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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.
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Donnerstag den 21. October
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und" trat dort in den Garten ein. Tas Gebäude selbst wurde bis auf wenige Utensilienstücke völlig leer und verlassen vorgefunden. Tastelbe ward nunmebr für den Fiscus occupirt und nach Hmeinleguug einer Schutzmannswache von Neuem verschlosten Der Herr Erzbischof hatte von heute Morgen früh blS Mittag, umgeben von einer ansehnlichen Schaar seiner Geistlichen, der gewalt. famcn'Exmission mit Ungeduld entgeqengesehcn, dann aber, in semen Erwartungen getäuscht, eine Dienstreise angetreten. (Köln. Ztg.)
München, 18. Oktober. In Abgeordnetenkreise» verlautet, daß die Kammer wahrscheinlich bereits Mittwoch vertagt wird.
München, 19. Cctcber. Abgeordnetenkammer. Vor dem Eintritt in die Tagesordnung ergreift der Justizminister das Wort, um gegen die von einem Theil der Presse erfahrene Auslegung seiner Worte am Schluß der Sitzung vom 14. Oktober Verwahrung einzulegen. Der Minister erklärt, datz diese Deutung im grellen Widerspruche jnit seiner innersten politischen Ueber- zeugung wie mit dem ganzen Inhalt besten stehe, was er damals gesagt habe. Er habe sagen wollen, daß das Eentrum einmal die Vertretung der föderati- rcn Jntercsten an sich geristen habe und durch die jetzige Verquickung der kirchlichen Bestrebungen mit den politischen, sowie durch die Theilnahme und den Einfluß von Fractivns-Genosten, welche der jetztgen deutschen staatlichen Rechts- Ordnung feindlich gegenüberstehen, diese Interessen empsindlich schädige und zugleich nickt nur den übrigen Fractionen, sondern auch den meistbetheiligten Regierungen die Vertretung föderativer Jnteresten wesentlich erschwere.
München, 19. Oktober. Abgeordnetenkammer. Der Gesetz-Entwurf, : betr. die Bestimmung von Geldstrafen und die Festsetzung einiger Geldsätze in • Reichswährung wird ohne Widerspruch einstimmig (mit 140 stimmen) ange- ■ nommen. Die nächste Sitzung kann, da gegenwärtig kein Berathunzs-Material
.----------------------------------- Gießen, am 17. Oktober 1875.
Betreffend: Lehrmittel f r die Volksschule. z^, , < n* zti ' C.
Die Großhcrzoglichc Kreis-Schnl-Commlssion Gießen
an die Scbulvorstände des Kreises. , v m k
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dem Communal-Schulen mit zu entscheiden Haden.
siegten in zwei Bezirken die Anbänger der Cornmunal Lchuleu Laud.daten bi.tdiiet.ten , währen» tie ultromontane Parte, in zwei »er Aiistnti wo 19 Delegiere zu wählen waren, ba» leriain behauptete, ^.e L[aC de- heutigen Wablergebu.sfes ist d'e »einuächstige Einführung der Com- viunal-Schule mit etwa 20 Stimmen Mehrheit. ’
Mainz, 18. Oktober. Der „Germania" wird aus Rom geschrleben^. Soeben erfahre ich aus dem Vatikan, daß Le. Heiligkeit P»rpst Puls IX. den bekannten Volttredner und Präsidenten des Mainzer katholischen CasuioLHerrn Buchdruckkiei-Besitzer Joh. Falk HL, zu Mamz, »' nerkennung seiner Ver- . dienste für die katholische Lache in Deutschland zum Ritler des - G g Ordens" ernannt hat. (Der Mann kann iich freuen.) * » <
Berlin, 19. Oktober. Der Redakteur der „Germania Gustav -aube^ ist beule früh verhaftet worden. Der Grund der Verhaftung ist wahrscheinlich die früher erfolgte Verurteilung zu 5 Monaten Gefängniß.
Äöln 13. Oktober. Als ein wahres Cabineissluck jesuitischer Aufwie aelungekunst darf folgende Mittheilung ter „Köln. Volks-Ztg." bezeichnet werden : ' Mw wir hören, sindet morgen in aller Frühe die pol^ftliche Exmissi unseres bochwürdiaen Herrn Erzbiichoses aus der von demselben bisher innege- babten Wohnung "statt. Gewiß ist die Erwartung berechtigt, datz die katholi schen Bewohner ^Kölns auch bei dieser Gelegenheit dieselbe Würdige valiung beobachten werden wie bei früheren Anlässen ähnlicher Art. Denn die Ex Mission wirklich aus eine sebr frühe Stunde angesetzt war, so geschah d es selbstverständlich in der Absicht, einen größeren Polksauflanf und etwaige Un ruhen lu verhüten Derartige verständige Vorsicht ist aber wenig nach dem
der ultramoutaucn Agitation, für weite tu der Mastm t-
ein Bedütfmß ist. S° bee.lt sich denn da- ckr.cale ->en Z-.t ...M der
Exmission ja rechtzeitig zur allgemeinen stenntntß zu bringen. Ist b"a^e"^ einmal versammelt, so findet sich das Uebrige on se Volks-Hta."
Lcandal allpl große Dimensionen annehmen, so hat za die „fto ■ -
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JJ o (i t i f dj f r Theil.
nur Bewahrung einer „würdigen Haltung" dringend ermahnt und damit ihre Deutschland Leele salvirt.
_ , , , , K 37 .T^ua.rten1 — Gestern Nachmittag 3 Uhr erschien in Begleitung einiger Exekutiv-
Darmstadt, 18. Oktober. Heute fmid die -^bl l;,nsükrunr.beamten vor dem erzbischöflichen Palais in der Gereonftraße der commisiarlsche
emeinde statt, welche demnächst ei e 6 g icht Voliieidirector Reaierungsrath v. Zijcher-Treuenfeld und begehrte Einlaß, indem
„.lvn nut ni entscheiden haben. 9iad> KÜff £XS !« »«SfÄ Hauses inzwischni abgelaufen. Nach
' Benrken veraeblichcm Schellen begab man sich nach der Elnganqepforte am Klingelpu-
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Sammtl'ch- auf«^neb'"e",5“’e* X® ^nbm ffle»irt8 B«dn und btr Stabt Fricbd-rq entiprechcnbe Beiträge ,ur Disposition gestellt sind. Dl- l^amiirung ersolgi prämien zugebiU.gt, zu welchem Behuf,oor> b-m Panbw. Bezirts.Ber finb, ober nicht. Fofel, welche für die (Stnuinben Dienste thun, unb solche, die um 9 Uhr
ohne «nsedung, ob die Ld.ere n>> ^^"^^rdebemerbung °usg-schl°ss-n Den Besitzern tauglich besundener, aber nich. prämiirter unb nicht oertaufter Fasel wirb auf
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— ' Gießen, am 19. Oktober 1875.
Rrtreffenb- Die Einfübrunq de4 TurnunterriLtS in den Volksschulen d-S Kreisetz ließen, hier des ConferenzbeziikeS Grünberg. ,™ /p.» r
Die Großherzvgliche Kicis-Schlil-Cviitnttffwli Gießen
an die betreffenden Schulvorstände.
Der bereits angez.igt, Turncursus für bie Bolksschullehrer •" b-m 6onfertn,b?lrt «ründ.r, wirb oon b-m Srobherzogl.chen Turninspertor v-rrn Marx am 40-, । UHU OxJ» vUUvil m v» uiiuiiy
ofytbaUen werbe.»Bejlnn: ^Morg-ns^ Ubr^ t6(iljutKf)mm davon unter hem «nsägen in Kenntnis, letzen, baß die Schulen an diesen 3 Tagen aus-
v. Röder.
Bet ressend- Die Einführung de» Turnunterrichts in den Volksschulen deS fimff5 Götzen. Oieften, am 19. Oktober 1875.
D«S Großherzvgliche Kreisamt Gießen
an die Mroschenoalicben Büraermeistereien. ,
9tad>ben. das turnen gesetzlich in den Volksschulen al» Um-rrichtsgegenstand eingesühr. worden ist, ist in feder Gemeinde em hierfür geeigneter Platz der Schule
*" letzteres bis jetzt noch nicht geschehen sein sollte, haben Sie, nach vorausgegangmem Benehmen mit dem Gemeinderath alSbald hierfür Sorge ,u tragen.
v. Röder. _____________________________


