Grenz Bevölkerung muß, Hau- und Hof verlassend, mit den Waffen in der Hand die Sicherheit de- Vaterlandes im Osten und Westen überwachen. Tie Ereignisse in Bosnien und der Herzegowina schufen uns eine schwere Lage. Ohne Hoffnung auf Berbefferung seiner Lage griff jene- Volk zu den Waffen, um sich' seiner Mißstände zu erwehren. Tte Regierung des Sultan- haust Militär an unserer Grenze. Die- verwickelt die Lage. Tie Nation bittet uns um Schutzmaßregein; das bosnische Volk flüchtet zu uns vor Feuer und Schwert. Dadurch ist die Lage noch schwieriger. Es ist zu hoffen, daß e- der Wei-heit de- Sultan- und der Garantie-Mächte gelingen werde, einen Modus der Beruhigung jener Gegenden zu finden und sie zufriedenzustellen. Als unmittelbare Nachbarn leiden wir mehr als irgendwer durch diese periodi- schen Kämpfe. Ich werde daher nach Kräften streben, einen Zustand zu schaffen, der Bo-nien und der Herzegowina den Frieden wiedergeben wird.
Aragusevatz, 11. September. Tie Skupschtina ist heute über ein Gesuch von Bosniern aus der Gegend der Save, ihnen Hülfe zu leisten, zur Tagesordnung überaegangen. — Ter Ausschuß für den Entwurf einer Adresie aus die Thronrede besteht größtenthcils aus Anhängern der Negierung und der Omladtna. Die Regierung wirkt für eine gemäßigte Adreffe. Tie Berathung der Adreffe wird voraussichtlich mehrere Tage beanspruchen.
Türkei.
Raftusa, 10. September Gestern zog Huffein Pascha mit 4 Bataillonen , 500 Baschi - Bozuks und 4 Gebirg- - Geschützen gegen die Insurgenten in Zubct aus. Nach türkischen Berichten wurden die Insurgenten geschlagen und verloren ein Geschütz, während die Insurgenten behaupten, daß die Türken vollständig geschlagen und zum eiligen Rückzug nach Trebinje gezwungen nw den seien.
Ü o f a l > p t t j.
(Sicken, 13 Sept- Tie Ausstellung von Geflügel, Vögeln und Kaninchen wurde otftcrn Vorn ittoa unter großem Andrange des Publikums eröffnet. 2 ie Reichhaltigkeit der ausgestellten Tbiere, sowie das Arrangement der Ausstellung selbst überbietet olle gehegten Erwartungen. Ter sehr reichhaltige Eotalog weist in 909 Nummern eine Unzahl von circa 2500 Thieren auf. Es ist ein Gekrähe, Ve,witsche- und Trubel, daß einem der Kops wirbelt- Der Verein bot in dieser seiner eisten Ausstellung seine Feuerprobe bestanden und berechtigt zu den schönsten Erwartungen. Sind die Kosten, Mü Heu und Anstrengungen des Vereins sebr groß und schwierig, so mag er sich aber doch mit dem Gedanken trösten, daß die Leistlingen von den Besuchern unumwunden und einstimmig rühmend anerkannt werden. Tie sehr reichhaltige Prämiiiuni belohnte die Aussteller für die schönen Ziele, die sie sich gesteckt und spornt anderentbeils Andere zur Nachahmung an Ein aussührlicheS Derzcichniß der prämiirten Aussteller werden wir in nächster Nr. brinoen
D erwischte S.
— DaS Reichs-OberhandelSgericht bat m Folge einer Klage des Kunstreiter- Directors Mverv eine Entscheidung getroffen, die auch für Andere von weitgehender Bedeutung ist. Demfelben ist nämlich auf dem Wege von Hamburg nach Breslau ein mit verschiedenen Gegenständen bepackter Käfig durch falsche Profilnusfung derartig beschädigt worden, daß Myers bei der Direction der Berlin-Hamburger Bahn um Schadenersatz klagend einkam. Tiefen Anspruch begründete der Kläger hauptsächlich durch das schuldige Verhalten der Bahnverwaltung. Tie Sache ist bis ans ReichS-Lber- Handelsgericht gegangen, und dieses bat folgende Entscheidungen gefällt: 1) Der Absender eines auf unbedecktem Wagen (Vorort)) zu transportirenden Behälters, deffen Inhalt bei der Absendung durch die Wände des Behälters vor der Witterung genügend geschützt war, darf für diesen Inhalt während dev Transports denselben Schutz beanspruchen, welchen ein bedeckter Eisenbahnwagen hätte gewähren können. 2) Ueber-
ichreitet in Folge em er falschen Messung Seitens der Bahr, beamten daß Frachtgut fammt dcm Low'y das Normalprofil der Eiiendabn, so begründet dies iur den Ergentdümer des dadurch deschäd'gten Gutes keinen Anspruch auf einen üder den Rotmalsatz (20 Tblr pro Etr ) hmausgebenden Schadenersatz
Kassel. 10 Lepl. De Fadrckaedöude der Eiienbahnfadrik von Lh elemana Eggena und Eo sind in der vergan rnen R rcht last vollständig niederaeorannt
— München. 11. S«pt Tie Großen unsere» 5 et h^den sich zwui durch die SpecieS der feHcnanntrn Zeitromane daran »ewö.ueu müfien, solchen Romane alt Melden zu dienen und auch b er, wo der Romanuk ja odiehin in jeder Richtung !hür und Thor geöffnet ist, hat man sich Kietz bisher odne Murren gefallen lassen Frap» piN hat nun aber doch in gewissen d«esigen Kreisen der Roman .Aus dem Iforont* von Clarisia Lodde, welcher gegenwä tig in der buich ihre spannenden Romane, ihren enormen Umfang und dabei unglaublich billigen Preis so allgemeines und großes Aufsehen erregenden Stuttgarter .Allgemeinen Familien Zeitung' ericvetnt ES werden in erwähntem Romr.ne Verhältnisse an das iauc.lidTi gezogen, die man sich bisher höchsten- in ganz vertraut n Kreisen von Obr zu Cbr zugeflüstert hat und die n diesem Tromr unter verändertem Namen mit'prelenden r.kann:en PersSMichkriten sehen natürlich theilweise den zu erwartenden weiteren Einhüllungen nicht ohne Unruhe entgegen.
— Aus Ratibor vom 30 August wird der Schles. Zig. folgende- schreckliche Verbrechen berichtet: »In der Nacht vom Sanr'tag zum Sonntag wurde in der Nähe von K 'ferstäktel im trachhawmer Reviere e n ichauderhaftes ToppelverdreLen degan» yen Ter dort im Tienste des Herzog- v. Ujeft stehende Walddeger PichuUrk. un rüstiger junger Mann, welcher als Unterosfizier die letzten Feldzüge mit.emacht hat. ertappte vor einigen Wochen emen Menschen bei der Wilddieberei und naom demselben das Gewehr fort Allem Anschein nach auS Rache darüber, drang in der erwähnten Nacht der betroffene Wilddieb mit einem Helfers etter, seinem Schwiegersöhne, in den Stall des Forstdeamten ein, um dort zunächst ein schändliches Werk zu vollführen. Mit Aexten versehen, zerhackten beide nämlich da- dem Waldheger gehörige Vieh bei lebendigem Leibe. Zwei der armen Tbiere, denen da- Fleisch vom Leide gehauen und Rückgrat fammt Rippen zerbrochen wurden, lebten noch unter entsetzlichen Qualen. Nach dieser Schandthat fiel der genannte Wilddieb über den wahrscheinlich in Folge deS Lärms erwachten Forstdeamten her und erschlug denfelden mit der Axt. Beide Verbrecher sind bereits sestgenommen worden ES liegt der Verdacht vor, daß der Hauptoerbrecher auch an einer vor mehreren Jahren m demselben Reviere öorgesalle- nen Mordthat, nämlich an der en; oidung einer damals aushülssweise beim Schutze des Forstes verwendeten Person, bethciligt gewesen sei Die Untersuchung da»üder ist !im Gange."
Appenzell A Rh, 2. September. Eine Feuer-drunst Hot das EurhauS zum „Paradies- m Heiden - rftört Tas verheerende Element griff so ra?ch um sich, datz es nicht möglich war, dasselbe mit dem Ezt'ncleur zu bämpien Schon ichlugen die Flammen zu einem Kreuzstock heraus und ergriffen ,Augenblick den Schirm bt< Dauses, daß sofort eine Feuersäule bis an den Dachstuhl aufloderte Em töotlicher schreck ergriff eine Dame, welche al- Eurgast dort logirte; dieselbe fiel in Ohnmacht und raufeh aus dem Haufe getragen werden Man leitete, was zu retten war. freilich nicht Alles mit der noth'gen Ruhe und Vorsicht, wie d>r- immer bei solcher Aufregung zu geschahen pflegt. Tos schöne Eurhaus ist dis auf den Grund niedergedrannt. nur ein kleiner, gänzlich ruinirter Theil ragt noch aus dem Schutt empor Wie verlautet, soll der Brand im Bügelzimmer durch den dort befindlichen Ofen entstanden s<»n
Literarische».
Das erste Heft der Illustrirten Wett, deutsche- Familienbuch, Jahrgang IM76, ist erschienen Dieser neue Jahrgang zeigt wieder auf- Glänzendste, wie ur.adlä'li- und erfolgreich die Verlagsbuchhandlung bemüht ist, den Leiern ihres weltbekannten und beliebten Fainilrenjournals immer Vokttornmn e- zu bieten. Der Inhalt ist bet gediegener Auswahl und neben schönstem künstlerischem Schmuck von <ni<i Manmg, saltigkeit und Reichhaltigkeit, die Überrascht, um so mehr übeiraschl, da der Preis bei Heftes von 40 Pf. auf 35 Pfg ermäßigt wurde, ohne Verkürzung de- Umianges Nur eine ganz enorme Verbreituna ist im Stande, den Abonnementpreis des Journals so billig zu stellen. Wer sich daher eine ebenso billige wie gediegene Lectüre verschaffen will, dem rathen wir auf die Illustrirte Welt zu abonniren
Äslgemei n et fl n ] e i q e r.
Vergebung
Die
Pianofvrte-Fabrik
(47W
Stelle versteigert werden
(3149
Natürliche
Dte unter 1, 2, 3, 4 und 5 aufgeführten
Knopper.
Emil Fisch d ach.
1 1
Rüb öl, Zbran,
wege vergeben:
1) circa 24' 0
7) H) 9) 10) II) 1 ) 13) 14) 15) 16)
Kilo Bohnen, . Erbsen, , Linsen, . Salz,
soll die Feldjagd in der Gemarkung Torf- Gill au» ei -e sechsjährige Pachtzert ö ff ent
Donnerstag den 16. September d. I, Vormittags von 9 Uhr an.
soll das Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln, Birnen, Nüssen und ^wetschen an Ort und
Im Firmen-Registcr des unter zeichneten ’ Gerichts ist folgender Eintrag beute voll-
Ter Anfang ist an Weg nach W'.eseck. Alt Bufcck. den 10. September 1K7.">.
Großherzogliche Bürger meisteret Au Bufcck W a a en d a ch
werben dadier zur alsbaldigen Lieferung öffentlich versteigert:
1) 750 Malter Kartoffeln,
2) 8 Eenti.er Zwiebeln
Sodann werden
Dienstag den 2H. d VNS., Vormittags 10',, Ubr, für 1876 zur Lieferung im Soumifsiontz-
2)
3)
4)
5)
6)
Vormittags )«' Uhr, in dem vor diesem Büreau anfgebän ken .Soumi'ston-kast,n' verichloffen eingelegt werde».
Marienschloß, den 10. September 1875 Großherzogl'che La> deszuchthau', Direction
von
«Hermann Loos in Stegen empfiedlt ihr Lager von
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Montag den 20 L«pl»mber l. I, Nachmittag- 1 Uhr,
zogen worden: 4782) Mittwoch den 22. d. Mts-,
Moritz Gregori zuLnnburg und besten VoimittagS 10 Uhr,
Sohn Friedrich Gregort zu Gießen be-' treiben dadier seit 15. Mai l I unter der
daß sich ein <
Wald strich, am Markwald gelegen und zu', der Gemarkuna gehörend, vorfindet. „ ... .
Dorf G'U, den 13 September 1875. »7H 2 bis b Uhr Rachmsttags out de n Bureau
Aüphdlt- und 0<id)p<ippni-(^rln)<in
von
Firma: M o r i tz G r e g o r i L S o h n- ein kaufmännisches Geschärt; ev hat jedoch Friedrich Gre g ori allein das Recht die Handelsgesellschaft zu vertreten und die Firma zu zeichnen.
Gießen, den N. September 1875 (4785
GroßherroglicheS Stadtgericht Gießen.
In Verhinderung Äroßh. Stadtrichters: Dpper ma nn.
Gro berzogliche BÜrgerme-steict Dorf-Äill der unte zetchneten Direction rtnzusidc und Knöpper i, üffen die Soumi'stonen bis zum28 d. Mts.,
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Heinrich Lanz lll Mannheim.
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Freitag den 17 September l I-.
V-rmittag- 11 ILr anfüiraenö, soll die hiesige Feldjacd in der Gemarkung Inheiden out eine techüjährige Pochtzcit nochmal- meistbietend auf hiesiger Bür . genneisterei verpachtet werden. 1
Inheiden, den 9. September 1875-
au» et c najt-iaurigc vaa»i«r onem *• *• .............
Itd) meistbietend auf dem Gemelnd^hauSi?k»ikNstande werden einzeln, d etrnigen unter 1 nochmals verpachtet werden Bemerkt wtro.>6 und 7, unter 8. V und 10 und unters ' etwa 10 Morgen haltender H b,Ä 16 aber zuiammeit vergeben. i I in Markwald adeaen und in! Vedi aimaen und Proben u d täglich, T von 8 btf’ 12 Ubr Vormitt g- und von
Großberzogltche Bürgermeisterei Inheiden
I A d B: (4751 empfiehlt
Reitz, Beigeordneter *4436)


