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^»ntags.
Hwfcttton «4 « r. 11 < t fc t r , 8it B. Nr. 1.
Mnzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.
192. Frcinig den 20. Auqust ih?5.
w»x» anuMaraK im^we" ~twt in i ■mm -mm■ ■ ■ ■ tmmimb—m« j wiiw ■ ub■■—mji——i—jiumu——— Amtlicher Theil.
Bekannt in a ch u n g.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die neue Territorial-Organisation der Forste und Oberförstcrcien wie solche in Nr. 20 des Regierungsblattes von 1875 bekannt gemacht worden ist, vom 15. d. M- an in Wirksamkeit getreten ist.
Gießen, den 17. August 1875. GroßherzoglichcS Kreisarnt Gießen.
v. Röder.
Betreffend: Die Voranschläge der Gemeinden im Kreise Gießen für 1876. ©üfjen, am 17. August
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen
an die Großher ^oalichen Büraermeistereien-
Indem wir unter Hinweis auf die Instruction vom 20. October 1874 und die sonst influirenden Vorschriften die Stellung der rubricirten Votausäläge in Erinnerung bringen, machen wir insbesondere auch darauf aufmerksam, daß diesmal- das Vermögensverzeichniß zergliedert aufzustellen ist und die eingetretenen Veränderungen in dem Erläuterungsheft einzeln nachgewiese/l und begründet werden müssen.
Wir empfehlen Ihnen genaue Beachtung der vorliegenden Vestlmmungen, insbesondere auch wegen Einladung und Zuziehung der Forensenvertreter gegen welch' Letztere zu den vorjährigen Voranschlägen häufige Verstöße vorkamen, welche diesmal zu vermeiden sind.
Als Einsendungstermin bestimmen wir den 30. September d- I., in der Erwartung, daß Sie diesen genau einhalten werden.
v. Röder.
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Schützenzusammenkunft gewesen, und erfreulicher Weise kann auch vom nationale« Standpunkt aus die Antwort nur eine freudig befriedigte sein. Jeder > kennt die großdentsche Vorgeschichte der früheren Schützenfeste, jene sonderbare ! Mischung von Oesterreicher- und Schweizerthum, welche vor der Neugestaltung i.dee Reichs nicht ohne Gefährlichkeit war und die absprechenden Urthcile zum - The,! verschuldete, welche noch jüngst so tactlos von einigen Berliner Stimmen : in die Welt geschleudert worden. Der Verlauf des Stuttgarter Festes hat ge- ‘ zeigt daß die anerkennenden Aeußerungen der wirklich officiellen Berliner Presse auf Gerechtigkeit und Sachkenntniß beruhten. Tos Fest ist ein deutsches, rcichsfrcundlichcs im besten Sinne deS Wortes gewesen, und dcn österrelch,scheu' und schweizerischen Gästen gebührt ein guter Thetl des Tankes dafür, daß kein Mißton die Frendentage gestört hat. Obgleich die örtliche Leitung in Stuttgart den ehemals großdeutschen Elementen in Folge jener früheren Beziehungen in die Hände gekommen war, konnte doch der leibhaftige Vertreter der deutsch- nationalen Politik in Württemberg, der Präsident der Abgeordnetenkammer, Hölder, dcn eigentlich politischen Toast der ganzen Festvereinigung unter allgemeinem Beifall halten. WaS er mit Recht betonte, die natürliche Aufgabe solcher Feste, die keinen Sinn hätten, wenn ihnen neben dem Wettbewerb in lcchnischer Vervollkommnung nicht anch der nationale Gedanke zur Grundlage diente, ist, demjenigen, was uns mit den deutschredenden Eidgenossen und den Teutschösterreiwern über die politische Trennung hinaus verbindet, zum lebendigen und sich stets kräftigenden Ausdruck zu dienen. Die Zeit der Schmer- zenslinderer ä la Wildauer ist rängst voriger, aber das gute nachbarliche Einvernehmen aller Lande, in denen die deutsche Zunge klingt, zu pflegen, sind solche olvmpiscke Spiele ganz besonders geeignet, und dem Stuttgarter Feste gebübrt die Anerkennung, daß nach allgemeinem Unheil dieser Zweck dort ganz vorzüglich erreicht worden ist.
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, — Wir haben bereits gemeldet, daß in Ausführung eines Bundesraths-
Schlusses auf den deutschen Münzstätten die Ausprägung von Fünfzig-Pfennig, lüden begonnen hat. Diese Arbeit ist so weit gediehen, daß bereits die Jn- -'****' Hurssetzuug der neuen Münzen bevorsteht, deren Prägung sehr gelungen jein werden dem Mangel an kleinern Geld gewiß erheblich abhelfen.
n Berlin, 18. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht eine
Deutschland.
Berlin, 17. August. Der Kaiser hat dem Bildhauer v. Bandel den Ikonen Orden dritter El affe verliehen.
Berlin, 17. August. Zum Ausstand in der Herzegowina berichten die neuesten Wiener Blätter unter dem 14. Augnst: Vorgestern und gestern soll, wie die „Polit. Eorresp." in Erfahrung gebracht, bet Jasen heftig gekämpft worden sein, lieber den Ausgang des Gefechts ist nichts bekannt. — Der .Agramer Zeitung" wird aus Ragusa gemeldet, daß am 11. d. Mts. die Besatzung von Trebinje einen Versuch gemacht habe, das etwa anderthalb Stun« den von diesem Ort entfernte Kloster Duze zurückzuerobern, daß aber dieses ! Unternehmen mißglückte, wenn auch der Verlust der Türken ein geringerer gewesen, als der der Aufrührer. — lieber die Bewegung in den Engpässen ober halb Novibazar erfährt man nichts Weiteres; hingegen hören wir ans guter CueÜe, daß Serbien eine Truppenaufstellung vorbereite. Es soll die Morawa- liiue von Karonovac bis Alexinac besetzt werden, und die Reserven dieser Pesition ihre Aufstellung bei Kragujevac finden. Ein Blick auf die Karte zeigt, daß diese Aufstellung weit eher als der Ausdruck des Mißtrauen- in die Fortdauer der guten Beziehungen mit der Türkei, wie als eine Vorkehrung gegen die Thcilnatmie der Serben an der Jnsurrection angesehen werden muß.
Berlin, 17. August. Nach hierher gelaugten Berichten schreiten die Irbeiten auf dcn mächtigen Ausstellungs-Gebäuden zu Philadelphia sehr schnell vorwärts. Dieselben kommen biS Anfangs December unter Dach, so daß am
München, 17. August. Eine in hiesigen Blattern auftretende Nachricht, als wenn das Civilstandsgesctz nicht mit Beginn des neuen Jahres in Bauern emgeführt werden könne, beruht auf einem schwer verständlichen Jrr- tbum. Zur Einführung am 1. Januar braucht es keines bayerischen Einführungsgesetzes, sondern von jenem Tage an gilt das Gesetz in Bayern aus eigener Kraft. Soll jene Meldung besagen, daß man biS dahm mit den Vorarbeiten nicht fertig werden würde, was übrigens durchaus nicht der Fall ist so würde nur die Reichkgesetzgebung in der Lage sein, durch ein neues Gesetz den Einführungstermin für Bayern zu verlängern. Wir möchten bezweifeln, daß sich dazu der Reichstag verstehen würde; aber, wie gesagt, es wird gar . - - - nicht daran gedacht, sich von der Reichsgesetzgebung ein solches Privilegium zu
im Reichskanzler«Amt die Beschlußfassung für die Raumvertheilung der erbitten, und in den mit der Durchführung des Gesetzes amtlich betrauten Kreischen Abtheilung jener Welt-Ausstellung beginnen. fen wird Alles vorbereitet, um pflichtgemäß mit dem 1. Januar die neue
tandesbuchführung m's Leben zu rufen.
1. Januar bereits mit der inneren decorativen Ausstattung begonnen werden : tarn. Die Verschiffung der deutschen Ausstellungs-Gegenstände soll am 15. De- Wdchen.w ceuber beginnen und am 1. Februar vollendet fein, so daß neeb hinreichend *“•’!, Im bleibt, die Dinge zu ordnen. Die Welt-Ausstellung wird bekanntlich am
Wien, 17. August. Die „Wiener Abendpost" sagt: Das Journal „Tic Tagespresse" bringt in seiner Sonntags-Nummer Angaben über die vermeintliche Haltung, welche der deutsche Botschafter, General Schweinitz, bei den^ jüngst hier lm^auswärtigen Amte stattgefundenen Conferenzen der Vertreter Auftro-Ungarns, Teutschlands und Rußlands eingenommen haben soll. Wir sind ermächtigt, zu erklären, daß diese Angaben mit der Wahrheit nicht übereinstimmen.
..... . Wien, 17. August Die „Polit. Eorresp." erfährt aus Belgrad, daß
iiRgtn und Wimpel der schwäbischen Königsstadt sind eingezogen worden, um Fürst Milan beabsichtige, Ristic mit der Neubildung des Cabinets zu betrauen. Vis zum Sedantage von ihren Sttapazen m der Höhe auszuruhen. Da wirft Letzterer sei zur Zeit nicht in Belgrad anwesend, aber bereits telegraphisch da- - tfä naturgemäß die Frage auf, was ist der Gesammterfolg dieser großen hin berufen.
^iTohcv yrau' pe Beschickung von Seiten der deutschen Industrie wird die anfänglich so be- ischeidenen Erwartungen in überraschender Weise übertreffen. Auch nach erfolg« :tt Sichtung des angemeldeteii Materials verbleibt noch ein sehr achtbares etin^ lLontuigeiit von Ausstellern. Zn dem darüber bereits Gemeldeten sei heute hin- daß unter Anderem Krupp aus Essen ein ganzem eigenes Schiff mirI $ $2 tagt die^ leben eigenen Auöstellungs-Gegenständeii beftachten wird. Es soll hierzu auch ar sog. Tausendpfünder gehören; ein Geschütz, welches 40 Fuß Länge hat und ft T r. englische Tons, d. h. 55,000 Kp schwer ist. Jii den nächsten Tagen soll
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chnstliche Danksagung des Reichskanzlers aus Varzin vom 17. d. Mts. an IQt, die anläßlich der Einweihung des Hermanns-Denkmals freundliche Grüße .... ^..öl.
. ApxB D zugehen ließen, mit dem Ausdruck des Bedauerns, daß er dem Feste nicht ^lustro-Ungarns beiwohnen können. —u‘;*‘
Aus Süddeutschland, 16. August. Die letzten Schüsse und Toaste M 8^ Stuttgarter Schützenfestes sind verhallt, die lustig un Winde wehenden und Wmwel der schwäbischen Köniasstadt sind einaewaen worden, um
bkibt, die Dinge zu ordnen.
-—tü. Mai 1876 eröffnet. Tie deutsche Ausstellungs-Commission hat sich die m A Nähert in' 'Vicn gesammelten, zum Tbeil ja thcucr genug bezahlten Erfahrungen zu Nutze ____,—' ;tniad)t und hofft, alle dort heroorgetretenen llcbclstände vermeiden zu können.


