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Mzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen.
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Gießen, am 13. Mai 1875.
" Die'MoßhciMliche Krcis-Schnl-Commiss,on Gießen
an die Schulvorstände des Kreises.
Wir erinnern diejenigen unter Ihnen, welche bi« jetzt unserer Verfügung vom 24. Deeember 1874 (Nr. 304 de« Anzeiger«) noch nicht entsprochen haben, an alsbaldige Erledigung derselben.
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Politischer Theiß
einem rechtsgelehrten Vorsitzenden und zwei kausmännischen Beisitzern, abgeben
Deutfdjlanö. lagen.
besten betreffend. w ,
4. Uebcrsicht der für das Jabr 1875 genehmigten Umlagen zur Bestrei- tung von Communal-Dedürfnillen m den Gemeinden des Kreises Groß-Gerau.
Darmstadt, 14. Mai. Aus dem zu Ehren des 25jährigrn Regie-
Paris, 13. Mai. Der officiöse „Moniteur- sucht heute wieder den von Paris ausgegangenen Kriegslärm der letzten Tage der angeblichen deutschen Militärpartei zur Last zu legen. Er schreibt: „Tie Nachrichten aus Berlin sind fortwährend friedlich. Emc Sache ist gewiß, der Kaiser Wilhelm und Fürst Bismarck haben die Bemerkungen des Czaren betreffs der Aufrechterkaltung des Friedens ohne Widerstand ausgenommen. Der Deutsche Kaiser soll niemals die Idee gehabt haben, den Krieg wieder zu beginnen, und der Fürst Bismarck ist" ein zu guter Staatsmann, um den Krieg gegen Frankreich zu wollen, ohne daß eine Herausforderung stattgefunden. Wenn wir unseren
betreffend. ,
2. Gesetz, die Aufhebung der bei Schuldübernahmcn der Frauen in den Provinzen Starkenburg und Öberbesten, sowie bei Bürgschaften bei Bürger und Bauern im Geltungsbereiche des Pfälzer Landrechts bestehenden besonderen Vorschriften betreffend.
3. Bekanntmachung, die der Geschworenen in der Provinz Rheln-
Mittbeilungen Glauben schenken dürfen, so ruht die ganze Verantwortlichkeit für die letzten Zwischenfälle auf einem Tbeile der deutschen Preffe, welcher von der deutschen Militärpartei beeinflußt ist, die keine Solidarität mit der Regierung des Kaisers bat und zum Fürsten Bismarck in keinen Beziehungen steht." Mit solchen Willkürlichkeiten sucht man sich jetzt herauszureden.
Armee-Corps erhalten.
— Die Gerückte von der Entdeckung eines im Auslände aiige,ponnenen ' Complottes gegen den Füisten Bismarck und den Minister Dr. Falk gewinnen neue Nahrung durck die so eben aus Krakau gemeldete Verhaftung eines polnischen Ennffärs. Näheres bleibt abzuwarken; in Krakau sind mehrere höhere preußische Beamten anwesend.
— Einem ans London hier eingetroffenen Telegramm zufolge ist die Lcicke der Gattin des deutschen Consuls Zack aus der Havannah gestern Morgen gefunden worden. Von Herrn Zack und von seinen Kindern ist bisher nock keine Spilr zu entdecken gewesen. Im Ganzen sind bisher 70 Leichen von den Pasta- aiercn und der Mannschaft des „Schiller" an's Land gebracht worden.
Berlin, 14. Mai. Die anläßlich des Kttllmann'schen Attentates em- 'geleitete Voruntersuchung gegen die hiesigen katholiscken Vereine, welche Ende Mi 1874 vorläufig geschloffen wurden, und deren Leiter sind nunmehr been- bet. Die Anklage des Staatsanwalts ist beim Stadtgericht eingereickt, die Verhandlungen finden wahrscheinlich im Juni statt.
Karlsruhe, 13. Mai. Der „Karlsr. Zeitung" wird ein Telegramm Fürsten Gortschakoff übermittelt, wonach der Kaiser von Rußlan^ Berlin mit der innigen dleberzeugung verlaffen hat, daß daselbst die versöhnlichsten, die Erhaltung des Friedens verbürgenden Stimmungen und Absichten
Wicklungen; Dr Falk wußte nichts, als seine bekannten Motive zu dem Gesetze zu wiederholen und einige neue Citate aus dem berühmten Buche des Pro- fefforS Hinschius hinzuzufügen. Das Gewickt der Discussion wurde durch die zwei großen Centriimsredner Reichenspei-aer und Windthorst getragen" u. s. w. So beurtheilt das orleanistische Hauptochan Männer und Verhältniffe im Deutschen Reiche. Diese Auffassung bildet allerdings eine ganz entsprechende Staffage zu dem die Verhältniffe ganz und gar entstellenden Allarm-Artikel, der dieser Tage durch daffelbc „Journ. de Paris" in die Welt gesandt wurde.
— Das Stichwort der hiesigen Nuuciatur ist Sturm gegen das belgische
Cabinet, das eingescküchtert und zum Widerstande gehetzt werden soll. Gestern — WB— _______ <».. -t....... —o zeterte das „Univers", heute das hiesige Organ des Nuncius, der „Monde",
runas Jubiläums Sr. König!. Hoheit des Groüberzogs gesiisteten Stipendien-der den Beweis lieferte, wie hoch die Römlinge jetzt die Saiten spannen zu Fond sind für das Jahr 1875 ^brei Stipendien von je 300 fl. für junge Leute dürfen glauben. Der „Monde" züchtigt das katholische Cabinet des Königs laus jeder Provinz Einer) welche ihre Ausbildung ans einer höheren Bil- der Belgier, weil eS die belgischen Bischöfe von der Tribüne herab getadelt dimasanftalt erhalten sollen, zu vergeben. Das Stipendium kann auf 3 Jahre habe. Hierdurch habe es gegen die Gebote Kirche gesündigt, die nicht gestatte- ausaedehnt werden und können nur Angehörige solcher Gemeinden Berücknckti- teil, daß die weltliche Macht sich in die Handlungen des Episcopats einmische. aung finden, welche Beiträge zu der Stistung geleisiei haben. Qualificirte Diese den Bischöfen zugefüzte Beleidigung werde, so sagt das Organ der hie- juuae Männer, welche zum Zweck ihrer Ansbildung eine höhere Lehranstalt be- sigen päpstlichen Nuuciatur, bei den nächsten Wahlen alle belgischen Katholiken suchen oder besuchen wollen und sich um das Stipendium zu bewerben beabsich- bestimmen, die für unwürdig zu erklären, welche vor den Feinden der Kirche tiaen, haben ihre Gesuche mit den nöthigcn Zeugnissen, belegt durch ihre bety-jibre Fahne gesenkt hätten.
- Bürgermeisterei, an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihier Provinz bis spä- - ----- -
' testens zum 31. d. Mts. gelangen zu lasten.
Berlin, 13. Mai. Der Kriegsminister, General der Infanterie v. Ka- mefe, gedenkt, wie die „Kreuz-Ztg." hört, noch in diesem Jahre das KriegS- ministerium abzugcben und dürfte bann wohl das General-Commando eines
Paris, 13. Mai. Es ist schon wieder ein neuer Gnadenort in Frankreich entdeckt worden, nämlim zu Cheppv (Meuse.) Dort ist die Heilige Jungfrau iweieu Kindern erschienen und verspricht, ohne Spaß, alle Krankheiten zu heilen, vorausgesetzt, daß sie glauben. Darüber schreibt ein Correspondent des „National" vom 9. Mai: „Ick bin am Samstag mehr als 1200 Personen begegnet, die von diesem Wallfahrtsorte zurückkehrten, alle mehr oder minder krank oder gebrechlich. Um 4 Uhr Nachmittags pflegt die heilige Jungfrau dem Kinde zu erscheinen. Eine fromme Schwester fragt das Kind: Siehst du die heilige Jungfrau? Denn nur das Kind kann sie sehen. Antwort: Ja. Frage: Die ist sie gekleidet? Antwort: Weiß. Dann nähern sich die Ztran- ■exrfAen ken, nennen ihren Namen und Stand und das Kind fragt die heilige Jungfrau,
Dom ^ytitfclrbein, 13. Mai. Der mittelrheinische Fabrikanten-, ob die bctr. Person geheilt werden wird. Tie Antwort lautet günstig ober
Verein bat beschlossen, den deutschen Handelstag gleichfalls zu beschicken, und'ungürstig. vermuthlich nach dem Maße des Glaubens, welchen die Per,on be- bie Stimme des Vereins im Sinne der Beibehaltung der Handels-Gerichte in.sitzt; Andere meinen nachdem ^ctrage des Geldopsers, welches man vor der unterster und Einführung des fachmännischen Elements in die obere Instanz, ^Consultation der werthen Schwester gezahtt bat, denn man mutz bezahlen, amd Itdoch unter Verwandlung der Handels Gerichte in gemischte Collegien mit.je mehr, desto bester. Die Kranken, welche geheilt werden loden, werden es
Darmstadt, 13. Mai. Am 24. c. Mts. nehmen die Schieß-Ucbun- ^CQIlkrcictj. -
am auf dem Griesheimer Schießplatz ihren Anfang. Den Reigen eröffnet die '
hessische Feld Artillerie (Regiment Nr. 25), deren Hebungen bis zum 11. Juni Paris, 13. Mai. Das „Journ. de Pans ist in feiner H altnng huern. Vom 25. Juni bis 9. Juli feuern die Feld-Artillerie-Regimenter Nr.i l gegen Deutschland eben so boshaft und bornirt, wie die schwärzesten ultramon- iind 27 vom 13. Juli bis ß' August die württembergische Artillerie. Den tanen Blätter, damit die Welt nicht vergcffe, daft, wenn die Orleans jemals Scklnß mackt das Fiiß-Artillcrie-Regiment Nr. 3, für welches der Zeitraum obenauf kämen, der Jesuitismus nicht minder fl^riren wurde wie gegenwärtig. 6,m 12. August bi« b September vorgesehen ist. jD.e Berliner Mosterdcba.te tfl d-m ,,Journ. de Par.«" zufolge groß durch die
Darmstadt. 14. Mai. Die Nr. 24 des Großherzoglichen Regierungs-Reden des Centrums; „denn die Rede des Cultusmimsters, des Dr. §alk, Matt« bat folgenden Inhalt : , ^scheute uns so ärmlich in^ ihrer Beweisführung, wie verworren tn ihren^Eul-
1. Gesetz, die Pensionirung der auf Widerruf angestellten Beamten


