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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hießen
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icustag den 9. März
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Berlin, 6. März. Das Abzeorbnetenhaus setzte die Berathung des
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und Staatswohl dies bis Schriftstücks nicht
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Pretk vierteljährlich 2 Mart »Pf.«Uvrirr,erleh» Durch VL Post bezog«» vt«eljLH,itch 1 wart 60 Pfennig.
taatteh, mit HuA» nabn< Moutag-.
Expedition: vapzleiber,, LU. 8. Är. 1.
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teil Dank.
ebenen.
Bischofs vorbringt: es sind lauter Ungründe, die zu Abgründen führen. Dazu hat der Bcrsasier noch einige sehr tactlose Unziemlichkeiten gefügt, die gar nicht geeignet sind, seine Sacke zu verbessiru. Tahin zählen wir zuerst das Lob, wclckes er der Adresie einiger Studirenden vom L December 1841 zollt, obwohl es bekannt ist, daß diese Adresie ihren Ursprung der Inspiration des Prof. Riffel verdankt hat, der kurz zuvor entlassen war aus Gründen, die ein guter Staatsbürger und ein Ehrenmann nie unbeachtet lassen darf. * Dahin ' *- --------nur von Unwissenheit und hämischem
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unger Mann iuii >t Stunden de; lc» : 21. 257._________
Berlin, 5. Mrz. Tie Commission zur Vorbcrathung der Provmzial- Qrdnunst beickloß gegen den ausdrücklicken Widerspruch des Regierungs^Eom- miü-is mit 11 gegen 10 Stimmen die Tbeüung der Provinz Preußen in die Provinzen , Ostpreußen" und „Westxreußen." Tie Dotations Commis,ton beschloß sodann die Erhöhung der Dotationen für den Chausiee-Bau um 4Millio-
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Ästigen.
Leopold Schmid, den jedenfalls der Bischof fietteler schon deshalb wenigstens mu Stillschweigen zu ehren hätte, weil er ihn aus der demselben mit Recht gebührenden Stelle, ohne daß er anders als durch eine Gewalt-Maßregel daraus beseitigt worden wäre, verdrängt hat. Und nickt minder zählen wir dahin die Unwahrheiten, die hier ebenso wie im Namen des Bisckofs gegen Wasiersch- lcbcn, Schäfer und Lücken vorgebracht werden, hockst ehrenwerthe Gelehrte, die man nicht herabsetzen kann, ohne sich selbst herabzusetzen.
(Frkstr. Journ.)
Deutsch tand.
Berlin, 5. März. Tas Abgeordnetenhaus genehmigte in der heutigen Abcndsitzung den Gesetz-Entwurf über die Abtretung der preußischen Bank an das Reick in dritter Lesung und setzte sodann die Berathung d^es Etats des Handelsministeriums fort, Für den Neubau einer Gewerbe-Akademie wurde die geforderte erste Rate mit 450,000 Mark nach den Anträgen der Budget- Commissiou genehmigt, ebenso die Etats des Herrenhauses und des Abgeordnetenhauses. ‘ Bei der Berathung des Etats der Eisenbahn-Verwaltung wurden als einmalige außerordentliche Ausgaben für die Nieberschlensck-Märkiscke Dahn 3,588,500 Mark, für die Ostbahn 10,120,750 Mark bewilligt. Die Etats für die Berliner Verbindungsbahn mit 1,453,000 Mark und für die^ westfälische Bahn mit 9,039,000 Mark wurden ebenfalls genehmigt Nächste Sitzung mor-
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,5 jd beim, man wollte ihnen EimS anbängen, woran sie in Wnklickk.it ganz Nach Möglichkeit die Tu ge bei uns wieder bis in die Zn- des wlsisalisä en FriedlUt und des Ecucils ich Dient atri cf» ie^tb7öi7aif(irciV’vebr * in Seschraubl zu haben, dns Verdienst bleibt ausschließlich dem Herrn v. firmier,
" nnr HKire bei ter ter sein Bisihum ausschließlich dem Mackispruck deS Papstes verdaicht bat und
dastür dem Papste stets dankbar gewesen ist.
Ties führt unS auf da- zweite Argument, welches sein Advocat vorbringt, um das Mainzer Eemi, ar in dem bisherigen .Besitzstände" zu erholten, und welches aus den Verträgen entnommen ist, die unsere Staate Regie,ung mit dem Papste 1821 und 1827 auf die in den beiden Bullen „frovida solersque“ unti „Ad dominici gregis custodiam“ enthaltenen Bebingiingen hin geschlossen haben soll Aber schade, daß dieser allerdings beabsichtigte Vertrag gar nicht wirklich zu Stai de gekommen, und der Versuch, ibn zu schließen, an der von den deutschen Regierungen stets beaistandeten Ansnahnie von ,wei Stellen in jen.r Bulle gescheiten ist, von denen die eine «ben das vom Papste gewünschte Seminar betraf/ Vertragsmäßig festgesetzt ist also nur die in jenen Bullen beschriebene Diöcesan. Einrichtung, aber nicht das Mainzer Seminar mit der dort verlangten Studien-Einrichtm g; vielmehr gilt tafln die Verordnung rom 30. Januar 1830 nebst den Abänderungen, welck'e dieselbe später erlitten hat. Liese wohlbekannte Geschichte existirt für den Verfasser gar nicht. Aber auch davon schweigt ei, daß jedes füg. Concordat für den Papst so wenig als für die hetr. Staats-Regierung die Bedeuinng eines förmlichen Vertrages bat, schon deshslb, weil sich der Papst stets dabei vorbehält, nur diej.nigen Bedingungen erfüllen zu wollen, die ihm vorkommenden Falles als verträglich mir dem Heile der finche erscheinen. So hat er in jenen Bullen wiederholt zugesagt, bei jeder Dischvfswahl solle ein Jnsormativ-Proceß angeordnet werden. Als aber 1849 Leopold Schmid gewählt wurde, hat er diese Wahl ohne einen solchen vollkommen willkürlich verworfen, obwohl der Gewählte seiner Ehre wegen auf diesen Proceß als einem Recht bestand und darum auch nie verzichtet bat. Noch schlimmer^ steht es in dieser Beziehung feit der Unfehlbarkeits-Erklärung
Bischof v. ftc-ttclcr und das Mainzer Seminar.
Ter Herr Bischof o. ffettclei bat tiefer Tage unter die Mitglieder der unschuldig warern erfteu Rammet ein vorher schon im „Mainzer Journal",veröffentlicht.« Schrift, t.n JtoFoimio, stück vertheilen lasten unter dem Titel: ,. ttr Tiöcese Mainz", welches zwar im Wesentlichen i.....— -.....-
rrften Berathung der fiirchengesetze vo, dem Stellvertreter deS Bischofs in der Hammer wiederholt, in dieser neuen Bearbeitung und Verwendung aber ohne Zweifel dazu dienen soll, die Kammer Mitglieder für die bevorstehende zweite Berathung dem Bischof günstig zu stimmen und bei ihnen die endliche Ablehnung jener Gesetze, so viel eS nut angebt, zu befürworten. Daran ist nun freilich nicht zu denken. Denn die erste fi(immer wird jetzt so gut wie die zweite für die Gesetze sich aussprechen, weil die Zustände in Deutschland, wie sie sich nach und nach entwickelt baden, und in gleichem Maße Gerechtigkeit
" " ‘ unbedingt verlangen. Auch läßt der ganze Ebarakter
entfernt erwarten, daß es die Billigung einsichtiger und irovioenrenoer rvlanner rvirde erhalten können j im Gegentheil, es sinden sich Stellen darin, bei denen man erstaunen muß, daß auch nur der Buckes fiel, tcler selbst sie hat gutheißcn mögen, da sie ein altes Partei-Getriebe heraus- beichwören und Eriiinerungen aufwecken, von denen jeder Ehrenmann sich zu- rückziebt. Eo wie die Sache jetzt steht, können wir Den, der spricht, und Den, in befielt Namen gesprochen wird, nicht von einander trennen: der Eine ttiiiß als der Mitschuldige angesehen werden, und ob dies btr Angelegenheit, nm die es sich handelt, förderlich ist, wird sick bald zeigen. Denn nickt nur gehören die Gründe, welche für die Ansichten und Wünsche des Herrn Bischofs gütend gemacht werden, einer ganz absonderlichen Lebens - Ansckannng an, die nicht leicht Einer von Denen, auf deren Entscheidung es ankommt, mit dem Wortführer theilt, sondern es werden dafür and) eme Menge von Sophismen und Entstellungen des wirklichen ThalbtstandeS vor gebracht, die jeder finndige fegleich bemerkt und durchschaut, und dazu gesellen sick) noch Unziemlichkeiten und Unwürdigkeiten gegen allgemein geachtete Mäiiner, welche alle bester Uiiter-
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.stell bittet wn jeher und stets der oberste D>
PinnHeiM . irns ihr Recht, ihren „Besitzstand" schützt un _ n r Abgesehen tauen, ist es weder ideell noch historisch wahr, finr Ersteres öbit er zwar an, nach dem Apostel Paulus habe der bnlige Geist die Bischöfe »licht die Fürsten oder Staats-Obrigkeiten') zu Lettern seiner fiircke eingesetzt; allein den Zusatz: „Nicht die Fürsten" k., hat nur der Versa»er, nicht der ßvostel gemacht; diesem ist es nickt eingefallen, die Bischöfe von dem Gehor- sam gegen dte Staats Obrigkeit, sowie von der Beachtung aller lonstigen De- _____ ' Lingungen für die ihnen anfgetragene fiirchenleitunz zu entbinden; auch wurde ^niM hrfelbc ckristlicke Obrigkeiten und chnstlicke Umgebungen ohne Zweifel von
* mdnischen oder jüdischen unterschieden haben, wenn er die Leitung, die den .«Eischöfen obliegt, irgend näher hätte bestimmen wollen.
| g^och schlimmer steht es nut der historischen Wahrheit der Bebauptung. erd lu^ii, . J| einem gewissen Sinn gilt sie freilich vorn allen Mainz, alS dort tcr Erz t ll'ckos ober Bischof zugleich Chnrfürst war, obwohl auch damals von enum
'.Besitzstand" in Bezug auf Sckulen und Menschen nur insofern die Rede sein
* -hinte, als bis zum Anfang tcr neuen Zeit auch noch Leibeigenschaft und hW ^W«st-ige„schast als rechtlich« Zustände gelten. Seitdem aber stirä-e and Staat 'Ä«1*!/' ui) in Mainz auseinander traten, hsrtc tcr Bi,chot aut, selbst in e»ul
«ngclegenheiten ein unabhängiger Herr zu sein; er empfing sei,i „Recht n. ittiw1'* m lkf(n wie in andern Beziehungen, sei es von Napoleon, lei ff von seinem lel"' ,fl. .... hu liehen Landesherrn, und wenn Napoleon den Lii-dof Colmar m ,einem
Gfam zusammengestoppelten Seminar ganz frei schalten und «alten l,eß so dies lediglich seinen Grund in Napoleons dem,chsemdl.cher «bclmf, wab- teilt er dem Bischof wohl Mores beigebracht baben wurde wenn tiefer ich &1, fl6cl o’uf nnr em ausschließliches BischofsMccht hätte berusen wollen. Las dann die Bischöfe Burg und Kaiser betristt, s° 'ff b-ka-int, daß diese n
-s Betreff des Vorzugs der UniversitSts-Crztehung der Geistlichkeit mit der bem- Dv® »b siheai Landes - Regierung vollkouimen und von Herzen einverstanden waren und
«i He Gießener Fakultät zu gründen, wie zu beben unablaing bemüht ^gewesen Sgb ; das Gegentheil ans cm paar Briefen entnehmen ju wollen, he ft« unter n i»r Drucke der jesuitischen Partei geschrieben haben, ist vollkommen lächerlich,'
ßeacpinc lUiauilCl, lUUUJt uuv Ut||u mihu- ' . ..) '
Weten nur zurückschrecken können. Wer so etwas wagt hat sich schon von >»' Iab^e^ . ‘ tne^jj4e Gc]|(Dttat i(l in gclg, teffm sofort notorisch hinsallitz vornherciu aus ein UnteUiegcn feiner ^ache gefaßt zu macke . - , Lctrot^ni weil das Subjcct des einen Vertragschließers sich geäubert bat,
Shit einige Bem-iki,nge>, mögen dies bestätigen - - T« Urvoran« estung.« d . emfeben kann, einen Vertrag »,i schließen oder ein daraus
iiämlich, von der die ganze Beweisluhrnng des Lpreckers ausgeht, ist d,e al.t- . b.anspruchen, der tret er sich selbst verpflichten, noch von
neue, aber im gebildeten Deutschland, Europa und Slmenka mrgcnds jur kann, den Vertrag auch zu halten.
bringende Ident.ficin.ng des Papstes nut Cr.stns woransd Änderm »eipflichte^w^^^^^ Schnststück für die Sache des
.^Herrschaft folgen soll. i.er Sprecher weiß reckt gut, tap.er '•£ „ . ihmrfinbe. die iu Abaründen führen. Tarn
nkrnnung zu l
päpstliche Welt-Herrschaft folgen soll. _ , .. ,
dies her Kammer nicht in'ü Gesicht sagen barf, und er hütet sich baher dieses Ws- ____-- jtin Gruub'Motiv auSzusprechcu \ aber die möglichst unschulbig ausgrbriicktcu
Wit dell WlW® Eousegucnzen barauS, bie er vorbringt, sind nur wahr, insofern sie Eonfequen veMM jv« ,tn aus jenem Ursatzc sind, in jeder andern Beziehung sind sie unwahr, ^o f Mi bl ginnt er seine Argumentation sogleich damit, der sl'agUche „Bcsitzstaub , bezw. i t 6Ü1 die Einrichtung, daß die tbcologiscken Lehranstalten in ber Diocete Mamz ganz ^abllkgeiit U1b ausschließlich unter der Leitung und Aufsicht kirchlicher Obern stehen )ei . nock mehr bie unmotivirtc
W 9'^ tiii alt ererbter aus unvorbcnklicher Zeit Tics ist nur wahr, weimb er Papst ÄCUflCllbe Sckmäbung des unlängst verstorbenen und einst vom Mainzer -telthcrr. gernecu J tato erwählten Tni Theologen und Philosophen
.iv sichert 0 3 . trhpnfnn« brr Mischas firtteler schon derba b weniasiens


