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t.iflli*, mit «ne- nabme Montags.

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Anzeige- und UmtsKsatt für den Kreis Hießen.

Dlt'iistuq den 30. November

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einem Dekanate für sich allein, ohne die dermalen damit verbünde-

Deutfdjfauö.

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awri 2.4 9<0«!?b-rn Verfügung vom gestrigen Tage

Die Folgen dieser Majorlsiruug der Stadt, bei der Wahl der Abgeord- ihteil zur Landes synode. sind einlenchicnd. Man rvirv wohl annehmen dürfen, daß nach übereinstimmender Absicht der Frctoren unserer frircheuverfassimg au drr LandeSsvnode, die durch Oertlichkeit und Geschichte zum Theil sehr ver- 'chieteiiartlg bestimmten, kirchlichen Verhältnisse und Betiirsnisje der einzelnen Vanteebegirfen durch Vertreter berathen werden, ivelche mit diesen (Sigentbunv lichkeiten ihrer Bezirke genau bekannt sind und welche daS volle Verlrauen von wenigstens der Mehrheit ihres Bezirkes genießen.

Man wird auch nicht bestreiten wollen, daß die Verhältnisse und Bedürf­nisse einer Gemeinde wie die der Stadt Darmstadt von den Verhältnissen rc. kleinerer Landgemeinden auf dem Gebiete des kirchlichen Lebens sich mindestens ebenso wesentlich unterscheiden, irie auf dem Gebiete des politischen Lebens.

Endlich ist atich die Verschiedenheit nicht ganz für unbedeutend zu erach« ten, welche zwischen Darmstadt und den mit ihm verbundenen Landgemeinden darin besteht, daß Darmstadt völlig unirt ist, dagegen die 10 anderen Gemein« beu der Union noch nicht beigetreten sind. Während aber die politische Ver fassling selbst Heineren Städten bis herab zu 3000 Seelen eine besondere Vertretung ans dem Lchidtage einränmt, ist eine solche besondere Vertreliing selbst der größten Stadtgemelnde unseres Landes durch die lluchenverfassil g vollständig versagt und ce ist dieser Stadtgemelnde, sogar nach der gegennärii qtn Dekaiiats üintheilung, fast aller Einstiiß auf die Wahlen zur Landestynode genommen.

Bei aller Hochachtung, welche man den beiden von unserer Dekanats svnode zur Landessynode gewählten Abgeordneten schuldet, kann doch die lieber« imgung nicht unausgesprochen bleiben, daß sie ihre Wahl dem Uebergewichi ter 10 Landgemeinden verdanken und nicht die Vertreter der unzweifelhaften Mehrheit der Stadtgemeinde Darmstadt genannt werden können.

Weit bedeutender und weit bedauerlicher als dieser Nachthcil ungenügen­der Vertretung der Stadtgemeinde Darmstadt auf der Landeösynode, ist aber

Gemeinden zu einem Dekanate vereinigt. Nach § 57 der ttiichenoerfasjung soll ein friräwngcsetz die Zahl und den Bereich der Dekanate bcftuninen. Die gegen,värliae Unifang-bestimmnng des Dekanats Darmstadt entspricht aber nach m-hreren Richtungen hin durchaus nicht den Interessen der Stadtgememde; sie verhindert, daß diese Interessen ans der Dekanats- und LandeSiynode genügend gewahrt weiden können. Die evangelische Ltadtgenieinde Darmstadt mit nahezu 30,000 Seelen ist auf der Dekanatssyuode nur von 10 Abgeordneten vertreten ; die übrigen 10 Landgemeinden mir zusammen unter 18,000 Seelen entsenden hagdgen zur Dekanaissyuode mindestens 20 Abgeordnete und haben hiernach ein Ltimmenübergewicht, das außer allem Verhaltniß zu den Seelenzahlen ftebL Diese Landgemeinden üben daher dieses Stimmenübergewicht, diese Majo- risirung sowohl in den inneren Dekanats«Angelegenheiten als auch in der Wahl der beiden Abgeordneten, welche die Dekanat-iynode zur Lande-synode entsendet.

Ferner seien die Dekanate einmal Verwaltungsbezirke und das anderemal auch Vertretungsbezirke. Es sei nicht leicht durchznführen, neue Verwaltungs- bejirfe zu gründen; die einzelnen Vertreter seien für da« Ganze erwählt, nicht für eine kleine Gesellschaft. Die^Landessynode sei dazu berufen, einen Austausch ter Meinungen über kirchliche Fragen zu vermitteln, wobei jeder gehalten sei, das Wohl dir ganzen Kirche in's Auge zu fassen. Darum sei das Zusammen­tagen von städtischen und anderen Abgeordneten auch für den Fall, daß die städtische Intelligenz in der Minorität ist, kein absoluter Fehler. (Anmerkuna des Setzers: Aber vielleicht umgekehrt?)

(Fortsetzung folgt.)

neu zehn Landgemeinden." , , % x

Derselbe wird folgendermaßen begründet: Laut Bekanntmachung vom Achtung, in einemVertretungskörper, 15. April 1872 ist die evangelische Skadtgemeiude Darmstalt mit 10 anderen * ....... L~Ä n f

politischer Thei 5

Die Beschlüsse der Darmssüdter Kirchengemeinde- .Weise entwickelt, als zweckmäßig beibehalten wolle oder nicht; im Uebriqen Vertretung. werde der Antrag zur Wahrung der Interessen unser er Stadt vor Majortsirung

(Fortsetzung.) ^urch ganz ungleichartige Landgemeinden zur Annahme dringend empfohlen.

Berathunz über den zweiten Antrag: , Don der gegnerischen Seite werden zwar die theilweise bestehenden Miß

Eonstituirung der evangelischen Stadtgememde Darmstadt zu ^nde anerkannt, deren Beseitigung aber nur durch Eintheilung DarmstadtS ~ jin Parochieen für möglich erklärt. Sonst sei nichts mehr zu bedauern, als

Eigentliche Parteiregürung (!) oder als übermäßiges Vorherrschen einer *7 r die daraufhin den anderen berechtigten

Dichtungen das Leben soznsagen verkümmere. (Wie ist es in der Svnode und im Obercousistorium, verehrter Redner?) Der vorliegende Antrag werde, wenn durchgeführt, diese Richtung haben! Gegen diese Befürchtung seien alle ande­ren Dinge unbedeutender Natur.

Darmstadt, 26. November. Heute trat die zweite frommer zur Er- lebigunß mehrerer dringlicher Angelegenheiten zusammen. Nach Verkündigung der neuen Eingaben, unter welchen wir namentlich die Anträge der -lbaa. Wolf-kehl und Weicker auf Neubau eines Polvtechnikum- dahier, der Abga. Ellcnberger und Wadsack auf Errichtung einer Landes-Eultur-ttaffe, des Aog. Buchner auf Erbauung einer Zweigbahn von ter Station Eberstadt nach Pfung­stadt und auf Erstreckung des Einlösungs-Termins der hessischen Fünfzig Gul- den-Loose, des «6g. Hemzerling auf veränderte Einrichtung desRegiermias- BlatteS', ferner die Interpellationen des Abg. Schröder bezüglich der veai.f- sichtigung des Priester-Seminars in Mainz, des Abg. Hemzerling wegen Er« lastes einer allgemeinen Bau Ordnung, des Abg Mattv wegen Eirlchtnna eines paritätischen Lchullehrer-SeminarS in Rhemhesien und wegen eines solchen sur Lehrerinnen hcrvorheben, wurden die Berichte über die Wahlen erstattet welche letztere sodann nach DringlichkeitS-Erklärung sämmtlich ohne Debatte für gültig erklärt wurden. Der Gesetz Entwurf wegen Prorogation des Finanz- Gesetzes auf die erste Hälfte des folgenden Jahres wurde ohne -Debatte a,,ge- nonimen, ebenso der Entwurf wegen Einlösung des Staat--Papiergeldes vom 1 1865 Morgen wird eine weites ypO letzte Sitzung stattfinden.

Darmstadt, 27. November. Minister Hofmann sagte baldige Vor­lage Utbeniabmc der Oberdessischen Bahnen vom 1. April 1876 an zu. c i «- 26. November Der Oberstaats-Anwalt des frammergerjchts

hat beim Anklage-Senat des Staats-Gerichtshof beantragt, den Grafen Harrv v Arnim als vermeintlichen Verfasier der BroschürePro Nihilo wegen ^andes-VerrathS in Anklagestand zu versetzen; der Anklage-Senat hat hierüber am Mittwoch m geheimer Sitzung beschlossen

-- r> '< 26r ?Zo tmber- »Tribüne f^reibt:Der RkichSkan,I«r Burfl Bi-mar-k h-it sich mehren» Re>chsrazs Abgeordneten dahin ausgesprochen daß er sich noch immer in leidendem Zustande befinde und ihm namentlich da« Stegen ,ehr schwer werde So erMi er, daß er am Montag während der von ihm gehaltenen, eine halbe Stunde «jhreuden Rede in Folge des langen Ltehens große Schmerlen -usgestauden habe und ihm fbrrnlich der Angst- chweiß von der ellni geronnen sei. Fürst Bismarck versichert wlederbolt. daß da« Unvermögen längere Zeit auf einer Stelle zu stehen, ihn auch zu seinem Lcidweien verhindert habe, nach Mailand zu gehen."

Berlin, 27. November. Die Anklage auf Landes-Verrath gegen den Grasen Arnim ist vom Staats Gerichtshof definitiv beschlossen. Die gesetzlich

Miseres Erachte,^ der weitere Nachtdeil, daß um fr den gegebenen Verhältnissen nach der frirchenvcrfaffung die kirchlichen Interessen unserer Stadtgrmeinde Darmstadt auch auf der Dekanatssynode und m dem Dekauatsausschuß nicht zmügend gewahrt werden können. Bei der unleugbar sehr starken Verschieden- ertigkeit der städtischen mit ländlichen Verhältnisse, welche unsere Stadtgemeinde «on den übrigen Gemeinden trennt^ mindestens von 9 derselbeii, und bei der loch nicht ganz unbedeutenden Differenz unserer uniiten Sladtgemeinde, von kkn nicht unirren Landgemeinden, läßt sich mit Zuversicht nicht annehmen, daß lie Vertreter der Letzteren die nöthige Beurtheilungsfähigkeit für alle wichtigen unb großeU Verhältniffe unserer eva.gelisch - unirten Stadtgemeinde haben. Und tben diese Vertreter der Landgemeinden, die zusammen md?t zwei Drittel der julässiae Consiscation deS Vermöge,',R - -

Sfelenpbl unserer Ltadtgemeinde. - zusammen nicht em Drittel der Seelen- * " Röd-lheim 26 November AekannttÄ'^

|atrl des ganzen Dekanat« in sich begreifen, laden auf der Dekauatssynode de« Pfarrers Hmwa'ri der'biesiae ffiotle^t enft* ' n? <lbr,t6tIu"8

«n entscheidendes Stimmenübergewicht 116er die städtischen Vertreter besitzen! Waii» aus eiuttudeten Geisiluben ael,it.e m> b * <lnen aa!°?nlaa 'S D°n &e Verbindung io ungleichartiger Äemeindei, ,u e.neui Dekanate muß noth-'^it ,en köme7 da « ^i. w,r nun au« bester Quelle

biflerme.fe die würdige Erfüllung der schweren Aufgaben der Dekanats- Anwe nhe.t bab^r oor rnfXX ®em m -,,r .......... w

Endlich bezweckt 'der vorliegende Antrag ,m Wesentlichen auch nur die Herrschaft XS S.rchemBn'e^?'^ ^-'rachtder ,n Preußen zur iderherstellung eine« ftüher lange bestandenen und soweit bekannt niemals sich aud> hierauf gefaßt midjeu^ müfi^ ' na* V

Nu' HtBeffupgen war Darmstadt bw zum Zchre Bischofs mi, idesten- s.hr wabricheinlich, daß er eme «nzeig von die en Fum^.

1853 "st ju em m sogenannten Znspeeiora!, spater zu einem Dekanat ver- neu runter Serstl,ch«u jH Rvtelbeim aemaAt k«* r, k r t ««t. Der Erwägung der Landessynode und de- Sirchenregiments möge es bi« jetzt noch auf fX Hindniß aest.ßen * * M

ümim gestellt sein, ob sie die Verbindung von Darmstadt mit der einen (Je- ~ 15 P

Beinbe Bessungen. welche sich in ihren Derbä,tnifien immer mehr in städtischer hat der Dber-Präsident v.n Elsaß,Lotbringen emf ®runb be« S''"brf~®£