Ausgabe 
16.4.1874
 
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Verwischtes.

letzteren die Fortschrittspartei bis auf 14 Mitglieder.

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Das deutsche Publikum verfolgt mit allgemeinem Interesse die ersten Schritte der deut- schen Expedition an der Westküste Afrika -, einer Expedition, die durch ein Zusammenwirken der geographischen Vereine Deutichlanbs ausgerüstet, jetzt in der Afrikanischen Gesellschaft und deren zahlreich verbreiteten Mitgliedern ihre Stütze findet Die weite Theilnabme beweist sich in der Höhe der freiwilligen Beiträge, die für das Unternebmen gezeichnet wurden, unt> außerdem rt demselben zur Förderung der wisienscbaftlicbcn Zwecke eine Bewilligung auS Staatsmitteln z» Theil geworden.Se. Majestät der Kaiser bewilligte für die Zwecke der deutschen Ervedition

werden.

München, 14. April. Der hiesige päpstliche Nuntius, Meglia, rod

tumaciam zur Die miralitätsrath

gelehnt. Der Antrag Bennigsen's wird mit großer Majorität angenommen. (Dafür auch die Fortschrittspartei.) Es folgt namentliche Abstimmung über § 1 mit dem Anträge Bennigsen's. Von 371 anwesenden Abgeordneten ent-

morgen.

Verlin, 15. April. DieProv.-Correfp.

Gesetz-Vorlagen sofort in dritter Lesung genehmigt. 5

Specialdebatte batten die Erzbischöfe und Bischöfe den Saal verlasten. Mor-

v v - v' Fra nken thal, 9. April, lieber die Größenverbältnisie und da- annähernde Gewicht

hält sich Einer der Abstimmung. Dafür stimmen 224, dagegen 146. Unter derKaiserglocke", deren Inschrift lautet:Die Kaiier-Glocke heiß' ich -, de« Kalscre Ehre preis' *' - ' ' ' 4 . Nächste Sitzung ®uf heil'gcr Warte steh ich; dem deutschen Reich erfleh' ich: Daß Fried' und Ehr ihm

Gott bescbeer", wcrocn folgende Angaben gemacht: Die senkrechte Höhe der Glocke beträgt , , , . . 4,10 Meter, der untere Durchmesser 3,50 Meter, der Umfang 10,N5 Meter. Die Glocke hängt

bezeichnet Die Miltheilun- Qn einer Schraube; an dieser Schraube ist auch der Klöppel (Schwengel) angehängt. Die

gen Über die Frühjahrsreisen des Kaisers als verfrüht. Vermuthlich werde Schraube wiegt 500 Kilo, d. i. 10 Centner, der Klöppel ist lang 3,30 Meter und wiegt 800

dem Emser Aufenthalte ein mehrwöchentlicher Aufenthalt in Wiesbaden und Kilo, d. i. 16 Centner. Ter Glockenmantel ist dick: unten 27 Em, oben 10 Em. Zum Kuß

c M f x 1 r z. = der Glocke waren an Metall nothlg: 22 große Kanonenlaufe und etwa 100 Gentner Zinn.

beT Besuch Jugenheims vorhergehen. Das Gewicht der ganzen Glocke beträgt über 25,000 Klio, da- sind 500 Gentner, und hätte

DerReichs-Auz ' veröffentlicht ein Danksagungs-Schreiben des Fui- somit die Kaiierglocke das gleiche Gewicht, wie die große Glocke zu Toulouse, welche 510 Ctr

sten Bismarck für die zahlreichen Beweise der Theilnahme, die er aus alleu wiegt. (Die Glocke auf dem Stephansthurme in Wien, die 1711 aus eroberten türknchen

Tbkilen des Reiches und dem Auslande während seiner Krankheil erhalten, so- £on.onm Wiegt nur 36S Gentner, die zu (hfurt, 1 >37 gegi'fitn, Wl Gentner, die

c v- /ur-j - ex c - (Ti Breslau, 1508 gegosien, 220 Gentner, tue zu Santiago bi Gompostella 300 Gentner, die der

wie für die Glückwünsche zu seinem Geburtstage. Domkirche zu Mailand 300 Gentner, die des Münster- in Bern 240 Gentner, die 1563 zu

Erzbischof Ledochoroski wurde heute von dem Gerichtshof für kirchliche Moskau gegossene 440 Gentner). Die Kaiserglocke wird bis Ende Juni den Rhein hinunter Angelegenheiten auf Grund des § 24 des Gesetzes vom 12. Mat 1873 in con- an ihren Bestimmungsort gebracht werden.

verändert sei. Ein starkes Deutschland in der Mitte Europas sei die beste Clement Duvernois, sowie mehrere Mitglieder des Administrativratbes dersel- Bürgjchast des Friedens. Gegenüber dem Revanche-Geschrei sei die Hand am ben, sind gestern verhaftet worden. Gleichzeitig wurden die Geschäftsbücher Schwert nothroendig. Abrüstung bedeute Krieg, der hoffentlich durch die Weis- der Gesellschaft mit Beschlag belegt und die Bureau; versiegelt.

heit der französischen Negierung vermieden werde. Wäre Deutschland 1870 .

geeint gewesen, so hätte es keinen Krieg gegeben. Deutschland habe seine Macht s (LIU HCL

im Kriege nicht gemißbraucht; konnte in Paris 21/? Millionen Menschen Konstantinopel, 12. April. Wie türkische Blatter berichten, haben verhungern lassen und die französische Regierung zur Bewilligung aller Forde die aus Deutschland vertriebenen Lazaristen und Jesuiten in großer Anzahl sich rungen zwingen, forderte aber nur das Land zurück, was ein unruhiger Rach- in Smyrna, Syrien und Konstantinopel niedergelassen und beabsichtigen, dort bar dem schwachen Nachbar entriffen hatte. Wir muffen auch ferner zur Armee zum Theil neue Ordcnshäuser zu gründen.

volles Vertrauen haben und bedürfen der geforderten, auch im Anträge Ben

nigsen's anerkannten Präsenzstärke. Ich glaube, die Präsenz-Ziffer wäre defi- ZUllCl IHQ.

nitiv, nicht provisorisch festzustellen gewesen; Gesetze werden nicht für ewig ge- New-Bork. Philadelphia macht große Anstrengungen, daß die Welt­macht. Ich stimme für da- Provisorium, weil ^ch glaube, daß der patriotische Ausstellung zum hundertjährigen Jubiläum der Unabhängigkeit Amerikas nicht Reichstag nach siebenjähriger Frist bewilligen wird, was im Interesse des Va an dem Widerstande der anderen neidischen Städte scheitere. Eine Maffenver- terlandes ist, und weil ich der Zuversicht bin, daß sich dann eine Majorität sammlung wurde zu diesem Zweck am 25. März abgehalten, sie zeichnete sich finden wird, die der Wichtigkeit des Gegenstandes, dem Ansehen deS Landes aus durch die Anwesenheit zahlreicher Arbeiter-Deputationen aus den verscdie- und der Würde dieses Hauses angemessen ist. (Beifall.) Nach einer kurzen schiedenen Fabriken. Zu den drei Millionen Dollars, die fibon früher für das Rede Lasker's wird die Debatte geschloffen. Der Antrag Hasenclever's wird Unternehmen gesichert worden waren, wurde tinc vierte Million von der städti- darauf mit allen gegen die Stimmen der drei Antragsteller abgelehnt. Der scheu Verwaltung und eine fünfte von Privatleuten versprochen. Man erwartet Antrag Mallinckrodt's wird mit 256 von 372 gegen 114 Stimmen abgelehnt, nunmehr zuversichtlich, daß der Eongreß dock noch eine beträchtliche Summe Dafür stimmen das Centrum, die Polen, die Elsässer und ein Theil der bewilligen werde. So sicher ist man, daß schon in allernächster Zeit die ersten Social-Demokraten. Der Antrag Ausseld's (Fortschritt) wird gleichfalls ab- Arbeiten in Angriff genommen werden sollen.

cher nach Paris versetzt ist, verläßt München am 2b. April, ohne daß bislang ein Nachfolger für denselben ernannt ist. 25,000' Thaler als eigenen Beitrag!"

Die Küste ist bis jetzt eine völlig unbekannte, und wurde eben deßbalb, weil am meist« OcIterreicQ. der Erforschung bedürftig, zum Ausgangspunkt der Expedition gewählt. In der Literatur

keine- LolkeS existirt eine Bejchreillung derselben, abgesehen von den älteren Bückirn Dcgrank« Wien, 12. April. Wie dieDeutsche Ztg." wissen will, hat der Ge- prä's (im Jahr 1803 erschienen) und Proyart s (au- dem Ende deS vorigen Jahrhundert-)

sandte bet der Curie, Graf Paar, vom Cardinal Alitonelll. dem er Vorstellun- und die Loango-Küste selbst wurde noch niemals von einem wissenschaftlichen Reisenden besuch:,

gen gegen die letzte päpstliche Encyclica zu machen hatte, die Antwort erhalten, ehe die jetzige Expedition dort anlangte.

o . ... v\ V- m \ £- v rc.2x C L * ____=C DaS Werk erscheint demnächst im Verlage von H. Gostenoble tn Jena und soll m;

bafj ^5>e. Heiligkeit die Verantwortung für den Erlaß des erwahnteil -^christ- ^llustiationen und Karte auSgestattet werden, lind 2 Bände umfassen.

stückcs vollständig auf sich nehme und daher durchaus nickt geneigt sei, irgeiid- Wir werden nicht verfehlen, nach Erscheinen wieder auf dieses wichtige Werk turülk' welchen Protest gegen dasselbe anzunehmen"Quod senpsil, scripsil, laute- zukommen.

teil die Schlußworte, die der österreichische Gesandte von den Lippen deS Die Allgem. Illustr. Industrie- und Kunst-Zeitung bringt in ihren Nummern 16 u. 1: päpstlicki'N Staatssecretärs zu hören bekam. wieder eine Reihe vorzüglicher Illustrationen und Artikel, von denen wir folgende hervorheber

Wien, 13. April. Das Herrenhaus nahm sämmiliche Paragraphen 0«näW(»on Suwin .e.nbfur - fca« ffldlgtcnM^ W». - ww

, _ 7 * -- f ~ / c / . k a-.rr < 7. lervice von Lobmeyr Dorn zu Pi,a. Goldener Kelch von Llpic in Paris. AuSlan-

des ersten consessionellen Gesetz-Entwurfes in der Fassung des Ausschuss^ an, bifrf)e Postwerthzeichen. - Lind« Nähmaschine von Lippmann. Lind in Hamburg. L" I die zu einigen Paragrapben gestellten Anträge der Minorität ablehnend. So- Industrie- und 'Handelsverhältnisie des Khanate- Ghtwa. - England und Holland in ihm dann ivurdc auch das EiufÜhrungS - Gesetz unverändert angenommen und die Beziehungen zu Aschanti und Atchinesen. Uetzer die Ursache deS Leuchtens der Flamme. ~ - - g;nr kpm gv.iinn brr ^roße verbesierte Landspritze der köntql. sächs. Feuerlöschspritzen, Fabrik von G. A. Händel r

Vnr. Dresden. - Feuilleton. - Kleine M.tthe.lungeu.

Amtsentjetzung verurtheilt. . . . _ . -......... ----------=

Nordd. Allg. Ztg " bestätigt aus sicherer Quelle, daß der Ad L i t e r a r i s cd e S.

von Madrid die beiden in der ©lllu;^ee in Beschlag genomme- Wir sind in der Lage schon heute auf daß bevorstehende Erscheinen eines Werkes t-o«

nen deutschen HandelsschiffeLuise Marie" aus Altona undGazelle" aus hervorragender Bedeutung und allgemeinem nationalen Interesie Hinweisen zu können. Dir Apenrade mit den Ladungen freigegeben und die Behörden von Manilla zur meinen^P^scsior Dr. Adolf Bastian'« Werk:Die deutsche Expedition an der Loango Ausführung dieser Verfügung angewiesen seien. Die Entschädigung der Eigen- 5u,e v-ua thümer der betr. Schiffe für die durch die unberechtigte Beschlagnahme erlit­tenen Verluste werde im Wege der Verhandlung hoffentlich baldigst geregelt

gen finden die Delegations-Wahlen statt.

/ranäretd).

Paris, 12. April. Außer Epinal wird auch Nancy befestigt. Drei Forts werden zu Port St. Vincent, Bonxierer - aux-Dames und St. Michel bei Toul errichtet. Die Arbeiten beginnen im Mai.

Paris, 13. April. Die neulich vomTemps" veröffentlichte Depescke des Grafen v. Beust vom 20. Juli 1870 wurde diesem Blatte von Thiers zugesandt, welcher durch die Veröffentlichung dieses Docnments endlich dem Ge rede der Bonapartisten ein Ziel setzen wollte, dem zufolge das Kaiserreich nicht allein im Juli 1870, sondern sogar nach den ersten Niederlagen der Franzosen auf bewaffnete Hülfe Oesterreichs hätte zählen können. Besondere Veranlassung war, daß Latour du Moulin in seiner neuesten Broschüre behauptete, daß das Kaiserreick, wenn es nicht von den September-Männern gestürzt worden wäre Oesterreich und Italien als Bundesgenossen zur Seite gehabt haben würde.

Pari-, 14. April. Das Gerücht, der Graf Chambord sitze wieder in der Nähe von Paris und bereite ein Manifest vor, ist nicht wahr; der Prä­tendent besindet sich augenblicklich noch aus österreichischem Boden. Es geht aber etwas vor, denn Adelige und Prälaten fahren zwischen Frobsdorf und Paris hin und her, und die legitimistische Presse wird mit jedem Tage kecker und die Ultramontanen arbeiten an allen Ecken und Enden dem, was sie die Sache Gottes nennen, in die Hände. Broglie sucht imFran^ais" die An griffe der legitiinistiscken Blätter dadurch abzuschwächen, daß er den Satz ver­fechten läßt, sie sprächen nicht im Namen der Rechten, denn diese ist augen­blicklich nickt beisammen. Wie schlau!

Paris, 14. Avril. Die hiesige Polizei läßt jetzt überall die Pboio graphien von Rochefort wcgnehmen. Mehrere Hundert wurden gestern bei einem Buchhändler im Quartier Latiii saisirt

Paris, 15. April. Der Director der -öanque lerritorialo cTEspagne,

Stadttheater in Gießen.

Die hiesige Theater-Saison geht ihrem Ende entgegen, nur noch wenige Dorstellunge»^ und wir muffen wieder ein Jahr auf daß Vergnügen verzichten, wöchentlich einige frohe Theater Abende zu genießen. DaS unS bis jetzt Gebotene, entsprach abgerechnet kleinere Störunqer vollständig dem Geschmack des hiesigen Publikum«; die Direetion hielt, was sie verspreche» gute, neue Stücke, abgerundete, brillante Vorstellungen zu liefern, an welchem Letzteren namext lieb sämmtliche hier engagirte Mitglieder partieipiren, weßbalb wir es unS zu einer besonderer Pflicht rechnen, auf daS heute stattsindende Gesellschafts > venesiz, aufmerksam zu machen. 7 *Der Dorsbarbier", ist eine komische Cper, wie eS deren wohl Wenige giebt, die MnD in echt klassischem Styl ge'chrieben, melodiös, (der Eomponist dieser Oper war ein Lehrer drS unsterblichen Mozart S), die Prosa witzig, urkomisch an drastischen Situationen. Kommt btern noch, daß die beiden männlichen Hauptrollen sich in den Händen der Herren Dessau axt Baumann befinden, so glauben wir mit Bestimmtheit auf einen genußreichen Abend reckaer zu können. Hr. Dessau, welcher sich in der letzten Woche etwaS rar machte und den »n ungern auf dem Theaterzettel vermißten, kann als Barbiergeselle8tam" seine zwergf» erschütternde Komik zur vollsten Geltung bringen, während Hr Baumann, alS TcrfbaThn Lux- ebenfalls seine trockne Komik und feine sonore, schöne Baßstimme zur Geltung bunter kann. Die übrigen Hauptpartlneen der Oper sind ebenfalls durch beliebte Mitglieder, n FrlS. Ziegler und Herfortb und die Herren Lang und Rettv, besetzt. Zum folgt tie Operette ,T?annfd>aft an Bord^, über deren Vortrefflichkett zu sprechen, Eal« nach Athen traaen hieße, da die Operette in Frankfurt während der vorigen Winter Saifo» fN1 jede Woche auf Verlangen zur Aufführung kam. Die Mitglieder haben fiel? also bestrebt, I® ihrem Benefiz eine in allen Theilen brillante Vorstellung zusammen zu setzen und wollen «ii nur wünschen, daß die Betheiligung des Publikums u. der tarauS entspringende pecuniäre Ertcig für die Mitglieder ebenfalls »brillant* zu nennen fein möge.°L_|

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pramitri (Ingenieure und Werkmeliter), Htreeeen- und K>»en- m flut brr bahnhna und technische Chemie. Vorbercitungi*. hole

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