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Anzeige- und Mnlsl'lali für den Kreis Hiessen
Dicnstag den 31. März
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Gießen, am 27. März 1874.
Betreffend: Die Feuervisitationen im Jahr 1874.
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politischer Theis.
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Berlin, 27. März.
Der Reichstags-Abgeordnete Hasenclever ist am
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Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, das Blatt auch im II. Quartal 1874 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen.
— Seit einiger Zeit tauchen in der ausländischen Preffe wieder eine Wige von Correspondenzen über Deutschland auf, welche in der gehässigsten
die Großberzoglichen Bürgermeistereien des Kreises, mit Ausnahme von Albach, Burkhardsfelden, Dorf-Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Hattenrod, Münster, Nieder-Bessingen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Oppenrod und Steinbach.
Wir erinnern Sie an Einsendung der Feuervisitations-Protocolle binnen 10 Tagen.
v. R ö d e r.
. . en Aufschlags an Papier und Arbeitslohn
die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich nur t st. 12 fr., frei in s Haus geliefert.
Bekanntmachung.
Der diesjährige Frühjahrsfaselmarkt des landwirthschastlichen Bezirksvereins Friedberg soll
Trfcheint täglich, mit Bu* nahmt Sonntags.
<5pfbition: Lanzleiderx.
8U. B Nr. 1.
ft JU ffjnjin ?ür alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige Abonnementspreis 1 fl. 29 fr. incl. Postaufschlags. 830, “ Dieselben können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren. — Damit wir nun in den Stand gesetzt sind, die Auflage des
lnstiger Geschäftl^"^ bestimmen zu können, ersuchen wir Alle, welche auf den Gießener Anzeiger abonniren wollen, dies sofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Lanvpostboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen können, vollständige Exemplare zu liefern, mit 4,156,700 Thln Die Redaction.
Gießener Anzeig
Derselbe erscheint täglich, mit Ausnahme Sonntags, und kostet trotz des bedeutende
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Einladung Mm AdunnkMknt
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gen ist. Auch einige Mitarbeiter der selig entschlafenen „Genfer Correspon- denz" betheiligen sich eifrig an dem neuen Unternehmen. Namentlich rühmt man die Oeffentlichkeit eines kleinstaatlichen deutschen Diplomaten, der seltsamerweise trotz seiner zweideutigen politischen Antecedentien noch immer als Gesandter bei einem norddeutschen Hofe accreditirt ist.
Berlin, 28. März. Der Reichstag hat gestern über seine Vertagung beschlosten und dieselbe auf morgen festgesetzt. Nach Ostern, wo er am 9. April wieder zusammentritt, warten dann noch folgende Arbeiten seiner: Alle drei Lesungen des Kirchendiener-Gesetzes, die zweite und dritte Lesung des Militär-Gesetzes, der Novelle zur Gewerbeordnung, und die dritte Lesung des Eivilehe- und Neichspapiergeld-Gesetzes; die dritte Lesung des Preßgesetzes und die Berathung des Verwaltungsberichtes über Elsaß-Lothringen. Daneben würde dann noch eine Anzahl kleinerer, aber an sich wichtiger Geschäfte zu erledigen !sein, wozu einige Wahlprüfungen gehören. Wenn man die Zeit, welche der Reichstag auf die eben aufgezählten Geschäfte zu verwenden hat, auch noch so knapp bemißt, werden dock immerhin drei Wochen nach Ostern als die kürzeste Frist, innerhalb deren sie alle zum Abschluß gebracht werden können, in Aussicht zu nehmen sein. Da nun das preußische Abgeordnetenhaus seine Arbeiten schon am 13. April wieder aufnimmt und höchstens eine Woche von demselben zweckmäßig mit Commissions-Verathungen ausgefüllt werden kann, so würde immerhin noch mindestens eine Woche Reichstag und preußisches Abgeordnetenhaus nebeneinader Plenarsitzungen halten.
— In der letzten Versammlung des Localvereins der Altkatholiken zu Köln machte Herr Dr. Tangermann die interessante Mittheilung: vor einiger Zeit seien von mehreren katholischen Geistlichen aus Italien an den Herrn Bischof Reinkens Briefe mit der Bitte gerichtet, ihnen behilflich zu sein, auch in Italien die katholische Reformbewegung anzubahnen.
Berlin, 27. März. Ende nächster Woche gedenken die Aerzte dem Fürsten Bismarck das Aufstehen von seinem Krankenlager zu gestatten, aber an
n flotte semi Mmtr b zugleich zu erklären,' huschen Herr > -
9warum? KWJ gerichtlich belangens , der kleinen Haum g
Darmstadt, 28. März. Nachdem die Beamten schon lange die ° Teuerungszulage für 1873 erhalten, den städtischen Bediensteten vor etwa '3 Akten- Tagen eine gleiche Freude zu Theil wurde, sind seit einigen Tagen auch
„ oi März M Ai hiesige» Nealschullehrer endlich im Besitz der auf sie entfallenden Quote mr Oper W Beihülfe.
^Boistellnns- Berlin, 27. März. Der Reichstags-Abgeordnete Hasenclever ist am
her. l-^rilA74: von dem Appellationsgericht zu Naumburg a. d. S. zu drei Monaten
«KtMgnißstrafe verurtheilt worden. Vor ungefähr Jahresfrist hatte der Prä- (teilt des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins eine aufrührische Rede in Zeitz : gölten. Das derzeitige Kreisgericht als erste Instanz verurtheilte damals • Nrn Hasenclever zu 25 Thlr. Geldstrafe. Sowohl die Staatsanwaltschaft
- - zu Butzbach am 16. April diefes Jahres
fr. per ^gehalten werden.
Sämmtliche aufgetriebenen Fasel werden von einer durch uns zu bestellenden Commission gemustert und den Besitzern der als preiswürdig erkannten !ll llbcrfCvCll! ' ^lece Geldprämien zugebilligt, zu welchem Behufs von dem landw. Bezerks - Verein und der Stadt Butzbach entsprechende Beiträge zur Disposition gestellt er der Annonce Die Prämiirung erfolgt ohne Ansehung, ob die Thiere im Kreise Friedberg und von dem Besitzer gezüchtet sind oder nicht. Den Besitzern tauglich be-
chen in Siauienberft'Widener, aber nicht prämiirter und nicht verkaufter Fasel wird auf Verlangen eine Wegvergütung ausgezahlt Nicht genügend gefeffelte und geführte Thiere ermit acheforderl, M Vnden vom Platze weggewiesen.
Es wird gebeten, alle Verkäufe dem am Platze anwesenden Gr. Bürgermeister von Butzbach anzuzeigen.
Wir laden alle Landwirkhe und sonstige Interessenten zum Besuche des Marktes ein.
Friedberg, am 20. März 1874. Großherzogliches Kreisamt Friedberg.
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üeüSklv • cxls der Verurtheilte appellirten, und so hatte das Appellationsgericht in 9^1»^ 11 _ in Mtg Gelegenheit zu der mitgetheilten Strafverschärfung.
^Suppb- — Seit einiger Zeit tauchen in der ausländischen Preffe wieder eine
«1/Ubr- '' 'Menge von Correspondenzen über Deutschland auf, welche in der gehässigsten 6ftfniNen' fcen Kaiser und das Reich zu verläumden suchen. Nachforschungen haben,
Hund r^Tüirn Tlif ber "®Iberf W officiös mitgetheilt wird, ergeben, daß sick'ein förm^ r ®ureQU ^^bildet hat, welches die Beeinflussung der ausländischen Preffe iie W reichsfeindlichen Sinne erstrebt. Die verschiedenen Broschüren von Constan-
in Frantz, die Leitartikel von Edgar Bauer in der „Neuen Hannov. Landes- !n lb ' bcm Drgan der Welfenpartei, und die von einem ehemaligen Landrath
Z der „Wests. Landes-Ztg." erzählten Klatschgeschichten über intime Vorgänge Hofe werden sehr geschickt benutzt, um zu beweisen, daß im Deutschen , her d Alles morsch sei und der Zusammenbruch demnächst erfolgen müffe. In
,r. y, 1 soll die Vertreibung dieser Correspondenzen ein vor wenigen Jahren
r iMenannteT Journalist übernommen haben, der früher bei einem hiesigen fort- ichltilichen Blatte thätig war, dann aber in's ultramontane Lager übergegan-


