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vrerkljährlg 1 fL 12 f<. rfi Brmgerlohn. Durch di? Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr.

Gießener Anzeiger.

Ersckeint täglich, <r.!t AuS- nahnie SonntagS.

Expedition: Eanzletberg, Bit. B. Nr. 1

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen.

Ne. LA ' Samstag hm 17. Januar Iwi.

Brodpreife vom Iti. bis 23. Januar 1874,

nach eigener Erklä utiß der Bricker:

2 Kilo gemachtes Brod 24 kr. 1 Kilo gemischtes Brod 12 fr. 2 Kilo Roggenbrod: erste Sorte 21 fr., zweite Sorte 17 fr.

zielten. In demselben wllrden vielmehr das päbstliche Ärseben in verschiedenen

delegali apostolici, in jenen Stücken erklärt, zu deren Entledigung sie ihr

Madrid, 15. Januar. Schon trägt die Eroberung der Nebellenveste

eigenes, ihnen ursprünglich znkommendes, bischöfliches Ansehen schon hinläng­lich berechtigte. Kurz vor dem Anfänge dieser Kirschcnversammlung entstand ein neuer Orden in der catholischen Kirche, welcher ganz dahin zweckte, das päbstliche Ansehen zu vergrößern, den Pabst selbst zu einem unumschränkten

sind an

Protest der schweizerischen Bischöfe gegen die Aufhebung der Nuntiatur ad acta zu legen.

Gießen, 16. Januar.

(Fortsetzung der Antrittsrede aus 'Nr. II dieses Blattes.)

vanz gegründete Metropolitangerichte übergangen, ist nicht einmahl dem eigenen Bischoffe die erste Instanz überlassen. Fiel es so einem Nuntius gar ein, eine oder die andere Diöces zu visitiren, so ihat er dich meistens, ohne gebethene und erhaltene Erlaubniß des eigenen Bischoffes, er suspendirtc gleich bcy seinem Eintritte die bischöfliche Gerichtebarkcit, dispensirte, absolvirte, excommunicirte, und strafte nach Belieben. Der prächtige Einzug, die prätendirten Ebrenbe- zeugungcn, der kostbare Unterhalt waren nebst dem traurige Plagen für das Land, welches ein apostolischer Gesandter betrat, und kaum wagte man es, darüber zu seufzen. So ließ die übelangebrachte Ehrfurcht gegen einen Usur­pator fremder Rechten jede andere Betrachtung im Keime ersticken: Nuntien schienen nun Idole für den schwach gewordenen Deutschen zu seyn. (Eben dieß gilt auch von den ständigen Nuntien in Wien, Brüssel und Lucern. Im letztern Orte sixirten sie am ersten ihren Sitz.)

(Fortsetzung folgt.)

Velinen.

Brüssel, 15. Januar. Die sonst so friedlichen Bürger von Antwerpen plötzlich in kriegerische Begeisterung gerathen. Sie haben zwei Petitionen die Repräsentanten-Kammer gerichtet, worin sie eine Reorganisation der

DeuUdjCanö.

Aus Oberhessen, 14. Januar. Man erinnert sich des Aufsehens, welches die von dem ultramontanen Gegen -Candidaten des für den Wahlkreis Friedberg-Dilbel-Büdingen aufgestellten liberalen Dr. Schröder, dem zu jener Zeit dort noch kaum gekannten Ober-Rechnungsrath Backe von Darmstadt, in Rockenberg rc. gehaltenen Wahlreden machten, indem in denselben Dinge vor­kamen, welche man einem gebildeten Manne kaum zugetraut hätte. Beispiels­weise war die Civilehe einem Viehhandel verglichen worden re. Wie wir aus guter Quelle vernehmen, ist wegen seiner Reden gegen den Genannten eine

Bürgerwehr verlangen, so daß diesenicht mehr auf die einfache Rolle einer Polizeimacht beschränkt bleibe, sondern zugleich für den Tag, wo das Landes­gebiet bedroht wäre, eine Vertheidignngsmacht auf der Höhe der modernen Fortschritte bilde." Sie wollen eine neue Uniformirung und besonders neue Gewehre haben; sie wissen, daß im Arsenal zu Antwerpen wenigstens 100,000 Albinigewehre disponibel sind, und glauben,daß der gegenwärtige Zustand von Europa" dem Ministerium es möglich machen werde, mit diesen die Bürger- Infanterie zu bewaffnen. Diese Petitionen sind von 150 tapfern Bürgern von Antwerpen unterzeichnet. Mögen sich die Nachbarn des Musterstaates an Maas und Schelde vorsehen und ihn bei Leibe nicht angreifen, sonst kommt die Bür­gerwehr von Antwerpen, und dann wird es schlimm

Italien.

Rom, 15. Januar. Das Gerücht über die gefährliche Erfranfnng des Cardinals Antonelli ist als unbegründet zu bezeichnen. Cardinal Antonelli leidet schon länger an Gichtschmcrzen, der Zustand ist aber feineswegs besorg- nißerrcgend. Morgen findet ein Consistorium statt.

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Untersuchung eingeleitet worden, ein Umstand, der, in Verbindung mit der L

Nachricht, daß gegen den katholischen Pfarrer von Oppenheim wegen des be-Kine vortreffliche Frucht. Die ihrer Arbeit enthobenen Belagerungs-Truppen kannten Gebahrens bei Einführung der Communal-Schule eine Untersuchung rücken nach Norden in die Provinz Valencia, um diese von den frech gewordenen

ausschussesses, bezw. Oberpräsidenten für ihre Mühewaltung zu entschädigen . sind, wurde angenommen. Fortsetzung morgen.

geistlichen Monarchen zu machen, die in jeder Geschichte berühmte Gesellschaft^ Berlin) 15. Januar. Die Wahlergebnisse, so weit sie bis jetzt be- Jeju. Tie Pabste bereicherten denselben zur geziemenden Belohnung mit ausser-Ikarnt sind, lassen die Gesammt-Resultate' für die verschiedenen Parteien noch ordentlichen Privilegien, und es war fast kein Canon mehr, der unmittelbar,immer nicht in zuverlässig abschließender Weise fcststellen. Dagegen tritt die die Geistlichkeit angieug, von dessen Beobachtung die Glieder dieses OrdensInicmaXö bezweifelte Majorität der Nationalpartri von Stunde zu Stunde dcut- nicht befrcyet wurden. Man lese aber auch nur Bellarmin's, dieses wcltbe-llicher entgegen und wird in einem bis zwei Tagen ihre endgültige Bestätigung kannten Jesuiten, Schriften, und man wird sehen, daß die Päbste gewiß Ur-!erhalten. ' Tic theilweise erheblichen Minoritäten der Socialisten machen'noch fache hatten, sich dankbar zu erzeigen. Die Unfehlbarkeit des Pabstes, seine'immer von sich reden und mögen die Liberalen zu größerer Rührigkeit und Superiorität über das Concilium, und andere damit verwandte Lehren sind (wachsamer Energie mahnen. Selbst die soeialistische Fraetion im Reichstage die Maximen, über die dieser. Gelehrte commentarisirt, sein Orden adoptirte wird, von einigen ungehörigen Reden abgesehen, praktisch nicht in's Gewicht sie, er machte sie zu Schulmcynuugen, und da er das Monopol auf alletri fallen. Uebermüthiger wird das clericale Centrum auftreten, aber als Resultat Schulen zu haben schien, so wurden sie dadurch fast allgemein. Kein Wunder seiner parlamentarischen Agitation doch nur einigen Lärm und den durch un- also, wenn die päbstliche Macht auf der einen Seite um so mehr stieg, als sie-nütze Tagesordnungen verursachten Zeitverlust aufweisen können. Die Session auf der andern, durch die Trennung so vieler Provinzen vom römischen Ge-jwird zum Tbeil mühsam und schon wegen einiger Elsaß-Lothringer Zwischen- horsame, verlohren hatte. Durch diesen Orden wurde der dem Pabste noch' fälle vielleicht nicht durchweg behaglich sein, aber die nationalen Aufgaben werden zugethane Theil von Deutschland nun vollends betäubt, daß er gegen alle wie-idoch nicht unerfüllt bleiben, sondern ihrer Lösung um ein erhebliches Stück der von neuem im höheren Grade rege gewordene Bedrückungen sich ganz lciri Weges näher gebracht werden.

dend verhalten mußte, gegen die römische Curie nichts von Wichtigkeit unter-' ' München, 16. Januar. Das officielle Resultat der Reichstagswablen nehmen konnte. - in Bayern ergibt 32 Ultramontane und 16 Liberale.

Gleich nach geschlossenem Concilium von Trient ließ sich eine neue) Stuttgart, 15. Januar. In ganz Württemberg wurden nach der Erscheinung sehen, die man noch in keinem der vorhergehenden Jahrhunderte-Zählung des ^Staats-Anzeigers" für die national-liberalen und national - eon- der christlichen Kirche erblicket hatte. Unter dem Vorwande, die Decreten des-servativen Candidaten 140,000, für die elericalen 40,000, für die demokratischen ersterwähnten Conciliums bald in Vollstreckung zu bringen, setzte der Pabst^und social - demokratischen 44,000 Stimmen abgegeben.

einen Nuntius mit allen möglichen Facnltäten nach Cölln, welcher eine concur-i Metz, 16. Januar. In der beute stattgehabten Sitzung des Bezirks­rente Gerichtsbarkeit mit dem dortigen Erzbischoffe und allen Bischöffen, deren tages haben fünf weitere Mitglieder den Eid in die Hand des Bezirks - Präsi- Diöcescu seinem Districte angewiesen waren, ausüben sollte. So erhielt jedes Kenten abgelegt. Die Zahl der vereidigten Mitglieder des Bezirkstages beträgt solcher Bischthümer zwey Obcrhirten, die Heerden wurden getheilt, die Stimme 23.

des wahren und rechtmäsigen Oberhirten nicht mehr gehört. Die Unordnun-,

gen, welche die Appellationen nach Rom in den jüngst vorhergehenden Jahr-! oUjUJclj.

Hunderten in der Kirche anrichteten, wurden auf diese Art um so mehr erneuert,- Bern, 15. Januar. Trotz der in Bonfol befindlichen zwei Scharf- als leichter cs war, ben nahen Weeg nach Cölln zu nehmen. Die offenbarstenM)ützen-Compagnien sind neue Rnhestörungen vorgekommen. Man erwartet jetzt Eingriffe in die bischöflichen Gerechtsamen wurden gleichsam legalisirt: Tie ein ernstliches Einschreiten.

einmahl durch Jahrhunderte bestai-dene hierarchische Ordnung umgestosskn: Die, Bern, 16. Januar. Der Bundesrath hat heute beschloßen, den

in der ältesten, von Concilien und den heiligsten Kirchengesetzen bewährten Obser-'

o- - ‘v ri,vi,"wv jw.v v.,~, t amt nicht übertragen werden dürfe, wurde bei namentlicher Abstimmung mit

Stücken über die Maaßen erhoben, ^und die Bischöffe^ nun förmlich als Indices 498 gtgen 169 Stimmen abgelehnt, ebenso ein Antrag Windthorst's, welcher in der durch den früheren § 6 der Regierungs - Vorlage bedingungsweise zuge- lasjeren Art das Standesamt auch Geistlichen übertragen wissen wollte. Ein Antrag von Goitz, wonach die Standesbeamten auf den Vorschlag des Kreis­

wegen Ruhestörung und Aufreizung zur Widersetzlichkeit anhängig gemacht sei, . . _ . beweist, daß man die ultramontanen lllebergriffe, wenn sie die Grenzen des

Das Concilium von Trient, welches das Beßte hätte werden können, be- Erlaubten überschreiten, keineswegs ungestraft hingehen zu lassen beabsichtigt.

schäftigte sich mit Vestsetzung von Glaubenslehren, bestimmte Anatheme für die, Berlin, 15. Januar. Tas Abgeordnetenhaus trat heute in die dritte so sie nicht glauben wollten, machte zwar auch einige Reformationen in Dis- Berathung des Civilehe - Gesetzes ein. Nach fünfstündiger Debatte wurden die ciplinarsachen, aber keine, welche den Zustand der deutschen Kirche näher be- §§ 1-4 angenommen. Ein Antrag Saucken's, daß Geistlichen ein Standes-