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v^s virrlrljLbrig 1 fl. 12 fr «H Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr.
Ojchmer Anzeiger.
Erscheint täglich, «Lt Su*- nahme GenntayL.
Expedition: Lanzleiberg, vet. B Sfr 1
Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen
18941
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Igctt die Vorträge aus allen Zweigen der Regierung wieder mit aller Regel-
Deutsch fand.
Die „Germania" ist zu der Mittheilung auto-
hier
Samstag sm 31. Jamm
mgsvoll
Letzlarer Anzeigers.
iOactn-Expediüsn
von
fthren würden.
Die nächste Sitzung findet morgen Vormittag 9 Uhr statt und werden u. A. die Recommunicationen der ersten Kammer betreffs der Verwaltungsgesetze
Ortsvoisteher erlauben nm it beginnenden Holzversteigr.
oder Lehrerinnen an Lir...tlu,tu .......... ■
und diesen Strich iht Bedii.auna der Annahme des Gesetzentwurfs gemacht.
Brodpreise vom 30, Januar bt& 6. Februar 1S7/J,
nach eigener Erklärung der Bäcker:
2 Kilo gemischtes Brod 24 fr. 1 Kilo gemischtes Brod 12 fr. 2 Kilo Roggenbrod: erste Sorte 21 fr., zweite Sorte 17 fr.
! Mäßigkeit entgegengenommen." Berlin, 29. Januar.
meinen über unsere bis jetzt cse zu richten an den Lores.
i Cll in gSruiutliehe hi- auswärtige Zeitungen, Cour-1
. besorgt in
\ ohne Porto - und Spewn-ft- die
Darmstadt, 29. Januar. Die zweite Kammer der Stände lehnte inj ihrer heutigen (53.) Sitzung das Gesuch der Großh. Steueraufseher Kolb imbi reichen wir uns von Süd Kämmerer zu Mainz um Erhöhung ihrer Pension einstimmig ab. Hierauf wurde bei Berathung der Anträge der Abgg. Möllinger und Ullmann wegen Aufhebung des Gesetzes vom 14. August 1867, die Aufbringung der Kosten für das zur Erbauung von Eisenbahnen erforderliche Gelände betr. u. V w., die Regierung ersucht, auf gütliche Festsetzung der den Gemeinden auf Grund des erwähnten Gesetzes zur Last fallenden Beträge möglichst hinzuwirfen und demnächst die Frage, ob die den Gemeinden zur Last fallenden Beträge definitiv auf die Staatskasse übernommen werden sollen, in Erwägung zu ziehen und eventuell den Stäuben desfallsige Vorlage zu machen. Weiter wurde gelegentlich der Berathung einer Petition verschiedener Lehrer an die Regierung das Ersuchen gerichtet, die Pensionen der vom 1. Januar bis 26. November 1872 pensionirten Lehrer nach Maßgabe der hiernächst nachträglich erfolgten Besol- dungs- Erhöhungen zu normiren. Endlich erhielt der Gesetzentwurf über die Abgrenzung der Landtags-Wahlbezirke die Genehmigung der Kammer.
Nach Erledigung der Tagesordnung nahm anläßlich einer Anfrage des Abg. Schröder, bezüglich der Nachtragsetats und Besoldungs-Erhöhungen, der Abg. Dietz das Wort, um als Vorsitzender des Finanzausschusses zu constatiren, daß die Gerüchte über Conflicte zwischen dem Finanzausschuß und der Regierung, ein Ultimatum des Ersteren u. s. w. total unrichtig seien, sowie um weiter zu bemerfen, daß Seitens des Finanzausschusses diese Frage als die dringlichste betrachtet werde. Der Abg. Metz fam zum Schluß noch auf die Opportunität provisorischer Bewilligungen zu sprechen und erklärte, daß bei x-uumzausschuß, falls bie Regierung jetzt schon bcfinitive Entschließungen zu fassen in ber Lage sei, solchen nicht wiberstrebe. teilte Excellen; Herr Ministerpräsident Hofmann glaubt, daß die allerneuesten Dispositionen der Regie- rimg wohl die Frage der provisorischen Verwilligung einer Lösung entgegen-
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risirt, daß ein Circular Antonelli's, worin die von der „Cöln. Ztg." veröffentlichte Constitution über die Papstwahl als erfunden bezeichnet sei, von den Nuntiaturen den Höfen notificirt werden solle. Die ächte Bulle über die Papstwahl sei 1869 zur Wahrung der Freiheit des Conclaves gegenüber der italienischen Regierung erlassen.
Berlin, 30. Januar. Der „Nat.-Ztg." zufolge wird hier nächstens eine Versammlung von Männern aller Berussflassen zum Zweck der Veranstaltung einer Erwiderungs-Kundgebung auf die Resolutionen des Londoner Sympathie-Meetings beabsichtigt. Die hervorragendsten Landtags-Mitglieder aller Fractioneu, ausgenommen die ultramontane, werden für die Betheillgung wirken. In den nächsten Tagen wird eine kleinere Versammlung über Ort, Zeit und weitere Arrangements beschließen.
Berlin. Die ,,Kölnische Ztg." veröffentlicht eine Ansprache des Central- comitös der Altkatholiken für Norddeutschland an die Katholiken Deutschlands, welche die Entzweiung derjenigen beiden Mächte, auf deren inneren und organischen Verbindung das ganze Gebäude der bisherigen Ordnung der menschlichen Gesellschaft beruhte, zum Ausgangspunkt einer eingehenden Untersuchung über die Frage nimmt: „Woher dieses Alles, woher die Hülfe und Heilmittel, und was vermag dabei der Einzelne?"
Die Antwort darauf lautet — den Inhalt des langen Actenstücks in wenige Sätze gefaßt —:
Es ist dem Ultramontanismus gelungen, sein eigentliches Princip und Wesen in's Verborgene zu bringen, von dem Grund- und Eckstein seiner ganzen Organisation die Aufmerksamkeit abzulenken und den Gegnern als Angriffs- objcct die Consequenzen seines Princips, die Aeußerungen seines Wesens ent- gegenzuhalten. Er scheidet die Welt in zwei Hälften, in die innere (höhere) unb bie äußere (untere Welt), erklärt jene als sein Eigenthum unb bringt so sein Princip unb bie Basis seiner Operationen in Sicherheit.
Dieses innerste Princip ist bie Lehre von bcm Urquell ber unfehlbaren Erkenntniß in Sachen bes Glaubens unb ber Sitten. Dieses Princip in seiner Nichtigkeit herzustellen sei bie Aufgabe, nur so lasse sich bie ultramontane Gefahr , die Schwächung, Corruption, Verwelschung ber Lehren bes christlichen Glaubens, wirksam bekämpfen.
Eine weitere Folge jener Verfälschung ber neuen christlichen Lehre ist bie Grünbung eines Universal - Priesterreichs an Stelle ber Kirche, bie wesentlich „Gemeinde" ist.
Hiergegen kann nicht ber Staat helfen, welcher nur für bie verwirrten äußeren Verhältnisse eine neue äußere Orbnung aufstellen, aber nicht die innere Vergiftung entfernen könne. Die einzige dazu befähigte Macht sei der Alt- katholicismus, welcher bie altkatholische Sache, das positive Wesen des Glaubens aus seiner Verdunkelung unb Entstellung burch den Romanisnms heransheben unb lieber wirksam zu machen suche. Rom, b. h. ber Vatican fühle bie ihm von dieser Seite drohende Gefahr. Die Ausbreitung des Altkatholicisnms in Deutschland und der Schweiz haben ihn zur Ausgießung seines ganzen Zornes über diese beiden Länder veranlaßt.
Grund genug für alle Katholiken, welche noch nicht dem Ultramontanismus verfallen sind, ans ihrer Passivität herauszutreten und sich den alt-
unb W Volksschulgesetzes zur Verhandlung kommen.
In dieser Hinsicht handelt es sich bekanntlich noch um Differenzen zwischen der ersten und zweiten Kammer. Wir stellen zur Orientirung unserer Leser nachstehend die bezüglich des Volksschulgesetzes bestehenden hier zu- s ammen:
1) Die erste Kammer hat den Zusatz der zweiten Kammer, wonach der Unterricht nicht durch Verwendung ber Kinber zu kirchlichen Zwecken unterbrochen werben barf, abgelehnt.
2) Die erste Kammer hat ben Znsatzartikel ber zweiten Kammer, wonach Mitgliedern geistlicher Orden jede Lehrtätigkeit untersagt ist und die Re gierung nur für einzelne Personen unb Fälle widerruflichen Dispens ertheilen kann, abgelehnt. ,
3) Die erste Kammer ist bent Beschluß ber zweiten Kammer, wonach die Schnllehrer-Seminarien und Präparanden-Anstalten gemeinsame sein und die letzteren nicht blos „nach Möglichkeit" (Fassung des Entwnrfs) errichtet werden sollen, nicht beigetreten. , ,
4) Di- erste Kammer hat ihren früheren, von der zweiten Kammer ab gelehnteu Zusatz, wonach die obersten kirchlichen Behörden befugt sind, sich an der Prüfung der Lehramts - Candidate» betreffs Beurtheilnng deren Be-
n Ratbhouse zu Wehlar fofort ;d gegen hohen Lohn gesucht
Haußbursche wird gesmtt. VerErMd-A
nieberer Kirchendieuste burch Lehrer beschlossen, baß die Lehrer zur Uebernahme derartiger Dienste in Zukunft nicht mehr gezwungen werden sollen.
7) Die erste Kammer will zu -
auch je einen Geistlichen evangelischer unb katholischer Coufessiou ernannt wissen.
Der Ausschuß ber zweiten Kammer hat bezüglich aller Punkte beantragt, auf den früheren Beschlüssen zu beharren und von der Aufrechthaltung der unter pos. 5 erwähnten Bestimmung des Entwurfs bie Annahme des Gesetz twurfs abhängig zu erklären. , , , ,
Hinsichtlich der anderen Gesetzentwürfe bestehen bekanntlich hauptsachlim uock Differenzen wegen der Vürgermeisterwahl in den Landgemeinden unb ter Wahl ber Hälfte der Gemeiubevertretung aus dem höchstbesteuerten Vrertheil der Wablberechtigten. (Darmst. 3^9-)
Berlin, 28. Januar. Die „Prov.-Corresp." schreibt: „Unser Kaiser, dessen Kräftigung in stetiger, erfreulicher Weise fortschreitet, hat in ber letzten
Dietrich ck Co.,
el, untere Königsstrasse 51
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katholischen Gemeinden anzuschließen.
....... uct -öullv.vu.... ___________,.......u München, 30. Januar. Der Kaiser von Oesterreich ist heute früh fählgung zur Ertheiluna des Religionsunterrichtes zu betheiligen, aufrecht-zum Besuche seiner Tochter, der Prinzessin Leopold, im strengste» Jncogmto erhalten. hi» einaetroffcn. t r
5) Tie erste Kammer bat die Bestimmung des Entwurfs, wonach Mit-! Karlsruhe, 27. Januar. In der heutigen Sitzung der zweiten Kam- glieder geistlicher Orden oder ordensähnlicher Congregationen nicht zu Lehrern mer veranlaßte der in das Budget des Muustcriums des Innern ''.abträglich oder Lehrerinnen an öffentliche» Volksschule» ernannt werden dürfen, gestrichen! eingestellte Staatsbeitrag von 3500 fl für kirchliche BedursnMc der Altkath°' it|c» erriet) zur Bcduiauna ver Annahme des Tefetzent^urfs gemacht. Illen eine längere ^.iscustivn. ^>a diese an sich nicht grosse Summe n
6J Di- erste Kammer hat anstatt des absoluten Verbots der Uebernahme Staatsbeiträgen für den katholische» Cultus entnommen rst, s° ha"cn d Cst-
niederer Kirchendieuste durck Lebrer beschlossen, daß die Lehrer zur Ueberiiahme malen der Regierung eigentlich noch dankbar fern solle.» S a treffen b _
•ur aevvuiium kämpften sie heut^ diesen Posten in jeglicher Weise „als Prmcip , wie der
Mitaiiebeni ber Kreioschul - Commission Abg. v. Buß sagte. Mau solle warten bis zur Verbandlimg über bie ^echts-
-s. atn.ifoifinn prnnnnt Verhältnisse der Altkatholiken. Abg. Schmidt (Coi'stauz) trwiderte: „Wir
baben ein Glaubensbekeuntniß, Die keines mehr, das vom Staate anerkannt ist. Sie sind die Abgcfalleneu, wir die wahre Kircbe." Staatsminister Dr. Jolly weist auf ben bekannten Standpunkt der Regierung hin, welche, um nicht durch eine Theiluug der Dotationen zwischen beiden für die Katholiken relativ hart \\\ fein, einen mittleren Weg gewählt habe. Die Altkatholiken seien, rechtlich anerkannt. Katholiken so gut wie Anderen. Auch Abg. v. Feder (Demokrat) ist gegen bie Position. Er hält es für i uzweckwäßig, für bie allgemeinen Cul- turzwecke noch weiterhin die Steuern heranzuziehen. Seine Bezeichnung ber Altkatholiken als „Secte" ruft eine gereizte Entgegnung bes Abg. Fieser hervor. . bg. Ebelmann kämpft für bas Alterthum des UnfehlbarkAtsdogmas. Abg. Kiefer erinnert an ben Standpunkt, ben auch ber oberste Gerichtshof bes


