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Anzeige- und Amisbkali für den Kreis Kressen
Dienstag den 25. Auaust
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In dem
Deulschlanü.
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Auf den getrieben:
ABrft« vierteljährig 1 ft. 12 ft. ui.c Drtngerlohn. Durch die tzioft bezogen vierteljährig 1 ft- 29 kr.
65 307 Centner Brannstein, 1,621,609 Centner Brauneisenstein. (Fortsetzung folgt.)
Wahrend nämlich in dem Gebiete des ebemaligen norddeutschen Bundes und dem Großherzogtbum Hessen eine verhältnißmäßig hohe Steuer von 4 Thlr. 11 Sgr. per Hektoliter erhoben wird, wird in den süddeutschen eine 3- bis 6fad) niedrigere und in Rheinbayern gar keine Steuer erhoben, resp. haben die süddeutschen Fabrikate bei der Einfuhr nach Norddeutschland ebenfalls keine höhere Steuer mehr zu bezahlen. Selbstverständlich ist es, daß hier i am Meisten beeinträchtigt werden, indem
Dw zwischen hoher Negierung und den Kammern vereinbarten Beschlüsse,, welche die Aufhebung der durd) die Tranksteuer-Gesetzgebung veranlaßten Beschränkungen vom 1. Januar l. I. an bewirkt haben, wurde»! in den betheilig- ten Kreisen mir Befriedigung als solche Maßregel erkannt, welche die durch die seitherige Bezetielung und Controle verursachten Beeinträchtigungen und Hemmungen des Verkehrs beseitigen.
Die zunächst für die laufende Finanzperiode fixtrte Weinsteuer gibt dagegen immer wieder Veranlassung, deren Beseitigung zu verlangen, insolange diese Steuer eu.e innere Abgabe bilder. Für den hiesigen Platz gilt dies ganz besonders, da in den jämmtlichen unmittelbar angrenzenden königlich preußischen Gebieten eine Weinsteuer nicht besteht, sodaß den hiesigen Weinhandlungen die Concurrenz mit denen der benachbarten Districte durch die noch bestehende Abgabe wesentlid) erschwert wird.
Bierbrauereien.
Wie im Allgemeinen in Deutschland, so auch hier am Platze hat in den letzten Jahren die Bierindustrie durch den vermehrten Consnm von Bier einen bedentenden Aufschwung genommen, trotzdem durch hohe Gersten- und Kohlen- preise und die Erhöhung der Arbeitslöhne der Production mancherlei Schwie rigkeiten entgegentraten So haben denn auch die sämmtlichen am hiesigen Platz bestehenden größeren Brauereien im vergangenen Jahr ihre Production nicht unwesentlid) vermehrt.
In besonders hohem Grade gilt dies von der dahier bestehenden Actien- bierbrauerei. Nach den uns von derselben gewordene»! Mittheilungen hat dieselbe iin Betriebsjahr vom 1. October 1872 bis dahin 1873 8464 Centner Malz gegen 4726 Centner in 1871/72 verbraut und 16132 Hektoliter Bier gegen 54z8 Hektoliter in 1871/72 verkauft.
An Braumalzsteuer bezahlte die Acti-ngesellschaft in 1872/73 10839 ft. 42 kr. u»»d an Octrvi auf Bier 1205 ft. 11 kr.
Liqueur- und Essigfabrikation.
In dieser Branche sind gegen das Vorjahr keine Veränderungen zu verzeichnen und war der Geschäftsverkehr in derselben iin Ganzen befriedigend.
Essigspritfabrikation.
Ein Geiches gilt von der dahier durch eine Firma in größerer Ausdehnung betriebenen Essigspritfabrikation.
Noch entschiedener wie im Vorjahr müssen wir aber hier den Mißstand hervorheben, welcher für diesen Fabrikationszweig in Folge der verschiedenartigen Besteuerung auf Spiritus und Brandwein, dem Rohmaterial zur Essig spritfabrikation, in Nord- und Süddeutschland besteht.
V i e h h a n d e l.
im Jahr 1873 dahier abgehaltenen Viehmärktcn wurden auf»
16288 Stück Schweine,
16184 Stück Rindvieh.
Von ausländischen Weinen wurden 98 Hektoliter eingesührt.
Hier und insbesondere bei der Einfuhr ausländischer Weine finden die Einflüsse der Mißerndten der letzten Jahre einen Ausdruck. Die Weinpreise haben hierdurd) eine solche Höhe erreicht, daß keine Anregung zu größeren Unternehmungen gegeben war.
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Crncfannt mik SuS-
njbmc Montag».
Petition: San,leider«, *t. B Nr. 1.
Fabrikation von Lampen und M ^tallwa ar en.
Von den dahier bestehenden Fabriken von Lampen und Metallwaaren ist eine, welche im Jahr 1858 gegründet früher ausschließlich Moderateurlampen fabricirte, später in Folge der allgemeinen Einführung des Petroleums zur Dieselbe fertigt seit etwa
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y ......nahegelegenen süddeutschen Fabriken, insbesondere
denjenigen Rheinbayerns, immer mehr erschwert, ja auf tue Dauer geradezu unmöglich gemacht wird. Es ist daher dringend zu wünschrn, daß endlich eine gleid)mäßige Besteuerung deS Vrandweins i»n deutschen Reich, welche bereits durch Art. 35 der Verfassung des deutschen Reichs in Aussicht gestellt wurde, v ____ v w v ..........v
x eingeführt, oder daß eine Uebergangsabgabe von dem aus Süddeutschland in reren Blättern enthaltenen Angaben über das in Vorbereitung begriffene Unter- das Gebiet des ehemaligen norddeutschen Bundes einzuführenden Essig erhobensrichts-Gesetz, namentlich die Mittheilung, daß der confessiouelle Unterricht an I werde und ersuchen wir Großh. Regierung, in dieser Richtung bei dem hohen? den früheren Lehranstalten nicht fortbestehen und durch einen confessionslosen, [ Brmdesratb hinwirken, bezw. die Initiative zur Beseitigung .der jetzigen un- obligatorisd>en Religions-Unterricht ersetzt werden soll, nach eingezogener Er- i gleichmäßigen Besteuerung ergreifen zu wollen. ‘ kundigung für erfunden.
Bergbau.
in unserem Bezirk gelegenen Braunstein- und Vrauneisenstein- bcrgwerk wurden im Jahr 1873 gefördert:
^armftabt, 21. August. Die von einigen Blättern gebrachte Mittheilung, daß die Einführung der Reichsmarkrechnung in Hessen am 1. Januar 1875 vereits fest beschlossen sei, ist nicht richtig.' Die Großh. Regierung »vünscht allerdings, daß der genannte Zeitpunkt, mit welchem Preußen und Baden zur Markrechnung übergehen, and) für das Großherzogthum den Beginn der neuen Reck)nung herbeisühre. Ob dies aber möglich sein wird, hängt von verschiedenen Voraussetzungen ab, deren Erfüllung zur Zeit noch nicht voll- stäntig sicher gestellt ist. Insbesondere muß schon vor dem 1. Januar 1875 eine beträchtlich größere Menge von Reichsmünzen, als bisher i» Umlauf war, tem allgemeinen Verkehr zugeführt werden, wenn nicht der Uebergang zur neue»! Rechnung nut den größten Unzuträglichkeiten sowohl für das Publikum, als wie für die öffentlichen Kassen verbunden sein soll. Es wird deshalb darauf ankommen, dau der Großh. Negierung eine genügende Menge Neichs- müuzen zum Umwechslung der alten Münzen Seitens der Reichsverwaltung zur Verfügung gestellt wird. Hierüber finden dermalen, wie wir hören, Verhandlung mit dem Reichskanzleramte statt, von deren Erfolg es hauptsächlich abhangt, ob tue Einführung der Neichsmarkrcchnnng in Hessen schon am 1. Januar 1875 möglid) sein wird.
_ Mainz, 22 August. Das „Mainzer Journal" veröffentlicht ein Aus- jchreiben des Bischofs v. Ketteler, die Sedan-Feier betreffend, worin ausgeführt wird, daß und warum die katholische Kirche an der Feier sich nicht betheiligen könne, eie könne dies vornehmlich deshalb nicht, weil die Feier nicht vom gcsammten deutschen Volke, sondern hauptsäd)lich von einer Partei ausgehe, von einer Partei, welche sich fälschlich als die Vertreterin des deutschen Volkes ge- berde und in der Gegenwart an der Spitze des Kampfes gegen das Christen- thi.m und die katholische Kirche stehe. Sie könne überdies nicht an gemein- fanicu pesten Antheil nehmen, nachdem man soeben das katholische Deutschland für das Attentat eines verkommenen Mensd)en mit verantwortlich gemacht. Da aber das Gebet für das deutsche Vaterland immer die Pflicht der Geistlichkeit sei, so gestattet der Bischof, daß am Tage der Feier oder dem folgenden eonntage ein Gebet oder ein Bittamt gehalten werde, um Gottes Gnade und Legen über Deutschland zu erflehen und namentlich um Gott zu bitten, daß er uns die innere Einheit wiedergebe, ohne welche die äußere Einheit nur ein leerer Lchein sei.
Berlin, 22. August. Die „Nordd. Allg. Ztg." bezeichnet die in meh-
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Bezüglich der Gcsammtbewegung des Weins in Gieße» ergebe» die Auf- Fabrikation von PetroleiiNilampe» »bergeganqen. Dieselbe fertig, seit etwa stellimge» tes Hiesige» HaichlsteneramlS daß ü» Lauf des Jahres )873 3 Jahre» hauptsächlich als Specialität Petroleum-Flach- und Ru»d-Bre»»er. 8788 Hek-dlucr We,» zur Ä». iiiid Äbineldimg gelaugte» lwelche unter den, Name» Gießener Brenner eiise weitere Verbreitnnq in, süd-
Der Absatz ver Wiithe hat in 1873 den des Vorjahrv nicht ganz er- lichen und westlichen Deutschland gesunden haben (vergl.^auch Gewerbeblatt reicht, indem in 1873 nur 1060 Hektoliter zur Entrichtung der Zapsgebühr:für das Großherzogthum Hessen 1873. Nr. 23 )
h-rangezog-» wurden gegen 1070 Hektoliter in 1872. j _ Mit der,Fabrik ist eine Zinngießerei verbunden, in welcher ,'namenilich
Lüstres und Füße für Petrolkumbeleuchlung fabricirt werden.
' h0,111 nn Person^ ' .....................
^lirch die mitteldeutschen Fabrikanten diesen die Concurrenz mit den nahegc
t v m , Gieren, 24. August. r S e i f e n f a b r i k a t i o n
(Fortsetzung des Berichts Großh. Handelskammer aus Nr. 195 d. Vltts ) | Der Versandt der dahier bestehenden Seifenfabrik stellte sich im Jahr zri f. , k 3D • , e ! 11 11 bes Vorjahrs ziemlich gleich, jedod) war das Geschäft in 1873 kein
.< 2'" Gebiete des Weinhandels sind am hiesigen Platz für 1873 wessnt-ilohnendes, da die Waare zu sehr im Preis gedrückt war, während die Preise liche Abweichungen von dem Verkehr deö Vorjahres nicht zu verzeichnen. von Soda und Kohlen, wie auch die Arbeitslöhne unverhältnißmäßig hohe Bei dem hiesigen Hauptsteueramt wurden im Jahr 1873 3535 Hekto-'waren. ; p ß 9 9 9
liter versteuert. | G a s f a b r i k
. .E Bezüge aus den Weinbaudistricten des deutschen Reichs beliefen sich! Der Verbrauch von Leuchtgas hat sich 1873 gegen daösvorige Jahr um aus Hektoliter. __ ; circa 15000 Kubikmeter vermehrt, sodaß der Absatz an Private ungefähr
215,000 Kubikmeter betrug.
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