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Ltt. V Nr. 1.

Kricasgcrichtlichcs Erkcnnwiß.

- . , vom 5 ^unt er bestätigt am 29. Juni er. vorn kommandirenden General des 11. Armee-Corps, ist der auS

«n ^Uld' »r, re Musketier Heinrich Neider Selb -Compagnie 2. Großherzoglich Hessischen Infanterie-Regiment« (Grvßherzog)

Aller «Hausen. Kre, G-etz-n- ü^-g- Musk t«r H«.nr.ch Zuchthausstrafe von zwei Jahren, sonne zum Verlust der bürgerlichen Ehren-

m «' s»> d«.»»« ...

Anzeige- und Z<mtsl>la!t für den Kreis Hießen.

Freitag den 9. Juli

macht wird.

Darmstadt, den 2. Juli 1875.

Grvßherzogliche« Gericht der Großherzoglich Hessischen (2b.) Division.

politisches Th 5 ib

üesterreich.

vnagoge Rue de la Victoirc Gottesdienst und Geldsammlung für die

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Coblenz, 6. Juli, Mittag-. Nach den ne Positionen wirb der Kaiser von Gastein am fA

und deS ganzen diplomatischen LorpS stattgefunden. Die Mitglieder der Mtni- sterien, die hohen Beamten, die Cardtnäle, Bischöfe und Prälaten wohnten den Leichen-Feierlichkeiten bei. Die Straßen waren von einer dichtgedrängten

Zolksmenae gefüllt. * _

Wien, 7. Juli. Die amtlicheWien. Ztg." meldet die Ernennung tes Fürsten Nikolaus Wrede zum General - Consul Oesterreich-Ungarns in

Prag, 5. Juli. Neber die Leichenfeier des Kaiser- Ferdinand in Prag berichtet btcBohemia" : Die Ueberführung der Leiche des geliebten Kaisers aus der Hradschmer Hofburg ztim Staatsbahnhos geschah, gemäß dem bestehen­den althergebrachten Hofceremomell in einfacher Weise, ohne alle« besondere Schaugepränge. In aller Stille, ohne Klang und Sang, bewegte sich der düstere Zug durch die Straßen der Stadt, blos das Geläute der Ktrchenglocken unterbrach das ernste, allgemeine Schweigen; aber die zahllose Menschenmenge, welche sämmtliche Gasten, durch welche der Trauerzug sich bewegte , füllte und dem scheidenden Kaiser m stummer Verehrung den letzten Gruß zuwii.kte, sprach lauter und eindringlicher, als alle Trauerchöre und Psalmenmelodieen. Ganz Prag hatte für den verblichenen Kaiser Ferdinand Trauer angelegt, m den Straßen, welche der Zug berührte, gab es selten ein Haus, an welchem keine Trauerfahne ausgesteckt gewesen wäre; an vielen Häusern wehten außer schwar­zen Flaggen auch umflorte Flaggen mit den kaiserlichen Farben; hier und da sah man weiß-rothe Fahnen mit Trauerflor. Auch in jenen Stadttheilen, durch welck e der Zug nicht kam, waren viele Trauerfahnen zu bemerken; selbst die Obstweiber am Markte hatten ihre Verkaufestände mit schwarzen Fähnchen ge­schmückt Schon am frühen Morgen wurde eS gestern in den Straßen Prags lebendig, und gegen 9 Uhr stand die ganze lange Straßenreihe vom Hradschin bis zum Babnhofe Mensch an Mensch; aus allen Fenstern, von allen Balconen sahen Leute herab, selbst auf den Dachfirsten und Kaminen konnte man Men­gen bemerken. Eine große Strecke lang bildete Militär Spalier; an den übrigen Stellen wurde das Spalier von den Bürgercorps, den Vereinen, Gor« porationen, dem Clerus, der Schuljugend :c. gebildet. Ueberall herrschte trotz des uugehi uren Gedränges musterhafte Ordnung.

Frankreich.

Paris, 5. Juli. Ter Marschall Mac Mahon kam heute um 6 Uhr nach Versailles zurück. Er ist der Ansicht, daß die Verluste in den über­schwemmten Gegenden in Folge ihrer Hülfsquellen und ihres Re.chthums m fcrei bis vier Jahren wieder gutgemacht sein könnten. Morgen theilt der Mar­schall den Ministern die Bemerkungen mit, die er während fetter Neise auf- nehrnen ließ. Ehe Maßregeln angeordnet werden, wird die Regierung jedoch noch wettere Mittbeilung abwarten. Die Subscriptton der Marschallin Mac Mahon beträgt jetzt über 1.000,000 Frcs.. und mit den Geldern, die beim Staatsschatz eingegangen sind, nahe an 1,500,000 Frcs. Der Generalrath des Lot- und Garonne-DeparterncntS (es gehört zu den Ueberfchwemrnten) hat die Summe von 240,000 Frcs. votirt, von welchen er 100,000 der Marschallin Mac Mahon zur Verfügung stellen wird. Mehrere Corps-Commandanten, darunter auch Lebrun (3. Corps, Rouen), haben Tagesbefehle an ihre Trup-

Berlin, 7. Juli. DemRkichs-Auz." zufolge ist der Handels-Vertrag zwischen dem Zoll-Verein und dem Königreich Italien vom 31. December Ivvv und die Schifffahrts-Convention zwischen dem Norddeutschen Bunde und Ita­lien vom 14. October 1867 vom italienischen Gesandten gekündigt worden

. aetioffenen Di«- pen erlasse» und in allen Regimentern Geldsammlungen für die Ueberschwemm-

7° nach Berlin rurückkeh- «n befohlen. Morgen findet auf Befehl de- Groß-Rabbmers Zadoe Kahn in » vn «ui|cl wn «.»in... ««i 10. August nad) Strl j @nna«iw Rue de la Victoire Gottesdienst und Geldsammlung für die

reu und am 15. Anglist sich zur Enthnllung des Heima n - Majestät Ueb-rschivemmten statt. Die Gelder, welche eingehen, werden an die Mar- Detmold begeben. Wahrend des 2. und 3. ®ePtembet6 ® ,^1» 2»ac abgeliefert werden. Die Blätter, welche bis jetzt am

in Weimar verweilen und der feierlichen Enthüllung de- Deukma* 'meisten Gelder auftrachten, sind derTemps" und da«Salut Public" in zogs Karl August an dem 100jährigen Jahrestage seines Regier g ., s8clfcc CIbteltnt ungefähr 150,000 Frcs. Die Subscriptionen der

3. September, b.iwoh'wn. Vom 8. bis lS. S-ptemb-r ww(-.^M 1J^ ultjamDntanen Blätter erreichen nur die Hobe von 10- bi« 20,000 Frcs. bei den Manöver» in Schlesien gegenwärtig sein d°« H P q Pari», 6. Juli. Mac Mahon ist diesen Morgen um 6 Uhr in Ver-

sich in Liegnitz befinden und vom 18 bis 26 ^ep,e Baden-Baden s-illes «ngerroffe». Die heutige Börje ist beunruhigt durch ein aus den bekann- bei Rostock beiwohnen, um sich daraus am »8 September ch teH, ^.^verläjfigcn Zeitung« - Nachrichten entstandenes Gerücht, daß der fran-

zu begeben.

Deutschland. r ~ v t x

m ,, {n (u;,fc.nPT Wien, 6. Juli. Das Leichenbegängniß des Kaisers Ferdinand hat

Hungen. In cm«m au« hm,r qimme/ au« heute mit» Th-ilnahme de- gesummten kaiserlichen Hose«, der sämmtlichen h.er Anzeiger" ubergegangenen Artikel wird sich "ber den Bürgermeister Z u, füisilichen Gäste, der Special-Vertreter der auswärtigen Fürsten

ViUingcn in einer höchst gehässigen Weise ausgesprochen, ^ B g i* K Ouitmä ftattaehinben. Die Mitalieder ber Mtni-

Qjmmer sich um bie Wahl zum Lanbstanbe bisher nicht bemüht hat, ist ebenso gewiß, als es gewiß ist, baß ber größte Theil ber Bewohner bes Hungen- Licher Wahlbezirks wünscht, daß in bemselben feine Wahl zum Lanbtag erfolge. ' ^jcht feine Stellung als Lanbwirth. sondern feine Intelligenz unb die Selbste ftdnbigfeit seines Charakters sind bie Beweggrünbe für Diejenigen, welche feine Wiederwahl gern sehen würben. Daß Herr Zimmer politische Ansichten hat, weiche mit beteiligen Anberer nickt übereinstimmen, ist klar. >Lie Selbststan bigfeit seines Charakters hat es aber niemals zugelassen, diese Ansichten ohne genügendste Ueberzeugung zu weckfeln. Daß derselbe fein früheres landstänbi- sckcs Wirken nicht mit einer gew.sien Eitelkeit zur schall getragen, bas hat feine Bescheidenheit verboten. Gewiß ist aber, baß er sich an jener Stelle nicht unn Werkzeug einer gewissen Partei hat gebrauchen lassen.

Berlin, 6. Juli. Die beiben ältesten Söhne bes Kronprinzen sinb aus Kassel im Neuen Palais eingetroffen, wo sie bie Sommerferien zubringen. Prmz Wilhelm besucht bekanntlich bas Gymnasium in Kassel.

Berlin, 6. Juli. DiePosener Zeitung" meldet: Vom Erzbischof in Prag sind bekanntlich 16 Kleriker aus dem Theologen - Seminar in ©liefen iii Priestern geweiht worden. Dieselben leben ganz ungestört in unserer Pro­vinz überwachen unb terrorifiren bie Geistlichen, welche im Gerüche stehen, nut den Verwaltern des erzbischöflichen Vermögens zu corresponbiren, unb heften das Volk sowohl wider sie als auch wider die Gesetze des Staates auf. Die modernen Avost.l gehen in Civilkleidern, sind von der Tonsur dispensirt, lassen sich auch den Bart wacksen und scheineii beauftragt zu fein, den Zustand der Missionen bei und einzuleiten. Es wäre wohl an ber Zeit, auf biefe Apostel em wachsames Ange zu haben. Canonicns Dr. Künzer ist, wie bieSckles. Volkszeitung" berichtet, vom Dorncapitel zum Magister fabricae ber Domkircke zu Breslau gewählt worden.

Berlin, 6 Juli. Die Derathung Geschworener in Gegenwart dritter macht das Verfahren ungültig. Entfernen sich jedoch diese Personen aus dem Berathungszimmer ber Geschworenen vor Beginn ber Berathung und Haden dieselben während ihrer Anwesenheit keinen Einfluß auf die Entscheidung in der vorliegenden Proceßsache auszuüben versucht, jo ist hierin, nach einem Erkeniu- des Ober-Tribunals vom 4. Juni b. I., eine Verletzung ber bezüglichen Proceßvorsckrift nicht zu finben. v ,

Berlin, 7. Juli. DieProv.-Corresp." bestätigt, batz sich an den Bade-Aufenthalt bes Kaisers gegen Ende September, wenn irgenb möglich, der längst beabsichtigte Bestich des Königs Pictor Emanuel anschließen werde. Der Kaiser hat demselben Blatte zufolge am 29. v. Mts. die drei großen Verwaltuiiqsgesetze fanctiomit. Bezüglich des jüngsten Artikels eines hiesigen Blattes über die Wirthschafts-Politik der Regierung bemerkt bie Correspondenz, Paß es der Achtung vor ber beutschen unb preußischen Regierung zuwider wäre, gcden solche ganz gewissenlose Schmähungen em Won der Rechtfertigung zn