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Gießener Anzeiger

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen

-kr. 91

Dienstag den 21. April

Gießen, am 18. April 1874.

Betreffend: Die Einsendung der Rechenschaftsberichte.

6 Thaler.

riiinerung.

6

politischer Theis

Bafd, 20. April.

DenBas. Nachr.

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d-s Pre.chischcn Ep.s-°p^ berbeigeführt worbe«, bildet das der Bnudesreviston stimmtet nach d^ ?!s

UrtbcU des lir chtichen (S5t*YltP>KOtCÄ tlPilPH hpil QpbnrknvnaFi Pin onf- 2/ w»»' 4- »« 1 / «Ul rx._ l. nvr n l , ... * ...

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>irrttlj4brtfl 1 |L 13 fr. w. ^r^.gerlohn. Durch bi« l'vst bezogen vierteljährig 1 ff. 39 fr.

Gesängnißhaft wegen Majestätsbeleidiguug abzubüßen hat.

, 3" den kirchlichen Wirren, 'welche durch die vatikanischen Beschlüsse

7s mit ja, Vs mit nein. In der Abstimmung der Stände haben 14/2 Can- toiie für, 7-/2 Cantone gegen die Annahme gestimmt. Bei den Wahlen zum Großen Roth im Canton Neuenburg wurden 90 Nadieale und 11 Conservative

nuivivn yuiicii.

Paris, 18. April. Man schreibt dem PariserJournal du Havre": Herr Marschall de Mac Mahon ist der endlosen und zuweilen scharfen Dis- cussiouen müde, deren Gegenstand seine Staatsgewalt ist; er beklagt sich oft darüber mit Lebhaftigkeit und Bitterkeit; er hat bemerkt, daß sein verantwort-

zufolge war die Betheiligung neue Bundes-Verfassung eine

267,000 mit ja, 133,000 mit nein gestimmt.

Bern, 20. April. Bei der gestrigen Abstimmung über die Annahme

»scheint täglich, mU Hu* nähme Sormtag-

tp>ebltion; 6 « nj letfrtre, LU. V 9h. 1.

Frankreich.

Paris, 17. April. DasUnivers" behauptet, daß ein Polizeipräfect aus Beflhl der Negierung in Spanien gewesen sei, um an Ort und Stelle die Lage hr Royalisten und der Republikaner zu studiren, und in seinem Bericht sich dahin ausgesprochen habe, daß die Carlisten siegen müßten. Das ultra- montat.e Blatt hofft deshalb, daß die Regierung die Carllsten baldigst als kriegführende Partei anerkennen werde.

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. r Paris, 17. April. Die Marschallin Mac Mahon, bekanntlich eine außnst fromme Dame, hat beschloffen, daß jeden Morgen um b Uhr in der Capelle des Palais Elysüe, wo der präsidentschaftliche Hof gegenwärtig residirt, eme stille Meffe gefeiert wird, der alle Beamten und die ganze Dienerschaft

Die Grvßherzogliche Kms-Schnl-Commission Gießen

an die Schulvorstände des Kreises.

ffAnfbrnh,! poS' 2 Instruction für die Ortsschulvorstände fordern wir Sie auf, die vorgeschriebenen Rechenschaftsberichte und

Schulprufnngs-Protokolle binnen 8 Tagen an uns einzusenden. '

v. Röder.

Bekanntmachung.

i r Inhaber der hiesigen Actien-Brauerei beabsichtigen in ihrem am Leihgesterner Wege gelegenen Geschäftslokale einen zweiten Dampfkessel aufstellen lasten m>d haben um die deßhalb erfoiderliche Erlanbniß nachgesucht. cn

Tie Grund- und Gebäudebesitzer der Nachbarschaft werden aufgefordert, etwaige Einwendungen hiergegen binnen 8 Tagen bei uns vorzubringen. (1998^'"^"' bC" 18" 3,Prl1 l874 Großherzogliche Polizei-Verwaltung der Provinzialhauptstadt Gießen.

l J Nover.

Urteil des kirchlichen Gerichtshofes gegen den Erzbischof Ledochowski ein ent­scheidendes Mcmeitt. Es wird sich jetzt darum handeln, daß die Negierung in dm Stand gesetzt werde, diesen, Ausspruch des Gerichts die nöthige Folge zu .... lvulut , ,

«Ben. Zunäcl-st ist es von Wichtigkeit daß der fern Landtag vorgelegte Ge- gewählt. In der Stadt Bern sind die Conservativen vollständig durchgefallen schentwurf über die Verwaltung erledigter Bisthmner rechtskräftig werde, da Auf dem Lande sind die Wahlen zum Großen Rath meist liberal ausgefallen sonst leicht Zustande eintreten konnten, deren Remedur große Schwierigkeit 31

fnben möchte. Es ist daher zu erwarten, daß der Gesetzentwurf unmittelbar nach Wiederaufnahme der Landtagsarbeiten auf die Tagesordnung gesetzt und so schnell als möglich seiner Erledigung entgegengesübrt werden wird. Aber schon vorher wird der Reichstag das eben so wichtige Kiräwudieuer- Gesetz zu berathen und zu erledigen haben. Was freilich Ledochowski betrifft, so wird las lctztere Gesetz gegen denselben vorläufig nicht zur Anwendung zu bringen sein, da er hinter Schloß und Riegel sitzt und daher nicht im Stande ist, die ihm durch richterlichen Beschluß abgenommenen Functionen weiter fortzuführen.

Berlin, 18. April. Fürst Bismarck ist in entschiedener Bcsserrng, der Echlaf hat sich wieder eingefundcn und nur seine Unterthemen wollen ihm noch ncht gehorchen, worunter aber nicht etwa wie die Fortschrittler meinen mach- ru.e neue wu-ne gefeiert wiro, Der aue Beamten und die ganze Ti-nerschaft m die N- tional-Liberalen zu verstehen sind, sondern seine Beme. Ten Ge-j anzuwohnen haben. Tie Marschallin nnd ihre Kinder wohnen derstlben eben- li'arten fanu er sich schon seit acht Tagen m ziemlichem Umfange wieder wid-jfalls an. Auch Damen des Faubourq St. Germain haben um die Erlaubnis men. Seme Popularität zeigt sich u. A. durch die große Anzahl von Geheim- gebeten, die Meste besuchen zu dürfen 9 förimnip

Mitteln und Arzneien, die ihm aus allen Theilen Deutschlands angeboten' -In den französischen Militärgefängnissen befinden fich gegenwärtig tofTDc" .. . m La. , m I6300 Gefangene, von denen 2600 zu öffentlichen Arbeiten und 3700 zu ein-

Für he Sonneuwarte in Potsdam hat Professor Ouincke in Würzburg facher Gefäuguißstrafe verurtheilt sind.

unen Ri.f erhalten, aber noch nicht definitiv angenommen. ' ! Bei dem Bau der Pariser Festungswerke sind 28 Officiere vom

Berlin, 20. April. ^er Buudcsrath hat gestern noch nicht die Be- Geueralstabe beschäftigt, nämlich 1 Oberst, 1 Oberst-Lieutenant, 10 Bataillons-

rathnng des Preßgesetzes beendigt. Die Aussicht auf allseitige Verständigung Chefs und 16 Hauptleute.

Wer den einzigen Differenz-Punkt, die polizeiliche Beschlagnahme, ist gestiegen. - Am 26. Januar wurden in Neu-Caledonien 4 Deportirte erschossen, Defelh soll sich dem Vernehmen nach auf die möglichst engsten Grenzen, etwa die einen ihrer Kameraden ermordet hatten.

lie Gefährdung öffentlicher Ordnung, beschränken ~ ~

Pofen, 17. April. Ter Domherr Woycicchowkki hat nachträglich um sofortige Sistirung gebeten, um weiteren Strafen zu entgehen. Derselbe wurde in das Gefängniß zu Bromberg abgeliefert. «« v ^ukucu, «* , -p i«.i

Munwen, 17. April. Wie derKurier für Niederbayern" mitrheilt, liches Ministerium ihn nicht genugsam mit der Verantwortlichkeit desselben deckt M die Frau Erbprinzessin Helene von Thurn und Taxis von Regensburg dem und er will eine bestimmtere Lage haben. Ter Marschall verlangt, daß Stellung Papst Pius IX. eine Caffette gefüllt mir Napoleonsd'or überbracht haben, genommen werde, und wenn sein Ministerium auf dies Begehren nicht einqeht, Man schätzt die Geldspende auf 100,000 fl. Da sich das fürstliche Haus einer so glaubt er nicht, gleich demFrancis", daß es unmöglich sei, im Schooße Jahresreute von drei ein halb Millionen zu erfreuen hat, so kann die Vor- der Nationalversammlung ein anderes Cabinet zu finden, das eine Mehrheit münderin des jungen Fürsten eine solche Summe wohl hingeben. vereinigen könnte. Einige sehr charakteristische Symptome davon zeigen sich

In Irschenberg zwischen Miesbach und Aibling (Oberbayern) hat seit einiger Zeit in der Umgebung des Herrn Präsidenten der Republik, die

4f.rr x >am vergangenen Samstag, Nachts, nach langer Zeit wieder ein Haberfeldtrei-

yeuucoianö. bk" stattgefunden; mebr als Einer erhielten solchen jedenfalls sehr unliebsamen

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faße unter der Anklage auf Hochveirath verhaftet , nach 31/2monatnd)er Unter-! e ,

suchm gshast Ende März 1871 entlassen, wurde Liebknecht ein Jahr später^ SuJtöElJ.

tom Schwurgerichte zu Leipzig zusammen mit Bebel zu zweijähriger Gefängniß. «F4ll. ö,. w,..

»rafe vernrtherit. Liebknecht wird dem Vernehmen nach am Montag im Reichs-,an der gestern stattgehabten Abstimmung Über die llCuC «uiives^erranuna eme Wetännn Üt, m ""Nonien, wahrend sein Collcge Bebel noch eine »monatliche sehr große. Nach den bis gestern Abend 9 Uhr bekannten Resultat » hatten