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Mnzeige- und Mmtsbkatt für dm Kreis Aiessen.
‘413. Loniitlni dcn 22. Nvlicmlnr
nmtslcher TheIl.
Betreffend: Ten Gesetzentwurf über die Ablösung der auf Waldungen hostenden Berechtigungen. Gießen, den 19. November 1874.
DaS G r o ß h e r z o g l i ch e K r e i s a m t Gießen
an
Großl'erzo^liche Bürgermeisterei Aliendorf a. b. Lda., Beltershain, Bettenhausen, Ettingshausen, Geilshausen, Gießen, Gö- belurob, Harbach, Klein-Linden, Lang Göns, Londorf, Nieder-Äessingen, Obbornhofen, Ober-Bessingen, Ober-Hörgern, Saasen, Steinbeim, Treis a. d. Lda., Utphe, Weickartshain und Wiefeck.
Wir erinnern Sie an die ungesäumte Erledigung unserer Verfügung vom 7. l. M. (Nr. 263 des Anreigeblatts). v. Röder.
B e r i ch t i u n g.
In dem Ausschreibeu Großherzoglichen KielSamts Gießen vom 20. November muß es heißen:
Für Groß-Buseck: Christoph Wagner XVI., für Inheiden: Johannes Slod) 1L, für Staufenberg: Heinrich Vogel V.
politischer Theis.
Wohnungsnotbiiiit:
»rslaiid,
lind der Pfarrclerus der Stadt und des Decanats Mainz.
Der Sprecher
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tes Gnade werden wir dem glorwürdigen Beispiele unserer Bruder in Preußen
rumänischen Regierung vorgelegte Entwurf einer Handels- und Zoll-Ueber-
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Aus Mecklenbura, 18. November. Man zweifelt jetzt hier im Berathung der Konstitutionellen Gesetz. Entwürfe anzunehmen beabsichtigt, für ___ *2 . _ , _ r ___x. ; — k.'nCrtv Ati Kurrft/tiiÄ
g-l-s ;.
HS in Gicht« Locale des Vminf
cke, • in
dieser Deputation faßte als Result .t der vorgelegten Kirchengesetze, resp. deren Durchführung auf; einen „nach möglichster Lostrennung voii dem von Gott gesetzten Mittelpunkte der Kirche, Hemmung des bischöflichen "Amtes m seinen wesentlichen Funktionen, Unterdrückung jeder freien Entwickelung katholischer Wissenschaft und katholischen Lebens, unter der ertödtenden Verwaltung eines ppm Staate erzogenen und in Allem von ihm abhängigen Clerus dahinsterben- len und der Corruption verfallenden Staats-Katholicismus" und erklärt: „Nie
Ein Arbeiter wurde getödtet, fünf schwer beschädigt.
Oesterreich.
Wien, 15. November. Die „Deutsche Leitung" meldet: Der von
Deutschland.
Darmstadt, 18. November. Daß der Kampf gegen die Kirchcngesetze vom bischöflichen Stuhle in Mainz aus mit aller Energie geführt werden würde, unterlag und konnte in Anbetracht der Persönlichkeit' seines jetzigen Inhabers für Niemanden einem Zweifel unterliegen. Im Augenblicke handelt es sich nun tin Herrn v. Krittler darum, dih sämnnlichcu Geistlichen der Tiöceje um sich ch schaaren und die Dergewiflcrung- ihrer blinden Folgsamkeit entgegcnznnehmen. Lo lesen wir denn Tag für Tag im „Mainzer Journal", daß solche Deputationen im Palais der Emincsiz cingetroffen sind, so vorgestern das Domcapilel
Frankreich.
Paris, 19. November. Der officiöse „Moniteur" erklärt, daß die Be- ziebungen zwischen Frankreich und Spanien die besten seien. Als Beweis führt er an, daß die „Ueria", welche die Spanien gegenüber verfolgte französische Politik heftig angriff, vom Gouverneur von Madrid dafür mit einer starken Geldstrafe belegt worden sei.
— Der Herzog Tecazes wurde im gestrigen Ministerrath mit der Abfassung der Botschaft betraut. Er wird dieselbe in nächster Woche dem Mini- fterrath vorlegeu, da man erst die Gemeindeiathswahlen vom 22. d. abwarten will. In der Botschaft soll die Kammer aufgefordert werden, ihr Versprechen betreffs der constitutivneyen Gesetze zu halten. ES scheint jedoch, daß die Regierung ter Kammer die Initiative überlassen will. Der Broglie'sche „Fran- <ais" sagt beute wiederholt, daß Mac Mabon, falls sein Caoinet eine Niederlage erleide, nut seinen Ministern sortregieren werde, ohne sich weiter um die Kammer zu bekümmern. Der Marschall sei aenöthigt, so zu handeln, weil er
des Reichstages mit großer Majorität der Beschluß gefaßt wird, auch Mecklenburg in die Reihe der coustitutionellen Staaten Deutschlands aufzunehmen. Sind doch die buten Großherzogthümer Mecklenburg die einzigen Länder im Deutschen Reich, ja, mit Ausnahme der Türkei und Rußland, in ganz Europa, welche noch keine Repräsentativ-Vcrfassung besitzt. Daß die jetzigen Verhältnisse und besonders auch das gänzlich willkürliche Regieren ohne ein Budget unmöglich noch länger so forlbesteheu könne, darüber ist die große Mehrheit aller Bewohner des Landes sich klar, und nur über die Art der neu einznführenden Verfassung und wie weit das active und passive Wahlrecht auszudehnen ist, gehen die Ansichten und Wünsche noch weit auseinander. Von Berlin aus wird nun hoffentlich ein nicht zu unterschätzender Druck ausgeübt werden, daß endlich die jetzigen Ministerien zu Schwerin und Strelitz den gehörigen Ernst in dieser Verfasiungs-Angelegenheit entwickeln; geschieht dies nicht und überläßt man das Ganze dem Belieben der gegenwärtigen Negierung, so kann man sicher sein, daß nichts geschieht.
Tilsit, 20. November. Heute früh explodirte in der Sarfaß'schen Dampfschneidemühle der Dampfkessel. Das Kesselhaus wurde vollständig zer-
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j tliva zu Stande kommenden Gesetze nicht zu fügen, wozu der Herr Bischof zu t (illClient teil versammelten Priestern seinen Segen ertheilt. (H. V.)
Berlin, 18. November. Das neueste Hcst des deutschen Postarchivs
. . q une Nervten veneu Lytr.
15i H'öl Berlin, 19. November. -
■ l'coceü eine große ^lNasse von Zeugen citirt werden wird. . -
| Wj ait lh der bekannte 5>erauSacber der Pariser „Correspondenz Landsberg" gela-denen Journalen enthaltenen Mitt! eiluugen über den Inhalt der letzten Be- Jlj y. |bcn |ein ' schlüsse des Mliiisterrathö und die Haltung, welche-das Ministerium in der
1 » 2^ Aus Mecklenburg, 18. November. Man zweifelt jetzt lsier ^ im Berathung der coustitutionellen Gesetz, Entwürfe anzunehmen beabsichtigt, für
•(l) gamzen Lande nicht im Allergeringsten mehr daran, daß noch in dieser ^espon durchaus unbegründet.
Nachfolgen und wir wissen, daß auch das ganze gläubige Volk mit uns Einer der v w _
Gesinnung ist.' In einer schließlsch verleseuen Atresie an den Hochwürdigsten einkunft wird von maßgebenden Personen in wesentlichen Punkten als nicht an- Herrn Bischof heißt es dann: „Ich werde lieber Alles erdulden, als von nchmbar befunden. Auf Grund einer Verständigung mit ter ungarischen Regie- iiieiner Pflicht um ein Haarbreit abweichen nnd anch nur im klemsten Punkteirung wird ein Gegen-Entwurf retigin, welcher demnächst nach Bukarest ab- ten» katholischen Glauben und dem Rechte und der Freiheit der katholischen Hetzen wird.
Dpirche etwas vergeben." In weltlichen Dingen wird sodann ter Dbrigkeit treuer Gehorsam versprochen, d. h. also doch wohl schon jetzt erklärt, sich dem
stört und der Kessel 200 Schritt in den Memelstrom auf ein Holzstoß gewor- lattn und wird der Clerus von Mainz anders denken, reden, handeln, als fen.
fei.ii Bischof, als ter deutsche Episcopat, als das ganze gläubige katholische Deutschland, als der heilige Vater und die ganze katholische Welt. Mit Göt-
nicht das Recht habe, die Kammer auszulöseii. Mehrere Minister, darunter Lmnaome von.Cumont, sollen darin mit Mac Mahon einig sein, andere sich jedoch bei einem einen Ueberschuß von 10,100,000 Thlrn., und die groß-sso gefährlichen Unternehmen nicht betheiligen wollen.
nu^uu.u^u.t w.. 2:,22?,??? 2;*"- Paris, 19. November. Die „Agence Havas" erfährt, daß das Mini-
boil 10 200 000 Thlrn. Die Vereinigten Staaten Amerikas müssen einen Zu-jsterium bezüglich ter coustitutionellen Geseße die Initiative nicht ergreifen, foiv vou 9 100 000 Thlrn. gewähren, um welche Summe die Ausgaben die'tern sich aus die Verpflichtung ter National-Versammlung, sie zu berathen. be- bUinahmen überüeiaen. Sonst haben noch ihren Poftverwaltungen Zuschüße rufen werde. Die Aufgabe ter National-Dersammlung sei, das Septennat zu in iahten • Aeavvten 23 871 Tblr., Luremburg 9450 Tblr., Norwegen 405o orgamstren, Ausgabe dcs Mintsteriums, das Septennat zu administriren. Die
joJl Serbien' 97 667 Thlr. ' ! Existenz des Ministeriums werde deshalb durch Frage'n bezüglich der Otgani-
Berlin, 19. November. Man vermuthet, daß in dem Arnim'schen sattou des Septennats nickt bedroht.
1 . • ' Wk tacefi eine aroße Masse von Reimen citirt werden wird. So soll n. A. ParrS, 20. November. Das „Journal osficiel" erklärt die in verschie-
Mveiblatt zum Reichs - Postamtsblatt) bringt eine statistische Tabelle über den Ili ost verkehr in den enropäischen Staaten nut Ausnahme ter Türkei; ferner in
I ten Vereinigten Staaten Amerikas und in Aegypten. Labe» werden denn auch Angaben über daS Personal gemacht, aus welchen man erfährt, daß beiipiels- locife Frankreich 3806 weibliche Personen bei einer Gesammt-Deamtenzahl von j 8063 im Postdienste beschäftigt. Wenn für das deutsche Reicks-Postgebiel das terhältnißmaßig große Personal von 45,000 Beamten und Unterbeamteii nach- %ett att«11, ^wiesen wird, so ist hierbei in Betracht zu ziehen, daß die deutsche Reicks- Postverwaltui.g ein sehr ausgebildetes Fahrpost-Jnstitut unterhält nnd einen ^Tuiib msqetehnten ^eitMigsvertrieb vermittelt. Die deutsche Reichs.Postverwaltung
. 5 erzielt aus einer Brutto-Einnahme von 31,100,000 Tbalerii, nach Aufwendung
vo» 28,400,000 Thlrn. Ausgaben, einen Uebersckuß von 2,700,000 Thlrn Die französische Postverwaltung liefert bei einer Brutto - Einnahme von' V bie^y 29,800,000 Thlrn. einen Ueberschuß von 10,100,000 Thlrn., und die grotz-j ?d?her jPä,<U i britannische bei einer Brutto-Einnahme von 35,200,000 Thlrn. einen Ueberickutz.


