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vierteljährig 1 fl. 12 fr. Mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 st 28 ft.

Gießemr Alytigtr.

Ericheint mit Kul«

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Mnzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen.

11 Oktober an,

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Gießener Anzeiger

Derselbe erscheint in den Vormittagsstunden täglich, mit Ausnahme Montags, und kostet für die Abonnenten in der Stadt Gießen vierteljährlich nur l st. 12 fr., frei in'ö «Yanü geliefert.

Den seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung erfolgt, bar Blatt and) im IV. Quartal 1874 zuscnden und den AbonnemcntSbetrag durch Quittung erheben lassen.

Für alle außerhalb Gießen wohnenden Abonnenten beträgt der vierteljährige AbonnementSpreiS 1 st. 2!) fr. IncL PostaufschlagS. ricfclbcn können nur bei der Post oder den Landpostboten abonniren.

Damit wir nun in den Stand gefetzt stnd, die Auflage des llatteS bestimmen zu können, ersuchen wir Alle, welche ans den Gießensr Anzeiger abonniren wollen, dies sofort bei der ihnen zunächst gelegenen Postanstalt oder den Landpostboten zu thun, da wir uns sonst nicht verbindlich machen fönnen, vollständige Exemplare zu liefern. Die Redaciton.

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Amtlicher Th eit

Betreffend: Die Herbstilbungen beö XL ArnieeCorpS

Wir ersüllcn eine angenehme Pflicht, indem wir das nachstehende Schreiben deS (General (Soinmaubofl des XL Armee Corps zur Kenntnis; der Ilreiseiiigesessenen bringelr

Gießen, den 2(>. September 1874.

Großherzvgliches Kreisamt Gießen.

v. 9t öder.

Oeneral'Commaudo deS XI. Armee CorpS. Kassel, den 18. September 1*74.

Nachdem die Herbstübnngen des XI. Armee ° CorpS am HL d. UL beendet worden sind, fühle ich mich gedrungen, im Namen der Truppen des Armee Corps meinen Dank anSzusprechen für die Bereitwilligkeit, mit welcher säinrntliche Behörden die zum Theil äußerst schwierige llnterbriiignng derc selben veranlaßt haben; ebenso aber auch für die gute Aufnahme, welche die Truppen in allen Kreisen Seitens der Commnnen und der Einwohner selber gesunden haben. Das Großherzogliehe Ministerium darf ich daher wohl ganz ergebe,ist ersuchen, diesen meinen Dank sehr gefälligst in geeigneter Weise zur allgemeinen Kenntnis; zu bringen.

Der General der Infanterie und fommoit iicnbc General des XI. Armee-Corps, von B v s e.

An das Großh. Hess. Ministerium des Innern.

Darmstadt.

Po[ilischer Theil

Deulschtaiid.

!Vezüglich des n;k,rnirfru Pfarrers Helfrich ist den Einwohnern von Dip

si> d nur berechnete .Kriegslisten, um den Augenblick in irgend einer Weise, z. B.

Darmstadt, 25. September. Der besondere Ausschuß der zweiten Kammer für die Kirchengesctze hat in einer gestern stattgehabten Sitzung, welcher auch die Vertreter der Großh. Negierung beiwohnten, die Berichte über die kirchengesetzlichen Vorlagen festgestellt. Wie wir hören, weichen die von dem

perz seitens des VandrathsamteS die Mittheilung zugegangen, daß ein jeder von ihnen, welcher denselben fürder beherbergen würde, in eine Geldstrafe von 1 Thaler verfallen wird. Hätte man eine solche Maßregel nicht schon längst treffen können '<

Gestern Nachmittag verheerte ein Waldbrand ca. 40 Morgen eines jungen TannenschlageS im Staatsforste der benachbarten Obersürsterel Giesel.

Lbicobnden, 24. September Wenn nicht alle Zeichen trügen, so wird sich die Staalsregierung bald zu einer anderen Weise ter Kriegführung gegen die Ultramontanen entschließen müssen. Die bisherigen Mittel sind offen­bar ungenügei d, darüber wird sich der Herr Minister Fatk wohl endlich klar werden Tie Nachgiebigkeit einzelner TOd'öfe, z. B. des Bischofs tn Limburg,

Wesentlichen einverstanden erklären konnte, so daß der Hauptsache nach voll ständiges Cinverständniß zwischen Negierung und Ausschuß besteht.

Berlin, 2^ September Ukber das Reichs.Iustizamt sind vielfach UN richtige Angaben verbreitet. Feste Beschlüsse über diese Einrichtung konnten zur Zeit noch nicht gefaßt werden, da die Entwürfe noch Gegenstand der Per Handlungen unter den einzelnen Negierungen sind. T ie bezüglichen ^Vorarbeiten sind indes; dem Abschluß nahe und es ist im Neichsbudget für 1875 bereite die Regelung der finanziellen Verhältnisse deS Amtes vorgesehen.

Diejenigen Trnppentheile deS deutschen Heeres, bei denen das Mau fergewehr eingeführt ist, haben daflelbe bei den jetzigen Herbstmanövern zum ersten Mal angewendet. Die Truppen Commandos sind nunmehr aufgefordeit worden, genauestens über ihre Erfahrungen mit der neuen Waffe währe, d deS Manövers zu berichten. Im Allgemeinen übertreffen die erzielten Resultate selbst

iseln. Auch würde eine solche Wahl ohnehin nutzlos sein. Denn da der von nns erwählte Seelsorger der kirchlichen Sendung entbehren würde, so würden die von ihm vorgenommenen geistlichen Arntshaudlungen ungültig, ja fafrilr gisch (?) sein, uns selbst aber wäre damit nicht im Mindesten gedieni. Darum fühlen wir uns gedrungen, die ergebenste Erklärung abzngeben, daß tvir außer Stand sind, von der in der geehrten Zuschrift vom 2*. Angrist uns zugespro-

Manövers zu oeriN)ien. ziUßvnuuini uuvmqiui I U uyvu.H ....... ...........V...... ........- ....... " in nypiiv hihi <-np, \ -u-

die günstigsten Erwartungen, nur haben sich bei der Haudhabimg der Waffe noch zur Rettung eines Knabenseminars n s. rv. ansnutzen zu können. Die Ver- einzelne kleine Uebelstäude heransgcstellt, deren leichte Beseitigung jede,.fall sammlung, welche am 21. d. MlS. imFrankfurter Hof" zu Mainz tagte, hat die Vorzüge deS MaufergewchreS in noch größerem Umfange hervortreteu es unter den Segenöfprüchen des Herrn v. lletteler einstimmig ausgetprochen, lassen wird. neuen Gesetze in Hessen nicht befolgen werden, und mit derselben

Fulda, 23. September. Immer wieder und wieder Dipperz! - So Unverschämtheit schreiben in Preußen die ultramontanen WMtter, daß ihn haben biP ''Ucirochianen dieser Gemeinde folgenden Protest an das Landraths Partei sich den hier bereits zu Recht bestehenden Gesetzen biß zum äußersten amt einaefenbet: ! Mittel wlderse^n werde. Daß die» aber nicht leer. Wort« find,

Durch Zllschrist Hochdeffelben sind wir Unterzeichnete in Kenntmß g,setzt Eiiisetzuug einer geistlichen Geheimregieruug i« Posen, welche jetzt nicht mehr worden daß^uns die Besugniß zustehe, das erledigte Pfarramt wieder zu b- cbgU.iignet werden kann, und daher von den llltramontaiifn keck zugegeben fchcu und für eine Stellvertretung in demselben Sorge zu tragen. wird. Natüilich wird in Paderborn, wo der fromme Märtyrer demnächst das

Als katholische Christen sind wir uns wohl der Pflicht bewustt, die Welt- Voo« sein s Posener Tolle gen theilen nirb, eine ähnliche Geheinm. irthschaft ein- liche Obrigkeit zu ehren und in weltlichen Dingen derselben Gehorsam zn g'führt werden, und wird sich dieser Fall noch sehr oft witderbvlen. Cb die l«istei,. Ebensowohl ist es uns aber auch bekannt, daß wir in religiösen und Regierung ein solches Eonspiriren ruhig ausehen wird, ja, ob sie start genug kirälichcn Angelegenheiten von einer solchen nichts annehmen dürfen. fein ivird, dasselbe auf die Dauer ertragen zu könnend Wir bezweifeln eS.

' Die Pfarrei Dipperz ist nun durch die ständige kirchliche Behörde besetzt Schließlich wird sie gezwungen sein, zn dem «inzig wirksamen Nittel zn grei- worden Wollten wir uns aber von unserem rechtmäßigen Pfarrer trennen fen, von allen Geistlichen d.-n Eid der Treue und des Gehorsams zn fordern und einen andern wählen, so würden wir nns dadurch selbst aus der Gemein- und diejenigen, welche den Gehorsam verweigern, deS LandrS vtrwetsen. Mau- schäft der katholischen Kirche ausscheiden und aufbören, katholische (5hristen zu cher Caplan wird sich dann die Märtyrerpalme auf der Eisenbahn nach Frank

Ausschüsse gestellten Anträge nur in wenig Punkten von der Regierungsvorlage chenen ^Bifugiuß Gebrauch zu machen, ab und sind diese Abweichungen von der Art, daß die Regierung sich damit im Wem nicht zu rathen, ist nicht zn helfen.