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rfdtUf», 5. November. X'ie 5tatwnal’tlerfammlung bat den {'rnoa v Audiffret-Pa-auier zu ihrem Präsidenten wiettrgetr4blr. Much bic Bier! Präslteinen und Sekretäre, welche in der vvrhergegangenen Seifton fungtrt daben. wurden von der National - Versammlung wiet«rge»shlt. worauf die Sitzung aufgehoben ward.
eine» der anderen Großstaaten gerichtete daß schwerlich irgend ein Dorgeben' Paris, 6. November Der .Agence Havas* wird aus Ragoia fps, ohne die WestmLchte Seiten» der alliirten Kaiserreiche jemals geplant morden gende au- slawischer Quelle berrübrende Nachricht gemeldet: Die boSm'che, ist. Den besten Beweis hierfür bietet ja auch der Umstand, daß England, nut Insurgenten Führer Urgekaz, Brlb'ja. Bab-ch enb Survarich mit anderen haben dem wir. mit dem Rußland stet» in den besten Relationen gcweien. ebenso beschloßen, deu Auistrnd mit AuibzetW» aller Mitte! sortzusegen Dieselben wenig wie Frankreich Theil hat an einem Bündnch. Vesten Wesen lediglich einen beabsichtigen, eine VoiksverfrmMlnng «R^beiutm, um m t den Insurgenten, friedlichen Eaarakter hat. Niemals wird man ein so großes unfc trotz der Führetn rrr Herzegowina sofort eine prom,orifche Rational Regierung te Niederlagen de- letzten Krieges so mächt ges Land von der Mitwirkung bei der proklamiren. 1
Regelung der politischen Verhältnisse unseres WelttheilS auSfchließen können. Es' * wäre das ein großer, ein verhängnißvoller Fehler und der Sieger von hellte.
der solch einen Fehler begeht, könnte leicht morgen zum Besiegten werden. Lolch «ine Ausschließung Frankreichs bat unsere» Erachten» aber auch niemals statt gefunden und wir halten daher die im Uebrigen so erustvolle Darlegung des .Moniteur" in diesem Punkte für durchaus unbegründet.
ftfiitfdjlanö.
Darmstadt, 5. November. In die hessischen Regimenter werden in diesem Jahre auch elsaß«lotbringische Mannschaften eingestellt. — Die Summe der im vorigen Jahre dem Staate erwachsenen gerichtlichen Untersuchungskosten belief sich auf etwa 110,000 Gulden. — Die Zahl der in diesem Jahre oer steuerten Hunde betrug 26,596 Gulden. Trotz Erhöhung der Steuer ist der Abgang geringfügig.
Darmstadt, 6. November Ueber die künftige Eintheilung der evang. Decanate des Großherzoathtini» erfährt man Folgende- : Die Supertntendeu tur Darmstadt soll 8 Decanate mit 120 Pfarreien, die Luperintendentur Gießen mit 201 Pfarreien und die Superintendentiir Mainz 5 Decanate mit 86 Pfarreien umfasten. In der Provinz Rheinhessen resp. Superintendentur Mainz sollen mit Rücksicht auf den Verkehr und Eisenbahn-Verbindungen die Orte Ober» und Nieder-Saulheim dem Decanate Mainz einverleibt, dagegen die Pfarreien Partenheim mit der Filiale Bendersheim dem Decanate Wöllstein zugeichlagen. diese- letztere auch „och durch die biS jetzt zu dem Decanate Alzey gehörige Pfarrei Armsheim verstärkt werden soll.
Berlin, 5. November. Der „Reich-Anz.* veröffentlicht ein Telegramm aus Montevideo vom 3. d Mt». an das auswärtige Amt, demzufolge der Mörder des Vice Eonsuls Grävenitz standrechtlich erschosten worden ist.
Wie-baden, 6. November. In der heutigen Sitzung de- Eonnnunal- Landtag- zog der Regierung-'Eornmistär die Vorlage über Einverleibung Frank furts in den communalftändischen Verband deS Regierung- Bezirk- Wiesbaden zurück, weil die bisherigen Verhandlungen einen gedeihlichen Abschluß nicht erwarten lasten.
Tpeyer, 5. November. Die ablehnende Antwort des Eultu-ministerS auf die bi'chöstiche Rechtfertigungs - Schrift in der Oggeröheimer Lffaire ist gestern dem Bischof zugestellt worden.
Stuttgart, 5. November. Der „Schw. Merkur" veröffentlicht Pro teste von Land Geistlichen gegen die letzten Beschlüste der evangelischen Lande-- Synode. In einem derselben heißt e- : Wenn solche Beschlüste Gesetz würden, müßten wir Geistliche in da- innerste Familien-Leben uns eindrängen und mit plumper Hand Bande lockern oder beschmutzen, auf deren Fest, und Reinhal- tung da- Leben-glück zweier Menschen beruht. Einer solchen Aufgabe wird sich ein Geistlicher, der nicht nur von seiner Amtswürde, sondern vielmehr noch von seinen Nebenmenschen hoch denkt, nimmermehr unterziehen.
fioffanö.
-Haag, 5. November. Die Königin ist erkrankt und ihr Zustand beun- ruhigend. Der König und der Prinz von Oranien sind telegraphisch herbeige, rufen worden.
flcllerreid).
Wien, 5. November. Dir heutigen Morgenblätter veröffentlichen eine Zuschrift des General. Directors der Franz. Joseph-> Bahn, au- welcher mit voller Bestimmtheit bervorgeht, daß der Eisenbahn. Unfall bei Schwarzenau durch Frevel herbeigesührt ist. Drei Mitreisende haben sich darüber alS Zeugen zur Disposition gestellt. Getödtet wurden drei Zugsbeamte, em Postbe. amtet, vier von 128 Mitreisenden Pastagieren. Der Maschinen - Führer und der Heizer sind bisher nicht aufgefimben. Lieben Passagiere, zwei Postbeamte sind leicht, theils schwer verwiindet.
iaintireuD.
Paris, 4. November. Sitzung der National - Versammlung. Munster Buffet verlangt, daß zunächst das Wahl-Gesetz auf die Tagesordnung gestellt werde. Pascal Duprat (von der Linken) beantragt. die Berathung über die Aufhebung de» Belagerung-.ZustandeS und die Neu Organlsailon der Munici- pal-Bedörken zwischen der ersten und zweiten Lesung des Wahl Gesetze» ein- treten zu taffen Die Versammlung beschließt einstimmig, am nächsten Montag in d,e zweite Lesung de» Wahl-Gesetze» einzutreten (Die erste Lesung hat bereit» ui der vordergegangenen Session stattgefunden) Hieraus wird der Äh» trag Duprat zur Abstimmung gebracht, welche zuerst ein zweifelhafte- Resultat, beim »weiten Male die Ann hme de» Anträge» ergibt. Die Sitzung schließt um 3 Ubr 55 Minuten Nachmittag». ohne daß sich ein Zwischenfall ereignet hat
Paris, 5. November Der .Temp»" theilt mit. daß die Unterhand- luitgen mit der italienischen Regierung über die lombardischen Eisenbahnen wie» der aufaenvmmen sind.
Paris, 5. November. Anläßlich der durch den bekannten Artikel de» russische „Regier -Anz." hervorgerusenen Besorgniste bebt der „Moniteur" hervor. d-.ß der Artikel vollton.men mit der von Rußland stet» geführten Sprache übereinstimme. Rußland glaube mit Recht, daß der Augenblick gekommen sei. von den diirch die Pforte eingegangenen Reform Verpstichtungen Act zu nehmen und derselben feinen Zweifel über die Energie zu lasten, mit welcher diese '43er- pftichtniigen ibr erfor erlich-nfall» in’» Gedächtniß zurückgerusen werden möchten Der Artikel teige also durchaus keine Veränderung der russttchen Orient Politik an und sei keineswegs geeignet, Besorgniste zu erregen. Der .Moniteur meint. daß die angestrebte Lösung in einer Verbesserung de» Malus quo be» stehen möchte
Paris, 5. November. Morgen werden zwuchen Mitgliedern de» rechten Gentium», der Gruppe Lavergne und Delegirten de» linken Eentrum» ge- meinsame Besprechungen stattfinden.
London, 5. November. Rmter^» Burean" mekder au» SSafblngten vom 4. d Mik. Da» nach Madrid gesandte Memorandum des Präiide, ie. Graut bezieht sich auf die vor zwei Jahren donhin geianMen Deeumente Dre Meldungen der Blätter über die zukünftige Haltung Grant'» gegenüber Spanien werden officiell dementirt.
Spanien.
Madrid, 5 November Eine große Anzabl von Earlisten in Galat», nien hat Amnestie nachgesucht. Zwei Brigaden eatalontscher Truppen find zur Nordarmee abgeschickt worden.
Madrid, 5. November. Tie Garlift en haben unweit der Grenze de, Adjutanten Mendiri erschosten, ohne ihm priesterlichen Zuspruch zu gestatteu. — Der Gesandte der nordamerikanischen Union überreichte der hiesigen Regie, rung eine neue Note wegen der permanenten 2rieg»gerichte auf Euba — Das Gerücht von Vertagung der Eortr» Wahlen wirb Dementirt
Jiußianö.
Petersburg, 5. November. Die Pariser Meldung von einer tu fb ichrn Eircular Note an die Unterzeichner de» Pariser Frieden-.Verirages wird auf» Bestimmteste al» unrichtig bezeichnet. Eine solche Note ezistire überhaupt nicht. Don unterrichteter Seite wird hlnzugefügt, daß da» Einveiständniß und der fortdauernde Gedanken Austausch der Mächte einen derartigen Schritt al» unmotivirt erscheinen ließen.
Serfnen.
Belgrad, 5. November. Einer Anordnung des Arieg-minister» zufolge soll die Belgrader Miliz Brigade am 12 /24 November nach Ale;tnatz abmar« schiren, um die Grenzbewachung theilweise abztilösen.
CürScL
Konstantinopel, 5 November Der russische Botschafter General Jgnatieff hatte vorgestern bei dem Sultan eine zweistündige Audienz, worin er demselben die schlechte türkische Verwaltung, die Unzufriedenheit der Untertha- uen. der Verfall der Finanzen und die Dringlichkeit von Reformen aus- einandersetzte.
dmmfui.
, 5. November Nach den setzt vorliegenden Ergebnisten erhielten im Staate New Zjork die Demokraten eine Majorität von 3000 Stimmen. In Ämfa» siegten die Republikaner.
r o r a l - dx o t t z.
Giesen, 7. Nov. Tai jährliche V dürjnlß unferer Hochlchule ist fttr die nächste Finaniperiode zu 36<),532 M veranichlaat wovon 94,461 Mk durch eigene »mnabmee fle^rdl II d, iodaß ein au% der Stac t ■■■ . .
12,061 fit mebr, ali dermalen, erforderlich erfcheint- D»e Haupkauigadevoi'ien bilden natürlich die Gehalte und Remunerationen im «MelammtOrtrag von 214.715 3)1
— — Tie für die hiesige Feuerwehr in Söln gefertigten Fackellampen sind eme getrosten und werden gleich bei der nächsten llebuna Mittwoch Abend ihr richt leuchten lasten. G« wird durch dieselben viel an F«ckeln gespart; die neuen vorzüglichen Uart« bmerbofen ermöglich n jetzt auch nasse Uedungen an der Letter
Verlag von Eduard Zernln in Harmstadt.
Durch alle Buchhandlungen zu bestehen
fi(impfe und Leiden
der
t^vangelisciien in Crfterrrteb, Lteiermark, ftdrntbrn und Arain.
Eine ernste Warnung für alle Evangelischen von
Hermann Baum, Archibiokonu» iu L angerrnünde Drei» ck Mark.
Tie von Wittenberg au» Über ganz teuischland sich verbreitende Reformatio» hatte solche Timmfionen angenommen, daß e» eine Zeit gab, w neun Zehntel seiner Bewohner dem evangelisch n Bekenntnisse iuget!ran waren Ilm btre Ausbreitung za dem men. veranlaßten Mönche insbesondere der jrbmal Eamveggio, den Er« Ferdtnanb, die -lnhänger der ketzenschen Lehren sa-^mt ihren Lchristen dem Scheiter hau'en zu überliefern Da diese« Mittel nicht anlchlagei wollte, so Uetz Ferdinaatz auf Betreiben seine« Beichtvater« Jesuiten in« Land rufen die unter Rudolf II immer offener gegen den P ote'tant'«inu< JVont machten Namentlich war fkteiel. der von dem Herzog Emst den Vefedl erwi kte, daß alle sich in Wien auftzasi lenden protestaniii'chen Prediger geianglich erngezagen. und feder, der feinen evangel». ichen Glauben nicht abschwöre-' wollte innerhalb drei Monaten de« Lande« »ertpidea werben sollte Ten gegen solche Maßregeln vrotesttrenden Stdnben wurde mit Strafe an Leib und Leden gedroht .^er^fnand II ließ feinem zu LoreNo geleisteten Schwuee getreu, alle Xetzer zu o er treiben oder sie der kath.-'lischen ^rrche wiederzugeben, an alle protettantifchen Prediger und Lehrer die Austorderung ergeben, binnen •< läge' ihre Armier niederzulegen und da« Land zu verlast<n Alle Nichtkatholiken sollten sich ia der römischen L hre unterrichten lassen und biefelbe annehmen. wtdrigenfall« man lßven Hab und iZut. Gewerbe und Nahruni nehmen würde Viele, ramentlich vom reichen Adel, flohen in die denachbanen Länder: andere traten, durch die Leiden mftrba gemacht. zum £etboltri«T.u4 über. iu'A den wrn-äli chen Kneoen halten d'< freie* flamen die Religio: «freitest nu- scheinbar erkalten, da man sie auf je e S ste an deren Ausübung hinderte Stein arf und vödmm hatte eine au« ka ferlichen Beamten und Jesuiten gebildete aommifsion den Auftrag erdalten, brr Ketz rei m Lande rin Onbe zu machen T e. welche in Rol«e dessen au«iuwandern Per fHe waren, wurden an der Grenze in'« iMefänania grw? fcn. Ker sich den Vdehlen f r l-ommission Nicht fügte, dem wurde in Oe emrait der Jesuiten der Ttaen auf die vrust gesetzt mit bet Trohuni. e>stechen ja werden Wenn auch unter Jafeb II. durch da« fog Zoletünie?id die ta, e der thoirflanten eine cünsiigere wurde al« bisher, fv erfreuen sich birelbm doch e st seit 15 fahren der vollen Ureitzeit Ihre« evange!"ch<n vikenntnifles (5^22
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