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Anzeige- und "Amtsblalt für den Kreis Hießen

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Mittwoch den 9. Juni

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Großherzogliches Kreisamt

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KL f. C. Wie», 4. Juni. Tie Politik bat ihren Sommerschlaf ange-

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ttrlcLdP* täftttct», mit UM» Montags.

(tpftttten: (Sen|leil<T|, Llt. ® . 9h. L

Harbach: Georg Münch I.,, Heuchelheim. Philipp Jung IL, Holzheim: Peter Jäger IX., Gießen, den 7. Juni 1875.

Muschenheim: Karl Sckmid,

Nonnenroth: Adam Koch IV., seitheriger Bürgermeister, Reinhardshain: Wilhelm Hartmann, Saasen: Georg Wilhelm.

Gießen.

des Handels zu werfen, welcher ein Nachbarland m FriedenSzeit gewiß doch mehr interesstrt, als Hundstagepolitik. Man hat Oesterreich oft das Lob er- theilt, daß es aus seinen Niederlagen Nutzen zu zieben verstehe. Tas galt zwar hauptsächlich von Niederlagen auf militärischem und politischem Gebiete, es gewinnt aber auch den Anschein, als ob Oesterreich, das wie leiten ein europäischer Staat finanzielle und commercielle Schläge hat erdulden müsien, auch bicr weise den Weg der Befierung betreten hat. Finanziell nimmt es sich sehr zusammen; auf rolkSwirthschaftUckem Gebiete sträubt sich die Regierung, den schutzzöllerifchen Jntriguen ein williges Ohr zu leiben; das Werk der Tonauregnlirnng ist ein großartiges und vielversprechendes, und auch sonst wurde und wird Biel für Hebung des Handels gethan. Und der Erfolg bleibt nicht aus, wenn er auch vorläufig nur sehr bescheidene Timensionen angenom­men bar. Mit der beste Maßstab für die Deurtheilung des Verkehrsumfangs in einem Lande sind wohl die Betriebsausweise der Bahnen, und diese weisen für den Mon^t April und überhaupt für die ersten vier Monate d eses Jahre- eine erfreuliche Vermehrung, namentlich im Güterverkehr, nach. Im April 1tz75 wurden auf sämmtlicken österreichisch - ungarischen Locomotiv- Eisenbahnen befördert 2.852,417 Pasiagiere gegen den entsprechenden Monat des Jahres 1874 allerdings eine Abnahme der Pasiagiere um 364,116 Köpfe, resp. 11 pCt. und 341/4 Mill. Zollcentncr Güter, das ist eine Frachtsteigerung von 6</2 Mill. Zentner oder 131/2 vCt. Tas Resultat dieses Verkehrs ist eine Zunahme des Brutto Ertrages um 1/4 Mill. Gulden. Ter größten Zunahme des Güterver­kehrs erfreute sick die österreichische Nordwestbahn, bei welcher es in dem einen Monat um 1,291,375 Gentner gegen April 1874 gestiegen ist. Tux-Bodenbach, ! Franz Joseph und böhmische Weftbabn hatten ebenfalls einen ungewöhnlich ver­größerten Güterverkehr. Im Ganzen haben von 50 Dahnen im April 1875 vierzig Mehr- und zehn Gesellschaften Minder - Einnahmen nachgewiesen. Was die ersten vier Monate des Jahres anbetrifft, so wurden während derselben

In Verhinderung des Kreisraths. Dr. Hoffmann, Regierungsrath.

AlS Bürgermeister wurden weiter erwählt, bestätigt und verpflichtet: für Bersrod: Ludwig Wilh. Böcher, seitheriger Bürgermeister,

Climbach: Jakob Stein,

Geilshausen. Peter Wagner VIII., seitheriger Bürgermeister, Groß Linden: Johannes Zörb I., seitheriger Bürgermeister,

für Langsdorf: Johannes Köhler IV., seitheriger Bürgermeister, Lumda: Peter Schultheiß IL,

für Eisenbahn-Anlagen, evang...,_. u . - -

muthmaßlichen Ueberschuß der Staatsschulden- Tilgungskasie mn 5, <41,271 fl.; aeiecknet, eraibt, und zwar unter der ausdrücklichen Voraussetzung, daß sammt-

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[lebt, bejw. bind) bejonberc «dien gebedl bleibt - .

tiuenbabnbau« und Provinzial Straßeubauichulden, bis Gtnbc Ibis ein schul- ben freie« Verniögen bes Staates von 13,141,2 < 1 fl Tie Eiseiibahn-Bauschuld ivird Gnbe 1875 bic Snnime von 7,788,830 st. betragen; ber Ertrag der Staatsbahn repräfentirt inbefc nach Abzug ber Verzinsung zu 4 pCt. unb >, pßt. Tilgung em schuldenfreies Vermögen von ca. 5,500,000 st. An Pro- »tnual-Strastenbauschulben waren Ende 1872 noch vorhanden. unb zwar zu d'asten ber Provinz Starkenburg 301,800 st., ber Provinz^Oberhesten 1 170 726 st. zur Tilgung und Lerziusung berfelben hat ber Ltaat indeh läbrlt* nut 43.342 st. beizutragen, ein für bie Finanzen unerheblicher Betrag.

Darmstadt, 7. Juni. Se. ftönigl. Hoheit bei Großherzog haben allerauädigst geruht : am 31. Mai den ordentlichen Profesior in ber evangelisch, theologische., Fakultät der Laubes-Universität, Ur. «balbert Merx, aus sein Rachsuchen von seiner Dienststelle mit Wirkung vom 1. September 1875, zu

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5. Juni. Ukbcr die Stellung, welche Bischof Ketteler zu den hessischen Llichcn-Gesetzen einznnevmen gedenkt, äußert sich teilen officiöies Blatt, dasMainz. Journ.". wie folgt:Es wird unseres Erachtens nicht über flüssig sein, wiederholt das Princip festznstcllcn. welches den Herrn Vilches von Mainz gleich den preußischen Bischöfen leitet oder leiten mutz Es ist dae Brinciv. daß die Beziehungen zwischen der Kirche und der Staatsgewalt nur durch Uebereinkunft geordnet werden können, daß eine einseitige iLtaalS-Giietz- aebnng in kirchlichen Verhältnissen keine Rechts-Verbindlichkeit zu begründen vermag, und daß die von Golt gegründete Versasiung der katholischen Kirche durch keine menschlichen Anordnungen geändert werden kann. Nach diesem un. erschütterlichen Princip werden dic hessischen Kirchengewtze rn allen MenPilnk- len widerstandslos durckgefübrr werden, welche entweder dem gemeinen Reckte der katholischen Kirche entsprechen. oder durch besondere Uebereinkunft der Großh Regierung mit dem heil. Stuhl oder nut dem Bischof vereinbart und. I» allen «oberen Punkten wirb bie DurcksüHrung bie er g-. Mill. Pasiagiere - ein? Abnahme von 800,000 - unb 224 Mill. Cent-

Schwierigkeiten hervorruten, welcke in anderen Staaten burd) "eueste « x lahme von 14' , M,ll. - beferbert. Tie Einnahmen beliefen

chen-Gesetzgebung veranlaßt würbe». . .. , @ .. xz, sich auf 52 Mill. Gulden, nur wenig mehr als in ben entsprechenden vier M°-

®erlitt, 5 Ium. Der ,N. «r. Pr. Ichre.bt. man aus 'w CCTigen Jahres. Em besseres Bild von der Vergrößerung des

Villa, bie Ton Alphonse- in ber ^"^ster V jP- terfelben dem General- Eisenbahnwesen- m Cefterreicb Ungarn gewinnt man, wenn man die Resultate gemietet; nun aber unterhandelt er nut tem »eli6er bet)eU,en beni wene Monat April 1871 vergleich».

Agenten einer Bersicherungs-Gefellfchaft, um sie äufi.ch an sich zu bnngen e n b« nna» apr 1 , um 790 Meilen, d. h. um

Beweis jedenfalls, baß Slphonso sie "icht so bald °erl-ffen.will % p6t. verlängert. Tie Zahl ter bewerten Passagiere

Sommermonate wirb baS spanische prmzliche P S l , dieser Zeit um 852,000 fein Plus von 42'/, pCtJ, die Frachtquan-

E«s, 6. Ium. Kauer Wilhelm is em Diorgen^um^O^Uhr hier stieg E .^tzL.Oi O Gentner (ein Plus von 44' pCt.) unb Cer monatliche

eingetroffcn. Terselbe wurde voni K-i'cr vo . tz Kuraäfleir Bruttoertrag um 2,034,000 Gulden, d. H. um 17V2 pCt. Ter Verlängerung

Württemberg am Bahnhof empfangen wo em g ß 3 Sckienenstranges entspricht zwar n°L nicht die Vermehrung des Betriebs

unb Einwohner» ver,animelt wat, b.e ben Ä«i|« «« "en unb der ©»nahmen, aber es stnb boch für Lesterre.ch günstige Resultate, bie

gebunge» begrüßten. T>c Ma estateri s h d g Stadt viel bessere »och zu erwarten berechtige», wenn man bte gegenwärtige, allgemein

Vier Tburmen", um die Kömgm von Wurttemoerg zu oemwi ungünstige Geschäftsconjunetur bebenft.

ist reich beflaggt. , dem Kaiser von Triest, 5. Juni. Ter Lloyd-Tampfer Minerva ist mit der indo-chine-

polilischer Theic

Vorstellung im französischen Theater. Abends war ein venetianisches Gondel.

Deutfd)lQllö. fest auf der Lahn veranstaltet. Die Stadt war glänzend illuminirt und der

5 ^tuni Wenn einzelne Blätter in letzter Zeit mehrfach Villen-Stadtthell gegenüber dem Kursaal bengalisch beleuchtet. Kaiser Wilhelm ssir feiaöÄffl!

so wirb dieser Versuch am beste» durch eine glaubwürdige Darlegung über die Coat;c"e"ta(tsi , c>uni flaifer Wilhelm bat heute feine Brunnenkur b«n?^ Mber1chuß"v°.?'etwa 1,400,OOO^fl. begonnen. Der stößig von Württemberg wird Dienstag, ber Kaiser °°» Ruß.

"SSÄM Der .Isaß- lo.br.ng.sche Landes.Ausschuß .st Hieraus verichiebene wartet, «$ftrd)c k) blpnitc" rint. ylcr,u btn auf de» 17. b. Mts. nach Straßburg einberufen worben.

oesterreich.

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'b-d-'b-'-- und P'°°wi-°>/StraHenbauichulden, bis E^-e 1875 « schul- galten. ^U.'ter 'M«». Umstmide»^^^ekszelt "gewiß doch

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