187®.
Dienstag, den 14. November
AnMk- u«b AmtrM für dr« Kreis Gieße«
Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Expeditionr Schulstraße, Lit. B. Nr. 18
<■:- : • vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn.
' Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. —
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Umtausch (S. 2) findet auf durchlöchernd anders als durch den gewöhnlichen Umlauf im Gewicht verringerte, imgleichen auf
Gießen, den 10. November 1876.
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Der Reichskanzler. In Vertretung: Hofmann.
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zur Umwechselung angenommen.
Die Verpflichtung zur Annahme und zum verfälschte Münzftücke keine Anwendung.
Berlin, den 2. November 1876.
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Brüssel, IO. November. Der „Nord" bespricht die Rede Beacons- field's, indem er sie unbestimmmt nennt und auf den Widerspruch Hinweis daß nach ihr einerseits das Loos der Christen tatsächlich verbessert,, anderer- setts die Unabhängigkeit der Türkei in einem Smne, wie sie ihn für andere Staaten habe, erhalten werde. Der „Nord" fragt, was denn aus dieser Beständigkeit im englischen Programm geworden sei. Er erwähnt ferner die Erklärung Beaconfield's über Englands Kriegs-Vorbereitung und fugt hinzu, Rußland halte seine Zustimmung zum englischen Programm aufrecht: es sei. unwahr, daß Rußland sich anschicke, gegen die Türken in's Feld zu ziehen, es fahre lediglich fort, gewisie Vorsichts-Maßregeln zu treffen, um nicht unversehens überrascht zu werden.
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den Khedive agitirt und conspirirt zu haben. Der Khedive selbst habe ihn abgeholt und zur Haft gebracht und es herrschte in Kairo große Freude. Die internationalen Gerichtshöfe hätten dem Anträge der internationalen Finanz- Commission aus Beschlagnahme der Eisenbahn-Einnahmen stattgegeben.
London, 11. November. Der „Morning Post" zufolge ging die Anzeige von der osficiellen Annahme der englischen Conferen^Vorschläge Seitens Rußlands am Donnerstag bei dem englischen auswärtigen Amte ein. Marquis Salisbury begebe sich wahrscheinlich über Wien zur Conserenz nach Konstantinopel — Das Beiblatt der amtlichen „London Gazette" veröffentlicht eine Depesche Lord Derby's au den Botschafter in Petersburg Lord Loftus vom 30. October, worin bestätigt wird, daß der Vorschlag bezüglich der Occupation Bosniens und der Herzegowina durch Oesterreich und Bulgariens durch Rußland, sowie einer Demonstration der europäischen Flotten vor Konstantinopel von Rußland ausgegangen und gleichzeitig an die Cabinette von Wien und London mitgetheilt worden ist. <
— Die von der amtlichen „London Gazette" veröffentlichte Depesche Lord Derby's an den Botschafter in Petersburg, Loid Loftus, vom 30. Ectbr. recapitulirt die angestrengten Bemühungen der englischen Regierung zur Erzielung des Waffenstillstandes und Wiederherstellung des Friedens: Am 5. Octbr. wurde Elliot von Derby angewiesen, zu erklären, er muffe Konstantinopel verlassen, wenn die Pforte den Waffenstillstand verweigere, weil es dann evident sei, daß alle weiteren Bemühungen der britischen Regierung, die Pforte vom Verderben zu retten, ohne Nutzen wären. Als die türkische Regierung dm sechsmonatlichen Waffenstillstand vorgeschlagen hatte und der russische Bvtschas. ter In London, Gras Schuwaloff, testen Annahme Seitens der russischen Reg.e- rung bezweifelte, machte Derby Schuwaloff auf den Umschwung der öffentlichen Meinung aufmerksam, der trotz der türkischen Grenelthaten tn dem Falle entstehen würde, wenn die englische Nation Konstantinopel bedroht glaube. Nach- dem Rußland den sechsmonatlichen Waffenstillstand abgelehnt, suchte Derby durch Graf Münster die Intervention Deutschlands zu erlangen. Fürst Bismarck erwiderte hierauf, die deutsche Regierung erachte zwar einen langdauernden Waffenstillstand für annehmbar, fühle sich aber nicht berechtigt, aus die Entschlüste anderer Mächte einen Druck auszuüben.
D «IstAkand.
Berlin, 10. November. Der „Post" zufolge ist, dw Versicheruug des Moniteur", daß Preußen bereits eine officielle Zusage hmsichtlich der Be- theiligung an der Pariser Welt-Ausstellung gegeben habe, irrig. Auch eine vorläufige Notifikation ist nicht erfolgt, weil weder im preußischen Staats- Ministerium noch innerhalb der Reichs-Behörde eine Beschlußfassung stattge-
6)<ßmd<6.
Wien, 10. November. Die Mutter des Grafen Andrassy ist heute
ftüh gchorbeii. Ber Der von den Studenten anläßlich der Enthüllung
noch v°7der Budget-Berathuig solche Vorlagen einigen, damit das Par- lament seine Meinung darüber ausdrucke.
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Betreffend: Die Natnralleistungeu für die bewaffnete Macht im Frieden. , . , zr.- £
Das Großhcrzogltche Krclsamt Gießni
an die Groscherroalichen Bürqermeistereien des Kreises. _
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o A(x sr?nttpm6er Reuter's Büreau meldet aus Kairo, der
Finanzmi.üster"e'i abgesetzt und verhaftet worden; er werde beschuldigt, gegen
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funden hat. gjcBeniter. Oberst-Lieutenant von Mantey vom General
stab M fünfkn Armee-Corps ist als deutscher Militär-Bevollmächtigter zur «eststellung der Demareations - Linie zwischen den serbischen, montenegrimschen und türkffchen Truppen eommandirt worden. Derselbe ist heute Vormittag
^Limb^irg^l 1^ November. Seit dem 6. d. Mts. hat der hiesige Bischof, Dr. Blum die hiesige Stadt »erlaffen, ohne daß wan erfahren, wohin derselbe aereist ist Es steht zu vermuthen, daß diese Abreise in Rücksicht auf das von chm nun, nach Ablauf der vom königl. Oberpräsidenten gestellten Frist zur Niederlegung seines Amtes, bevorstehenden Gerichtsverfahren auf Amts-Ent- setzung^rfolg^^ 12. November. Der „Allg. Ztg." wird aus München geschrieben: Bezüglich der vom Abg. Jörg in der Reichstags-Sitzung vom 6b. Mts. aufgestellten Behauptung, Graf Bray habe ihm eine angebliche Aeußerung des Fürsten Bismarck mitgetheilt, daß der nächste Krieg gegen Ruß- land geführt werden würde, sind wir vom Grafen Bray zu der Erklärung e - daß hier ein ^»rrthum vorliegen muffe; denn niemals habe Bismarck dem Lasen Bray unb nie habe dieser dem 'Abgeordneten Jörg oder sonst irgend einer Person gegenüber eine ähnliche Aeußerung gethan.
-achtungsvoll
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•in Msten dkk .u Berlin, far. , über «n * » «»GH ZB
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