimeter höher gelegt worden ist, so daß die Seefähigkeit vermehrt

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Aus dem Grotzherzogthum Heffen. Für den Verlauf der An wendullg der neuen Kirchengesetze wichtig ist eine in seiner letzten Sitzung vom Appellhofe zu Darmstadt getroffene Entscheidung in der Anklage gegen den Bischof v. Ketteler und den Caplan Scha-der zu Castel wegen ungesetzlicher Besetzung dieser Pfarrei. Das Mainzer Bezirks^ und auf Appell der Staats­behörde auch das Obergericht hatten die Betheiligten außer Anklage gesetzt, der Appellhos dagegen sie der Verletzung der Art. 1, 4 und 7 des die Vorbildung Md Anstellung der Geistlichen betr. Gesetzes als überführt erklärt und die Sache zur Ansetzung des Strafmaßes an das Bezirksgericht zurückvermiesen. Diese Entscheidung ist insofern von weittragender Bedeutung, als damit ausge­sprochen lst, daß die Weiterverwaltung einer Pfarrei durch einen ursprünglich an derselben nur als Hilsspriester angestellteu Geistlichen nach Abgang des wirkliche» Pfarrers als eine Neubesetzung der Stelle im Sinne des erwähnten Gesetzes aufzusassen ist. Zwar wurden mit einer solchen Anordnung auch die klaren Bestimmungen der Vorschriften des Tridentinums umgangen, aber man scheint in Nom ohne besonderes Bedenken dieses Verfahren des Bischofs, wenn nicht intendirt, doch gebilligt zu haben als ein zur Umgehung der Kirchengcsetze recht bequemes Mittel. Jene Entscheidung macht den schlau angelegten Plan ju Nichte und wird einige weitere Fälle wegen gesetzwidriger Besetzung bis jetzt erledigter Pfarreien nach sich ziehen. (Köln. Ztz.)

Darmstadt, 16. Mai. Die gemeinschaftlichen Beratungen der Finanz- Ausschüsse beider Kammern der Stände über das Budget werden morgen

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Durch die Post bergen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf.

n, Corsets und fusch in seinstei kauf nur noch m Zuspruch.

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und die Wobnräume luftiger sind. Das KanonenbootsNautilus" (52,6 Meter lang und mit etwa 720 Tonnen Deplacement) hat Schooner-Barktakelage und Maschinen von etwa 450 Pserdekräften, die ihm 10y2 Knoten Geschwindigkeit Ben. Aimirt ist dasselbe mit zwei 12 - Centimeter- Pivotgeschützen und zwei 12-Centimeter-Geschützen. Die Besatzung ist 90 Mann stark. Die beiden Breitseit-PanzerfregsttenKaiser" undDeutschland" tragen einen Panzer von 260 Millimeter Dicke und haben 7,5 Meter Tiefgang. Ihre Armiruvg besteht in neun Geschützen, von denen acht 26 - Centimer-Kanonen (vier aus jeder Seite) in der gepanzerten Casematte nnd eine 21--Centimeter-Kanone im Heck stebt. Das Eigenthümliche ihrer Construction besteht darin, daß die zahrzeuae, obgleich sie als Batterieschiffe construirt sind, in Folge der Form ihrer gepanzerten Casematte und der vor derselben befindlichen (Lchiffstheile im Stande sind, mit den vorderen beiden Batteriegeschützen, die ihre eigentliche W ao nach der Flanke haben, direct in die Kiellinie zu schießen. Im Heck ist, um nach rückwärts feuern zu können, ein besonderes Heck- und Rückzugs-

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expedition: Schulstraße, Lit. B. Nr. 18.

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Paris, 15. Mai. DieCorresp. Havas" meldet:Herr Dupanloup scheint, wie von einigen Blättern behauptet wird, mit seinem in Rom gemach­ten Versuche, Jeanne d'Arc heilig sprechen zu losten, gescheitert zu sein. Auf seine zahlreichen Anfragen erhielt er von Rom aus eine abschlägige Antwort,

Studirendeu betrug 3154.

Berlin, 15. Mai. Ueber Ausrüstung und Leistungsfähigkeit der nach den Gewästern der Levante bestimmten deutschen Kriegsfahrzeuge berichtet die

Berlin, 17. Mai. (Landtag.) Die Zins-Garantie für die Linie Halle-So- rau wurde mit 197 gegen 157 Stimmen angenommen. Richter, Lasker und Miquel fehlten während der Debatte und erschienen erst bei Namens-Aufruf. Richter und Lasker stimmten gegen, Miquel für die Vorlage. Die Fortschritts-Partei stimmte, mit Ausnahme von Windthorst (Bielefeld), Mohr und Grünhagen, gegen die Vorlage. Zwei Mitglieder derselben enthielten sich der Abstimmung. 5? er linke Flügel der National-Liberalen stimmte gegen die Vorlage.

Berlin, 17. Mai. Bei Besprechung der hier stattgehabten Konferenzen constatirt dieProv.-Corresp." die Befriedigung, welche das allgemeine poli­tische Bewußtsein in der unzweifelhaften Thatsache gefunden habe, daß die Berliner Zusammenkunft dem europäischen Frieden neue Bürgschaften brachte, welche das Vertrauen befestigten, die orientalische Frage, so schwierig und ver­wickelt dieselbe auch sei, so drohend sie auch stets für die Beziehungen der Großmächte erscheinen, werde, Dank der jetzt inmitten Europas aufgerichteten Friedensgemeinschaft, den allgemeinen Frieden nicht stören. Die Kraft dieses Friedensbündnistes habe sich gerade dadurch von Jahr zu Jahr wirksamer be­währt, daß dasselbe nicht zu bestimmten Zwecken abgeschloffen sei, sondern auf dem aufrichtigen gemeinsamen Streben für den Frieden überhaupt beruhe. In Folge der jedesmaligen vertraulichen Verständigung über die Jntereffen deS europäischen Friedens und durch jeden entsprechenden gemeinsamen Erfolg werde das Bündniß immer fester und vertrauensvoller verknüpft werden.

Frankfurt, 17. Mai. Die vom Polizei-Präsidium verfügte Schließung des hiesigen Tapezierer-Vereins, tonne des Vereins der Sattler und Berufs- Genoffen, stützt sich darauf: 1) daß jeder der genannten Vereine ein selbststän­diger Verein ist, welcher 2) in seinen Versammlungen politische Gegenstände erörtert, mithin als ein politischer Verein zu betrachte» ist, und 3) daß Ver­bindungen diffelben mit anderen Vereine» gleicher oder ähnlicher Art zu gemeinsamen Zwecken stattgefunden haben. Die Schließung erfolgte unter Be­rufung auf § 8, Abth. 2 des Vereins-Gesetzes.

Pesth, 16. Mat- Die Dissidenten der liberale» Partei haben be- schloflen, einen besonderen Club zu bilden und die Constituirung am Donnerstag vorzunehmen.

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Berlin, 15. Mai. Nach den amtlichen Aufstellungen betrug die Zahl )er im letzten Winterhalbjahr, also vom October 1875 bis April 1876, aus - )en Universitäten, an welchen in deutscher Sprache gelehrt wird, Medicin Studirenden: in Wien 820, welche Zahl die weitaus größte ist, in Würzburg 548, Leipzig 428, Dorpat 353, München 347, Berlin 263, Greifswald 218, Graz 211, Zürich 197, Straßburg 191, Erlangen 161, Breslau 160, Tübin­gen 157, Bern 151, Königsberg 148, Bonn 123, Göttingen 123, Marburg 122, Freiburg 120, Halle 112, Heidelberg 87, Gießen 84, Basel 82, Jena 75, Innsbruck 69, Kiel 64, Rostock 36. Von der Gesammtzahl komme» auf Oesterreick 1100, auf die Schweiz 430, auf die Ostsee-Provinzen 353 und die ibrigen auf das Deutsche Reich, nämlich 1271. Danach bat Oesterreich, aus Drei Universitäten fast ebenso viel wie Deutschland auf zwanzig Universitäten. Zn der Reihe der letzteren nimmt Berlin die vierte, Bonn die zwölfte Stelle rin. Halle ist auffallend zurückgegangen und von Greifswald, das bereits die fünfte Stelle einnimmt, überflügelt worden. Die Gesammtzahl aller Medicin

geschütz von 21 Zentimeter Kaliber, das ebenfalls durch Panzer geschützt ist, ausgestellt.Kaiser" undDeutschland" haben Maschinen von 8000 Pferde­kraft. Ihre Kessel sind mit vierzig Feuerungen und zwei Schornsteine» versehen. Die Schraube ist nicht zum Lichten und wird bei dem Segeln losgekuppelt, so daß sie frei rotire» kann. Die Takelage ist die eines Linienschiffes 2. Classe; sie gestattet den Schiffen, ohne Koblenverbrauch in See zu kreuzen. An Be­satzung hat jede der beide» Fregatte» 600 Man». - Die beide» Panzerfregatten Kronprinz" undFriedrich Karl" sind einander in Dimensionen, Panzerdicke und Armirung sehr ähnlich. Der Panzer besteht bei beiden aus einem rings um die ganze Wasserlinie laufenden, 115 Millimeter dicken Gürtel, der bis zum Batterikdeck reicht, und aus einer vorn und hinten durch gepanzerte Quer­wände abgeschlossenen Casematte, welche die Geschützbatterie in sich schließt. DerKronprinz" hat Maschinen von 4500 Pferdekrast, die 141/? Knote» Ge­schwindigkeit geben. DerFriedrich Karl" hat dergleichen von 3600 Pferde­kraft, die 131/2 Knoten ergeben. Beide Fregatten führen verhältnißmäßig große Barktakelage und sind gute Segler. Das Oberdeck desFriedrich Karl" trägt einen ovale», vier Meter hohen Panzerthurm zum Schutz des Commandanten und der Mannschaft am Steuerruder. Beide Schiffe haben Rammen zum Stoßen. Die artilleristische Ausrüstung besteht bei beiden in sechszehn gezogenen 21-Centimeter - Geschützen, vierzehn in Batterie und zwei auf dem Oberdeck; letztere als Pivotgeschütze in Bug und Heck. Ihre Bemannung beträgt 500 Mann.

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Freitag den 26. Mai, Vormittag- 11 Uhr,

findet in dem Ratbhaussaale zu Gießen die diesjährige regelmäßige Sitzung des Provinzialtag« für btc Provinz Oberhessen statt.

Auf die Tagesordnung sind folgende Gegenstände gesetzt: , ,o~,

1) Vorlage der Rechnung der Provinzialkasse über die Penode vom 1. Juli 31. Deccmber 1875.

2) Vorlage des Rechenschaftsberichts über diese Periode.

3) Festsetzung des Voranschlags der Prooinzialkasse für das Jahr 1877-

Gießen, den 16. Mai 1876. m r-, v

Der Vorsitzende des Provrnztültags.

v. Röder, Prooinsialdirector.

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