Gicßmtr Aiycigcr
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen
SM5
grillig öcn 18. 3111H
äo. 1:1*
Lchste Psarrc°nfcr«n, Mittwoch ben 23. Juni, Morgens 10 Uhr nicht auf dem Schiffenberg, sondern in
Strack, Dekan.
politischer Theil.
veulfchlaitv.
Darin,ladt 15 Juni «m nächsten Sonntag den 20. d. Mts. wird mit unseren Ärundsätzen, deren VerlLugnung man uns so tauge nachsagtc, ffaitfintcn. welchem Dulcin Vernehmen nach waffnen wir NU» MU .unirrer eigenen Souverametät. Di.e srunzösffche„Sou.
Brüssel, 15. Juni.
.60
eintritt, wenn es sich nm ein
gnS ti •
$|TCt* •tcrtd^rlid. 2 Mark NW mitBnnAerlohn. ThnA Mb Post btpgtn »tateljährttch 1 »ert M) Pferrn'g
beim
B
Wien
icert.
Ur. 116, unltrWlw
Jkl'flieTt
Deputirten-Kammer.
Zwangsarbeit gedachter bedachten Handlungen sortfällt.
Wegen eingetretener Htndernisie, wird die n Gießen im gewöhnlichen Vocal gehalten.
Groß-Buseck, den 17. Juni 1875.
hier ein großes Officiers-Reunen stattfindcn, welchem gutem Vernehmen nach auch der Kaiser von Rußland, der Erzherzog Albrecht von Oesterreich und der
Kinder der Reactionären legten! Jetzt handelt es sich darum, sie ganz zu in- ftalliren, ihnen für immer das Bürgerrecht zu geben, für dieselben das zu tbun, was tue Restauration, was die alte vorsichtige Monarchie, was die französische K:rckc der veraanaenen Jahrhunderte nie gethan hätte: es handelt
selbe wird dort einen Aufenthalt von fünf Docken nach der Schweiz begeben.
16 p ? P 16 w-'?' 16 SS 20 p
o5 f'djcnben $Qtal,
töixltcfc, mtt iH> f.-wtn» Mc»nrags.
Expedition : tt triltiitTf, ölt. v Rr. 1.
PariS, 15. Juni. Die Diskussionen, welche während voriger Woche in dem' Schauspielhause von Versailles über das Universität- Unterricht-gesetz stattfandrn, haben daS große Publikum keineswegs sehr erbaut. Man findet es geradezu lächerlich, daß im Augenblicke, wo es sick um so wichtige Fragen handelt, man sich mit solcken Dingen beschäftigen kann, die bester die späteren Kammern hätten ordnen können. Allgemein entrüstete die Rede, welche der Biickos Dupanloup zum Besten gab, der, die Instructionen der hiesigen Nuntiatur, der es nur darauf ankommt, daß die Kirche das Richt erhält, Universitäten zu gründen, vergestend, mit der Thür in das Haus fiel und auf ungestüme und grobe Weise die Verleihung der Grade für die freien, b. h. katholischen Universitäten verlangte- Die Debatte über diesen Gegenstand, welche beinahe fünf Tage dauert, thut jedenfalls zur Genüge dar, daß die Franzosen nicht mehr die Männer von 1830 sind. Selbst das „Journal de Pans", das Organ der Orleaiusten, scheut sick nickt, der Geistlichkeit das Wort zu reden, läs ist zwar dagegen, daß die freien Universitäten die Grade verleihen, aber eö will, daß die Geistlichkeit sich an dem Universitäts-Unterricht betheil'ge, da sie beute nickt mehr zu fürchten sei wie dies 1808 der Fall gewesen.
Paris, 15. Juni. Die Jesuiten verstehen sich auf da- Operiren am Sterbelager. So suchen sie jetzt auch der ihrem Ende nahen Rational-Ver- sammlung nock das Vermächtniß der Universitätsfreiheit abzupresten und die liberalen nicht zu Atbem kommen zu lasten. Ter Gallicanismus ist vernichtet, die bischöstcke Unabhängigkeit zur Sünde gestempelt, der alte französische Ka- tbolicismus unter die Füße getreten, und es gilt jetzt, „das Werk zu krönen", um das europäische Paraguay dann zum Ausfallthore gegen das übrige anti- jesuitische Europa zu benutzen „Ter Sieg der Ultramontanen im letzten Eon- eil", äußert „Mpublique Fran^aise", „war em so vollstäntiger, daß wir es jetzt nur noch mit ihnen zu tbun haben. Für sie allein wird das Unterrichts- gesetz votirt, für sie allein sind die Gebäude gekauft worden, für sie arbeiten die Bischöfe von Angers, von Eambrai, der Erzbischof von Pans und die Prälaten, die bereit sind, ihre katholischen Universitäten im Oktober zu eröffnen ; für sie allein wird das Gesetz gemackt; um ihnen zu erlauben, zu besitzen, zu kaufen, öffentlich das Besitzthum der tobten Hand zu ihrem Vortheil wieder herzustellen und ungehindert das große Vermögen zu benutzen, das sie schon r.lsammengebäuft haben und das sie schnell zu vergrößern hoffen; um ihnen eine legale Existenz zu verschaffen, um sie über die Uebeiwachung deS Staates zu stellen, wurden alle Amendements von Herrn Cbesnelong, de Belcastel und Anderen vorgelegt; für sie sind schon ein Tutzend Artikel dieses unheilvollen Gesetzes votirt worden. Das dagegen die Protestanten, Israeliten und Freidenker betrifft, die von dieser neuen Gesetzgebung etwas erwarten, so kann man nur ihre Einfalt bewundern. Tie Katholiken selbst aber, die Katholiken nach der alten Weise, von der Religion unserer Väter, werden nicht bester behandelt als die Anderen. Bald werden sie erkennen müsten, wie das Universitätsmonopol
verainetät" zeigt sich bei der Debatte über den Universitäts-Unterricht in ihrer ganzen Glorie Wenn Dupanloup donnert, so duckt sich das Haus, und wenn er den Kreuzzug wider die Gottlosigkeit der Staatsanstalt predigt, so stecken die Liberalen zwar die Köpfe zusammen, aber won der „Souverainetät", die Thiers empfiehlt, kommt nichts zum Vorschein. Allerdings nennt „Bien Public" es „eine Lckande, eine Dummheit, em Verbrechen gegen da« Vaterland". wenn gerade jetzt, wo in ganz Europa die Vernunft sich gegen den Lvllabus erhöben hat, Frankreich sich zum leibhaftigen Llericalismu» macken wollte, aber die Rational Versammlung nimmt vom „Bien Public" wenig Notiz, und Thiers wird sich schwerlich dazu aufraffen, daß er auf der Tribüne im Namen des alten gebildeten Frankreich Protest gegen die Einführung des Syllabus als Richtschnur auch für ten höheren Unterricht in Frankreich
im „Bien Public" einen Mahn-
Dr. Dornseii .. Kreuder. c Chr.RübsaiM 3. Patz. Jett Winter. 3m
ruf erheben, daß man die Truppen - Reviie benutze, um in sick zu gehen: „Rüsten wir inte mit den allzulange vergestenen Tugenden, waffnen wir unS
aefammtc Hof beiwohnen werden.
Darmstadt, 16. Juni. II. GK. HH. Prinz und Prinzessin Ludwig sind diirck den im Eaual herrschenden Sturm von der Abreise von England nach Deutschland zurückgehalten worden und können daher nicht, wie beabsichtigt, morgen dahier eintreffen.
Darmstadt, 16. Ium. Gestern batten die Vertreter der beim Gelände- Erwerb für den Bau der ^Odenwald« und Ried Bahn betheiligten Gemeinden dahier eine vertrauliche Besprechung, deren Ergcbniß der Entschluß war, den von der Ludwigs-Bahn proponirten Vergleich nicht anznneh neu, sondern es auf die gerichtliche Entscheidung ankoinmeu zu lasten. — Ter Provinzial-Tag der Provinz Starkenburg tritt am 25. d. Mis. hier zum erstenmal zusammen und wird neben anderen Dingen auch die Wahl deö Provinzial - Ausschuffes vornehmen. „. ._ .. t = k
Jugenheim, 15. Juni. Erzherzog Albrecht ist hier emgetroffen und bei seiner Ankunft von Kaiser Alexander, dem Prinzen Alexander von Hesteu, dem Grafen Erbach - Scköuberg, dem Grafen Adlerberg, sowie sämmtlicken hohen russischen Hof Chargen empfangen worden.
Jugenheim, 16. Ium. Die flauem Augusta wird am 19. d. MtS. »um Besuch des Kaisers von Rußland hier eiutreffen. Die Kaiserin von Rußland wird in diesem Jahre nicht nach Jugenheim gehen, sondern sick von Llvadia unmittelbar nach Zarskoje Selo begeben.
Berlin, 15. Juni. Der „ReichS-Anz." dementirt die von mehreren Blättern verbreitete Nachricht, daß der Anschlag für den Bau der Eisenbahn von Berlin nach Wetzlar um miudrstens 20 Millionen überschritten worden sei. Soweit sick übersehen laste, werde vielmehr eine irgend neunenswertbe Ueber- schreitiing des Voranschlages nicht ftattfinden. — Die „Post- hort, daß auch m der Provinz Sachsen mehrere katholische Geistliche die von ihnen geforderte Erklärung, den StaatSgesetzrn Gehorsam zu leisten, abgegeben haben.
Berlin, 15. Juni. Großes Aufsehen macht der Beschluß der Relckö Justizcommission, der die Preste von dem Zeugnißzwang befreit. Ter Reicks^ tag wird sick den Beschluß voraussichtlich mit einer überwiegenden Majorität aneianen und auch die Regierungen werden alsdann sicherlich zustimmen.
Berlin, 16. Juni. Proceß Arnim. Der Staatsanwalt beantragt, den Angeklagte,i auf Grund der Artikel des Strafgesetzbuchs 348 Al. 2 350 und 133 (Beiseitesckaffung von Urkunden und Unterschlagung in amilicker Eigen- f<baft empfangener Sachen) schuldig zu erklären und ,u einjährigem Geiängni« *" "^Berlin, u>. Juni. Proceß ilrnim. Nach dem Plaidoyer der beiden »iertbeiPiaer Dockhorn und Mnnkel verkündet der Gerichtshof nach kurier Be- rathung.baß die Verkündigung des Unheils am 24. d. Mts.. Nachmittags
um 3 Uhr, erfolgen werde. ' „ , „ , .
Posen, 15. Juni. Der Domherr flurowskl ist heute Nackmutag poU« reilich in Hast genommen worden. Tie Verhaftung ist, dem Vernehmen nach, in Folge einer heute Vormittag bei ihm in der Angelegenheit der Verwaltung der Tiöcese durch den geheimen Delegaten vorgenommenen Haussuchung ge scheheu. — Tie Nachricht, daß der Erzbtsckof Ledockow-ki in Cftroro erkrankt fei, entbehrt, wie aus sicherer Ouellc mitgetheilt wird, der Begründung. 4. er- selbe befindet sick vollkommen wohl.
Baden-Baden, 16. Juni, Morgens. Ter russische Reichskanzler Fürst Gortschakoff ist gestern Abend von hier nach Wildbad abgereift. ^er> wird dort einen Aufenthalt von fünf Docken nehmen und sick sodann
Tbonisten legt den Com- für sie bedeutend weniger lästig war, als das Monopol der Jesuiten für sie * Ä ÄÄSJWÄ SÄ ficirt bte Regittungs. Vorlag ' ' zur B-g-bung mtt dem Tode ober führten tiefe gefährlichen Persönlichkeiten be. uns ein. welche sich erboten hatten,
Verbreck n bandelt, dagegen bei nur mit Einschließung die Demokratie zu bändigen, und sie nicht bändigten aber d,e Hand auf die L erorccpcu 9 ' e “ I hnnbplt es uck darum sie aaur 111 in-
1 aus. ’
^l-Bersammlvi ^rzogthum- eir veranstalten, lsorische- dorn,: -rem für fit ünden und lak Weckes ein, pl h am
Uhr,
mit Concert
iorstailk.
ndtn geiucht- l«L——---
du .
Correstondkni / irb °° ittitt «tnid) ■ ü»-
"d 27 fr- V in tiiibfthl^'r
SßaatbeiNL^ ■—r
"’elntorlN


