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Anzeige- und ^mtsßtatt für den Kreis Hießen.
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Amtlicher Theil.
veutfchtaiw.
Hrfftr. Uta." enthält einen Brief eine» fatpo setzung des verewigten »taifers Ferdinand beizuwohnen. •
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Wien, 30. Juni. Der Tod des Kaisers Ferdinand ist am allerwenig-
Paris, 2. Juli. Erzherzog Albrecht verweilte zwei Tage in Havre,
. Juli. Die oppositionellen Elemente Buccari einberufen. Vom Erfolge ob auch in Agram eine solche statt-
Derlin, L. Juli- Tie „Nordd. Allg. Ztg." schreibt: Die Nachricht, daß der Dber Präsident von Hessen, v. Bodelschwingh, die Absicht knndgege- an6 seiner Stellung zu scheiden, scheint sich zu bestätigen. Die
Wien, 3. Juni. Der deutsche Kronprinz und der Großfürst-Thronfolger von Rußland werden übermorgen, Nachmittags, Kronprinz Humbert von Italien übermorgen, Vormittags, in Wien eintreffen und in der Hofburg ab- steiqen. Der Kaiser und die Erzherzoge werden dieselben aus den betr. Bahnhöfen erwarten. — Mac Mabon bat den französischen Botschafter Loguü beauftragt, dem Kaiser das Beileid Frankreichs auszudrücken. Voguö wird m Vertretung Frankreichs auch dem Leichenbegängnisse beiwohnen.
finden soll. t , p .
München, 3. Juli. Ter „Volksfteund" versichert, daß cuf Grund von Berathungen mit Vertrauensmännern aller Wahlkreise die Candidatenliste der „bayerischen Partei" mit größter Einigkeit in ganz Bayern feftgestellt ist. Tie Veröffentlichung ersolge unmittelbar nach den Urwahlen.
Oesterreich.
we entliche Veränderung erleiden. . . ,
Darmstadt, 3. Juli. Wie wir vernehmen, ist bezüglich emes katbo- lischcn Geistlichen die Thatsache bereits amtlich constatirt, daß derselbe die bekannte Mainzer Flugschrift vor der Wahl in semer Gemeinde zur Vcrtbeilung aebrackt hat/ Da hierzu sogar die Schuljugend mißbraucht wurde, so 'st gegen den betr. Geistlichen in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Lchulvorftandes wenn wir reckt unterrichtet sind, sofort eine Tisciplinaruntersuckung emgeleitet
politischer Theil.
Berlin, 2. Juli. Der „Reichs-Anz." meldet, daß der deutsche Kronprinz sich mit Gefolge nach Wien begibt, um auf alle,höchsten Befebl der Bei
willkürlicher Eonjec^ur.
Berlin, 3. Juli. Tie „Nordd. Allg. Ztg.", an die Thatsache des vorgestern ans 20 Mark 52 Pfennige gefallenen Wcchfil-Courses auf London, der die Verwentnng deutscher Goldmünzen zu Zahlungen ans London nicht mehr lohne, auknüpfend, beschreibt in einem längeren Artikel die Turckfübrung der Münz-Reform Zu Neujahr werde auch Bayern die Reichsmark Rechnung übernehmen. Ter Zeitpunkt fei dann da, 'wo der vollständige Uebergang zur Reicks-Goldwährung keme Schwierigkeiten mehr finde. Tas Blau spricht das fiste Vertrauen aus, daß rechtzeitig Anordnungen erfolgen, nm kommendes Neujahr als den Zeitpunkt zu bezeichneu, zu welcktm die Reicht Währung im gesammteu Reichsgebiet in Kraft tritt; dazu werde es plötzlicher Matzregeln mebt bedürfen. An grobem Silber - Courant süddeutscher Währung gelten seit vorgestern nur noch 39 Millionen Guldensiücke, wovon etwa 20 Millionen in willentlichem Umlauf sind. Bezüglich des Banknotcn-Verkehr- werden weitere Umgestaltungen fick Bahn brechen muffen. Außer 157 Millionen in Appoints unter 50 Mark müssen bis Ntujahr noch nahe bei 200 Millionen an Bank- notkn.Appomts zwischen 50 und 100 Mark ausgegeben werden. Bezüglich der höheren Appoints müsse die Erkenntniß verbreitet werden, daß sie Zahlungs- Anweisungen auf Geld münzen seien.
Berlin, 4. Jul,. Tie „Neue Fr. Pr." enthält folgendes Telegramm: Prag 1. Juli. Tie Polizei hat gestern, um politische Demonstrationen zu vermeiden, dem Huß-Comite angezeigt, daß die Huß-Feier verboten sei. Dasselbe geschah auf dem Lande Seitens der Bezirks-Hauplmannschasten. — Brünn, 1. Jul,. Bis jetzt ist in der Strik ngelegenheit keine Aenderung eingetreten. Der Dbmanu des Arbeiter-Count/ )arias, erhielt heute eine Vorladung zur Staatspolizei-Dlrection. — Agra des Küstenlandes sind auf den 4. Jul dieser Versammlung wird es abhängen
zu berathcn, wie das auf sehr Vielen bereits lastende Unheil der Gchaltssperre ' baldigst abgcwcndct und den noch drohenden werteren Maßregeln — vollständige Entziehung des Gehaltes, Ausweisung aus der Wohnung und später sogar ans dem deutschen Vaterlande — rechtzeitig vorgibeugt werden könnte. Es haben sich wohl sämmtlickc Bischöfe überzeugt, daß ,hr Clerns treu und opferwillig, wie auch andererseits, daß ihre seitherigen Proteste die Maßregeln der preußischen StaatSregieriurg nicht aiifzuhaltcn vermochten. Es würde fick empfehlen, in solchen Conserenzen von Dccanen, Pfarrern und Hülfspricstern an die Herren Bischöfe eine Adresse mit der Bitte zu verfassen, ihre Kenntniß der traurigen Sachlage und ihren etwaigen Einfluß beim heil. Stuhle zur Geltung zu bringen, um hierdurch letzteren zu veranlassen, in Anbetrackt d« schon bestehenden und noch größeren, sicher nachfolgenden Mißverhältnisse ZU einem Vergleiche mit der.königl preußischen StaalSregierung die Initiative zu ergreifen. Gewiß ist es bester, auf einen Theil von „ die auch andern Staaten im Vertragswege zugestanden worden sind, im Jntereste des Religions- friedenS Verzicht zu leisten, als durch Festhaltung an solchen die gegründete Gefahr heraufznbcschwören, daß in gewiffer Zeit die weitaus größte Mehrzahl der katholischen Geistlichen vollends brotlos und ans dem geliebten Vaterlandc ansaewiesen wird. Ein katholischer Pfarrer.
AuS L^berheffen, 2. Juli. Unsere Landtagswahlen vollztehlN sich diescsmal unter ziemlicher Theilnahmlosigkeit. Wenn auch die vielfach unter großer Erregung statkgehabtcn Gemeindewahlen den Wahlelfer etwas abgekrchlt haben und die Sommerzeit die Landbevölkerung mit ihren anstrengenden Berufsarbeiten besonders in Anspruch nimmt, so trägt doch unser jetziger Wahlmodus mit seiner theilweisen Ausloosung der Abgeordneten die Hauptschuld, daß eine allgemeine und energische Wahlbewegung nicht auskommcn kann, da die Hälfte der Wahlbezirke an den Neuwahlen kein Jntercrcffe hat. A^u kommt noch, daß bei unS die religiösen und politischen Gegensätze, welche in mehreren Wahlbczirkcii der anderen Provinzen vorhanden sind, fehlen, so daß nur persönliche Gegnerschaften cs allenfalls sein können, welche der Wiederwahl der seitherigen Abgeordneten Schwierigkeiten bereiten könnten. So hört man, datz in dem Landbezirk Friedberg und m dem Wahlbezirk Lich-Hungen gegen die seitherigen Abgg. Schaiim und Theobald Gegen - Eandidaten auftreten wollen, wie wir bestimmt hoffen, ohne Erfolg, da ersterer alS Vertreter der landwirth- schaftlicken Jnteresten und letzterer als tüchtiges und kennt,ntzrciches ^iitglied
Wadsack, Pfa»nstiel und Buderus ,st wohl fern Zweifel, und wird, soweit unsere Provinz dazu mitwirkt, also die Zusammensetzung des Landtages keine
Gießen, 4. Juli. Die _ c, . ,
tischen Geistlichen, welcher alle Beachtung verdient. Derselbe ist in dem ^ycile v-s Blattes: Mittheilunaen aus dem Publikum" abgedruckt und lautet: .
(Se wäre endlich an der Zeit, daß sich der sog. niedere Clerns in seiner ben habe, ans seiner Stellung zu scheiden, schenU sich zu bestätigen. ^ie 8c0en»°tiflm schlimmen Sage ju ßonfereneinigte, um selbst über bie Mittel Gerüchte über die Person inne- eventuellen S.acksvlgerS beruhen tndeß aus
Schweiz.
Bern, 2. Juli. Der Nationalrath hat den internationalen Vertrag vom 10. Mai über Errichtung einer internationalen Maaß- und Gewichts- Commission in Paris ratificirt.
/ranLreich.
Nr. 21 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 28. Juni, enthalt:
lRr 1078>. Vermdnuna, b.treffend die Tagegelder, die Fuhrkosten und die Uirzugtzkosten der ReickSdeamten. Vom 21. 2uni 1875.
Gießen, den 3- Juli 1875. Großherzogtiches K'e.samt Glehcn.
v. N o v e r.
Mainz, 3. Juli. Unter strömendem Regen fand der Empfang der zum 8. mittelrheinischen Mnsikfeft eintreffenden auswärtigen Sänger und Sängerinnen statt. Die Fahrt ging in den Akademiesaal des kurfürstlichen Schlosses, woselbst die Begrüßung durch Dr. Gaßner erfolgte und Restauration stattfand.
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deuten des Evmttes, Joseph S^I! unb ®etgeo^neten De* neb l Paris, 3^ Juli. Wie die in Troyes erscheinende „Aube" versichert
nach 12 Uhr. klärt sich das Wetter au,. Heute Mittag st 0 , brei^, a,gma>ärtig die Bonaparlisten in der Provinz das Gerücht, da
Abends Anlagefest. Die Stadt ist festlich geschmückt. veivreiren g g »


