Magazin- und einer Dienstwohnung für beii Hoftbeater-Maschfnenmeifter betr.,1 erflattet von dem Lbg. Möllinger. stellt, sich mit brr Vorlage einverstanden erklärend, Samens de- Ausschuste-, folgenden Antrag: Die Sammer wolle beschließen: 1) für den Wiedennisfrau de- Hofifreaters, soweik die Sollen durch die Brandentschät'gu g nicht geteckt sind, einen Betrag von 691,200 Mk. avs Staat-miiteln zu bewilligen, unb 2) ihre Zustimmung dazu zu geben, daß au- dem flcnb zur Ergänzung deo Großh Familienvermögens zu dem gleiche» Zweck 172,800 Mk und zum Bau eines Decoraltons > Magazin- unb einer Dienstwohnung für den Maschinenmeister rin Betrag von 1b0.878 Mk. entnommen werden dürfen.
Hinsichtlich der Vorlage Großh. Gesammt Ministerium-, die Pensionlning der Eivilbeamten resp. die Normilung der Rnhegehalte betr., stellt derselbe Ausschuß durch den Abz. Weicker den Antrag, sich damit einverstanden zu er» kiärrn daß de» Feststellung der Pensionen der in der Zett vom 1 Januar bis 31. Juki 1874 in den Ruhestand getretenen Eivilbeamten, sowie der in Folge ter Organisation-Veränderungen später in den Ruhestand getretenen und demnächst »och tretenden Eivilbeamten nach den Normen de- Gesetze- vom 27. No« ven ber 1874 die für die Zeit vom 1. Januqr 1874 an gewährte Gehaltsaufbesserung um ein LechSthett zu berücksichtigen ist.
Ebenso beantragt der erste Ausschuß Zustimmung zu der 'Vorlage Großh. Ministerium- de- Innern die Errichtung eine- neuen Lehrstuhls für mittelalter' liche Geschichte an der Landes Universität.
Berlin, 22. März Fürst Bismarck tritt, wie bereit- gemeldet, feine Reise nach Lauenburg morgen an. öt kehrt zum Osterfest hierher zurück und begeht dasielbe wie die Feier seines Geburtstage- am 1. April und die de- Geburtstage- seiner Gemahlin am 13. April in Berlin. Am 16. April geht der Fürst nach Darzin und kommt von dort dann erst zu dem Zeitpunkt zurück, an welchem der Kaiser die Reife nach Italien zum Besuche de- Königs Victor Emanuel antritt. Der Fürst wird auf ausdrücklichen Wunsch des Kaiser- denselben auf dieser Reise begleiten. E- ist unangenehm, daß der Minister-Präfi- deut an den Debatten über das Sperrgesetz im Herrenhause tbeilnehmen wird, welche voraussichtlich dort vor seiner Abreise nach Varzm ftattfinden werden.
Berlin, 22 März Bei dem heutigen diplomatischen Diner bei dem Fürsten Bismarck zu Ehren des Geburtstage- de- Kaiser- brachte der englische Botschafter Lord Rusiell den Toast auf den Kaiser au-. Fürst Bismarck brachte ein Hoch auf die Pettreler der Souveräne aus. — Der sächsische Krieg-mini» fier, General v. Fabrice, hat dem Kaiser Namen- des Königs von Sachsen em Gratulauon-sckreiben überreicht.
Berlin, 23. März Der Ehesredacteur der „Kreuz-Ztg.*, v. Viatbu»1 sius Lutom, ist wegen einer in Nr. 291 der „Kreuz.Ztg." von 1874 enthaltenen Beleidigung de- Oberkitchenrath- zu 600 Mk. Geldbuße, event 14 Tagen Gesängniß, verurtheilt worden.
Munster, 22. März. Da- Gerücht von der Verhaftung des Frbrn. v. Wendt, Rcdacteurs des „Wests Merkurs", bestätigt sich nicht. E- ist unbekannt , ob derselbe noch m Münster weilt.
Bockunr, 22. März. Die von der ArnSbetger Regierung verfügte Ausweisung de- dem österreichischen Staat-- Verbände angehörigen Redacteurs der „Wests Volks Ztg.", Blum, ist bis zur Erledigung -mehrerer gegen denselben icdwebenden Anklagen wegen Preß Vergehen verschoben und Blum aus Ehrenwort verpflichtet worden, sich heute Abend zur Jnternirung zu stellen, um den Ausgang der Ptocesie abzuwarten.
Stuttgart, 22. März. Der König empfing beute den neugewäblten Präsidenten der Abgeordneten Kammer. Hölder. in Audienz. — Zu Ehren des Gcburtstages des Kaiser- sind hier sämmtlibe königliche Staat-- und Gemeinde- Gebäude . sowie zahlreiche Privathäuser, reich beflaggt. Fast in allen Städten des Lande- finden größere Feierlichkeiten statt.
Stuttgart, 23. März. Die Stäudeversammlung wurde durch königliches Rescnpt aus Dienstag den 27. April vertagt.
Srfmiri.)
Vern, 22. März. Die Ratßca'.vn des Velt - Postvertrags Seitens Italwns ch einem officiellen Telegramm zufolge freute erfolgt
/rmikrriib.
Vari», 21 März Man scheibt aus Toulouse: .Der SteAe d.r Arbeiterinnen in der T'bak Manufactur. tm ma- beinahe als beendet betrachtet hatte, hat zugenommen. 1200 Eigarrenmachennnen haben sich geweigert, wieder an die Arbeit zu gehen. Es haben mehrere Aufläufe stattg.funde.' Die Polizei und die Gensd armen mußten ei' schreiten und etwa zwanzig Wu- ber sind verhaftet werben.*
Vari», 21 März Der „Rappel* unb der .Uniner-" zeigen sich de sonders unterrichtet in Bezug auf die Stimmung des dentichen Bcfchafte,-. .Die Reise d.s Fürsten Hodenlohe nach Berlin*, schreibt ter „Rappel*, kann mir tiplvmatiich. Reise betrachtet werden. Man sagt darüber Folg , d<- Wäre der deutsche Botschafter in Paris geblieben, so hätte er. der £ »bitten sttmäß. am 22. d em Galadiner geben müsien, um da- 78. G-burt-fest des Äaifer« Wilhelm zu feiern. So hat i.och am letzten Sonntag bei einer äbn liebtii Gelegenheit der Ritter Nigra verfahren. Der Fürst Hodenlode, welcher diesem Feste beiwohnte, hat sich durch eigene Anschauung überzeugen können, daß dasielbe einen großen Eharakter von Herzlichkeit trug. Ob dies wohl ebenso gewesen wäre, wenn die Gäste sich an der Tafel des deutschen Botschafter- besunden hätten - Nachdem er in dieser Hinsicht eine Ahnung von der Stimmung der officiellen Welt bekommen, hat der Fürst Hobenlode es voran Zogen das Experiment nicht anzustellen, und deshalb ,ft Zt Ercellenz gestern "ach Berlin gereist, begleitet vom Major v Bülow, dem ersten Militär-Attache« in Pans und Adjutanten de- Kaisers .* Das „Umvers* bemerkt dazu: Ter Rappel ist vielleicht wobl informirt.* Wäre die Geschichte einer ernsthaften Widerlegung würdig, so würde es genügen, darauf zu oenveifm. daß er aUo nicht erst durch Gedanken, welche das Rigra'sche Dmer vom vorigen Sonntag wachgerufen. veranlaßt worden fein kann.
Vari», 22 März. Jn seiner neuen Proclamation vom 11. d. Mts. führte Eabrera im Wesentlichen Folgende- aus: Er rechtfertigt sein Verhalten und sagt: Don Earlos habe es abgelebnt. sich auf friedlichem Wege die Ach. tnng de- Lande- zu erwerben und demselben seine Gedanken darzulegen Tu Krone sei aber heute auf dem Haupte eines Fürsten, dem als der kostbarste seiner 4.itrl der eine- Katholiken gelte. Die Spanier würden gewiß eine schwere Verantwortlichkeit auf sich laden, wenn sie nicht an den Stufen dieses Tbrones Alle-, was sie drückt, mederlegen und ihre Zwistigkeiten vergessen wollten.
Gerücht ist stark verbreitet, die Regierung werde während ber parlamentarisch.n F"ien bie Wahlen in den Departements Lot u >d Eher nicht vornehmen lasten. Es wird aber dinzuzefügt, daß die Fr^ge betreffs des Datum- der Auflösung bis zur Rückkehr der Versammlung einen großen Schritt vorwärts machen werde. Der Gedanke, daß die neue Verfasiung sich mit dem Fortbestand der jetzigen Kammer für eine oder zwei Sessionen vereinigen laste, fand nie Anklang bei der Regierung Da- Regrerungs-Programm ist nicht unbestimmt und schwankend; dieses Programm und seine ernstliche Anwendung sink der Natur der Dinge entsprechend, unb die Erfahrung wird beweisen, daß die Erkläru. g vom 12. d. allen Intereffen entspricht.*
□lüften.
Beliebig, 22. Mär,. Hnil, irurtc unter fliofcrn gfirrlidttcitcn da« i_tnfm.il für Tantel» Manin enthüllt. Bn btr GutbüHung würben begeisterte ikeben gehalten unb btm Verfertiger ber Statue, Borre, brr lebhafteste Btt- faU gespendet. Tie ganze Stabt ist beflagat, ble Äefchjfte ftnb .teftblofien.
üesterreich.
Wien, 21. März. Das „Tagbl." meldet: Die Gedemirätbe Fürst Sapieha. Fürst Iablonowski, Oiskra und ber Kämmerer Graf Borkowski er- hiellen ein Schreiben de- Oberdofmeifter Amtes, welche- ihnen das Mißfallen des Saisers über ihre Tdätigkeit alS Verwaltungsräthe der Lemberg Ezernowipcr Eisenbahn zu erfennen gibt und zugleich eröffnet, daß ihnen der Zutritt bei Hofe fortan versagt sei.
BZien, 23. März. Dem .Telegr. Eorrcsp Bureau- wird auS Konstantinopel gemeldet: Der hier vielfach besprochene Zwischenfall zwischen dem Oroßvezirr und dem österreichisch unaarischen Botschafter Grafen Zichv, wird jetzt in diplomatischen Kreijen als beglichen betrachtet. Seit der letzte» Audienz '^ichy's beim Sultan bei welcher Ersterer volle Genugtduung erhielt, fand auch zwischen dem Großvezier und Zichv eine persönliche Auseinandersetzung statt in welcher Beide zu einer principiellen Verständigung gelangten. Die Verhandlungen über die Eisenbahnfrage selbst nehmen ihren Fortgang.
Wien, 23 März Im Finanzministerium findet heute eine Sitzung wegen des Albrechtsbahn Arrangement- statt. Das Projekt geht dah.n, mit Rücksicht auf die von der Regierung zu bewilligenden Begünstigungen Seconde- Prioritäten zu emittiren, die Erlanger zu lombarhrcn versprach. Erlanger hat beute die fälligen Wechsel der Albrechtsbahn im Betrage von 180,000 fl.
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lknglanv.
London, 2t März. Die Rafrl der st ' - Grubenarbeiter hat sich
seit aestern um 2000 vermehrt, da die Arbeiter der Anthracitgruben in Pern- brokesdire wegen einer Herabsetzung der Löhne um 10 pEt die Arbeit emstell- ten. Ein Wiederaufleben des Eisenhandel- ohne beträchtliche Verminderung der gegenwärtigen Löhne ist ein Ding der Unmöglichkeit, wie sich von Tag zu Tag bester zeigt. So^ offerirte z. B. eine Firma in Wales die Lieferung von 20,000 Tonnen Schienen zu einem Preise, der ihr nicht einen Shilling Gewinn gelasten hätte. Unb doch erhielt ein belgisches Hau- den Auftrag, da dieses durch die niedrigem Löhne In den Stand gesetzt war, die Tonne um 20 Sdillinge wohlfeiler zu liefern.
London, 21. März. Der Prinz v. Dales reist moraen zu einem kurzen Aufentdalie nach Paris ab. Die Abreise nach Indien erfolgt voraussichtlich im November
im Hvdepark eine Mastenversammlung statt; über 20,000
— Heute fand Irländer verla> gten
'Z Artesen, 2t Kört D,r »oÜen nnt-e fcHriebee b<n te beulten 3iin»rteibeti< anfeieiften r«4 Hcrin ® <t nb ett € eli««T noch brcntnl »wfetnfl«* «e wa*er.
retwlbe bat eor innet H-eebertaaf» ■fbrneeale tn gtaeNwn fiel »röche» anc rrtrt re* kort aue beienl emrfoblai.
die Freig,be der Feniergefangenen. Zum Andeicken an Mitchel entblößten d«e Periammelten ihre Häiipter.
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