Anzeiger
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Anzeige- und Amtsöl'att für den Areis Kiessen
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Doimcrstng den 13. An Hilft
1*74
als.
politischer Theil.
MtnNheG ein
$Tet6 vierteljährig 1 fl 12 fr. w.i Bringerlohn. Durch die t^ofl bezogen vierteljährig 1 fl- 29 fr.
Großherzogliches Landwehr-Bezirks-Commando. Franck.
Major z. D. und Beürks-Commandeur.
Erscheint täglich, mit Hi* nähme Montag-.
Expedition-. Tanzletöer«.
*it. B. Nr. 1.
1 Wt 8kfem> on wahrend d« u Hafer, 9fnf welche eil ten alsbald
Deutsch fand.
Darmstadt, 11. August. Angesichts der verschiedenen Ansichten über den m der zweiten Kammer angenommenen Antrag der Abgg. Goldmann, Küch- ler, Heinzerling und Edinger wegen Aufhebung des Octrois ist es nicht ohne Jnteresie, auf die Aeußerungen der hiesigen Handels-Kammer, wie solche in dem eben ausgegebenen Bericht derselben enthalten sind, zu verweisen. Es heißt dort: „Mit dem größten Interesse hörten wir den Beschluß der zweiten Kammer, wonach dieselbe einen Antrag, nach welchem die Großh. Negierung llG7'7*ne Gesetzes - Vorlage ersucht wird, dahin gehend, daß vom 1. Januar 1877 ab in keiner Gemeinde Octroi auf Brodsrucht, Mehl, Backwaaren, Schlachtvieh, Fleisch, Fleisch-Waaren, Breun Material aller Art erhoben werden darf, angenommen habe. Eö haben nun die in unseren früheren Jahres- Berichten ausgesprochenen Wünsche wegen Beseitigung des Octrois gegründete Aussicht auf baldige Erfüllung. Wir richten zugleich au die Großh. Regierung ^s dringende Ersuchen, den verlangten Gesetz-Entwurf möglichst bald den Standen vorzulegen, damit den Octroi erhebenden Städten der gänzliche Ueber- gang zur directeu Besteuerung möglichst leicht gemacht werden kann. Selbstverständlich setzen wir voraus, daß der von uns in dieser Beziehung wiederholt erwähnte^ außerordentlich drückend wirkende Ausschlag auf die Gewerbe- und Grund - Steuer hierdurch keine Erhöhung erleidet, sondern der durch 2Uifhebung des Octrois entstehende Ausfall in den städtischen Einnahmen ausschließlich durch Ausschlag auf die Einkommensteuer-Capitalien gedeckt wird, daß ferner die Actien-Gesellschaften bezüglich ihres Einkommens zu den Communal- ^asten herangezogen werden." Es verdient hervorgehoben zu werden, daß selbst bei den Meiftbetheiligten sich die Ansicht Geltung verschafft, daß auch die Actien-Gesellschaften mit ihren» Einkommen zu den Gemeindelasten heraugezogen werden. Der vorstehend mitgetheilte Bericht trägt nämlich die Unterschrift des Directors der Bank für Handel und Industrie, Herrn Geh. Commerzienrath Wendelstadt.
Darmstadt, 11. August. Der Gemeinderath hat 300 fl. zur „Sedanseier" bewilligt.
London, 8., August. Der deutsche Kronprinz nebst Gemahlin, sowie jder Marquis v. Lorne und dessen Gattin, die Prinzessin Louise, besuchten j gestern den berühmten englischen Landsitz Knole House in Tunbridge Wells. Der Kaiser Wilhelm ist im besten Wohlsein Die deutschen Gäste wurden von dem Besitzer von Knole House, dem Herrn
— „Bien Public" erklärt die Gerüchte über das Unwohlsein Thiers' für falsch.
Der Fürst von Serbien, bisher in Eaux Bonnes, kommt am Donnerstag nach Paris, wo er bis Ende des Monats bleibt.
— Clericale Blätter bringen folgende Depesche: Meung für Loire, 10. August. Gestern glänzende Wallfahrt nach Clery. 20,000 Personen, 200 Priester, 7 Bischöfe nahmen Theil. Der Erzbischof von Bordeaux segnete das Banner des katholischen Gesellen-Vereins von Orleans. Eine große Pro- cession schloß die Feier.
— Das „Populo Romano" meldet, daß die päpstlichen Nuntien in Frankreich, Portugal und Oesterreich Befehl erhalten hätten, genannte Mächte zu bestimmen, auf ihr Ausschlußrecht bei der Papstwahl zu verzichten, wogegen der Vatican sich zur Revision der Concordate verstehen werde. Der ultramon- tane ,^Monde" erklärt sich ermächtigt, diese Nachricht förmlich zu dementiren.
Paris, 11. August. Oberst Vilette, ehemaliger Adjutant Bazaine's, welcher dessen Gefangenschaft freiwillig getheilt hatte, ist gestern in Marseille verhaftet worden. Man glaubt, Bazaine sei mit seiner Frau und seinen Kindern in einer Barke entflohen, in welcher seine Frau am Sonntag nach Ste. Marguerite gekommen war, um ihn zu besuchen. Welche Richtung die Flüchtlinge genommen haben, ist noch unbekannt.
Schweiz.
Bern, 8. August. Der Hauptort des ultramontanen Cantons Schwyz ln der Urschweiz hat mit einem Beschluß im höchsten Grade überrascht. Dort wurde nämlich den Frauenspersonen das active und passive Stimmrecht eingeräumt, so daß dieselben künftig an allen Wahlen und Abstimmungen Theil nebmen, sowie jede öffentliche Stelle bekleiden können. Bis jetzt ist Schwyz der e nzige Ort, wo diese Neuerung besteht.. (U. Ztg.)
(Engüuiö.
tot«! z-E h,l«> s-st ;
Nach den Listen für die Stadtverordneten-Wahlen sind 2300 Einwohner hiesiger Stadt wahlberechtigt, also eine verhältnißmäßig sehr ge ringe Zahl.
Darmstadt, 12. August. Se. König!. Hoheit der Großherzog begibt sich morgen von Friedberg zu längerem Aufenthalt nach Mainz
Berlin, 9. August. Da bei den in mehreren Gegenden Ostpreußens vorgekommenen Arbeiterunruhen die seltsamsten Auffassungen der verführten Leute über die neuen Gesetze, besonders auch über die Bestimmungen des neuen Civilstandsgesetzes, zu Tage getreten waren, hatte die Negierung die Landräthe schleunigst angewiesen, in geeigneter Weise belehrend und ausklärend auf die unwissenden Mafien der ländlichen Arbeiter einzuwirken. Die Landrathsämter suid dieser Weisung nachgekommen und haben derartige Bekanntmachungen er- laffen. Allerdings kann man nicht von allen diesen Ansprachen behaupten, daßi es wirklicbe Aufklärungen jeien.
10. August. ~ V«. l|* U» VVJ4V.I | AWV VlUl|UytU XÜ/UJ4V tVM4V4.ll Wil Will Gegner von zrnvie .y VU|C , VCIM O^Cllll
»oti Gastein auf Schloß Babelsberg eingetroffen und wird hier bis zu seiner; Mortimer Sackville West, auf dem Bahnhof empfangen und durch die Zuschauer- Abreise nach Hannover, wo er den Manöver« beiwohnen will, residirenreihe nach dem schönen Landsitze gefahren. Das kronprinzliche Paar reiste sonach den bisherigen Dispositionen wird der Kaiser fast während des ganzen dann nach London ab, wo es von dem deutschen Botschafter, dem Grafen Monars September mit Truppenbesichtigungen und anderen militärischen Ange-'Münster, und andern hervorragenden Persönlichkeiten empfangen und von der legenheit^n beschäftigt sein. versammelten Menge mit Beifall begrüßt wurde. Abends besuchten die Gäste,
ü11 ' n' 91 August- Im „Deutschen Merkur", dem Organ der in Begleitung der Gräfin Brühl, des'Grafen Seckendorff und des Dr. Del- deutschen Altkatholiken, ist folgende Einladung veröffentlicht: brück das Prince of Wales Theater, um Sheridan's „School for Scandal"
Am 14. September und den nächstfolgenden Tagen wird in Bonn eine zu sehen.
Conferenz von Männern gehalten werden, verschiedenen Kirchengemeinschaften — Jetzt, da die parlamentarische Session geschloffen ist, begeben sich die angehörig, in der Sehnsucht und Hoffnung auf eine künftige große Einigung Minister fast sämmtlich auf's Land; Disraeli und Gladstone haben den förm- gläubiger Christen sich begegnen. Als Grundlage und Maßstab des Erreichba- lieben Schluß des Parlaments erst gar nicht abgewartet; der Herzog von reu und zu Erstrebenden sind die Bekenntnißformeln der ersten kirchlichen Jahr-.'Richmond verläßt Montag London; der Earl of Carnarvon ist bereits abge- hunderte und diejenigen Lehren und Institutionen zu betrachtcn, welche in c er'reift und morgen begibt sich der Lordkanzler nach Schottland. Der Marineallgemeinen Kirche des Ostens wie des Westens vor den großen Trennungen! Minister Herr Ward Hunt und die andern Lords der Admiralität haben als wesentlich und unentbehrlich gegolten haben. Das Ziel, welches zunächst ^gestern die Kriegswerfte und zwei Kriegsschiffe zu Pembroke inspicirt, sind dann erstrebt und mittels der Conferenz gefördert werden soll, ist nicht eine apsorp-inach Queenstown in Irland abgereist,' werden von dort nach der schottischen
|tive Union oder völlige Verschmelzung der verschiedenen Kirchenkörper, sondern die Herstellung einer kirchlichen Gemeinschaft aiif Grund der „unitas in neces- sariis“, mit Schonung und Beibehaltung der nicht zur Substanz des altkirchlichen Bekenntnisses gehörigen Eigenthümlichkeiteu der einzelnen Kirchen.
Das Comit6 zur Beförderung kirchlicher Unionsbestrebungen. Döllinger.
Frankreich.
PariA, 10. August. Der Präfekt von Constantine suspendirte auf zwei Monate einen Oberst-Lieutenant, zwei Majore und zwei Hauptleute der Bürgergarde, die einem Civil-Leichenbegängniß angewohnt.
* — Die Bayonner Polizei hat weitere 20,000 ungefüllte Patronen saisirt.
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24 fr., lUbr 36 h e zu jeder Tagest t und Acpfelwkii Export-Bier, j-Kegelbahn
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endemische Hoikü^ rter zum sosochch
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Restauration.
bem der Control- des.Landwehr-Bezirks Commando's stehen, werden wiederholt anfqcfordert, die ihnen nach
r n 4i sr^747Ufl^C'l^n ™nMU<^e auf P°>>sions-Erhöhuiig bei dem betreffenden Bezirksfeldwcbel alsbald anzumelden. Da das Recht >ur N!hLu„g'°L^fiL^^"' °ber bCI Anstellungsentschädiguttg am 22. O-tober 1874 e'rl.scht, so' können Anmeldungen nach diesem Termin Ne Le- Gießen, den 11. August 1874.
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