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Nte-üfl •irrttljtyrig 1 fL 12 h er vrlngerlohn. Der* btt **«8 kejcgcn vierteljährig 1 st. 29 kr.
Gießener Alycher.
Erscheint täglich, mit 8u<k "ühme Sonntags
Expedition 6 anj leibet«, eu. ® «r. 1.
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Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Hiessen
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Mittwoch den 15. April
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ganbibaten für ein geistliches Amt dem Vertreter der weltlichen Obrigkeit ru k#nor<4\n»n ft .4t „ t X ¥ C.*. Lfi .— 2- V! _a t < r n
. v . , . — "-V m allen Staaten ilttwel-
3(111(1) geschieht, za ui einzelnen noch weit mehr, so in dem katholischen Bayern,
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Kaminfeger Zwesitkrs Herrn Anwendung von den feigen Mierhlingen
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^.von ij Thlr. und sil das fast ausschließtich deshalb, weil der Bischof den von ihm ausersehenen ßienit aeiudif iKnnhiX««-«»» fr»». .»> — x. v— m . , . <. . .. . —- . '
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tt Mheili dn Exped.d: bezeichnen sich nicht bewogen fühlt, wie dies doch fast
r>«hen: „Gehet hin in alle Welt und lehret alle Völker _lv V1H1, 1A/luuu bic obigen gesetzlichen Normen dazu mißbrauchen, in den Herzen der Gläubigen einen fanatischen Haß gegen die Staatsgewalt und gegen die Obrigkeit zu entflammen , wie Taufende und Tausende ihnen willenlos folgen in diesem Haß, o^iie auch nur einen Augenblick sich die Frage vorzulegen: warum? wie durch biefc Zustände die Grundvesteu des Staatswesens in bedenkliche Gefahr qera-- tien und eine unheimliche, finstere Gährung die Gemüther ergreift. Und all'
13 ^nL Reichstags,ihuug. (Fortsetzung.) Bennigsen em- Pfteblt leinen Antrag in längerer Rede. Derselbe schließe sich an die Grund- Entwurfs an und lasse die Bildung der Cadres unberührt Die Rothwcndl.ckeit der siebenjährigen Bewilligung der Friedenspräsenzstärke sei be- die Stellung der deutschen Nation nach Außen; die Behauptung, # das Budgetrecht existire nicht bei Fixirung der Präsenzstärke, sei eine arge Ucbcrtreibnng, sein Antrag stelle das volle Budgetrecht nach siebenjähriger Frist her und fei mit der Reichsverfassuug vollkommen vereinbar. Eine Verftändi- gung mir der Reichsregierung sei unter den vorliegenden Umständen umsomehr geboten gewesen, als der § 1 der Regierungsvorlage ohne Aenderung keine genügende oder doch nur eine geringe Majorität im Reichstage gefunden haben imirbe. Auch die Regierung müsse die Hand dazu bieten, die Rechte des Reichstages uich: länger, als dringend nölhig fei, zu beschränken und ein Verstäuduiß mit den ihre Politik mit rstützenden Parteien anbahnen. Redner erinnert an Die großen dem Reiche noch gestellten Aufgaben, appellirt an die Parteien,
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s ft Jen (W [ > ^us dem Princip, daß dem Staate kraft eigenen Rechtes die Regelung
Ab die jlN 5u6eren Rechtsverhältnisse der innerhalb seines Territoriums bestehenden
> ^^ö^"^^^llschaften zustehe; auch im Einzelnen ist das Princip fast ganz in ?, r" E - 8ikicL;er Weise durchgeführt. Gleichwohl erklärt der Episcopat in Oesterreich :
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. crr. .Hiev--- ■ ^uch der Grund, daß die preußischen Gesetze aus eigener Initiative der- '^atsregierung hervorgegaugen und ohne jegliche Vereinbarung mit der Kirche! nlUCU '• geordnet worden sind, kann den Bischöfen nicht als Rechtfertigung dienen;' E wurttembergischen Gesetze, gegen welches niemals ein fanatischer Wider-
| B'.d in Scene gesetzt werde, ist dies ebenso, und eben erst haben die katholi- fi’fn Bischöfe Oesterreichs erklärt: daß sie, falls die daselbst projectirten und i leni Episcopat heftig bekämpften confessionellen Vorlagen zu Gesetzen werden , Mrden, dennoch jeden Conflict mit der Staatsgewalt vermeiden wollen. Diese ißtfUrung des österreichischen Episcopates ist, wie uns bedtmkt, von der Höch
16 «'Atm f“ Bedeutung für die Charakteristik der Verhältuisie und scheint uns in dieser . d?',sOpkl^V'khung nicht hinreichend beachtet worden zu fein. Die österreichischen Ent- . . ,/i mfufe sind bekanntlich aus demselben Princip gcfloffen, wie die preußischen Mai <
DeÄrten :
n offen.
enD^ennur^ weihen.
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lönnter Beamter mütk
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r Ekped. d. Bl.
jObs. Becker, T. 31 Ncustadl.
6(6ult6ei5 im "^.Rechte besetzt, und bei den Pfarreien freier bischöflicher Kollation jeben
WtX « ’Tfr1« en bffugt ,st, den sie nicht für genehm erachtet, und zwar ohne alle ------------- Md jede Angabe eines Grundes („personis Majestati Suae gratis.“ Conc. Icfteljiilhie KlcX1, 2 unb 0.) Dies ist in Bayern Rechtens, um von andern Ebel (!• ändern abzujehenund in Preußen weigern sich die Bischöfe der einfachen An- *au cielem im W^ ^b^prasidenten welche in den weitaus meisten Fällen jeden Streit
mmchm aus « ^^'Ubern wurde ondern lasten lieber sich in'ö Gefängniß werfen und absetzen, ja das ganze katholische Kirchenwesen zertrümmern. Aus sie findet das Wort teS Herrn Anwendung von den feigen Mierhlingen, die ihre Heerde verlassen denn jeder ehrliche und unbefangene Mensch muß zugeben, daß die geforderte
' K Anzeige bei Oberprasidenten — und wir wiederholen dies: in weitaus den
, misten Fällen wäre damit jede Veranlassung zu einem Conflict beseitigt —
DU den tan fc* Jj11 ^kchifertigeuder Grund nicht sein kann, seine Heerde zu Verlusten, und in UnbeiM Ndl die Gläubigen jeden geistlichen Beistandes zu berauben und
jppenpeinii schließlich die völlige Zertrümmerung der katholischen Kirche in Preußen zu ttdelverg, sM D verursachen. Das wagen die katholischen Kirchensursten ihren Gläubigen zu ssor Dl. H. M bieten, ohne daß die Volksstimme mit gewaltiger Kraft sich erhebt, um sie an 11 als am bchl! I |IC Schwere ihrer Verschuldung zu mahnen, die zu erkennen sie selbst zu stolz ^h"nd in andern Staaten die Bischöfe dem Kaiser ein weit höhe- res Maß von Berechtigung zugestehen, als man in Preußen es von ihnen lUMNMeLlieiM Ordert, weigern sie sich hier dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist und f und Umgkgcnv t verbergen sich im furchtbaren Hochmuth hinter das Wort der Schrift: „Man übcrtraqen, unb muß Gott mehr gehorchen als den Menschen", das ihnen doch nimmermehr
, t. ^ßelli 5ur Rechtfertigung dienen kann.
un$' 10 Oder verharren die Bischöfe nur deshalb in sündhaftem Widerstände
gegen die Obrigkeit, der unterthan zu fein doch der Apostel Paulus für jeder- [ Husch nunn gebietet, weil an der Spitze Preußens ein protestantisches Staats-Ober- ----^$55»' 'oou1)t ^an Flinte angesichts der jüngsten Eiklärung des österreichischen untcrin HB A'Mopats wohl auf diese Vermuthung kommen, wenn dem nicht die Art. 3 mdStuMchlemnrs ur.D 4 des württembergischeii Gesetzes vom 30. Januar 1862, betreffend die um Mig'en ZuM jjegelung des Verhältnisses der Staatsgewalt zur katholischen Kirche, entgegen- , Meinhardt, u -nnden. Danach ist die Zulastnug zu einem Kirchenamt ebenfalls von dem TieftnE__—- Schweis einer vom Staat für entsprechend erkannten wissenschaftlichen Vor- ?lbllll9 bediiigt (Art. 3), und nach Art. 4 dürfen die Kirchenänuer nur an jlof III fl!che verliehen werden, welche nicht von der Staatsregiermig unter Anführung f>en 14 E teil Thatsachen als ihr in bürgerlicher oder politischer Beziehung mißfällig er- . |Drobe iur OP(retlt ptt werden. Ueberdies hat ja Bischof Martin von Paderborn erklärt, daß Lfet reden" '«in Betreff der zu seiner Diöcese gehörigen oldenburgischen Pfarreien der
Mne gkschioff^ Regierung von Oldenburg die Rechte nicht bestreitet, welche er der preußischen
, d-ii 15- April M licgierung zuzuerkennen, entschieden sich weigern müsse. Oldenburg aber und 5 l .„cnenda. Württemberg haben protestantische Regenten.
D" preuss.lche bpiscopat und die Staatsgewalt. daß -r jede» Conflict mit der Staatsregierung in Folge jener Gesetze ocrmei° (Schluß.) werde, wahrend er in Preußen erklärt: das Gewisien und die Lehren
Ein Gefühl tief schmerzlichen Erstaunens und ernster Wehmuih erareift!qefefee WttÄ ab.r'n.V "",Cr f°'d,e S'-ats-
d«n ruhigen Beobachter dieser Dinge, der darüber nachdenkt, wie es möglich ^anders achorcknm.lle a s n , Oeftcrtcid) ^"z
ist, daß die Männer, die sich göttlicher Weihe rühmen die ihr foirtpimmt hnn^iA.^»nä Jru mia n ^lcu6cn» daß die Forderungeii des katholischen wesens fuhren müß. w
' <ir k 12. April. In dem Zustande des Reichskanzlers ist wenig
: Aenderung euigetreten, wenngleich der Appetit — und das ist gewisser Maßen das einzige Lymptom dafür, daß der Zustand zu Hoffnungen auf Besserung ’ oerechrigt — etwas zugenommen bat. Die Aerzte haben, wie die D. R. Corr ■ dort, den Vorschlag gemacht, daß der Patient, sobald sein Zustand es gestattet 1*7.j"r ®ut lla^ Kissingen begebe. Bevor jedock hierüber endgültig entschieden t wird, soll zunächst die Ansicht des Professors Dr. Friedereick aus jdeidelberg ■ etngebcllt wetten welcher demnächst zu einem Bestich hier eintreffeu wird.
Berlin, 13. April. Reichstagssitzung. Zweite Berathung des Militär- gejegeg. Zur Debatte stehen der bekannte Compromiß-Antrag Benmqsen's ein von Mallinckrodt und Genossin auf jährliche Bewilligung der Präsenz- * UT® C1" a"tra9 H^mlever auf Organisirung einer
deutichett Rctchsrolkswehr, wobei 540,000 Mann während zwei Monaten tn jebem Zähre, während der zebn übrigen Monate nicht über I8(t,000 Mann pr,|e"t 1“ .^aItCH ivirc1'' ttdltch ein Antrag von Ausfeld iFortschrittsrartei) 6°i' ^01'659 Mann pro 1875 und alljährliche Feststellung ter P'Mtnz. er letztere Antrag ist nur von 34 Mitgliedern der aus 49 Ab. t^.-l kBc^enbc" Fortschrittspartei unterzeichnet Miquel referirt münd- "d bekannten Commtssions-Verhandlungen. Das Haus ist überfüllt, d" griTienSUntC8ratbet,|dl Be^li?Ct au* der sächsische Minister - Präsident
Das wagt der Episcopat den ©laubigen zu bieten !
Aue alle dem, und ganz besonders aus der Erklärung des österreichischen Epi copates, gebt aber zur Evidenz hervor, daß eg nicht der Inhalt der Gesetze in Pttutzeu rft. der die Bischöfe zu so fanatischem Widerstande treibt — zu einem Widerstande, der auch vor den äußersten Consequenzen nicht zurückschreckt: auf Forderungen des Glaubens und des Gewissens können sich die preußischen 'urht mehr berufen, denn in Oesterreich erlaubt der katholische Glaube unb das katholische Gewissen die Unterwerfung. Vielmehr handelt es sich, wie Ij Baaten'emÄ '°° die Staatsregierung den größten Theil der 'katholischen Pfarreien "ai^eige! e^aatSflewnlV ^welckw^d^Rw^ m ®ej|tänbigu: g gegen die
. nein Rechte besetzt, und bei den Marreien freier bi.Li^r “ t'eJBWfe auf Befehl ihrer Obersten in Rom in'8
en Br--k letzen. Jeden Zweifel, der hierüber obwalten könnte, muß die Erklärung ne des österreichischen Episcopates beseitigen. Deutschland unb speciell Preußen tft nach ber Ansicht der Curie die Brutstätte allen' Unheils , bas gegenwärtig über die Kirche unb über die ganze Welt hereingebrochen ist; desbalb muß ber Rantbf des katholischen Glaubens sich ganz besonders gegen Deutschland richten, un6 dabei geht man so weit in der Frivolität, daß das Gewisien hier verbie- tet, waS es anderwärts gestattet.
Bischöfe schwelgen in der Wollust des Martyriums und beben nicht ^utucE vor dem Aeußersten; um so weniger wird die Staatsrcgierung vor dieser CvtNtualttat zurückschrecken; die Lage ist von den Bischöfen in der nnverant- Etllchsten Weije geschaffen, die Hirten dieser Zeit haben der Worte und der 4>cmuu) des Heilandes vergessen und verrathen ihre Heerde ohne rechtfertigenden Grund als feige Miethlinge.
JladLllX fcer ch^'^lchkn Kirche muß jeder Mensch am jüngsten Tage l oen ,6le bes Allmächtigen Rechenschaft ablegen über sein Thun uni) Lassen. Wie wollen die preußischen Bischöfe und die Obersten in Rom vor diesem Gerichte Gottes bestehen?


