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Lrscheint tttglich, mit flut* naU* Montag-.

Expeditio.. Lanzletberg, v. Nr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen.

Mev. TLT.

Tonncrftag den 29. Cctoticr

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jii niedrigem Zinsfuß zu unterstützen. Tie Verhandlungen hierüber nahmen aber erneu äußerst verzögerlicheir Verlauf, so daß Zeitverhaltnissc eintraten, welche dic Verwirklichuug des Projekts sehr erschwerteu. Tie der Eisenbahugesellschast befreundeten Bankhäuser waren zu Anbeginn der Verhandlnngen vollkommen bereit, für das Darlehen des Staates bis zur Fertigstellung imb Verpfändung der neuen Bahnstrecke volle Sicherheit üi Werihpapieren zu hinterlegen; war, es ja doch damals leicht, für die Aufbringung dcö weiteren.Geldbedarfs ein - ßwnortium zufammenzufetzen! Inzwischen wurde, wie allbekannt, durch die Er­schütterungen des Jahres 1873 auf lauge Zeit hm unmöglich gemacht, auf

in Nizza und Marseille.

PariH, 26. October. Bei dem Banket in Bordeaux'.hielt der Herzog von Decazes eine Rede, worin er äußerte:Der Marschall Mac Mahon gab

München, 27. October. Der Staatsminister v. Pfretzjchner hat die königl. Ermächtigung erhallen, mit der Ostbahn - Verwaltung Unterhandlungen wegen Ankaufs der Ostbahnen einzuleiten.

Aus Waltenhofen, 22. October, schreibt man derA. Pvstztg." : Heute beging die Königin «Mutter von Bayern die erste heil. Communionseier m Hohenschwangaus Pfarrkirche in Waltenhofen, die mit Blumen und Krän­zen festlich geschmückt war; Beneficiat Lechleitner celebrirte die heil. Messe. Gemeinsani nut der Königin-Mutter empfing auch Prinz Otto die heil. Com- munion. Tie allerhöchsten Herrschaften begaben sich hierauf in den Pfarrhof, das Frühstück einzunehmen Um 10 Uhr gab die Glocke das Zeichen zur zweiten hohen heil. Handlung dem Empfang der heil. Firmung, welche der Bischof Pancratius Dinkel von Augsburg vollzog. Firmpathin Ihrer Majestät war Ludovica Herzogin Max von Bayern, vertreten durch Frau Gräfin v. d. Mühle. So schloß die zweite hoho Kirchenfeier, welcher ein festliches Diner auf Hohenschwangau folgte.

Oesterreich.

Wien, 27. October. DiePresse" meldet, daß ihr Redacteur der RubrikAusland", Dr. Lauser, auf Requisition des Berliner Stadtgerichts zur Ablegung einer Zeugen-Aussage in der Untersuchungösache gegen ven Gra­fen Arnim, unter Mitbringung eines Exemplars derPresse" vom 2. April, worin diplomatische Enthüllungen betreffs des preußischen Kirchenstreites ver­öffentlicht sind, für den 27. October d. I. vor das hiesige Landesgericht ge­laden ist.

Jlußlani).

Warschau, 21. October. Durch eine im officiellenDziennik War- zawski" abgedruckte Erklärung zeigt der katholische Bischof von Lublin, Bara- wwski, an, daß eine Anzahl Bauern griechisch-unirter Confession im Gouver­nement Siedlce einzeln und in Collectiv-Eingaben gebeten hätten, in den Schooß der römisch-katholischen Kirche ausgenommen zu werden, dieser Wunsch aber semerseirs mcht erfüllt werden könne, da der Uebertritt aus dem griechifch- uuirten zum römisch-katholischen Ritus sowohl durch päpstliche Bullen von Ur­ban VIII., Benedict XIV. und Pius VIII., als durch regierungsseitige Verord­nungen vollständig verboten sei, so daß der katholische Bischof überhaupt sich nut keinerlei Angelegenheiten, welche das religiöse Gewissen griechisch-unirter Personen berühren, befassen dürfe.

Frankreich.

Paris, 25. October. Der officiöscMoniteur" schreibt:Unsere Wiener Correspondenzen versichern auf das Bestimmteste, daß bis heute die spa­nische Rote in Oesterreich nicht mitgetheilt worden sei. Sie sprechen auch die Ueberzeugung aus, daß weder Berlin noch London Kenntniß von der Rote er­halten hätten. Die Angelegenheit bleibt also streng zwischen Spanien und Frankreich. Es scheint übrigens, daß das österreichische Cabinet sich schon ver­wendet, damit das augenblickliche Einvernehmen zwischen Spanien und Frank­reich keinen beunruhigenden Charakter annehme. (Wenn Frankreich sich beruhi­gen will, um so besser für es; doch muß es sich, was übrigens nicht schwer ist, stichhaltigere Gründe suchen, als derMoniteur" sie vorbringt. Wie falsch dessen Angaben sind, läßt sich für Berlin sogar halbamtlich Nachweisen, da dieProvinzial-Correspondenz" selbst die geschehene Mittheilung der Rote angezeigt hat.)

DiePresse" widerlegt die Nachricht von dem Ausbruche der Cholera

dic Bctheiligung anderer Geldkräfte an neuen Eisenbahnunleruehmungen zu rechnen; die erwähnten Häuser hätten also ganz aus eigner Tasche bauen müssen; auch hierzu waren sie bereit, lehnteii es aber nun ab, daneben auch noch volle Deckung in Werthpapicren für das Darlehen herzugeben, wodurch sie in der That ganz mit eignen Mitteln für die vollen Kosten der Bahn auf zukommen gehabt hätten; dagegen proponirten sie, zunächst das Grundeigenthum. für die Bahn mit eignem Gelde erwerben, dasselbe dem Staate mit der Wir­kung, daß er in deni Objecte der werdenden Bahn die Sicherheit von vorn hcrem erhalte, sofort für das während der Bauzeit allmählig zu zahlende Darlehen verpfänden, auch für die Vollendung der Bahn, wie irgend ein anderer Unternehmer, eine angemessene Caution leisten zu wollen. Wenn dieser Vorschlag unannehmbar befunden worden ist, so mag es dahin gestellt bleiben, ob nach Lage aller Verhältnisse ein besserer gemacht werden kann. Die Ober hcssische Eisenbahngesellschaft wenigstens befindet sich nicht in der Möglichkeit - hierzu. Da nun außerdem auch in so geflissentlicher Weise gegen die Verwal- i tung der Gesellschaft eine systematische Anfeindung gerichtet wurde, die auöge- sprochenermaßen dahin abzielte, die Unterstützlmg des neuen Unternehmens durch ein Staats-Darlehen zu verwerfen, so war der Verwaltungsrath bewogen, dem Ministerium zu erklären, daß er auf die fernere Verfolgung des Projektes Gelnhausen Partenstein verzichte und seine auf dasselbe bezughabenden Anträge und Vorschläge als erledigt zu betrachten bitte. So wäre denn der nächste Zweck der Agitation erreicht: die oberhessischen Bahnen bleiben ohne Fort setzimg; ein schwunghafter Betrieb, der auch für den inneren Verkehr der Pro vmz von Nutzen wäre, kann nicht stattfinden, und das Land mag nach wie vor dw Last der Garantie unverringert tragen. Die Eisenbahngesellschaft aber wird sich im Bewußtsein der Klarheit und Unanfechtbarkeit ihres Rechtes nicht zu einem Ziel drängen lasten, welches wir in unserm nächsten Artikel zu berühren gedeukcn. Hiiisichtlich dieser Klarheit und Unanfechtbarkeit des Rechtes mag übrigens hier die Bemerkung ihre Stelle finden, daß es bei einer der Con- sirenzen war, welche wegen der Bahnfortsetzungs- und Anlehens-Frage von dem Ministerium mit Vertretern des Verwaltungsraths gehalten wurden, wo m allererst aus dem Schooße des Ministeriums Ansichten verlautbarten, wonach die Garantie in der mi § 15 der Concession erwähnten Zinjensumme une Begrenzung finden sollte, Ansichten, die als gesprächsweise geäußert durchaus nicht die Bedeutung einer finanziellen Staatsmaxime annchmeu zu sollen schienen, welchen aber doch sofort widersprochen wurde.

' Berlin, 26. October. Das Gesuch des Herrn Hasenclever aus dem Gcfängniß zu Zeitz um Entlassung aus der Strafhaft für die Dauer der Reichstags-Session ist abschläglich beschieden worden. Seme Hast wahrt biö nun 9. December d. I. , . . .

_ Der vielbesprochene Proceß Hestels-Wurmb ist nunmehr beendigt worden. Es unterliegt nach dem Ausspruch der Experten keinem Zweifel mehr, daß Fräulein Elise Hestels gemüthskrank ist.

Bis Ende September d. I. sind für Rechnung des deutschen Reichs m Landes-Silber- und Kupfermünzen zur Einziehung gelangt I: A. Silbernlünzen 18,276,950 Thlr süddeutsche Guldenwahrung i 28,958 426 fl,, Sronentbaler' 2,538,025 fl., Convmtionsmnn-en: 9d0,818 fl., Schillinge. jHvncmyum II o(joconfifi . R

politischer Theiü

Tlpiiffrfifnnh Obwohl derfromme Pilger" mit einem beglaubigten Atteste unseres

DCUl|UjlullUe jBibthu msverwesers versehen war, und schon mit Rücksicht auf den Zweck der

t AuÄ Oberhefsen, 28. October. VIII. Dem Bahn - Projekte!Reise auf eine günstige Aufnahme rechnen konnte, so hat er doch, um ein fran- Gelnhansen-Partenstein also wandte nun der Verwaltungsrath allen Eifer zu; zösischeS Visa zu haben, erst den Bischof von Straßburg um Ausstellung eines end) zeigte sich die Negierung geneigt, dieses Unternehmen durch ein Darlehen 'Empfehlungsschreibei.s ersucht.

45 006 mV Gesammtwerth 36,868,968 Thlr. i 'n. Landes - Kupfermünze» : ben Frieden in meine besondere Hut; ich werde den Pflichten, die er mirauf-

r 6 iiÄ» T-Vifimr 8153 Tblr Summa A. und B.: Gesammtwerth erlegt, entsprechen. Der Friede muß, um fruchtbar zu lern, au; einer Basis

Mecklenburgische Dreck,nge. 81 ^.htt. e^umma ruhen, di- unserer Würde und unseren Interessen, d,e nicht von einander ge-

'6 27 October Fürst Bismarck trifft heute Abend um 6 Uhr trennt werden können, verträglich ist. Demgemäß haben wir unter diesen

Berlin, »J 8 ^doppelten Lchutz die Bestätigung von Frankreichs Rechten und der internaliona-

l,lCr 24 Oktober Triumphirend theilt heute dasMainzer Katho-^len Verträge gestellt. Ich verlange die strenge Beobachtung und ich biete die

»J?'~ ber Stadt Fulda der Metropole der.ehrliche Aus ührung der Verträge an, welche die Vergangenheit uns Übermacht

jsche Bvlksblatt» s-men Lesern mtt.^ daß der St«t «°wa, «r^ teiltJfat. Dieses Gebiet ,st die Schutzwehr Frankreichs und die Bürgschaft für de» latholiichen Bewegung, das Verdienst M G^denorte Paray l- Mo-,Frieden Europas, wel-bes uns Tank weiß, daß wir uns darauf behaupten."

sch-,, Städte em Wechge chen an traf diesen Morgen in Pares ein.

mal - da.elbst wird beglich >td-m der He land Paris, 26. October. DasBien Public» weiß nicht genug über den

Margaretha Alacoque erschienen sei» so , ESgber gearbeitetes ^unsckön ver-Enthusiastischen Empfang zu erzählen, der Herrn Thiers zu Nizza bereitet wor- medergelegt zu haben. Es st d,es eln b« g ^^sönlich an den ist. Ueber 4000 Personen hätten denselben am Bahnhof erwartet und mit

dnV,^naden°U» gebracht Ä dort^unter den üblichen Ce«m°nien niedergelegtHoch Thiers, hoch die Republik, hoch Frankreich I" empfangen. Ebenso habe