Ausgabe 
11.10.1874
 
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BrtfB vierteljährig 1 ft 12 fr. Mit Brmgerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 fl. 29 fr.

Oicßener Anzeiger.

Erscheint täglich, mit AuS- nab^- Montags.

Expedition Lanzleiber«, it ©. Nr. 1.

Anzeige- und Amtsblatt für den Kreis Kiessen.

Io. TLS

Sonntag den 1i. October

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Brodpreife vom 9. bis !(> October 1874,

natf) eigener Erklärung der Bäcker:

kr. 2 Kilo Roggenbrod: erste Sorte 19 fr., 1 Kilo do. 9y2 fr. 2 Kilo do. zweite Sorte 16 fr

Betreffend: Die Rechenschaftsberichte der Wiesenvorstände. Gießen, am 10. October 1874.

Da» Grohheriogliche Krrisamt Giktzrn an c k die Grohheyoglichen Bürgermeistereien.

Wir fordern Sie auf, die von den Wiesenvorständen zu erstattenden Berichte binnen 8 Tagen vorzuleaen.

___ v. Röder.__________________

Politischer Theis

Oktober. Der Erzbischof Melchers ist heute Mittag 1 Uhr

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ob eie Lache schon tn dem bevorstehenden Reichstage zur Erledigung kommen Filin ttntnii4n>n<?mAV*t; ;C1 -S / C - rx r ° _

Hemelbet.

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«8Uhr:

Mainz, 9. October. Bei den gestrigen Gemeinderaths-Wahlen Kurden 19 Kandidaten der katholischen Bolkspartei und 17 Liberale gewählt.

Berlin, 8. October. Der gefangene Graf Arnim hat gestern in Ge- Dwart eines Beamten eine Unterredung mit seinem Sohn und seinem Ge- Ickäftsführer bewilligt erhalten. Wie die .Kreuz-Ztg." erzählt, haben ihn auch (eine Schwäger besuchen dürfen. Graf Harry Arnim ist in zweiter Ehe mit einer Tochter des verstorbenen Grafen Arnim-Boytzenburg verheirathet und leine Schwäger sind Herr v. Savtgny, unser bekannter letzter Bundestags-Ge­sandter, der 1866 die Erklärung abgab, Preußen sei aus dem deutschen Bunde ausgetreten, und dann ruhig in der Bundesragsversammlung sitzen blieb, jetzt Oppositionsmann und Mitglied des Centrums, und Herr v. Bethmann- Hcllweg, der Sohn des 80jährigen Ministers. Das ist so ziemlich Alles, was die heutigen Berliner Blätter über eine Angelegenheit Neues zu berichten wiffen, die, wie eines derselben bemerkt, auf lange hin das wichtigste Tagesereigniß Bleiben wird.

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Dresden, 9. October. Beide Kammern des Landtages halten heute Nachmittag ihre Schlußsitzungen. Morgen Mittag erfolgt der feierliche Schluß des Landtages durch den König in dem hiesigen Schloß.

AuS Süddeutfchland, 7. October. Während der Gott des Weins endlich wieder in eigener Gestalt erschienen ist, um die Herzen der Winzer und Trinker zu erfreuen, scheint sich ein Strafgericht über den Häuptern der Wein­künstler zusammenzuziehen. Nicht genug, daß der reichliche und vortreffliche Wein,egen den Wemfabrikanten das Geschäft verdirbt, soll jetzt auch der Arm des Gesetzes gegen die Schuldigen in Thätigkeit gesetzt werden. Verschiedene rhem,pfälzische Landtags-Abgeordnete haben sich deshalb mit dem bayerischen Ministerium des Innern in Verbindung gesetzt und die erfreuliche Antwort er­halten, daß die bayerische Regierung bereit ist, eine entsprechende Strafbestim­mung be, der bevorstehenden Revision des Strafgesetzbuches in Anreguna zu bringen. Die Antwort entwickelt recht gut die Gründe, weshalb es sehr schwer halten wird, eine solche Weinverfälschung unter den Gesichtspunkt des strafba- ren Betrugs zu bringen, da der Nachweis der Vermögensbeschädigung regel­mäßig feine Schwierigkeit haben würde; aber anerkannt ist, daß der auch bier fcho'i besprochene Vorschlag Billigung verdient, die gesetzliche Forderung zu stellen, daß der künstlich fabnc.rte Wein als solcher ausdrücklich bezeichnet und derjenige mit Strafe heimgesucht wird, wer solchen Kunstwein als wirklichen Wem verkauft. Das Ansehen unserer weinbauenden Gegenden ist von solcher Wichtigkeit und wirkt auch so sehr auf ihre Steuerfähigkeit zurück, daß es im allgemeinen Interesse liegt, durch eine solche Polizeivorschrift das schnöde Ge- fcnatt zu fesseln. Ohne Zweifel hat die Entschließung der bayerischen Regierung auch darin Recht wenn sie die Hoffnung ausspricht, daß die etwa zu gebie-

Eichung bet gegen, die Weinfälscher ergangenen Strafurtheile

Arbeiter f kleine Art'-

!. Fra"kftirt, October. Die Deutsche Kaiserin ist heute Nachmittag ^7- Uhr vou Baden-Baden hier emgetroffen und erschien in der Sitzung des , Verbandes des deutschen Frauenvereins; begeistert empfangen, hielt dieselbe folgende Anrede: Ich wünsche Ihnen durch mein Erscheinen in Ihrer Mitte zu beweisen, daß es mir am Herzen liegt, Ihnen persönlich nicht nur für Ihr Kommen, sondern auch für Ihre treue Hingebung an unsere gemeinsame Arbeit zu danken. Das gilt recht eigentlich der gesegneten Friedenszeit, dem, unser weiblicher Berus findet überall Veranlaffung, zu trösten und zu helfe». W8 auch jeder Verein, hat seine berechtigte EigenthÜmlichkeit und -Selbstständigkeit; diese zu achten, ist unsere Pflicht, aber nicht minder Eintracht und gegenseitigen Beistand zu fördern Dazu ist bei freie Austausch bet Meinungen bas geeignetste Mittel. An dieser Stätte gedenken wir hoher Üiirstinnen Deutschlands, welche das große Werk schützen. Ich danke der ehr­würdigen Stadt Frankfurt für den Empfang, den sie Ihnen bereitet hat, und sage Ihnen allen herzliches Lebewohl. Die Kaiserin reiste 63/, Uhr nach Baden- Baden zurück. 7 '

eronMN, bit W Ausbildung wW itt jederzeit. » zerichts-AdMt fr

fflirrgcnntifterß von Ntederlngelhcim gegen eine vom dortigen Gemcinverath ausgegangene der- ,mnebehaltenen Gehaltsraten und den Erlös aus dem abgepfändeten Mobi- mtge Adresse; eine solche habe dem Gemeinderath nicht vorgelegen. Der Antrag des Aba. Du- Ilar als getilgt zu betrachten.

mont auf Aufhebung der Medicinaldirection bleibt nach dem Antrag des Ausschusses auf sich! ~ beruhen. Die erste Kammer hat sich dem Beschluß der zweiten Kammer, die Realschule in Greßumstadt in eine Staatsanstalt zu verwandeln, nicht angcschlossen, ebenso einer Bewilligung den Gehaltszulage des Salzmagazinverwalters Wicderhold in Nauheim ihre Zustimmung »er jagt. Die zweite Kammer bleibt einstimmig bei ihren früheren Beschlüssen und beschließt Erlaß «inseitiger Adressen, ebenso bezüglich der Verwendung von Denunciationsgebühren und Strafan- lhcilen vom Jahre 1874. Die Verhandlung geht darauf bei stark besetzten Galerien auf die Vorlage des Ministeriums, den Wiederaufbau des abgebrannten Großherzoglichen Hoftheaters btlresfcnd, über. Als Sachverständiger ist von dem Ministerium Professor Wagner zugezoqen MD wird dem Hause vorgestellt. Das gcsammte Ministerium ist anwesend. Zu der Vorlage der Regierung über diesen Gegenstand hat der Finanzausschuß einen alle cinschlaqcnden Fragen erörternden Bericht erstattet, der mit den Anträgen schließt, die Anforderung der Regierung zwar vbzulehncn, dagegen die Bereitwilligkeit der Kammer auszusprechcn, sobald die Regierung den Ständen durch Vorlage eines detaillirten Bauplanes und Voranschlages es ermöglicht haben diird, die Höhe der erforderlichen Summe zu bestimmen, a) zum Wiederaufbau des abge­brannten Hofthcaters in den Grenzen des Umfanges und Bestandes, den cs hatte, die nach Der- drndung der Vrandentschädigungssumme nöthig bleibenden Baukosten aus Staatsmitteln zu ver- pjlligen, b) beizustimmen, daß zur Ausführung der projectirten Verbesierungen und zunr Neubau nnes Decorationsmagazins die nöthigen Mittel aus den Fonds zur Ergänzung des Gr. Fami- limsidercommifses entnommen werden. Ministerpräsident Hofmannn halt die Rechtsvcrbindlichkeit bcö Landes zum Wiederaufbau des Theaters für unzweifelhaft, die dafür vorgesehene Summe ton 1,200,000 fl. sei nicht zu hoch und solle die nach der Entschädigung der Brandkaffe verblei lende Bausumme zwischen dem Land und dem großh. Hause getheilt werden. Er müsse wün- wen, daß die Summe, welche die Kammer bewilligen wolle, jetzt schon definitiv bewilligt und nid't an Bedingungen geknüpft werde, welche die Sache weiter auf Monate verzögern würden. Die Ausschußanträge werden darauf mit dem Zusatz, daß durch die Verwilligung kein Präjudiz ftr die Folge geschaffen werde, mit 33 gegen 16 Stimmen angenommen, alle übrigen Anträge brrworfen. Nächste Sitzung Montag den 12. Tagesordnung: Berathung des Berggesetzes und Kim'ckicdencr Anträge.

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. DieNorddeutsche Allgemeine Zeitung" giebt die Zahl der ursprüng-

chtt'N lick auf der Pariser Botschaft vermißten Depeschen auf mehr als hun-

btrt an.

,, Berlin, 9. October. Graf Arnim ist gestern Abend auf seinen auf

Arbe't jUeit gestützten Entlassungs-Antrag von den beiden gerichtlichen'Physikern vielleicht bk wirksamste SÜteHafe7«in"^ 'C* 'Ä'X

Arvv" Lz,l,ch untersucht warben. Das Resultat ist noch nicht festst henb. ab bie Sache schon tn bem bevvrstchenben Reichstage Tur Webcht,na kommen

fetCb-issH r, 9' ®n,,ner9eri(^t ^EUte bas erstinstanz- kann; Wünschenswerth ist es jedenfalls, ba bas Zusammentreffen bei Gesetzes-

r ' lch° Urtheil, welches ben Rebacteur derGegenwart", Paul Lindau, wegen Vorschrift mit bem Weinsegen bieses Jahres die Umkehr der Sünber auf den

bt- m derselben abgedruckteuBriefes eines Elysionars' von Johannes Scherr, Weg vinicoler Treue und Redlichkeit beschleunigen würde. Wie aus der Mali * wegen Gotteslästerung zu vierwöchentlichem Gefängniß verurtheilt hatte.^bört man auch aus bem württcmbergischen Reblanbe, aus Baben unb bem dch" abgeänbert, baß es wegen Thetlnahme an Gotteslästerung auf nur bayerischen Franken die allerbesten Berichte Über bte Aussichten der Weinlese vmzehntägiges Gefängniß erkennt. Lindau hat bte Ntchtigkeitsbeschwerbe an-.bie jetzt glücklicher Weise so weit vorgeschritten sinb, daß nur noch der eine gemeldet. oder andere höhere Grad der Vortrcfflichfeit in Frage fommen kann Wt-n

Posen, 8. October. Gegen vier Beamte des hiesigen erzbischöflichen mit ben kleineren Rebleuten Berührungspunkte hat, weiß freilick rnelck',7 §msistoriums ist die Disciplinar Untersuchung eingeleitet worden, weil sie sich heure Leere in ben Fässern unb' im Geldbeutel der beuriae fvrMl' 5 ©tigern, unter dem weltlichen Administrator ihren Amtspflichten nachzufommen. füllen hat. ; 8 F ausjiu

Deutschland. I . Köln, 9. O , z , z . _1T ......ö.

Darmstadt, 9. Oct. (Kammersitzung.) In der heutigen Sitzung der zweiten Kammerworden, nachdem er sechs Monate und neun Tage der wurden verschiedene Eingaben gegen die Kirchengesetze verlesen, dagegen auä?cin Protest des ^kannten Oefängnlßstrase verbüßt hat. Der übrige Theil der Strafe ist durch Bkirgermelsters von Nicderingelhcim gegen e- ----° - 1 - rne innphphnifpiipn rooknUavA*«« ..«k k rc-iao < < -

artige Adresse; eine solche habe dem Gemei