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schon genug. Unglücksfälle gab es in Menge. Im Quartiere der Docks, in, denen schmale Brücken über die offenen Lanalschleusen führen, sowie auf d-r Themse selber verirrten sich Piele auf das Waffer hinab und konnten nur mit Mühe gereitet werden; mehrere Kinder wurden auf den Straßen überfahren und blieben tobt auf dem Platze; andere wurden in der Dunkelheit durch Fuhr, werke geschädigt enb auch auf den Eisenbahnen kamen mehrere Unglücksfälle vor, trotzdem mit großer Vorsicht gefahren wurde und Knallsignale neben.ben nutzlos gewordenen Signallampen zur Verwendung gelangten. Leider beschränkte der Nebel sich nicht auf das hauptstädtische Revier. In Zorkshire und Staf­fordshire scheint er womöglich noch schlimmer gehaust zu haben und von den verschiedenen Punkten deS LanbeS treffen Berichte über größere und kleinere Unzlück-fälle ein die er verschuldet hat. ....

London, 25. November. An der Westküste von Schottland hat zwi* schen den Häringsfi,'chern ein zweitägiger sehr hartnäckiger Kampf stattgefunden Der Ecandal war so groß, daß ein RegierungSschiss sich einmljchen mußte, um

bisherige Bürgermeister diese Thatsache in Erfahrung, als sofort ein Leiterwagen mit zwei rasch en Pferden bespannt und von dem Bürgermeister mit circa einem Dutzend seiner Anhänger bestiegen wurde. Jetzt ging es in sausendem Salopp nach F Auf dem balben Wege holten sie ihr Opfer ein. Al- diese- sah. daß rS auf dem geraden Wege seinen Freunden nickt mehr entgehen konnte, fing es an Querfeldein zu laufen Sogleich hielt auck ter Wagen, die In> fassen stiegen ab und jetzt begann die Jagd im raschesten Strnmestauf, der Bürgermeister voran und seine Getreuen hintendrein, bi6 man fast außer A:hem im Sckweiße triefend, so glücklich war, den unpatriotischen Bürger einzufangen. Rach einigen Sträuben ließ sich dieser in Unter­handlungen ein , und al6 man ihm achtzig Gulden für seine Stimme bot, sagte er willig seine Stimme dem bisherigen Beherrscher der (Semeinbe zu Beide Theile bestiegen jetzt den Wagen und fuhren vergnügt zurück. Zur Feier dieses großen Siebes wurde von dem glücklich uneben gewählten Bürgermeister ein gemästeter Ochse gekauft, geschlachtet und ein Siegesmahl gehalten, dem alle seine Parteigenoffen beiwohnten, den Schluß bildet ein Ball. Sämmtliche Glieder der

Eingesandt.

Zur Geschichte der Steuo^raphie iu Giessen.

......"7' o-o;- ; f m . V Kaä o>Ua»a .victt Muucr , nio)t nur ein wteiger oer «curisr, ionoern auch der mcde, batte die i, Befehl befl Kaisers gemäß banke er (ber Botschafter) tm Namen bes Kaisers ni(b tz^ammelten kunstgcnoffen durch seine erhebenden und rührenden Abschiedsworte tief

er»

für bie Senbung ber Beschlüffe bes Meetings.

daffelbe unvergeßlich bleiben!

/ Nt.

Von allen Kalendern ist für die hessischen Kamillen ganz besonders dcr Illu»

Nachdem der hiesige GabelSberger-Stenographenvercin bereits 12 schöne Stiftungsfeste in Gießen- Mauern abgehalten, ohne dcr,eiben in diesen Blättern zu gedenken, darf er sich wohl bezügl. seincs 13. Stiftungsfestes, welche- verflossenen Samstag, 21 Nov, im VtreinSlocal (bei Herrn Mosler) gefeiert wurde, eine Ausnhmc gestatten. D»e!eS Fest' gewann eine besondere Bedeutung dadurch, daß sein seitheriger I Borsta-d, unser wackerer Mitbürger, Herr Lehrer Müller, infolge seiner Ernennung -um Groph. Krcis Schulinspcctor in Oppenheim a. Rh. zum letztenmale in diesem Vereine, welchen er gegründet und ununter.

ftrirte Hessische VolksValender bei Ferd Lange in Darinstadt erschienen, zu empfehlen Er kostet nur 12 fr. und enthält febr wohl getroffene Portraits unseres ersten Ministers Hofmann, der verstorbenen Abgeordneten Mey, Karl Ioh. Hoffmann und siele Andere. Im Text bringt er interessante Mittbeilunaen über die hessische Industrie, über die Erdbeben in Groh-Gerau und Reichenbach, schöne Erzählungen,

Still wandert er mit voller Fracht Von Haus zu Hau- die Gassen, Wird überall fein ausgelacht, Darf nirgends Brödchen lasten; Denn überall wird der Bescheid- ..Bin schon versorgt auf lange Zeit."

Da sah man bald mit frischem Grün Dcs Schimmels zarte Faden Die Doppelbrödchcn überzieh n

In allen Bäckerläden-

Da stand reckt grün die Bäckerzunft, Und kam darob bald zur Vernunft.

Man bat die Frauen um Pardon, Versprach sich zu verpstickten.

Stet- nack der Kunden Passion In Zukunft sich zu richten, Untz Brödcken backen nach Begehr, Und wenn - für n halben Kreuzer war .

Ihr Frauen nehmt ein Beispiel dran Und nehmt im neuen Jahre Fünfpfennig-.Brödcken nirgens an, Laßt erünen diese ffiooc.

Orbnung herzustellen.

Loudon, 26. November. Der deutsche Botschafter, Gras Munster, theiltc dem Vorsitzenden des Glasgower Protestanten-Meeting-, Mr. Jew, mit, daß bie Beschlüffe deS Meetings dem Kaiser unverzüglich unterbreitet worben wären unb der Kaiser mit hoher Befriedigung vernommen habe, wie sehr das schottische Volk mit den Maßregeln unb Grunbsätzen der kaiserlichen Negierung im Kampfe gegen die ultramontanen Angriffe sympathisire. Dem ausdrücklichen

Wer sagt mir an, wo Darmstadt liegt ? Soll sein ein wack res Städtchen, Soll haben fromm und klug gewiegt Viel Weiberchen und Mädchen: Ihr Bursche, fällt euch - Freien ein, Müßt Sin« «ch au- Darmstadt fret'n.

Als jüngst bu Zunft der Bäcker keck Ließ allen Bürgern m eiben, Daß künftig t«b* Kreuzersweck Zwei Kreuz« solle gelten, War ratdlos gleich in der Gefahr Der Stadtrath und die Bürgerschaar

Dock auch di« Frauen hielten Rath, Beschlossen, sick zu rühren, Durck rasche und durch kluge Xbnt Die Bäcker zu bUmiten;

Denn Pfaffen trug und Weeserlist Geht über Alle-, wie ihr wißt- Am Morgen drauf kommt flink und keck

brocken geleitet, anwesend war.

Herr Müller. nicht nur ein Meister der Schrift, sondern auch der Rede, hatte die zahl-

un8 kennt sie nickt Ihre Präsidententugenden? Ja, wir fühlen tn dieser Abickiedsstunde, daß der Verlust unsreslieben Vater Müller" unersetzlich ist! Doch wir sind mckt allein Vereins.

CelcgiaMscht' Depeschen.

Coblenz, 26. Nov. Die Kaiserin ist heute Nachmittag 2 Uhr 50 Minuten von hier nach Weimar abgcreist.

Paris, 26. Nov. Eine Privatdepesche aus Buenos Aires vom 23. d. versichert, daß der Ausstand fortdaure. Carlistische Nachrichten behaupten, daß die Carlisten bei San Marcial [wo sie doch bekanntlich zurückgeschlagen worden! gesiegt und an 100 Gefangene gemacht hätten.

Madrid, 26 Nov. Man versichert, daß ein vollständiges Zerwürfniß zwischen den einflußreichen Carlistenführern bestehe. Im "Norden soll Dorre- aarav den ihm von Neuem angetragenen Oberbefehl ablehncn. Santa Cruz hat den Befehl über zwei Bataillone. Don Carlos hat in Tolosa seinen Iweck nicht erreicht unb schickt sich in, baldigst nach Navarra zurückzukehren.

London, 27. Nov. Ein Buch von Charles Loyjon, weilanb Abbo Hyacinth, über Reform der katholischen Kirche, ist nut einem Aufsehen erre- aenden Vorworte deS Decans Stanley von Westminster erschienen. Diese Vorrede weift vorzugsweise die Berechtigung des Altkatholiciömus nach und prophezeit demselben eine großartige Zukunft. Die altkatholische Lehre ver­körpere die innersten, wenn auch vielfach verschwiegenen Ansichten der Mehr­zahl der denkenden Katboliken und rücke die Wiedervereinigung der christlichen Kirche merklich näher. Dewegiingen wie der Ultramontanismus und der Alt» katholicismus träten ui jeder Kirche zu Tage. Stanley folgert die Nothwen- digkcit, daß Staat und Kirche sich zur Hebung des staatlichen und kirchlichen Lebens verrtnigen.

Alexandrien, 26. Nov. Gegen die Gerüchte von einer bevorstehenden neuen Anleihe ist ein amtliches Dementi erfolgt.

Frischbäcker >u Gießen.

Sonniaa den 29. November D Rudi am RathbauS, E. Wallenfels in ber Wallthorstrafte, Ga Busch Wtttwe am Kreuz.I

Vermischte-.

Die Frauen von Darmstadt.

(Nach Bürgers:Die Wciber von Weinsberg.")

Kirchliche Anzeige dcr ci)iiiigclifrt)cn Gemeinde zu Gießen. Gottesdienst.

Am 29 November, dem ersten Advent: Morgens: Pfar-rer Landmann. (Feier des heiligen Abendmahls.) Nackmittagtz: Missionär Strobel. (Colleete für die Stadtkirche.)

Die Pfarrgelchäste für die Woche vom 29. November bis 5 December besorgt Pfarrer Landmann.

Mitglieder, wir sind auch Ihre Freunde, und alS solche können wir nickt anders, als Ihnen aus Herzensgrund Glück wünschen zu Ihrer so ehrenvollen Beförderung!" Dem Gefeierten überreichte Redner nun ein künstlerisch auSgefübrtes Diplom, wonach Herr Müllerder bewährte Vorkämpfer für die .tiunft Gabcl-bcrger'-, der Gründer unsere Vereins, welchem er über 13 Iabre ein liebevoller, bewährter Vorstand war, einstimmig zum Ehrenmitgliedes ernannt wird, mit den Worten schließend:Diese bescheidene Gabe, lieber Freund, wollen Sie alS ein schwaches Zeichen unsrer Dankbarkeit eniqegennchmen; Ihr Name ist in unvergänglicher Sckrist in unser Herz geschrieben. Wir bitten Sie, in der Ferne zuweilen des Vereines zu ge­denken , den Sie in'S Leben gerufen und der, Dank Ihren Bemühungen, eine so ruhmreiche Vergangenheit hinter sich hat und so geacktet dasteht in der stenographischen Welt! Möge es Ihnen und den Ihrigen Wohlergehen!"

Von den vielen sinnigen Toasten, welcke wahrend deS nun folgenden Festessens au-gebracht wurden, heben wir nur den von Herrn Weißmann auf Kaiser und Reich; den, durch'unfern 11. Vorstand, Herrn Reallehrer A Ibach unfeimlieben Vatcr Müllcr" ausgebrachten. den auf den Verein; den, durch Herrn Wetter, dem General-Postdirector Stephan, dem Helden des Verkehrs und des Fortschritts, dem unsre uralte Currentschrift nickt mehr genügt und welcher, obgleich am Hauvtsitze der Stolzeaner wohnend, doch dem ® ab el 6 berget'(dien System für diePost-Stenographie" den Vorzug gegeben; besonders den von Herrn Lehrer öbeling auf die Schule anSgebrackten hervor. Unser- unvergeßlichen MetstcrS Gabelsberger, der uns das scköne Erbe hinterlasien, wurde stille gedacht und nackdem Herr Thaer, ein begeisterter Stolzeaner, zu Herzen gehende, erbebende Worte geiprocken, wurde auch dem Andenken Meister Stolze s,dem ebenfalls ein Chrenplatz in der RuhmeShalle der Schriftbildner gehöre," ein stiller Augenblick gewidmet.

Von öligem. Interesse wäre allerdings noch ChnigeS au- der interessanten Berichterstattung deS Herrn Bergen, welcher den hies. Verein bei dem im August d. I. in Leipzig stattgefun denenersten allgem. deutschen Stenographentag" vertreten und die damit verbunden gewesene stenogr. Ausstellung studirt batte; doch der stenogr. ausgezeichnete Entwurf dteses Bericht- dehnt sick bei feiner Uebertragung m s. g. Currentschrift allzusehr ans und wtr wollen den freundlichen Leser nicht zusehr ermüden und nur noch einige von unierm Vereine in Leipzig ausgestellt ge­wesene Objecte ganz flüchtig erwähnen. 1) Handschriftliches Bruchstück Meister Gabelsberger's. 2) Lehrgang d. Stenographie von Vorstand Q>. Müller 3) Stenographischer Bilderbogen, IV. Aust., von Ott, Bergen. 4) Stenographen-Wappen, eomponnt von Demselben, pbotogr. von Uhl. 5) Hockätzung stenogr. Druckschrift, von Otto Bergen 6) Galvanisch erzeugter stenogr. Tvpendruck, erfunden von Demselben 7)Fahr wohl", Gedicht von C. Wetter. 8) Motto Gabelsberger'S, in Gold und Seide gestickt von (f) Frau Lo-kant 9) Denkschrift zur Petition fämmtl. Hess. Sten Vereine an hohe Ständekammer (Einführung der Stenographie in den höheren Sckulen des Landes betr ) , auSgearbeitet vorn Gießen er Stenographen Verein unb 10) ein Illuminationskörper, der in stenogr. Flammenschnft die Besucher deS Leipziger Stenogr Tags begrüßte, gefertigt vom Gürtler Schaffstädt Diese Gegenstände erregten dte Aufmerksamkeit aller Kunstgenosien; in den Leipziger Tagblättern wie in der stenogr. Fach­literatur wurde derselben auf s Ehrenvollste gedacht. Bei dieser Gelegenheit überbrachte der Berichterstatter noch die Grüße unsres Landsmannes und Ehrenmitglieds, Herrn Oppermann,' Mitgl. des kgl. sten. Instituts in DreSden, von (wenigstens nack unsrer Ansicht) des deutschen Reicks erstem praktischen Stenographen. So verlief das 13. Stiftungsfest, das LbichiedSfest unsres lieben Vorstands Müller, in der schönsten würdigsten Weise. Allen Theilnehmern wird

griffen unb schloß mit feinen herzlichsten Wünfcken für den Verein - Die Gefühle der Vereins- 'UnHiifi ' Mitglieder fanden ihren Au-druck in der Ansprache, welcke der seitherige II, nunmehr I Vor.

fJlüllllL fftanb, Herr Techniker Bergen, an den Scheidenden richtete:Hundarte von Kunstjüngern"

QA <Tti» DoMitirtott'^rmm.'r mäblte Niroli 9^a-lia9tc dieser im Verlauf seiner Rede .sind in den 13 Jahren, in welcken Sie unfern schönen

viom , 26. November. Die DcpUtirten'äiammer uahlle -plrcli, < ycrein geleiret, aus seinem Sckooße hervorgegangen und haben unsre nützliche Kunst Mit bestem racco , ReftkUi unb Maurogonato zu Nice-Prasideuten, Peronne und 15,0^0^11 angewandt bei ihren Studien und haben sie als willkommene Dienerin mit hinaus, zu Quästoren und Maffari, Tenca, Lomonaco, Baccelli und Quastieri zu Se. genommen in'- praktische Leben. Manch' belehrende- Wort haben wir in diesem Zeiträume au- (^Ämmtlifbe Gewählte aebörttl ber Neckten an. 'Ihrem Munde vernommen; Ihre umfangreichen Kenntniffe, Ihr tiefe« Verständlich unseres

"klaren. ^ämmtllCpe UPewapuc geyvren oer ; SchriftsystemS, Ihr liebevolles, bescheidenes, friedliches Wesen, Ihre Uneigennützigkeit, wer von

CürheL

5ronstautiuopel, 25. November. Äus Kleinasien wirb gemelbet, daß daselbst ein heftiger Frost eingetreten sei; man befürchte, baß in Folge besten ber Nothstanb tn ben ber Hungersnoth unterworfenen Bezirken vergrößert werben möchte.

Der Bäckeriung gegangen: Da fragt Madam: .Hast KreuzerSweck? Kannst Du ein Dutzend langen " . .

Madam spricht er die giebt - nicht mehr.- Bis dag des SckimmelS upp'ger Stand "^o geb' spricht sie bebaute »ehr.- Die Bäckerzunft bringt zu Verstand.

Äaf fee beim, im November 1874.

I. R von Gleisenberg.

AIS Illustration zu den direkten Bürgermeisterwahlen, wie tiefe der wahre unbeeinflußt DillenSausdruck der Gemeinden sind, >»ene folgende Begebenheit, wie ffr im VolkSmunde cireulirt. In dem rhnnbessiscken Dorfe JE. hatte sick bei der Neuwahl, dem bi6- beugen Bürgermeister gegenüber . ein S^encandidat aufgestellt. Die beiden Parteien waren so gleich daß, nachdem jeder der Bürgermeiflercandidaten bet der Wahl sich selbst »etne Stimmen gegeben hatte, ein Jeder eben so viel Stimmen wie der Andere hatte. Himmel! wie war die Roth groß 9hir einer konnte hier helfen. Sm altes Handelsiüdcken batte sich von der Urne entfernt gehalten, um eS mit feiner der Parteien zu verderben, da- mutzte ;etzt herbeigeschafft' --------... . - - ,-----; - - ----4 , r- . a .

werten. In Voraussicht was da kommen könnte, bat unser HandelSmann da- Hakenpanier er. eine Münz-, Maay- und GewichlS-^obellc und sonst noch vieles Unterhaltendes und griffen und den Weg zum nächsten Torfe eingefcklagen. von wo er ruhig den AuSgang der Belehrendes. Ein sehr schöner großer PrämienstabMich dazu kostet auch nur 12 fr. Watzlschlacht abwarten wollte. Allein io ruhig sollte er nicht davon kommen, kaum brachte dersund ist der Kalender, sowie die Prämie durch alle Buchhandlungen zu beziehen.