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P^ris vterteljährig 1 ft 12 kr Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 kr.
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Erscheint tirflHd), mit flu#* nab— Montags.
^rprditio. Ganihibere, ®»e. B Rr. 1.
Unzeige- und Wnlsölatt für den Kreis Kiessen.
Hie». «LS. Mittwoch ticu !4. Octobcr
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XIintfidjer Theil.
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m ... . _ , Das (Einhalten der Tauben zur Saatzeit betreffend.
politischer Theil.
Balser.
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u einer Montag den 12. October stattfindenden großen Versammlung einge- '^en, welche gegen die Kirchengesetzes-Entwürfe protestiren soll.
Wie eine Reihe Meldungen in dem genannten Blatt beweist, sucht die lllwrnontcme Partei einen förmlichen Adressensturm gegen die Entwürfe, zu
v. Mts. erfolgte, nur wenige Tage über fünf Wochen zur Eigen Erledigung einer gewiß nicht zu unterschätzenden Aufgabe gebraucht wen. (9L Frkftr. Pr.)
Mainz, 11. October. Im „Mainzer Journal" wird zur Theilnahme
Blieben ist und nur in verhältnißmäßig wenigen, aber theilweise wichtigen Pinkten Abänderungen nach Maßgabe der von der Regierung gebilligten Aus- chißanträge beliebt worden sind. Das Gesetz über das Besteuerungsrecht der
mug vorgeschriebene Zusammenstellung der von dem Regierungs-Entwurf abweichenden Beschlüsse gefertigt und gedruckt worden, und findet heute Nachmittag schon eine desfallsige Sitzung des Specialausschusses mit dem Ministerium fiatt. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird hiernach die zweite Lesung der GesetzeS- Zutwürfe schon in den ersten Tagen der nächsten Woche, etwa Dienstag, statt- finden. Die obige Zusammenstellung ergiebt, daß es bei der Beschlußfassung da zweiten Kammer im großen Ganzen bei den Propositionen der Negierung
Großherzogliche Polizei-Verwaltung, dotier.
V und Segel-Schl Preisen Besördm Lindenvlntz. (14?
iiniing.
chsischen Meh-Nkis' leite am i.c. bid: n Anstand gdc: l Vergnügen zur en
1. Sept. 1874.
hier II.
i; Kirchen und Religions-Gemeinschaften wurde wörtlich nach dem Regiernngs- Titwurfe angenommen. Sollte die zweite Kammer die zweite Lesung der Ge- |llb setze nächsten Dienstag in der That beendigen, so wird sie, da die Vorlage ' btr Gesetze am 4. v. Mts. erfolgte, nur wenige Tage über fünf Wochen zur Rnfli/tAii nj.faStA.tn a niiinv <tt Ä b n 11 Kon S)T 11 i t .loftr
R'g'erung empfohlen hatten, kein Holz mehr au» der Hand zu verkaufen, sondern sämmtUches zur Versteigerung zu bringen. Die Bcrathung geht nun auf den Entwurf des Berggesetzes bitt, von dem der von dem Abgeordneten Buff erstattete Ausschußbericht noch nicht vollständig in den Händen der Abgeordneten ist. Der Referent führt aus, daß die seitherigen Zustände gnnz unhaltbar seien. Die Regierung habe mit Recht da» preußische Berggesetz, das sich voll ständig bewährt, dem Entwurf zu Grunde gelegt; der Ausschußbericht schließe sich möglichst an das preußische Gesetz an und schlage nur einzelne Abänderungen, die unsere spccicllcn Verhältnisse nöthig machten, vor. Was die Besteuerung der Bergwerke betreffe, so beantragte er, die Regierung um Vorlage eines besonderen Gesetzes zu ersuchen. Weicker machte einige Ausführungen über die Unglcicharttgkcil und Mangelhaftigkeit dcr seitherigen Besteuerung der Bergwerke und wünscht ebenfalls Vorlage eines besonderen Gesetzes, in welchem Sinne die Kammer einstimmig beschließt. Abg. Küchlcr halt es für nicht gerechtfertigt, daß unter Art. 1 dcr Schwerspat nickt unter die Mineralien ausgenommen fei', die von dem Vcrfügungsrccht de» Hrundeigenthümcrs ausgenommen seien. Büchner will den Schwerspat ebenfalls unter die Mineralien, die dem Berggesetz unterworfen seien, ausgenommen haben. Ministerialdirector vchleiermacher kann eine weitere Vermehrung dcr Mineralien, die der Verfügung des Grunc «genthümers entzogen seien, nicht für rathsam halten, da daraus unabsehbare Consequenzen nnstehen konnten. Dernburg will die Rechte dcr Grundeigenthümer nicht noch weiter beschränkt wissen. Heydenreich erklärt sich ebenfalls gegen weitere Beeinträchtigungen des Grundcigen- chiinß, wie solches seither häufig durch Abenteurer geschehen. Nachdem noch Küchlcr, Matty,
Frankreich.
Paris, 10. October. „Der Scandal, den in Europa die so brüske Verhaftung^ des Grafen Arnim gemacht hat, wird noch immer ärger." Mit diesem Stoßseufzer lenkt das Hauptregierungsorgan, der „Fraiwais", die Aufmerksamkeit auf „die Angelegenheit Arnim's", die sein Berliner Berichterstatter ächt melodramatisch aufzustutzen weiß. Nach dem „Franyais" stehen Berlin die Haare zu Berge; nach dem „Univers" „ist Europa von Überraschung be- troffen und Deutschland von geheimem Entsetzen ob der Verhaftung des Grasen Arnim, eines seiner socialen Stellung wegen angesehenen und durch die Freundschaft des Königs geehrten Botschafters, der wie ein gemeiner Verbrecher ergriffen und allen Härten einer Untersuchungshaft unterworfen ward." Der Geist eines Universmannes glaubt den telegraphischen Depeschen nicht, „er gelangt dahin, sich zu Überzeugen, daß der Mann von Blut und Eisen sein Glück zu den letzten Extremen der Kühnheit stachelt, um es aus einem von so vielen Vorzeichen angekündigten Schiffbruch zu retten." Noch mehr: „Es ist ein merkwürdiges Schauspiel und nicht ohne eine gewisse Titanengröße, wenn man diesen kecken Teutonen ganz Europa die Stirn bieten sieht, wie er begierig ist, hiö Gewissen von 50 Millionen seiner Landsleute zu unterjochen und seinen Willen als einzige Staatsregel hinzustellen. Wird es ihm gelingen. Wird Otto v. Bismarck die Angel einer neuen Welt werden? Ties bejahen, hieße die Geschichte Lügen strafen und Gott und die Menschheit beleidigen!" ' Dies ein Pröbchen der frommen Betrachtungen, die alle an den Arnim'schen Proceß geheftet werden und ihm folgen wie ein Kometenschweif. Den Franzosen ifl Arnim plötzlich zu einer Größe geworden. Dahin kommt man, wenn man
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Deutfcfjtailö. I.s Öff«t6ad>, IO. Octobcr Die neuen Stadtverordneten haben |in
Darmstadt, 12. ,°CL 3" Mutigen Sitzung ber ,wetten Kammer wurden «inige s°nd"N nur ein Bürger-
ntue Vorlagen der Regierung eingebracht und eine Anzahl von gleichlautenden gedruckten Pett->"7^ , ”Ut ^igeordneten an die Spitze der Geschäfte gestellt werden soll. Der tioncn katholischer Gcmclnr-cn gegen die Kirchengcsetze angezetgt. Ein Antrag des Abq. Hcvdcn-1 ^khalt des Bürgermeisters wurde aus 72(jO Mark feftaeftellt und befckloffen «ich, betreffend die Verpflichtung der in den Jahren 1871 — 72 aus dcr Volksschule entlassenen i diese Stelle in einigen der qelesensten Blätter auszlifckweiben Der Nesi-hluü männlichen Jugend zum Besuche der Fortbildungsschule veranlaßt den Abg. Schaub zu bean- 'über bru Slntrn-. I n iklü . , V WM
haßcn, nach dcr erfolgten Erklärung dcr Regierung, den Antrag als erledigt zu erklären womit ? WC,n_e besoldeten Und einen UlMoldeteN Beigeordneten dem
die Kammer einverstanden ist. Der Antrag der Abgg. Dumont, Oechsner u. s. w. auf Er- Bürgermeister beizugeben- wurde bis nach der Wahl des Letzteren vertagt, hohung dcr Entschädigung für Quartterleistung und Verpflegung der Truppen wird vom Abg. Aus dem beinah einstimmig gefaßten Beschluß, die Stelle des Büraenneisters Volbmann befürwortet und nach den Anträgen des von dem Abg. Scrtba erstatteten Berichtes, auszuschreiben, geht hervor, daß bis letzt noch keine fSnnbihnhir 91 iHahJ b°- bie Negierung ,m Bunvesrath dahin wirken soll, daß die Vergütung für Naturverpflegung fimdkN bat Gkwünickrt wirb hJnntpdlirb b/ß rlf ^"dldatnr Anklang ge- auf 1 Mark erhöht, ferner, daß bie Regierung ersucht wird eint Ausgleichung der Kriegs kosten - OkUUNscht wird hauptsächlich, daß sich solche Eandldaten melden,
vcn 1870 7! aus,Landcsmittcln auf dem GesctzeSweg zu veranlassen , einstimmig angenommen. f . .nnt t>en Verhältnissen Und Interessen eines städtischen Haushalts Eine Petition des Gastwirths Gunder zu Darmstadt wegen verweigerter Bauerlaubntß ivurdc bereits durch die Praxis eingehend Vertraut sind. (Ein ähnliches Verfahren nach cmer Ausführung des Berichterstatters Heinzcrling abgelchnt. Der Antrag der Abag.ldürfte sich auch für Gießen enil'febten ) Psannsticl und Wadsack, die Holzabgabe aus Domanialwaldungen betreffend, wurde, da Uej ' 12 V .
Regierung theilweise Abhülfe getroffen hat, als erledigt erklärt, nachdem die Antragsteller der!.,, ,, JÜnober Am 1. November hort die „Apener sche Zei-
------------------- -------- A”r* -° — Ä----- ------ - »lng. auf zu erscheinen. Die Abonnenten gehen in den Besitz der „National- Zeitung" „ber, welche Käuferin des Blattes ist.
Eisenach, 11. October. Die Versammlung des Vereins für Social- politik wurde heute eröffnet, Professor Haffe zum Präsidenten, Roggenbach, L-ybel^ und Hildebrandt zu Vice-Präsidenten gewählt. Die Versammlung beriet!) über die criminelle Bestrasung des Contractbruchs durch Arbeiter. Held sprach gegen, Dannenberg aus Hamburg für die Bestrafung, wodurch namentlich das Kleingewerbe und die Landwirthschaft geschädigt und die Moralität der Bevölkerung untergraben werde. Friedmann und Sybel sprachen für die Bestrafung, Letzterer im Interesse der deutschen Gewerbsthätigkeit und der Sittlichkeit des deutschen Volkes. Die Versammlung nahm die Anträge Dan- iienberg's mit 33 gegen 30 Stimmen mit einem Zusatzantrage Brentano's un, wonach den Vereinen, die für die Eontractbrüche ihrer Mitglieder hasten, Cor- poratlonsrechte zu verleihen sind. Die auch von Social-Politikern zahlreich beachte Versammlung berieth ferner über die Einführung der Reichs-Einkommensteuer. Schauß aus München präsidirte, Hirsch gab eine übersichtliche Dar- Itellung der Steuersysteme in den Einzelstaaten des deutschen Reichs und beantragte eine Resolution, welche ausspricht, daß als nächstes Ziel der Steuer- Reform im Reiche die Ersetzung der Matricularbeiträge' durch eine allgemeine Einkommensteuer anzuerkennen sei, die mit den Zöllen und Verbranchssteilern bkrartig zu einem Svstem verbunden werde, daß jeder Deutsche möglichst nach Maßgabe seiner wirthschaftlichen Fähigkeit zu den Reichslasten beitrage. Tie Resolution wurde angenommen und ein Ausschuß zur Vorbereitung einer weiteren Versammlung gewählt.
Würzburg, 12. Octobcr. Dem Vernehmen nach ist die Schwurge- nchts-Verhandlung gegen den auf Mordversuch angeklagten Kullmanu nunmehr auf den 29. October anberaumt.
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AildflU ^crnbur9 und Ministerialdirector Schlcicrmacher einige Bemerkungen gemacht und dcr Rcfcrenr Beibehaltung der Regierungsvorlage befürwortet hat, wird diese einstimmig angenommen. De folgenden Artikel über das Schürfen werden nach einer einleitenden Bemerkung des Rcfe- , «nten über das seitherige Verfahren bezüglich des Schürfens, mit welchem das neue Gesetz , ^Eilltll i ‘ tocllständig breche, nach den Ausschußantlägcn angenommen, nachdem ein Antrag des Abg. at Ätiilhinia Ml1 ^'^^reich, das Schürfen nur 125 Meter entfernt von Hofraithcn und Gärten zu gestatten, C AllSVUU b toäbrenb der Entwurf, wie alle übrigen Berggesetze, 66 Meter vorsieht, abgelehnt worden war. "T,‘” ‘ ' duch die folgenden über das Muthen, das Verleihen, das Vermessen, tic Consolidation, das Nrgwerkscigenthum, den Betrieb und die Verwaltung, die Rechtsverhältniffe dcr Mitbetheiliglen eincs Bergwerkes, werden nach verschiedenen Erläuterungen des Referenten und einzelnen Ber mrkungen der Ministerialdirectoren v. Kempff und Schletermacher und der Abgeordneten Dcrn ”tg, Heydenreich und Büchner angenommen. Nächste Sitzung morgen den 13.: Fortsetzung der Btrathung des Berggesetzes. (N. Frkf. Pr.)
Darmstadt, 10. Octobcr. Um den Abschluß der in erster Lesung diirchberathenen fünf Kirchengesetze in jeder Art zu fördern, ist unmittelbar uch den Schlilßbkstimmungen die durch die neue landständische Geschäftsord-


