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XPttOpn, rxxJTCcnmY. XDer eMffchxrumanlscye Hanoels - rverrrag \\t der heutigenMorning Post" zufolge unterzeichnet worden. Fürst Ghika ist gestern nach Bukarest zurückgereist.

Italien.

Rom, 1. December. Das JournalDiritto" schreibt: Der Marquis von Salisbury ist heute von hier abgereist; der englische Unterhändler und der Minister Melegari konnten in ihren Besprechungen gegenseitig die Überzeugung erlangen, daß die Absichten Italiens und Englands unter den gegenwärtigen Verhältnissen blos auf die Erhaltung des europäischen Friedens vermittelst der Pacification der insurgirten Provinzen auf ernster dauerhafter Grundlage ge­richtet sind. Die versöhnliche Sprache Salisbury's hat allgemein den befrie­digendsten Eindruck gemacht.

DieOpinione" schreibt: Wie man versichert, schließen bte vom Marquis von Salisbury gegenüber den Cabineten abgegebenen Erklärungen die Idee eines Krieges von Setten Englands aus. Dagegen wird einem russisch-türkischen Krieg entgegengesehen, da die türkische Regierung die geforder­ten Garantieen unmöglich gewähren könne, und es wahrscheinlich sei, daß sich dieselbe einer etwaigen Occupation Bulgariens nicht mit den Waffen in der Hand widersetzen werde. Diesfalls schreibt man England die Idee der Be­setzung einiger wichtiger Punkte in Aegypten zu. An einen Vertrag zwischen England und der Pforte glaubt man nicht.

Rom, 1. December, Abends. Entsprechend den schon gemeldeten Aeuße- rungen desDiritto" über das Auftreten des Marquis v. Salisbury in Rom schreibt das JournalLiberia": Salisbury habe erklärt, er gehe mit sehr versöhnlichen Ideen nach Konstantinopel und hoffe auf ein praktisches Resultat der Conferenz. Derselbe habe keine Special-Mission an die italienische Regie­rung, auch keinen besonderen Vorschlag zu machen; der Hauptzweck seiner Reise wäre, seiner Aussage zufolge, von den Meinungen der verschiedenen Regierun­gen Kenntniß zu nehmen und letztere über die Ansichten des englischen Cabinets zu informiren.

Rom, 2. December. Das JournalBersagliere" schreibt: Bei der Besprechung mit dem Marquis v. Salisbury betonte der Minister des Aus­wärtigen, Melegari, den Wunsch der italienischen Regierung, in vollem Ein­vernehmen mit den anderen Mächten, namentlich mit England, vorzugehen; die geeinigten Mächte hätten eine moralische Pression aus die türkische Regie­rung auszuüben. Melegari sprach sich ferner principiell gegen eine militärische Occupation aus und äußerte die Meinung, daß die Lösung der wesentlichen Punkte nicht so schwierig sei, um die Wahrscheinlichkeit der Erhaltung des Friedens auszuschließen. Salisbury drückte seine Befriedigung und die Gesin­nungen der aufrichtigen Freundschaft der britischen Regierung für Italien aus.

Holland.

Haag, 1. December. In der zweiten Kammer erkärte das Ministerium bei Gelegenheit der Budget-Debatte bezüglich der Colonial-Verwaltung, es sei in sich vollständig darüber einverstanden, daß das Ackerbau-Gesetz für Niederländisch- Indien ausgeführt und der Betrieb der Kaffee-Cultur durch die Regierung bei­behalten werde.

Dänemark.

Kopenhagen, 2. December. DieBerlingske Tidende" erklärt: Die Gerüchte in englischen und österreichischen Blättern über Verhandlungen Ruß­lands mit Dänemark rücksichtlich einer russischen Flotten-Station auf Seeland entbehren jeder factischen'Basis.

Ausland.

Petersburg, 1- December. Großfürst Nikolaus der Aeltere ist nebst seinem Sohn Nikolaus heute Nachmittag 2 Uhr mit Extrazug nach Kischenew abgereist. Der Großfürst-Thronfolger und Großfürst Peter Nikolajewitsch gaben Ersteren das Geleit zum Bahnhof, woselbst der provisorisch commandi- rende General v. Bistrow im Namen des Officier-Corps ein Gottesbild als Geschenk überreichte. Der Großfürst sprach hierfür in warmen Worten seinen Dank aus. Seine Abschieds-Worte an die auf dem Bahnhof versammelten Osficiere der Garde und des hiesigen Militär-Districts wurden mit begeisterten Hochrufen ausgenommen.

Rumänien.

Bukarest, 1. December. Die Regierung hat von der Kammer zu weiteren Erhaltung der concentrirten Armee bis Ende des Jahres einen außer­ordentlichen Credit gefordert. Anläßlich einer Interpellation über die Regie des Tabak-Monopols ist eine Untersuchung über diese Verwaltung angeordnet. Der Senat hat noch nicht darüber Beschluß gefaßt, ob eine gerichtliche Ver­folgung derjenigen früheren Minister, welche zugleich Mitglieder des Senats* sind, eintreten soll.

Kriechentand.

Athen, 30. November. In der heutigen Sitzung der Deputirten- Kammer ist das Project der Regierung, die Steuer-Auflage bchufs außeror­dentlicher Maßregeln betreffend, gefallen. Das Resultat der Abstimmung ergab 79 Stimmen für den ministeriellen Antrag, 78 dagegen, 2 enthielten sich der Abstimmung. Ministerial-Präsident Komunduros wird morgen die Demission einreichen.

Amerika.

Rew-Nork, 30. November. Die demokratischen und republikanischen Abgeordneten der Repräsentanten.Kammern Süd-Carolinas fanden sih heute ur Sitzung ein, ohne Widerstand der Truppen zu finden. Jede Partei hält hre Organisation aufrecht und hat ihren eigenen Präsidenten, welcher die Ver- )andlungen der Kammer zu controliren versucht. Bis jetzt fanden keine Gewalt- thätigkeiten statt.

New-Aork, 1 December. General Ruger, welcher die Truppen in Süd-Carolina befehligt, hat gestern dem Präsidenten, welchen sich die demokra­tischen Repräsentanten gegeben haben, angezeigt, solche Deputirte, deren Wahl nicht geprüft und nicht für gültig erklärt sei, könnten nicht zur heutigen Sitzung der Staats-Repräsentanten Kammer zugelassen werden. Die demokratischen De- putirten legten hiergegen formellen Protest ein und erklärten, nur der Waffen- Gewalt zu weichen. Präsident Grant conserirte letzte Nacht mit dem Kriegs­minister und General Sherman, worauf Letzterer an General Nager auf telegraphischem Wege vertrauliche Befehle richtete.

Rew-Uvrk, 2. December. Die Situation in Süd-Carolina ist un­verändert; die Depntirten, deren Wahl angefochten ist, haben trotzdem ihre Sitze in der Legislatur inne.

New-Orleans, 2. December. Durch eine Feuersbrunst sind hier eine Kirche und gegen 90 Häuser zerstört worden.

Lokal-Notiz.

Gießen, 4. Dec. Die gestrige Abendunterhaltung desSäng erkranzes" im Leib'schen Saale, welche zu unserer Freude nur Musik- und Gesangsvorträge bot, recht­fertigte den Ruf, welchen derSängerkranz" in hiesiger Stadt besitzt- Aus dem reich­haltigen Programm heben wir besonders das Chorlied von Möhrtng, sowie die Romanze aus demNachtlager von Granada", gesungen von Herrn Th. Hau b ach, hervor. Dem Dirigenten des Vereins, Herrn Steiner, gebührt alle Anerkennung ür die Leistungen, womit derSängerkran;" bei allen seinen Unterhaltungen brtllirt. Nicht zu vergessen Herrn C. Lo ny, welcher durch seine komischen Vorträge die Lachmuskeln der Zuhörer erregt.

--Auszug aus der Sitzung der. Großh. Handelskammer zu Gießen vom 11. November 1876.

Anwesend: der Vorsitzende Homberger und die Mitglieder Noll, Koch und Silbereisen.

Die Eingänge werden theils zu den Akten genommen, theils der Bibliothek und der Kasse überwiesen, theils zur Ctrculation bestimmt-

Ein Circularschreiben der Handelskammer zu Altena, das neue Eisenbahntarif- ystem betreffend, veranlaßt den Beschluß bei dem Retchs-Eisenbahnamt dringend zu befürworten, daß die Feststellung eines neuen Tarifsystems nur unter Zuziehung osn Sachverständigen aus den betheiligten Kreisen des Handels und der Industrie ec- olgen möge.

Ein Schreiben der Kaiserlichen Ober-Postdirection Darmstadt, nach welchem eine beabsichtigte Einschränkung des Psstdienstes an Sonn- und Festtagen nicht endgültig zur Ausführung gebracht werden soll, ohne die diesseitigen Ansichten und Wünsche ge­hört zu haben, wird dahin beantwortet, daß es dem Interesse unserer Stadt am meisten entsprechen würde, wenn der Dienst ohne jegliche Beschränkung bestehen bliebe, oa die Post, welche gleichwie der Telegraph dem öffentlicheu Verkehr nach allen Richtungen hin dienen soll, zu keiner Tageszeit dem Publikum unzugänglich sein dürfe. Wenn indessen die Postbehörde sich nicht veranlaßt fühlen sollte dieser Ansicht beizutreten und unfercr Stadt die bestehenden Einrichtungen unverändert zu belassen, so fei es doch für die Interessen des Handelsstandes höchst wünschenswerth, daß her Schalterdienst ebenso wie der Telegraphendienst an L>onn- und Festtagen wenigstens an einer der beiden hiesigen Poststellen, insbesondere bei der Filiale in der Stadt, keine Unterbrechung erleide, wenn dann auch zur Erleichterung des Dienstes auf die dritte Bestellung der Briefe und den zweiten Beftellgang der Packetträger verzichtet werden müsse.

Neber Hpielwerke.

Im Jnseratentheile unseres Blattes finden unsere verehrten Leser und schönen Leserinnen wiederum, wie alljährlich, die Empfehlungen der weltberühmten Splelwecke von Herrn I. H. Heller in Bern. Derselbe liefert diese so allgemein beliebten Werke in einer geradezu staunenerregenden Vollkommenheit. Wir können daher jedem, der nur ein wenig Freude an Musik hat, nicht warm genug empfehlen, sich ein Sptelwerk anzuschaffen, und bietet die bevorstehende Weihnachtszeit die schönste Gelegenheit hierzu, auch kann kein Gegenstand, noch so kostbar, ein solches Werk er­setzen.

Was kann wohl der Gatte der Gattin, der Bräutigam der Braut, der Freund dem Freunde, Schöneres und Willkommeneres schenken? Dem Leidenden, dem Kranken gewährt es die größte und angenehmste Zerstreuung, vergegenwärtigt glücklich verlebte Zeiten; dem Einsamen ist es ein treuer Gesellschafter, es erhöht dte Gemüthltch- keit der langen Winterabende im häuslichen Kreise u. s. w.

Hervorbeben möchten wir noch ganz besonders die nur zu lobende Idee vieler der Herren Wirthe, die sich ein solches Werk zur Unterhaltung ihrer Gäste angeschafft. Die gemachte Ausgabe hat dieselben, wie uns von mehreren Seiten bestätigt wird, nicht gereut; es erweist sich somit auch deren praktischer Nutzen auf's Evidenteste und möchten wir allen Herren Wirthen, dte es bis dahin unterließen, anrathen, sich ohne Säumen ein Sptelwerk anzuschaffem

Wir bemerken noch, daß die Wahl der einzelnen Stücke eine ganz fein durchdachte ist; die neuesten, sowie die beliebtesten älteren Opern, Ooeretten, Tänze und Lieber heiteren und ersten Genres finden sich in den Heller'schen Werken auf das schönste ver­einigt. Kurz, wir können keinen aufrichtigern und wohlmeinenderen Wunsch an die geneig­ten Leser und Leserinnen unsers Blattes aussprechen, als den, fich recht bald in den Besitz eines solchen Spielwerkes zu setzen; reichhaltige illustrirte Preis-Courante werden Jedermann franco zugesandt. Auch ist direkter Bezug schon deßhalb zu empfehlen, da vielerorts Werke für Heller'sche auSgegeben werden die eS nicht find.

Aecht kölnisches Wasser

von Jean Maria Farina.

Meine Niederlage davon in der Expedition des Gießener Anzeiger« empfehle ich tu M. 13,70 per Dutzend, M- 6,85 per halbe« Dutzend, sowie in ganzen und halben Fläschchen zu M. 1,28 und 68 Pfg- gehorsamst.

Johann Maria Karina in Köln-

Allgemeiner Anzeiger.

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Gießen, Mäusburg D. 9,

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