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Hannover wegen Beleidigung de« Reichstage« an die Ccschäfts.Lommission vei> Broschüre. Das „WeeNy Reaister' bebauvtet bafi der n,6,TtriH k., ®. wiesen worden, folgt di- erst. Lesung des Bank-Gesetz-s. Der P.ä.weu, de- liste,, zum Al.kachol.e.smus beoorstebe 6 $lh
Reichskanzler-Amtes, StaalSmimster Delbrück, weist zunächst auf die früheren f —
England.
London, 14. November. Don Gladstone's Buch über die vaticanischen Decrete wird schon die 10. Auflage gedruckt. Der „New-Dork Herald" ver öffentlicht ein Schreiben Manning'S, welches nachzuweisen sucht, daß die alte katholische Glaubenslehre von den vaticanischen Decreten unberührt geblieben sei; die Bürgerpflichten der Staatsuntertbanen seien im vaticanischen Eoncil
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sei die Auslösung der circulirenden Münzen mit 30,800,000 Thalern zu bestreiten. Nach allen Abzügen verbleibe eine Summe an Goldmünzen von 105 Millionen Thalern. Redner erörtert die Nothwendigkeit der Erhaltung des Lorralhes an Goldmünzen und glaubt nicht an eine Beeinträchtigung desselben durch den Export. Betreffs der Noten - Ausgabe bezeichnet Delbrück es für wünschenswert!), daß die Regierungcii schleunigst den Uebergang zu dem neuen Notenverkehr vorbereiten, wie daL Seitens Preußens und einiger auccur Regierungen geschehen sei. Dazu eine Haiidhabc zu bieren, sei die Aufgabe des jetzt vorgelegten Gesetzes, welche den viclbeklagtcn Uebelsländen abheifen solle. Delbrück betont das Verlangen der Handels-Organe nach einer Reichs' bank. Demselben habe das Reichskanzler-Amt nickt antipathisch gegenüber ge standen, habe jedoch die Schwierigkeiten bei der hierdurch geborenen Umwandlung der prerißischen Bank in eine Reichsbank nicht lösen können. Nicht nur der Entschädigung der wohlerworbenen Rechte, sondern auch den Gewohnheiten des Verkehrs wäre Rechnung zu tragen. Dies habe dahin geführt, daß das Gesetz, welches für das nächste Jahr erforderlich sei, von der Nelchsbank absah, ohne sie principiell für die Zukunft zu verwerfen. Redner erläutert sodann einzelne Theile der Vorlage. Die Notcusteuer werde ihr wohl die zahlreichsten Gegner zuführen, weil man darin eine Vertheuerung des Geldes erblicke, dieses sei jedoch unbegründet. Durch Papier sei eine allgemeine Wohlfeilheit nicht erreichbar (Nein), nur durch Fleiß und Sparsamkeit. (Sehr wahr.) Die preußische Bank habe die Credit Gewährung durch ihre Filialen erleichtert; das sei eine Stütze der Jndustiie. Schließlich bezeichnet Redner alS Hauptpunkte des Entwurfs: Beseitigung der Hindernisse, welche bcr freien Noten-Eirculation entgegenstehen, Beschränkung der Emission durch die Steuer und Vorbereitung für die Staats-Regierung, um freie Hand zu gewinnen zur gesetzlichen Umgestaltung des Bankwesens nach kurzer Frist durch Beseitigung der bestehenden Concessionen.
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Anträge des Reich-ra^S hin, welche das Bankg-sctz forderten, und geht sodann Auslegungen der von £,eraeli in ^Gmldhall achaltnien^Re^ wmm» " Sur Beleuchtun, der B-dürfnißsrage Angesichts der Goldwährung und des neuen j„ derselben eine «nspi.lung aus den Grofc» Ar"m sehen wollt Vfi M.nzgesetzes über. Die H.Ntptaufgab- der Regwrnng sei, für einen starken! ermächtigt, m.tznthe.len, daß T.sraeli täbei M
Dorrath an G°ldmün;en, sowie für die näthtze Beschaffung kleiner Münze ln habe und mcht gedenken konnte, da das Verfahren gcacn deuselbe» k^e starkem Umfange zu sorgen. Die Summe de- ausgeptäg.en Goldes betrag- willkürlich, sondern gesetzlich f,. Die ffl- «TÄ W 362 Mill.onen Thaler, wovon 40 M.llwuen un Krwg-jchatz se.nu Der Ge- während des vatieamschen Cone.Is der danml.ae ZfS.Ä sammlvorrath betrug 2s9 Millionen, der regelmäßige Durchschnitt des Golt- den Erzbischof Mannu.g ans d,c verderblichen «°lge,? ter Ähtät» ffirfiT münren-Bestandes in den Banken 150 Millionen Tbaler. ^on bem iHpfthdtfliibp nmn **;,%** ------j.* i..l. o ß o faUibiutate Gif,;.
— Nächste Woche halten das linke Centrum und die gemäßigte Linke in Versailles gemeinschaftliche Versammlungen ab, um über ihren FeldzugSplan für die bevorstehende Session zu berathen.
— Wie verlautet, wird Mac Mahon bis nach dem 1. Januar im Elyfae wohnen und dort den Neujahrsempfang abhalten.
— Für die neuen Forts, die gegenwärtig um Paris gebaut werden, ist em eigener GenSd'armeriedicnst errichtet worden, um Neugierige nicht in die Nähe kommen zu lasten.
— Mehrere Führer der Bonapartisten sind gestern nach Ehiselhurst gereist, um die Ex-Kaiserin zu ihrem NamcnStage zu beglückwünschen.
Italien.
Atom, 16. November. Bei den gestrigen Nachwahlen wurde in Rom Garibaldi in zwei Kollegien gewählt, in den übrigen drei Eollegien wurden 2 Candidaten der Linken, 1 der Rechten gewählt. In Florenz, Mailand, Genua, Livorno und Turin wurden sämmtliche von der Rechten aufgestellten Candidaten, in Venedig 2 der Rechten, 1 der Linken, ebenso in Bologna 2 Candidaten der Rechten, 1 von der Linken gewählt. In Neapel erhielten 1 Candidat der Rechten 7, der Linken die Majorität, eine Wahl fiel auf einen Cmdidaten, besten Parteirichtung ungewiß ist. In Mailand fiel Garibaldi dnrck, ebenso der in Lugo, Forli und Verona ausgestellte Republikaner Schasfi. Ricasoli, Peruzzi und Lamarmora wurden wiedergewählt. Von den biS jetzt bekannten Wahlen fielen 101 zu Gunsten der Rechten, 44 zu Gunsten der Linken auS.
gar nickt besprochen worden, mithin sei Gladstone'S ganzes Argument hinfällig. Gladstone, der offenbar übermäßiges Vertrauen in Döllinger setze und irregeleitet sei, huvr dudutch uiv nfle Störung seiner 45jähriger» Freundschaft Mit Manning berbeigeführt und voraussichtlich mehr zerstört, als er in seinem gau«j 8en erfolgreich tdätigen Leben ausqebaut babe.
__ rar.kn™ k , .Tagung unter ocm xuci »Zwots '.WtUipncn* im neuesten Jahrgang brt Hamuui ® dstonc übersandte Bismarck eines der ersten Exemplare seiner nalS „Illuwtrirte Welt“, Stuttgart, Verlag von Eduard Hallberger.
im tdmbf ।
L’.%ri5ent dew itutre» par Emile (iaborian „Man tollte daS nachßklevtki Werk deS viel zu früh gestorbenen RomaneierS, der mit einer tiefen Kenntniß der Schattevieuf unserer modernen soetalen Zustände eine bewundcrnswkrthe Kunst in der Durchführung r-t-k legifcher Motive verband, allen jenen kleinen Kapitalisten in die Hand geben, welche den Kurt- -ettel vor Augen und den sauer verdienten Groschen in der Laiche auf B-rienabenleuer aut ju’ben, und für welche daö Wort „Dti Ilion* gleich cem (Aesange der Sirenen ist. der ste in tr unberechenbaren Strudeln der Speeulation rettungAlcs zu Grunde geben laßt. Der Verein Hebung der Volksbildung sollte den Gabortan'schen Roman in Tausenden ten Gremplaren drucken lassen und für seine Verbreitung mit demselben E'fer Sorge träger mit dem er sich die Popularist-.ung der Wifienschaften angelt:en sein läßt. Der kleine Äctionät insbesondere, der Mann, der txi glaubt, toafc geschrieben ist, und der darauf schwört, irafi gf trueft ist der „gläubige* Provinziale, der auf den Poiaunenruf der Börsen- und Gründerprei't den Geldbeutel autz 6em Schrank hervorlangt und ihn auf dem Altar des Jupiter Mamrno' opfert, er sollte stet- einen Band von „L'Argenl des autres“ bei sich tragen, sollte die tt?i±' . , . f ’ y**°* | ^opitel desielben auswendig lernen und sie bei Gelegenbeit reritiren, um sich gegen all-
habe dadurch die erste Storung seiner 4ajähngen Freundschaft mit Lerfübruni qroßgedruckker «ründungsannoneen mit souveräner Gleichgültigkeit zu wappnen." ej-r. • Brl***' * r ’ So schreibt A Nutenberg in Nr. -<3 der Gegenwart.
dieser ausgezeichnete Nornan erscheint soeben in autorisirter deutscher Ueber» jtragung unter dem Titel .Zwölf Millionen^ im neuesten Jahrgang deS Familien-Jour- t hnn Rhnnrh fTfl tT.
icanärdcö.
Pari-, 14. November. Nus Lyon, 13 Novbr., berichtet die „Corresp. Havas" : „Vor einigen Tagen entleibte sich ein armer Soldat aus Kummer über seine zerrütteten Familienverhältniffe. Die Geistlichkeit verweigerte ein christltckcs Leichenbegängniß. Um ihrem Kameraden die letzte Ehre zu erweisen, begleitete eine Abrhcckung Soldaten den Verstorbenen auf seinem letzten Gange und ein K-nnerad trug dem Zuge ein hölzernes Kreuz voraus, während die Anderen das Miserere sangen. Auf dem Friedhöfe .'ngekommen, widersetzte sich die Geistlichkeit der Beisetzung in dem katholischen Theile, obgleich das Grab schon gegraben und bezahlt war- Wohl oder übel sahen sicks die Soldaten gezwungen, in einem für die Protestanten und Selbstmörder bestimmten Theile des Friedhofes ein Grab zu graben und den Verstorbenen daselbst beizusetzen. DaS Auftreten der Geistlichkeit har unter der Garnison viel böses Blut gemacht, zudem man sich nur zu gut erinnerte, daß bei Gelegenheit des BegräbniffeS des ehemaligen Ministers Beulä die Geistlichkeit weniger Scrvpet gezeigt hatte."
Pari», 14. November. Der Präfekt Nadaillac ist in Paris, um dem Minister des Auswärtigen für die Beantwortung des spanischen Memorandums Auskunft und Anhaltspunkte zu geben- Vor 12 Tagen wird das Schriftstück nicht fertiggestellt sein.
Lokal-Notiz.
Gießen, 17. Nov Dorgestern waren 40 Mann der diesigen frei», stäkt, fr.uttto* ui Grünberg zum Besuch der in diesem Jahr dort neu gegründeten freiw. Feuerwehr
Lcctere führte eine Schulübung vor, welche in Anbetracht der kurzen Lehrzeit Der iunaa Mannschaft alle Ehre machte. ’
(ß. .^7 höher alS diese Leistung ist der tüchtige Seist zu rühmen, weichen d e der bt-'u,
Bürgerschaft angehörigen Leute autznahmSioS bewähren. Solch guter Bürqersinn findet frtill nach bei Bürgermeister und Gememderath die rechte Pflege, die nicht bloö dem jungen 6^ bereitwillig die durch die Ausrüstung bedingte Unterstützung leisteten, sondern tbr Ritterefit fr dad dem Gemeinwohl dienende Institut auch durch persönliches Erscheinen be. ivichen Der-» Haltungen, tote die vorgestrige, und durch freundliche Anerkennung und Aufmunterung bttbätne So hielt Herr Bürgermeister Pracht bet dem auf die Uebung folgenden gemeinsamen Ätn* cj|en eine liebenswürdige Ansprache, und selbst ältere Männer, wie Hr. SUoneif f. »djeuten t<| jtarf pulstrende Leben einer so großen Versammlung nicht, um den Mannsckafk.n ihr ®ohk wollen zu beweisen.
Die Gießener Gaste sind allesammt voll Lob über die ihnen gewordene freunticfcaftliäe Ausnahme zuruckgckommen und hoffen, daß gute Kameradschaftlichkeit die beiden Nawdaiccr l allezeit verbunden crbaltcn werde.
Daß solche Veranstaltungen, tote dieser Besuch, nach beiden Seiten hin anregend wirf« und somit die gute Sache fördern, liegt wohl klar, und eS bedarf der Verwabrung nicht, ta man den Ernst der Sache deßhalb nicht schwächt und in den Hintergrund schiebt wenn die »ei', weise auch den guten Tropfen festlich genießen , welche jederzeit gefaßt fein muffen, den fct’.ixr mcn Tropfen hinzunehmen.
,. 7--3n der Nachr von Samstag auf Sonntag fand in der Schulstraße und Reutr
bauen eine umfangreiche Keilerei zwischen 5 Bäckergesellen und Studenten ?c statt Es nut- bcr Kampf mit Backjcheitern ausgefochten, wobei ein Polizeidiener auch einen Schlag auf d<i Kopf bekam. Neun der Ruhestörer wurden zur Anzeige gebracht.
Amerika.
Washington, 16. Novembor. Der von dem Schatzmeister der Ui iduz- staatc-s! vorgdloglo Atieweiö gibt die Jahres-Einnahme der Union auf 762 Mg. an. Daru.lter befindet sich die neue Anleihe im Betraue vou 439 uRia. Dollars. Die Ausgaben betragen 742 Mill. incl. der zur Lchuideu" guug ver endeten 531 Mill. Dollars.
Telegraphische Deueschei».
, Derkiu, 16. Nov. Reichstag. Schluß. Abg. Bamberger plaidirt i anderthalbsiündiger mit Beifall aufgenommener Rede für Errichtung einer
: ReichSbank, die keine Gegner habe, aber weder im Entwürfe noch in den Mo . Uvcn erwähnt werde. Er erklärt das Gesetz ohne Reichsbank zur Durcksür , rung der Münzreform für unentbehrlich. BundeSbevollmächtigter Min'tstn Eamphausen rechtfertigt die Vorlage, widerlegt die Einwände Bamberger S und theilt mit, daß der Geldvorrath der preußischen Bank sich auf 171 Md. Thaler belaufe; das sei mehr als die englische Bank in ihrem Reservoir aur- sammele. Redner erklärt, daß er die Notcn-Eiuziehung stets für wichtiger al die Silber-Einziehung gehalten habe. Preußen würde sich nickt principid gegen die Reichöbank erklären, man müsse sich aber zuvor über die Bedingung., verständigen. Eine Monopolbank würde im Reiche schwerem Wldeistand V- gegnen, Preußen würde an, wenigsten Widerstand leisten. Wolle man eue Centralbank, babe man sie m der Preußischen Bank. Das Gelingen der Ve> bandlungen über die Reichsba.ik werde davon abhängcn, wie weit man dal Princip der Centingentiruug acceptire; die Contingentirung schädige zwar d.il Bankgeschäft. Er (Redner) sei aber nicht dagegen, weil das öffenllick: Jntereffe concurrire. Eamphausen wünscht vor Allem Vorschläge, wie b? Reichsbank zu gründen sei, auf Grund deren würde Preußen unterhandell. Redner schließt: „Vor Allem thun Sie Eins, sammeln Sie eine Majoruck nickt um einen Namen, sondern um eine Sache." Die Sitzung wird bo morgen Vormittag 11 Uhr vertagt.
London, 16. Nov. Lord Äcton desavouirt das Gerücht von seine' angeblichen Betheiligung an einem Plane behufs Gründung einer altkatholistbei Gemeinde in England.
Pari-s, 16. Nov. Eine Depesche der „Vi&ertö" aus Montevideo me det unter Reserve, daß dem Vernehmen nach zwischen dem Jnsurgenten-Fübre: Mitre und dem Präsidenten Avellaneda eine Vereinbarung getroffen sei, ironac Avellaneda die Präsidentschaft niederlegen werde und demnächst Reuwahle: erfolgen sollten.
9)?abrib, 16 Nov Bazaine wirb Donnerstag hier erwartet. Di iwuerdings wieder anfiretende Nachricht, daß er der spanischen Regierung sein Dienste augcboten habe, wird abermals von competenter Seite als unrichu. bezeichnet. Bazaine wird als einfacher Privatmann hier leben.
Nom, 16. Nov. Das bisherige L^ahl-Resultat und das Resultat tr Nachwahlen ergeben 271 Wablen für die Rechte, 195 far die Link 42 Dah !en üeben noch aus.
L i t e r a r i sch e ö.


