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Dienstag, den 15. August

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AilMgt- ui Amtsblatt für in Kreis Gieße«

Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.

Durch die Post k^ogen vierteljährlich 8 Mark SO Pf.

Erscheint täglich mit Ausnahme deS Montags (^xpeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18.

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Gefundene Gegenstände:

1 Meerschaumspitze, 1 Sack Kartoffeln, 1 Taschentuch, 1 schwarzer Schleier, 1 weißer baumwollener Strumpf, 1 goldener Ring (gez. M. 8.), 1 Pack Stearinlichter, 1 Thermometer, 1 Reißzeug, verschiedene Schlüssel, 1 goldene Brosche.

Gießen, am 12. August 1876. .

Großherzogliche Polizeiverwaltung Gießen.

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gegen 1011 ben. «Betrag |

Darmstadts H. August. Die Nr. 40 des Großherzoglichen Rgierungs-

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'SÖdi1 Wn bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, wahrend .ReMU^MK 1 -*«.....

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Knrdberg ertheilt.

5. Charakterertheilungen.

6. Concurrenzeröffnung. Erledigt ist: die zweite Gemeinde-Schulstelle ju Groß-Rohrheim mit einem Aufangsgehalt von 950 Mk. jährlich, welcher durch von 5 zu 5 Jahren eintretende Zulagen bis zum Betrage von 1400 Mk. erhöht. _ v. r,

Berlin, H August. DieNat.-Ztg." meldet von einer Sette, die sie |ir gut unterrichtet zu halten Grund hat, daß Rußland und Oesterreich bei bti Reichstädter Entrevue übereingekommen seien, es solle der Türkei nicht be- nnnmen sein, gegen eine Wiederholung des Angriffes Seitens Serbiens Quiantteen zu verlangen, es sollten aber diese Garantien nicht in der Wte- dgaufnahme des türkischen Besatzungsrechts bestehen.

Bayreuth, 12. August. Der Kaiser ist heute Nachmittag 5y4 Uhr hin eingetroffen und wurde am Bahnhofe vom Großherzog von Weimar, vom rbirststallmeister Graf Holnstein im Auftrage des.'gs von Bayern von btn Spitzen der Behörden, sowie von Richard Wagner nebst dem Verwaltungs- rathe des Bayreuther Opern-UnternehmenS empfangen. Der Kaffer gab seiner Äfrtedigung über den günstigen Stand des nationalen Unternehmens Ausdruck unb fuhr demnächst im offenen Wagen nach der Eremitage, von dein dnhtge biinflten Volk mit lebhaften Hochs begrüßt.

Vorstand. kfürtT? xbient, Dermiltduci d LehrlingsstM * Spul d- 3 duiikc^ ß-Wintmiheim,^ unb WockmihtT^^ (bat, öffentlich t mit um io

von 97249 2Jit R

blatts hat folgenden Inhalt

1. Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Justiz, die Be­stimmungen über die Führung des Musterregisters nach dem Reichsgesetze über das Urheberrecht an Mustern und Modellen vom 11. Januar l. I. betreffend.

2. Uebersicht der von Großherzoglichem Ministerium des Innern für das Jahr 1876 genehmigten Umlagen zur Bestreitung von Communal Bedürfnissen 1$ den israelitischen Religions-Gemeinden des Kreises Schotten.

' 3. Ertheiluug von Erfindungspatenten. Se. Königl. Hoheit der Groß­herzog haben allergnädigst geruht: am 10. Juli dem Bernhard Löb in Gießen auf dessen Nachsuchen ein Erfindungspatent für die durch Zeichnung und Be­schreibung näher erläuterte Construction einer Vorrichtung zum Oeffuen und Nusgießen eines Flüssigkeitsbehälters innerhalb eiües verschlossenen Druckgefäßes, iu*y ffecieü für Extincteure, demselben ferner auf dessen Nachsuchen ein Erfin-

u una duiigspatent für die durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterten Appa­rate zur Ermöglichung des Aufenthalts in mit Rauch erfüllten Räumen nebst einer dazu gehörigen Laterne, am 13. Juli bim Redacteur Aron Bernstein in Berlin auf deffen Nachsuchen ein Erfindungspatent für den durch Zeichnung Mb Beschreibung näher erläuterten Apparat zum Ausscheiden mangelhafter oder zesälschter Münzen von vollwichtigen, unter dem ausdrücklichen Vorbehalte jedoch, düp durch die verliehenen Patente Niemand in der Anwendung bereits früher

Aon bekannt gewesener Theile der Erfindung gehindert werden soll, wahrend btt nächsten drei Jahre für den Umfang des Großherzogthumt zu ertheilen.

4. Drenstnachrichten. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben aller- Anädigst geruht: am 22. Juli den Oberrechuungsrevisor bei der 1. Abteilung btt Justificatur der Oberrechnungskammer Ludwig Wagner zum Rechner der Trndeswaisenanstalt mit der Verpflichtung, die Verwaltung der Schullehrer- Wittwenkaffe und des Provinzial-Schulfonds für Starkenburg zu übernehmen, jii ernennen; an dems. Tag? dem evang. Pfarrer Christian Deichert zu Grü- ningcn die evang. Pfarrstelle zu Groß-Buseck zu übertragen; am 24. Juli^den Genchts-Accessisten Dr. Johannes Räder aus Schimsheim zum Honorar-Sub- (ümten des Staatsprocurators bei dem Bezirksgerichte Alzey zu ernennen; an druff. Tage dem Schulverwalter Heinrich Hillenbrand aus Bensheim die zweite Gmieinde-Schulstelle zu Mosbach zu übertragen; an dems. Tage den Maschinen- Alosser Ludwig Knodt von Darmstadt zum Heizer bei Ur Mam-Neckar-Eisen- b<hn zu ernennen; am 27. Juli dem Schullehrer Philipp Friedrich Zimmer- ntinn zu Lißberg die zweite Gemeinde-Schulstelle zu Lang-Göns, am 28. Juli b<m Schulverwalter Karl Kaiser aus Atzenhain die Gemeinde. Schulstelle zu Oberau, am 29. Juli dem Brigadier zu Fuß im Großh. Gensd'armerie-Corps üeinrich Becker die erledigte Beschließerstelle im Ständehause zu übertragen.

Am 24. Juli wurde dem Geometer 2. Klasse Karl Valentin Ludwig Lngauer aus Butzbach das Patent als Geometer 1. Klaffe für den Kreis

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Wien, 11. August. DiePolit. Corresp." meldet telegraphisch aus Belgrad: In dem Kriegsministerium neige man sich der Ueberzeugung zu, die türkische Armee werde concentrisch gegen Belgrad vorrücken, das deshalb im Umkreise von anderthalb Meilen befestigt werde. Alle in dem Arsenale von Kragujewatsch liegenden großen Geschütze würden nach Belgrad geschafft. Der Minister des Innern habe Verträge wegen Lieferung großer Proviaut-Vorräthe für Belgrad abgeschloffen, das man, wie es scheine, so lange wie möglich ver- theidigen wolle. Der Fürst befinde sich in Deligrad. Zwischen Banja und Alexinatz werde eine große Schlacht erwartet.

Wien, 12. August. Fürst Milan wird morgen in Belgrad erwartet. Derselbe ist zum Frieden geneigt, während das Ministerium Fortsetzung des Krieges wünscht. Eine Minister-Krise ist wahrscheinlich. Es verlautet, daß Montenegro einen Separat-Friedeu mit der Pforte abschließen werde.

Wien, 12. August. DiePresse" meldet: Ungarn erklärt die parla­mentarische Genehmigung der Trennung des Südbahn - Netzes der ungarischen Verfassung gemäß für nothwendig; Oesterreich ist jedoch der gegentheiligen An­sicht, weil der Staatsschatz nicht belastet werde, auch erachte man Ungarn nicht berechtigt, die Angelegenheit zu beeinflußen.

Wien, 12. August. Wie diePolit. Eorresp." aus Rom meldet, ist der Marontten-Ches Jussuff Karam aus dem Libanon in officieller Mission da­selbst eingetroffen, um, wie versichert wird, mit der päpstlichen Curie Verhand­lungen über die Angelegenheiten der Katholiken des türkischen Reiches an­zuknüpfen.

Kolland.

Haag, 11. August. Herr Kappeyne, Deputirter von der Linken, hat nach einer Eor.ferenz mit dem Cabinets-Director des Königs die Aufgabe über­nommen, ein liberales Ministerium zu bilden.

AraaLreich.

Versailles, 11. August. Der Senat hat das ganze Municipal-Gesetz, mit Ausnahme des abgelehnten Artikel 3, angenommen. Morgen früh 9 Uhr findet eine Sitzung behufs Wahl eines lebenslänglichen Senators an Stelle Casi­mir Perier's statt. Die Rechte des Senats hält die Candidatur Chesnelong's aufrecht, aber die Wahl Dufaurc^s scheint gesichert. Die Kammer der Depu- tirten hat das Municipal-Gesetz, sowie es am Nachmittag vom Senat ange­nommen worden, auch ihrerseits angenommen. Morgen wird die Berathung über das Budget der schönen Künste fortgesetzt.

-uglaud.

London, 11. August,Reuler's Bureau" meldet aus. Belgrad von heute: Nach einer officiellen Depesche begann Derwisch Pascha den Angriff gegen die Javor-Armee unter Tscholak Antitsch am 8. August mit 16 Bataillo­nen. Seit drei Tagen finden unausgesetzte Gefechte ohne Entscheidung statt. Die serbische Artillerie zeichnete sich besonders aus. Die Kämpfe sind sehr hart­näckige. Die serbische Artillerie unter Capitän Hijch kämpfte am 8. August von 3 Uhr Morgens bis 11 Uhr Abends, am 9. August von 8 Uhr Morgens bis 4 Uhr Nachmittags. Der Verlust der Türken wird aus 2000 Mann an­gegeben. Die Serben hatten an Verwundeten 850; die Zahl der Todten unbekannt.

London, 12. August. In der Sitzung des Unterhauses sprach sich Ashley tadelnd darüber auS, daß die englische Negierung unt> der Botschafter Elliot in Konstantinopel es an sofortiger energischer Action bezüglich der türki­schen Grausamkeiten m Bulgarien selbst jetzt noch, wo die Wahrheit bekannt sei, ermangeln lassen, England habe keine Vorstellungen gemacht, wie sie seines Charakters unb seiner Macht würdig seien; Lord Derby hätte sofort schrift­lichen Protest erheben müssen. Demnächst bemerkte Forster: die türkische Regie­rung habr Anfangs die Jnsurrection durch Gewaltacte zu unterdrücken gesuätt; cS sei aber doch unmöglich, die türkischen Provinzen einer solchen Negiernngs- weise preiszugeben. England müsse auf seine traditionelle Politik verzichten und der Pforte eröffnen, daß England sie nicht mehr gegen ihre Fein, c vcr- lheidigen könne. Wenn Oesterreich und Rußland intervenirt hätten, würde die