Ausgabe 
19.12.1874
 
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wenigste«.

Wien, 16. Decembcr.

Frischdäckrr ? u Gießen.

kommen; dieselbe wurde nbcr auf morgen vertagt, weil die Mitglieder nicht rechtzeitig benachrichtigt worden waren.

neral Keredine einen Vertrag abgeschlossen habe, worin die Pforte sich verpflichte, ihn als Bey von Tunis anzuerkenncn, die Begründung ab. Der jetzige Bey von Tunis habe auch nicht die geringste Lust, seinen souverainen Rechten zu entsagen.

Es heißt, daß nach Annabme des Gesetzes über die Armee-Reorqani- sation die Regierung den Antrag stellen will, daß die Kammer daS Militär- Budget für 7 Jahre bewillige

mung des Reichstags während der Dauer der Session verhaftet werde." Die Resolution wird angenommen. Dafür stimmten die Fortschrittspartei, das Een- trum und die Hälfte der National-Liberalen.

Berlin, 17. December. Die Redacteure derNordd. Allg. Ztg.",

£efeginplji|dje Depeschen.

Berlin, 17. Dec. In parlamentarischen Kreisen gilt der Zwischenfall bezüglich des beabsichtigten DemissionßgesucheS des Fürsten BiSmarck als völlig applanirt. Dem heute beim Fürsten stattgefuudenen parlamentarischen Diner wohnte auch der Kronprinz bei, der mehrfach eingehend mit dem Fürsten conferirte.

Berlin, 17. Dec. Der heutige, fast 2 Stunden später wie gewöhn­lich erschieneneStaatsanzeiger" bringt die Mlttheilung ans Grund eidlicher Aussagen, daß KuUmcmn in der Unterredung mit dem Reichskanzler die Eentrums-Fraction als seine Partei bezeichnet hat, ferner einen Bericht des Bezirksgerichtsraths Strösienrenter, wonach Kullmann im Verhör Dasselbe ge­sagt hat, endlich die öffentlich vor dem Schwurgericht wiederholte Äcußeruug Kullmaun's, daß seine Partei die Cenrrnmsfraction sei. Schließlich wird für den Fall, daß die Provocationen der Presse dieser Partei sortdauern, weitere Aufklärung Vorbehalten.

tßngfnnö.

London, 16. December. Einer Meldung von Cuba zufolge griffen 1000 cubanische Insurgenten Cascorro an, wurden aber zurückgewiesen. In Mexico hat der Congrcß das Gesetz über Aufhebung der religiösen Orden angenommen.

gemeinschaftliche Schritte in Athen gethan, weil Griechenland die Anerkennung der ägyptischen Gerichts - Reform und der Errichtung internationaler Gerichts­höfe erster und zweiter Instanz verweigert, indem die Mächte die Drohimg ausjprachen, eventuell bleibe Griechenlands Widerstand unberücksichtigt.

sich sodann bis 71/a Uhr Abends.

Berlin, 16. December. DiePost" schreibt:Seit einigen Tagen läuft das Gerücht durch die Zeitungen, daß der Justizminister Dr. Leonhardt aus Gesundheits Rücksichten seine Entlassung zu nehmen gedenkt. Der Gesund­heitszustand deS Justizministers hat sich, wie wir hören, in dem Grade befestigt, daß derselbe im Stande ist, den Obliegenheiten seines Berufes zu entsprechen. Damit fällt auch die anderweitige Combinalion in sich zusammen, daß der Cul-

decGermania" und desFremden- und Anzeigeblattes" sind wegen vorzeiti­ger Vetöffeutlichung der Kullmann'schen Anklageschrift heute zu je 10 Thalern Geldstrafe verurtheilt worden. , .

Berlin, 17. Dec. Reichstag. Berathung des Antrages Winterer's Die Behauptung, daß unter den Mitgliedern des linken Centrums auf Aufhebung des UnterrichtSgesetzeS für Elsaß-Lothnngen. Winterer sucht Zwietracht ausgebrochen sei, wird von dem Organe Casimtr Perier's für in zweistündiger Rede den Antrag zu rechtfertigen, indem er namentlich bc-falsch erklärt.

hauptet, daß daS Schulgesetz auf die Familienverhältnisse störend eingewirkt Die Verhandlungen zwischen der Rechten und dem rechten Centrum und die Gewissensfreiheit beschränkt habe. BundeScommisjär Herzog findet daS dauern fort. LautDebats" hat das linke Centrum es aufgegeben, die Pro- Motiv deS Winterersschen Antrages in dem Zorne dcS KleruS über die Ein-'clamation der endgültigen Republik zu verlangen

schränkung seiner Macht. Mit Einführung des Schulzwanges tu Elsaß |Vien Public" versichert, daß das linke Centrum nicht auf den An-

Lothringen habe man dem Relchtlande eine Wohlthat erwiesen und scheine trag des rechten Cemrums eingehen werde, die konstitutionellen Gesetze einzeln

man sich tn Elsaß-^othringen auch mit dem Schulzwange zu versöhnen. Dann'und zwar zuerst daS über den Staat vorzunehmen. In der heutigen Versamm-

dürfe man aber auch die Konsequenzen des SchulzwangeS nicht bekämpfen, daß lung deS linken Centrums sollte der Antrag des rechten CentrumS zur Sprache

die Schulen dem Staate unterstellt und dem Einflüsse des Klerus entzogen'*-"'«"'- we,'K"-----****" k:-

werden. (BravoHerzog fordert aus. die Resultate des Unterrichts mit denen Frankreichs zu vergleichen, und erwähnt, daß schon im Jahre 1867 das Elsaß die weitesten Analphabeten hatte, und daß man ihm a!S Grund hier­von die Nähe Deutschlands und der Schweiz, sowie den Einfluß des Prote­stantismus bezeichne. Die RetchSregierung wolle Verbreitung der Kenntnisse und Ausbildung der Intelligenz und habe dazu ihre Gesetze erlassen, deren Aushebung Winterer wolle. Herzog widerlegt die einzelnen Behauptungen Wmterer's über die Auslösung der Schulen und Seminare und weist nach, daß die Regierung dabei tn der jchonendsten Weise verfahren sei. Derselbe hebt ferner die bereits erzielten Resultate hervor und erbittet die Unterstützung des Reichstages bei den Bestrebungen der Reichsregierung und folgeweise bu Ablehnung des Antrages. (Lebhafter Beifall.) Zinn beantragt einfache Tages­ordnung über den Antrag Winterer, die von Treüschke befürwortet, von dem elsässischen Abgeordneten Gerber bekämpft und darauf mit großer Majorität gegen die Stimmen des Centrums, der Elsässer und Polen angenommen wird. Es folgt der Etat für Elsoß-Lothringcn. Ein Antrag Kryger^s auf Verweisung desselbei' an eine Commission wird mit allen gegen Kryger'L einzige Stimme abgelehnt. Miguel gibt eine eingehende Ucbersicht von der Finanzlage der Reichslande. Das Haus genehmigt Titel 1 bis 10 des Forstetats und vertagt

tusmmister Dr. F«lk eventuell zum Nachfolger dcS Dr. Leonhardt ausersehen

sei. An einen Personenwechsel im Kultusministerium denkt man jetzt gewiß am'Ze^ Fürsten.

Berlin, 17. December. Fürst Bismarck wurde, wie cS heißt, vom Kaiser empfangen. Heute Nachmittag gab er ein großes parlamentarisches Diner- Auch der Kronprinz wohnte demselben bei und unterhielt sich längere 7* Das Gerücht von Bismarck's Entlassungsgesuch er-

ihält sich, aber der Kaiser würde das Gesuch gewiß ablehnen. In Reichstags- - kreisen verbreitete Gerüchte bringen auch die Stellung des Justiz-Ministers

jJe|leiTeicQ. damit in Verbindung, aber sie bedürfen der Bestätigung, zumal ähnliche Ge-

Deutschland, Oesterreich und Rußland haben rüchte in letzterer Zeit osficiös bestritten wurden.

Berlin, 17. December. Der Kaiser hat das Entlassungsgesuch BiS- marck's abgelehnt. Auf morgen ist ein Ministerrath anberaumt.

tzchmeiz.

Bern, 17. Dec. Der Nationalrath ratificirte einstimmig nach kurzer Berichterstattung den Welt-Postvertrag vom 9. Oct. d. I.

frunftceidj.

Parts, 16. December. Der officiöseMoniteur" legt sich die durch den Fürsten Orlow beute geschehene Ueberreichung des russischen Andreas- Ordens an den Präsidenten Mac Mahon folgendermaßen zurecht:Diese Nachricht, die unter keinen Umständen unbemerkt vorübergegangen wäre, erhält eine besondere Bedeutung, wenn man sie in Verbindung mit den Schriftstücken bringt, welche Fürst Bismarck im Proceß Arnim hat veröffentlichen lassen. Eines dieser Decumente bezeichnet den Fürsten Orlow als ausschließlichen Feind Deutschlands. Wir erwarten, daß der Augenblick zur Veröffentlichung solcher Tocumcnte schleckt gewählt ist. Niemals waren die Beziehnugen zwischen Frankreich und Rtißland freundschaftlicher, und c- ist klar, daß die persönlichen Beziehungen diesem Ergeblilsse nicht fremd sind."

Dasselbe Blatt spricht der Nachricht, daß der Sultan mit dem Ge-

Sonnlaq den 13. December Chr. Noll Wwe. in der Neustadt, H. Röder in der Wallthorstraße, Zülch Wwe. auf dem SeltcrSwcg.

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Morgens: Pfarrvikar Schlosser.

Q Nachmittags: Pfarrer Landmann.

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