Einzelbild herunterladen

Centrum des Senats hat dem Minister Dufaure die Candidatur eines ständi­gen Senators an Stelle Püriers angeboten.

-Ugland.

London, 31. Juli. Im Unterhause erklärte der Unterstaats-Secretär Bourke gegenüber dem Mitgliede Andersen: Die Regierung sei nicht osficiell benachrichtigt über den Abschluß eines Handelsvertrags zwischen Frankreich und Nord-Amerika, durch welchen die Eingangszölle in Amerika für französische ' Maaren herabgesetzt würden. Es sei nicht wahrscheinlich, daß der Congreß den Abschluß eines solchen Vertrages beabsichtige. Forster gegenüber erklärte Bourke, der Großvezir habe formell in Abrede gestellt, daß bie Absicht bestehe, die Griechenland benachbarten Provinzen mit Tscherkeffen zu colonisiren. Der Unterstaats-Secretär des Colonial-Amts Lowther erklärte, die Regierung habe keine Nachricht von einem beabsichtigten Angriff auf die Hauptstadt von Dahomey.

London, 31. Juli.Reuter's Bureau" meldet aus Semlin vom 31. Juli: Gerüchtweise verlaute, daß die Türken gegen Kujojewatsch vormar- schiren. Wenn dies wahr wäre, so wäre Saitschar und die serbischen Positio­nen am Timok stark bedroht. Drei Regimenter Infanterie, ein Cavaüerie- Regiment und zwei Batterien der ägyptischen Armee werden von Salonichi gegen Mitrovitza dirigirt. Aus Saitschar nichts Neues. Die serbischen Truppen schließen Sienitza ein. Die Walachen und Bulgaren weichen zurück.

London, 31. Juli. Im Oberhause lenkte Lord Stratheden die Auf­merksamkeit des Hauses auf die diplomatische Correspondenz in der orientalischen Frage und beantragt eine Resolution, in der das Haus sich bereit erklärt, alle zur Aufrechthaltung der Verträge von 1856 nothwendigen Maßregeln auf sich zu nehmen. Im Laufe der Debatte kritisirte Lord Granville die Politik der Regierung, erklärt sich mit der Politik der Nicht Jntervention einverstanden, bedauert aber, daß die Regierung das Berliner Memorandum en bloc abge­lehnt habe und findet, daß die von der Regierung beobachtete Neutralität eine für die Türkei wohlwollende Neutralität sei. Lord Derby erklärt sich gegen den Antrag Stratheden, vertheidigt die Regierungs-Politik und wies die Be­schuldigung zurück, als beobachte die Negierung eine wohlwollende Neutralität für die Türkei. Die künftige Politik der Negierung fei von den Ecgebniffen des Kriegs und von der Möglichkeit abhängig, die Cooperation der übrigen Mächte zu erlangen. Die Regierung werde es ihrerseits an Anstrengungen nicht fehlen lassen, daß keine nicht durchaus nothwendige Veränderung eintrete, sich in Verpflichtungen für weitgehende Projecte nicht einlaffen und nur thun, was eine zufriedenstellende dauernde Lösung der gegenwärtigen Frage herbei- sühreu könne. Die orientalische Frage überhaupt anzuregen, sei leicht, dieselbe abzuschließen aber schwer. Die Regierung wünsche nicht Gefahr zu laufen, wobei der europäische Friede ohne Noth gestört werden könne. Hierauf schlug Lord Stratheden die Zurückziehung seines Antrages vor, der sodann mit Accla mation abgelehnt wurde.

London. Das Geschütz von 81 Tonnen ist der stärksten Probe, die es bis jetzt überhaupt bestanden hat, unterworfen worden, indem ein Schuß von 17üO Pfund mit 320 Pfund Pulver abgefeuert ward.

Rußland.

Petersburg, 1. August. Die in österreichischen Blättern enthaltene Nachricht, daß unter den Muhamedanern des Kaukasus ein Aufstand ausge- Lrochen sei, ist unbegründet; wohl aber ist constatirt, daß türkische Emissäre dort Unordnungen heroorzurufen versuchten.

Petersburg. Der Minister des kaiserlichen Hofes, Graf Adlerberg, hat den höchsten italienischen Orden erhalten, dell' Annunciata, dessen Cavaliere den Titel eines Vetters des Königs von Italien haben.

Rumänien.

Bukarest, 1. August. Kammer der Deputirten. Die Motion, die Minister des früheren Cabinets in Anklagezustand zu versetzen, wurde nahezu einstimmig in Betracht gezogen. Ueber den Antrag Zonesku's versprach der Minister eine Vorlage der diplomatischen Correspondenz bezüglich der Neutra­lität. Die Regierung machte die Mittheilung, daß Rumänien mit Einwilligung der Türkei der rumänischenAmbulanz des rothen Kreuzes" den Uebertritt nach Serbien gestattet habe.

Türkei.

Konstantinopel, 31. Juli. In Philippopel sind 400 eingekerkerte Bulgaren freigelassen worden. Depeschen aus Nisch melden, daß die türki­schen Truppen die Offensive ergriffen, die Serben zurückgedrängt, sich ihrer Verschanzungen bei Dervent bemächtigt haben und in Serbien in der Richtung auf Gurguffowatz eingedrungen seien. Widdiner Depeschen melden gleichfalls, daß die Türken die Offensive ergriffen. Aus Podgoritza wird gemeldet, daß die Montenegriner bei Antivari geschlagen seien.

Nagusa, 30. Juli. Mehrere hier aus Albanien angekommene tür­kische Officiere, welche nach Mostar Weiterreisen wollten, wurden von den österreichischen Behörden in Ausübung der Neutralität internirt._______________

Lokal-Notiz.

Gießen, 2. August. Am nächsten Freitag wird der Mimiker und Bauchredner Herr Professor Duschn6e im Clubsaale eine letzte Vorstellung veranstalten. Herr Professor Duschnöe ist ein Meister im Gebiete der Mimik; er braucht keine der von Anderen angewandten Hülssmittel der Schminke rc., um die verschiedensten Physio­gnomien aus's getreueste wiederzugeben. So führte er uns neben dem ehrlichen Grob­schmied den von sich selbst eingenommenen Commis voyageur, neben dem Professor der Logik den Blödsinnigen in gelungenster Weise vor Augen, zeigte uns die Züge des Sanguinikers und des Cholerikers, deS Melancholikers und des Pflegmat kers; er lachte mit der einen Gesichtshälfte, während die andere weinte, gab verschiedene Typen wirk­lich existirender Persönlichkeiten in drastischer Weise wieder, während er andererseits historische Größen, wie den Alten Fritz, Alexander von Humboldt, so naturwahr dar­stellte, daß lauter Beifall (mit dem die Zuschauer übrigens jede seiner Produktionen lohnten) ihm zu Theil wurde. Große Heiterkeit erregte namentlich Fräulein Rosen blüthe, eine Schöne, die bereits 12 Mal ihren 25 Geburtstag gefeiert und schließlich unter die Dichter gegangen, sowie das Pariser Obstwetb und die zum Schluß darge­stellte Schwiegermama im schmollenden Zustande, deren Gesicht einen wahren Sturm­galopp der verschiedensten Gefühle ausdrückte, so daß einem wirklich angst und bange werden konnte bei dem Gedanken, jemals solch' einem weiblichen Engel in die Krallen zu fallen. Als Bauchredner gab Herr Professor Duschn^e ebenfalls Beweise, daß er auch auf diesem Gebiete ein tüchtiger Künstler ist. Vor Allem gefiel das höchst natur­getreue Sägen und Hobeln, sowie die An- und Abfahrt eines Schlittens; Sennora Pepita als Primadonna mit Baßstimme erfreute sich großen Beifalls des durch sie sehr belustigten Publikums- Die die Vorstellungen begleitenden Vorträge des Herrn Duschnee

Verwischtes.

ihU

Normalgewi

», - wiener < " Htttzsüauch, I rfttrt werden:

u Rnm. Eichen

, n

n

I ' ^stehlt anl

2 & Ul

L, Vormittag- ,m Gießener Stad

ist °

Oberst tcrbach

A ?0 Jahren hat keine Krankheit dieser angenehmen Gesundheitsspeise widerstand« n w?VQ^rt dieselbe bei Erwachsenen und Kindern ohne Medicin und ohne Kosten be

Illen llJtflflPM: SVpvtA»«, m .n. _____ n... /-r\ a~ < < < < 7__'

. Marquise de Brähan.

A y877, Florian Köller, K. K. Militärverwalter, Großwardetn, von Lungen- urb Luftröhren-Katarrh, Kopfschwindel und Brustbeklemmung.

,m. . . -970- Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentlichen höheren HandelS-Lebranstal

-ll. en, tn k^^m verzweifelten Grade von Brustübel und Nervenzerrüttung.

Abmagerung *>5'**$- Fräulein de MontlouiS von Unverdaultchkett, Schlaflosigkeit unb

" nucf

Warb

Alle» Kranke» Kraft und Gesundheit ohne Medici» und ohne Kosten durch die Gesundheits-Mehlspeise- mm m,i ia tx

sind von Humor durchwürzt, und so bieten dieselben in ieder

nehme Abendunterhaltung, die mit Recht Allen empfohlen merivn cinc .8nfl0 etwas Außeraewöhnlichi-s zu 'eben und zu hören wünschen " b f' rocIt6c ^nmal

, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit,' Verstopfulg, L-iarryoen Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutais Uebelkeit und Erbrechen selbst während der Schwangerschaft', Diabetis, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht; auch ist sie alS Nahrung fit 5Cn ctoOn be< ®ebuTt on selbst der Ammenmilch vorzuziehen. Ein Au«M aus 80 000 Cernsicaten über Genesungen, die aller Medicin widerstanden, worunter Eerttfieckt vom Profeffor Dr. Wurzer, Geh. Medtcinalrath Dr. F. W. Benecke, ordentlicher Professor ter m r « aXlx bc^U?itoertLtdt Marburg, Medicinalrath Dr. Angelstein, Dr. Shoreland, Dr. Cempb.l, e R LDr" o?6?6, Dr Ure' ®räfin Eastlestuart, Marquise de Brehan, und vielen ander-, ochgestellten Personen, wird franco auf Verlangen eingesandt.

Abgekürzter AuSrua aus 80,000 Certificaten.

<3ri«f von der hochedlen Marquise de Brshan.

Ä , Neapel, 17. April 1862.

r Wem In Folge einer Leberkrankheit war ich seit sieben Jahren in einem furä:- varrn Zustande von Abmagerung und Leiden aller Art. Ich war außer Stande zu lesen ofcr °°"e em Zittern aller N-rven im ganzen Körper schlechte Verdauung, for- h ende Schlaflosi^eit <inb war in einer steten Nervenaufrequng, die mich hin und her ttib ^inen Augenblick der Ruhe ließ, dabei im höchsten Grade melancholisch, »ttie 2' sowohl Engländer als Franzosen, hatten ihre Kunst erschöpft, ohne Linderung oiemr l'°ai9CT Verzweiflung habe ich Ihre Revalesciere versucht, und jetzt, nachdem >tz Monate davon gelebt, sage ich dem lieben Gott Dank. Die Revalesciere verdient dck Üf7nf^ t.v-x m r Gesundheit völlig hergestellt und mich in den Stand gesetzt, meire esellschaftliche Stellung wieder einzunehmen. Genehmigen Sie, mein Herr, die VersicherueH meiner innigsten Dankbarkeit und vollkommenen Hochachtung.

'leWen

WS»

ybr. 75,928. Baron Siamo von lOjähriger Lähmung an Händen und Füßen rc. i*evalescifere ist vier Mal so nahrhaft als Fleisch und erspart bei Erwachsenen urb

Kindern 50 Mal ihren Preis in anderen Mitteln und Speisen.

P"'s° bcr Revalesciere Vr Pfund Mk. 1,80 Pf., 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd.

>,70 Pf., 12 Pfv. Mk. 28,50 Pf.

Revalesciöre Chocofetee 12 Taffen Mk. 1,80 Pf., 24 Taffen Mk. 3,50 Pf., 48 Taffm Mk. 5,70 Pf. u. s. w.

Revalesciere ßiscuiten 1 Pfd. Mk. 3,50 Pf., 2 Pfd. Mk. 5,70 Pf.

Zu beziehen durch Du Barry <fc (5o. in Berlin, W. 2829 Passage (Kaiser-Gallerit) >nd 163164 Friedrichsstraße, und bei vielen guten Apothekern, Droguen- Speceret« urt. Delicatessenhändlern im ganzen Lande. ,

In Gießen zu haben bei Müller L Schwager. ' (2*

Hamburg, 24. Juli. Das Feuer, welches gestern 9Ihpnh hi, stört hat, ist durch eine Gardine, welche bei lebenden Bildern3CrJ beim Aufziehen durch Luftzug einer Gasflamme zu nahe gekommen w?r Tnfftnnh^ Von dem brennenden Vorbange theilte sich das Feuer rasch benThrin7n b?n'

fiten mit und verbreitete sich von dort so schnell, daß schon nacheiner

^nze Gebäude tn Flammen stand. Die in der Nähe der Bühne ft^e^he äna"?6 wurde ,durch die Glut abgeschmolzen, so daß das in der Leitung beündUcke ausstromen konnte und die Glut vermehrte, eine eigentliche Gas,imlnsi»n nicht stattaefunden. Das Zuleitungsrohr würde außerhalb ^d^ Gebäude? ^Ll<b°4 und verstopft. Den umsichtigen und energischen Anstrengungen der fl^mefenL»« ^Olitn und d-s Di-°Nperson°Is «tf««, e6 unter bem betES «ÄS befindlichen zahlreichen Publikum die Ordnung derart aufrecht m "»-Personen durch die allerdinaS reichlich vorhondenen Tbüre'n urfb lich das Frete gewannen und kein ernstlicher Unfall zu beklagen ist des Balletpersonals sollen allerdings leichtere öranbrounben

Menschenleben sind nicht zu beklagen In dem bis auf den letzten Platz ausoerkau°st,7 nahe an der Brandstätte liegenden Ren,'scheu «ireu« wurde die Vorst'lluna dureb steuer nicht unterbrochen und ruhig zu Ende gesührl, da die an den ffinnÄn. 3 Beamten kluger Welse Niemanden in den Circus blnelnlietzen fomit hns tnuhnr?» i Unkenntniß und uor der Gefahr einer plötzlich n P-nk°?chan? blieb *"

St. Wendel, 23. Juli. Wie die .Saarbr. stta> berichtet do. k benachbarten katholischen Dörfern in Lothringen folgender TOntbuS aebitbJ* 9H8 V" S°l»aten den Platz bei Marpingen gesäubert und die Volksmenge sich erstreukdal sei mitten auf ber Stelle. an ber angeblich früher bie Mutter ffin IX c 1

fon ein grohes Kreuz, umgeben oon^'vier^^hellstrahlenden Ä J . tuefen. Als eine An,ah Soldaten unter Anführung eines Offiziers^sich bem Sre!, näherten, um es zu entfernen , hätten sie einen Schlag, wie von elektrtt-ber^m 5 empfangen unb hasten troh rnebrmnTinPm nL «V._rlcrtrlJ5e.ratle.Pe-

-------Eichen-Pri K . Wd/ - »w- 153 ; 8-M

'Nierenleiden, Tuberkulose. Sckwindsn^ 91^««X.rsL.n/»,.*/ «L-klt..., . Adel-

iter**-'

L0i-6« Omnib«er|

d

-Hl

29. 8'

29. I -

29. |-

Die Offerten Submission Lollarer Lahi : m das Bureau des

Die Submissi I sißattung der Copic

Wetzlar, den 1

Der A

M____

Bechigen ronncrftag den 3. ui

I M. Nachmittags 2 Einung des Glaserme l Neustadt der 31ad Mz bestehend in Bet i "j, Haus- und Küche 1 ^^Aietend versteiaer

M«n, den 31. Juli 1 droßherzoMetz i ----Lüdekst

. Hoizverste *m Gießener §

Montag ben 7.'

X Zum Bau K

Das Kreuz aber stehe noch immer und Niemanb mrmög7'es",u 7nsie?n"nlin ben Mmdest!°r> i s 7,'5u flauen I. P. hatte sich ein Mann 6 Stück Cigarren gekauft Als ,r sidj.Mts., VoMllll dem munbeCniu "nehmen6' tfe*enber die Cigarre wieder-e! iwben die eingefla;

« ®Ä'be8 Äe^ruÄ §erbX' '

6& äWaSSs kowllnlLusNch? b7tn,nenf?nnk-l,rem M-ift-r 5-m BäckermeMer Hartmannln P " kow) in Aussicht gestellten Künbigung bies gaben ste selbst J * I, beÄ^eM^nn^^ft^ ^-"b-stand chenfaZs U

, nur in ber Gegenb von Berlin, fonbern auch in Schlesien unb Mest-

preußen ist bie Wander-Heuschrecke in oerheereuben Schwärmen abgetreten Da st ste wirb berMagbeb. Ztg " auch aus ber Provinz Sachsen mstgetheilt ®

Quäkerin in ber Stabt ber Bruderliebe sagte ein bie Genteiu n MUhn°kbC ^CnhCar\JC entzünblicher unb an Uebermaß von Bescheidenheit

nicht eben letbenber Spree-Athener:Sie sind so reizenb, baß ich Sie küssen muß "- Das mußt^Du^nicht thun, Freund," lautete bie Antwort.Doch ich will bei (Sott* nef ber ßtebeplübenbe.Ja. ba Du geschworen hast, Freunb," sagte die fromme Schone,so thue es nur diesmal, doch Du mutzt es nicht zur Gewohnheit werd"»