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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen

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Gieße n, am 19. Mai 1875

Betreffen d : Einsendung der Stundenpläne.

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Heute wurde die Ernennung Chlumecky's zum Han- und Graf Hieronymus Mannsfeld zum Ackerbau-

reanirirt werden mußte. An brci verschiedenen Stellen sollte Lohn ausgezahlt

werden. Es entstand allgemeines Gemurmel und Einzelne traten mit erhöhten Wien, 20. Mai. Lobnfordernngen an die Schachtmeister heran. Die drei in Wilmersdorf, Ruh-dels - Minister vollzogen leben und Zehlendorf stationirten Gensd'armen wären, wenn der Skandal Minister ernannt.

beim Auszahlen des Lohnes zum Ausbruch gekommen wäre, der Uebermacht

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waren, das Zablungsgcschäft ebne Störung vorzunehmen. Die Aufregung war jedoch so groß, daß die Beamten erst um Mitternacht die Arbeitsstätten ver- glasten konnten.

Berlin, 19. Mai. DieNordd. Allg Ztg." weist in einem Leitartikel ans die außerordentliche Entwickelung und Ausbreitung des katholischen Ordens- und Pereins-Wesens hin und sagt: Für eine wachsame und entschloffene -tegierung erscheine es unumgänglich geboten, in diese Organisation einzugrei- seii, welche, abgesehen von den speciellen Zwecken der einzelnen Genossenschaften, zin der Hand ihrer Leiter nur Werkzeuge seien. Eine andere Frage sei, ob das

Schweiz.

Mehrere Luzerner Großraths-Mitglieder verweigcr

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Die Grvßherzogliche Kriis-Schiil-Commission Gießen

an die Schulvorstände deö Kreises.

Nach § 8 der Jnstructirni für die Schulvorstände vom 21. September 1874 sind die Stundenpläne für das neue Schuljahr zur Genehmigung unS einzusenden

Frankreich.

Paris, 18. Mai. Marschall Mac Mahon hat heute Versailles bezo­gen und dort um 121/2 Uhr Ministerrath gehalten.Bien Public" behauptet, Dusaure werde an die Bischöfe ein Rundschreiben richten, um ihnen und ihrer Geistlichkeit die äußerste Vorsicht anzurathen.

Bei Besprechung der Rede, welche Jules Herry, der Führer der republikanischen Linken, am Sonntage gehalten hat, läßt das orleanistijche Journal de Paris" folgende Drohung laut werden:Die Republikaner

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riebt gewachsen gewesen; es wurde deshalb Unterstützung requirirt. In der

Mittagsstunde traf von hier der Oberwachtmeister Brosky mit sechs berittenen Bern, 19. Mai.

Gmsd'armen auf den Zablstätten ein, und gelang es, nachdem zwei der« ten bei der Eidesleistung den Eid auf Schutz und Erhaltung der römisch-katho- belsfübrer verhaftet und in das Amtsgefängniß zu Zehlendorf gebracht worden lischen Religion.

|neue Klostergesetz mit Rücksicht auf die Organisation des geistlichen Genostcn- ischaftswesenS, wenn es aus Preußen beschränkt bleibe, die" Wirkung haben werde, welche man in dem Kampfe um die staatlichen Hoheitsrechle davon erwarte.

Berlin, 19. Mai. Wie dieKreuz-Ztg." hört, wird Graf Harry Arnibi zu den Verhandlungen des KammergcrichtS nicht persönlich erscheinen; dies entspricht einem ausdrücklichen Wunsche der Vertheidigung, welche diesmal die Rechtsanwälte Munckel und Dockhorn allein führen werden.

lieber den Transport Duniu's, des in Krakau verhafteten angeblichen Verschwörers gegen das Leben des Fürsten Bismarck, nach Berlin, wird ans Breslan mitgetheilt: Der hiesige Polizei-Präsident, Freiherr v. Uslar-Gleichen, erhielt am Sonntag (ersten Pfingstfeieitag), Abends 7 Uhr. eine telegraphische Depesche aus Krakau des Inhalts, daß Dunin, daS vielgenannte Haupt eines Complots zur Ermordung des Fürsten Bismarck und des Cultus. Ministers l>r. Falk, mit dem Personenzuge der oberschlesischen Bahn um 9 Uhr hier ein- treffen würde Der Herr Polizei-Präsident verfügt sich zur genannten Stunde in Begleitung des Polizei-Jnspectors Eitelt auf dem Bahnhof, auf welchem nach Entfernung der angekommenen Reisenden dem erwähnten Gefangenen, der sich in einem geschloffenen Wagen befand, Speisen verabreicht wurden. Eine Anzahl bewaffneter Gensd'armen bildete die Bewachung des Gefangenen, der mit dem 10-Uhr-Zuge in demselben geschloffenen Wagen weiter nach Berlin befördert wurde.

Berlin, 20. Mai. Provinzial-Blättern wird von hier telegraphisch gemeldet, daß der Abschluß der Verträge wegen Abtretung der preußischen i Bank an das Reich erfolgt sei. Der Kaufpreis für die Gebäude betrage ' 22 Mill. Mark. Der Bundesrath hat dem vom Ausschüsse vorgeschlagenen i Reichsbank-Statut zugestimmt.

Berlin, 20. Mai. Prinz Wilhelm von Württemberg, Oberst-Lieute- - nant und Kommandeur deS Garde - Husaren - Regiments, hat den nachgesuchten - Abschied unter Beförderung zum Obersten und Versetzung zu den Officieren a la suite der Armee erhalten. Der Prinz begibt sich am Sonnabend nach

Jung, Lehrer. tefehh l>i:

veutschlaiU).

Darmstadt, 20. Mai. Die zweite Kammer der Stände berieth in ihrer heutigen (91.) Sitzung die Recommunication der ersten Kammer betreffs bks Entwurfs eines Berggesetzes und stimmte bezüglich der beiden Punkte, in w lchen noch Differenzen bestanden, den Beschlüffen der ersten Kammer zu, be lubte indessen eine andere Fassung der betr. Artikel. Der Präsident Gorz gab hierauf eine Uebersicht über die Geschäftstbätigk.it des Landtags und schloß die Sitzung mit einem dreimaligen Hoch auf Se. König!. Hoheit den Großherzog.

Berlin, 19 Mai. Der König von Sachsen, welcher gestern hier em- gttroffen, wurde vom Kaiser am Bahnhof empfangen, begab sich beute Morgen n it Letzterem nach Potsdam, um hm Brigade - Exerciren beizuwohnen und kehrte um 11 Ubr bierber zurück Heute Nachmittag findet ein Gala'Tiner von 70 Eonveris statt, zu welchem die königlichen Prinzen, die Minister, der Feldmarsckall Manteuffel, der sächsische Gesandle, der sächsische Militärbevoll- inächtigte und die zu Truppenübungen hier anwesenden sächsischen Osficiere ge­laden sind.

Die seit mehreren Jahren zur Frohnleichnamsfeier von der katholi­schen Geistlichkeit angeordnete Procession von Moabit nach Spandau wird, als nicht auf Herkommen beruhend, dieses Jahr polizeilich nicht geduldet werden.

Berlin, 19. Mai. Die Behauptung derSchles. Ztg.", daß der Fürstbischof von Breslau der geheime päpstliche Delegat der Provinz Posen sei, wird durch verschiedene Mittheilungen der kleinen schlesischen Provinzial- blätter bestätigt- Eines derselben, dieNeue Gebirgszeilung", welche in Glatz erscheint, schreibt darüber u. A.;So wäre das Geheimniß über den lange gesuchten geheimen Delegaten gelöst, und wir sind geneigt, das für richtig zu halfen. Wir wissen nämlich positiv, daß schon im Januar dieses Jahres der Ober-Staatsanwaltschaft zu Breslan die Meldnng zugegangen ist, daß sie den ge- beimen Delegaten entdecken werde, wenn sie den Geheimsecretär des Fürst­bischofs von Breslau. Herrn v. Braunschweig, mit einer Haussuchung über raschle. Da indeß jeder weitere Anhalt fehlte, so wagte man diesen Schritt Stuttgart, nicht. Die Zuschrift an dieSckles. Ztg.- scheint uns der Beweis, daß man; Berlin, 20. Mai.. DaS Herrenhaus genehmigte in erster Berathung schon im Janiiar hätte finden können, was man so eifrig suchte. Hiermit stehl den Gesetzentwurf, betr. die Aufhebung der Verfaffungs-Artikel 15, 16 u. 18. denn auch die soeben erfolgte Eiillaffnug einer großen Anzahl verhaftetir Geist- Ein Antrag Senfft - Pilsach's auf Verweisung an eine Commission wurde in lieber in Posen, unter denen sich der bekannte Pater Kozmian befindet, in Zu- namentlicher Abstimmung mit 64 gegen 16 Stimmen abgelehnt. Daß Stadt- iammenhaug. Man hatte diese bekanntlich verhaftet, weil man vermuthete. gerichf bat dem Accorde der Vereinsbank Ouistorp die gerichtliche Bestätigung bieselben hätten nach einer oder der anderen Beziehung Hin Kenntniß über die versagt.

Person deS geheimen Delegaten." München, 20. Mai. In Geschäftskreisen wird versichert, daß die

Tie Exceffe der polnischen Arbeiterbevölkerung beim Bau der Wetz- Staatsregierung in nächster Zeit zu Eisenbahn-Bauten ein 4procentiges Eisen- Lirer Bahn im Grünewald bei Berlin nahmen nach der Tribüne" am Sam- bahn Anlehen bl- zum Betrage von 30 Mill. Mark cmitHren werde, stag eine solche Gestalt an, daß schon am Vormittag von hier polizeiliche Hülfe

Sie wollen dieselben gemäß der Verordnung vom 2. December 1874. die Eintheilung der Volksschulen in Klaffen und Abtheilungen und den Lehr- plm für die Volksschulen betreffend, nach den vorgeschriebenen gormularien von den Lehrern anfstellen lasten.

Bezüglich nothwendiger Abänderungen in den Stundenplänen verweisen wir auf unser Amtsblatt vom 23. März d. I., betreffend die Ausführung der Verordnung vom 2. Debember 1874, die Einteilung der Volksschulen in Klassen ic. Nachdem Sie die Stundenpläne geprüft und genehmigt, wollen Sie düselben nebst den nöthigen Erläuterungen baldigst an uns einsenden.

v. Röder.