Einzelbild herunterladen

Gießener Anzeiger

* 8 Uhr,

irf Und $u,

Mnzeige- und Mmisölatt für den Kreis Kiessen

Wo. TEL«.

Dienstag den 10. November

1S94

N

fand.

lvochandrs:

stein.

tiüZe

Voliiischer KfieiL

2 tr.

TMe ein

Die Vertreter der be

Wien, 7. November. Die französische Tendenz-Nachricht, Oesterreich

che Mter,

»1

Ebenen' ]!

Frankreich.

LandtagS'Abgcordneter der Schwurgerichte bei und an den Reichstags-

,'tftltli^rlg 1 ft 13 fr.

*i:t Bringer lohn. Durch bie bezogen vierteljährig 1 ff. 29 fr.

n unb reellen 8' lÄtenb

i filll* Zclejr**

Wien, 7. November Der Justizminister legte heute dem Abgeordne­tenhause unter dem Beifall des Hauses den Entwurf eines neuen Strafgesetz­buches vor. Derselbe erklärte hierbei, daß die Grundlage und ein nicht geringer Lheil der Bestimmungen des Entwurfes sich an das deutsche Neichsstrafgesetz- buch anschlöffen, wodurch zunächst der Vortheil erreicht sei, daß die österrei­chische Gesetzgebung sich dem großen Zuge unmittelbar anschließe, welcher die Strafgesetzgebung Europas seit Beginn des Jahrhunderts in ganz unverkenn­barer We;se beherrsche. Selbstverständlich sei der Entwurf nicht eine sklavische Nachahmung, vielmehr hätten die eigenthümlichen politischen Verhältnisse und manche werthvolle criminalistische Traditionen Oesterreichs darin eingehende Berücksichtigung gesunden. Der Minister fugte hinzu, daß auch Arbeiten be­treffs Regelung des Polizeistrafrechtes im Gange und sehr weit vorgeschritten seien. Das HauS verwies einen Antrag betreffs gesetzlicher Berechtigung der Freimaurerlogen an den Ausschuß für Vereinswesen und setzte sodann die Special-Debatte über das Actten-Gesetz fort.

Wien, 7. November. Der beliebte Dichter Friedrich Kaiser ist ge­storben.

Deutfdjltmd.

AuS dem Großherzogthuur Hessen, 6. November. In Sachen des Widerstandes gegen die Kirchengejetze sind dem Bensheimer Decanat in­zwischen noch zwei andere, nämlich die Geistlichen der Decanate Oppenheim (Rheinhessen) unb Ockstadt (Oberheffen), in der Versicherung der Ergebenheit für den Bischof mit Adressen, jedoch m der weniger feierlichen Weise wie jene gefolgt, daß man die Schriftstücke einzeln zustellen ließ. Dieser Theil der cle« ricalen Paraden gegen die neuen Gesetze zeigt bereits die Mattigkeit einer von eigenen Thnlnehmern als haltlos erkannten Sache. Es muß in der That, na­mentlich dem älteren Theil unserer katholischen Geistlichkeit, welcher in der Zeit vor dem Kettler'schen Eptscopat seine Studien und den praktischen Cursus in der Pastoral vollendete, seltsam erscheinen, wenn jetzt ein solcher Bildungs­gang als ein schreiendes Unrecht gegen die Kirche dargestellt werden soll, und

die Opferwilligkeit der Familien stützt, welche ihr ihre Stütze anvertrauen." Eine solche Anstalt kann nur der allgemeinen, auch im Schulgesetz festgehallenen Regel der Staatscontrole unterstellt werden und hätte längst darunter gestellt sein sollen.

Berlin, 6. November. Die katholisch-theologische Fakultät zu Brauns­berg, das königliche Lyceum, wird im jetzigen Winterhalbjahre eine Art von Stillleben führen; sie besitzt nämlich die geringe Zahl von vier Profefforen und zwei Studenten.

Berlin, 7. November. Zur weiteren Beschaffung von bedeckten, leicht zu Militär-Transporten herzurichtenden Güterwagen für die Staatsbahnen wurden abermals Mittel disponibel gestellt. Der Bedarf ist dann zunächst völlig gedeckt. Die weitere Beschaffung von Personenwagen erfolgt 1876.

Kassel, 7. November. DieFreie hessische Zeitung" bringt die Mel. Lung, Friedrich Oetker habe sich in einem Schreiben an die Vertrauensmänner- Versammlung für die Beibehaltung der kurhessischen Gemeinde-Gesetzgebung

Landtags-Abgeordneter Wülfert begründete die Statuten. Zum ersten Vor­sitzenden des Ausschusses wurde Vecchioni gewählt. Hänle begründete eine Resolution für Beibehaltung Prehvergehen, welche einstimmig angenommen wurde

ließen malen er Montag - |(l: diejenigen AM M gekräftigt iule ofyieeta t wird sich in:i ig des seither,-

f llas

1 Locali^M

Unrats

ttrltbtmt tAßlfcf), mtt Au», nob*- Montag-.

Genilcibere, «'t. B '5h 1.

Paris, 6. November. Wie diePattie" versichert, wird die Regierung alle Franzosen gerichtlich verfolgen lassen, welche die von Ton Carlos ihnen erklärt. j verliehenen Orden tragen lasten

Siegen, 7. November. Die Ersatzwahl in dem hiesigen Reichstags-; Aus Nizza, 5. Nov-, wird derCorresp. Havas" geschrieben:Es Wahlkreise blieb unentschieden unb kommt es daher zu einer Stichwahl zwischen scheint, als ob unsere Stadt aus der politischen Agitation gar nicht mehr Her- Klein unb Ernst, welche beibe der national-liberalen Partei angehören. Die auskommen sollte. Zuerst hatten wir bie Aufregung mit ben Wahlen, bann Stichwahl finbet'am 21. b. Mts. statt. kam ber Aufenthalt des Herrn Thiers unb jetzt werben von Haus zu HauS

Bremen, 7. November. I» ben Docks von Bremerhavon haben Petitionen getragen, bereu Zweck ist, die Beibehaltung des Präfekten, Herrn aestern die Schiffszimmerleute und Tischler wegen Herabsetzung der Tageslöhne Billeneuve-Bargemont zu beanspruchen. Hauptsächlich bewirbt man sich um die bte Arbeit eingestellt. Unterschriften der Ultramontanen."

München, 7. November. Eine zahlreich besuchte Versammlung in, Paris, 7. November. Der Minister des Innern hat an die Präfekten der Westendhalle" hat einenVerein liberaler Reichsfreunde" constitmrt. ein Circular gerichtet, worin er dieselben belehrt, daß die Einberufung der

W\U)i ?gimenO//U

Abgeordneten Ctauffenbcrg gesandt werden soll.

Oesterreich.

Wien, 5. November. DiePresse" meldet:

j« J H

' t

1

M

deutendsten österreichischen Montanwerke, darunter die Prager Eisenindustrie- Gesellschaft, überreichten heute den Ministern des Handels, des Ackerbaues und der Finanzen eine Denkschrift über die Nothlage der österreichischen Mon­tanindustrie. In derselben wird die Zunahme der bereits eiugetretenen Vetriebsreductionen unb bas Bevorstehen umfangreicherer Arbeiterentlastungen _ constatirt, wenn nicht baldige Abhülfe erfolgt. Die Deputation bat ferner um

wenn diejenigen, unter denen gar Mancher (wie z. B- seiner Zeit ter Pfarrer; energische Durchführung der bereits bewilligten Eisenbahnbauten durch den Kamp in dem rheinhessischen Orte Freilauberöheim) sich gegen die despotische, Staat unter Adoption des Staatsbahnbauten - Prmcips. Die Minister ließen Art des neuen Oberhirten erhoben, sich nun dazu hergeben« sollen, einen Zu- sich in gründliche Erörterungen des Gegenstandes ein, und wurden Anknüpsungs-

stand zu beschönigen, gegen den sich ihre beffere Erkenmniß seiner Zeit sträubte, punkte für fernere Verhandlungen gewonnen.

Zugleich aber haben bte Professoren und Lehrer bes hiesigen bischöflichen Semi- Wien, 7. November. Die französische Tenbenz-Nachricht, Oesterreich nars an die erste Kammer eine Vorstellung gerichtet, in welcher inbirect eine und bie Schweiz verhandelten mit Italien, um eine Erneuerung des ablaufen;

Renitenz gegen die Oberaufsicht des Staates über die Serninarien in Aussicht ben Handels-Vertrages herbeizuführen, wird von competenter Seite entschieden

gestellt wird. Die betr. Vorschriften der neuen Gesetze sind aber bie nothwen- bementirt.

digsten zu einer grünblichen Besserung der unterwühlten Zustände, unb es ist ganz undenkbar, daß die erste Kammer dem ganzen Schriftstück unb seiner sophistisch-scholastischen Debuctiou irgenb eine Berücksichtigung zu Theil werden lassen sollte, unb bas zu keinem anbern Zwecke, als baß der Staatsaufsicht eine Anstalt entzogen bleibe, welche, wie ihre eigenen Prosefforen sagen,mit dem Almosen der katholischen Bevölkerung (?) gegründet, sich ausschließlich auf

flmIsicher ThetL

Bekanntmachung.

Im Kreise Gießen sind in der Zeit vom 1. September 1873 bis dahin 1874 in ben einzelnen Gemeinben bte nachstehenb verzeichneten Beträge für bie Laudes-Waisenkasse eingegangeu. Man bringt bies mit herzlichem Danke für bie Geber hierburch zur öffentlichen Keuutniß.

Gießen, ben 4. November 1874.

Großherzogliches Kreisamt Gießen, v. Röder.

Albach, Allendorf a. b. Lahn 2 fl. 10 fr., Allendorf a. b. Lumda 2 fl. 30% fr-, Allertshausen 28% fr., Alt-Buseck 1 ff. 58% fr. Annerob

3 fl. 22 fr., Bellersheim 1 fl. 45 fr., Beltershain 1 fl. 36% fr., BerSrob 7% fr., Bettenhausen 1 fl. 35 fr.,' Beuern 18 fr., Birklar 2 fl. 4 fr., Bnrk-

harbsfelden 5 fr., Climbach 53 fr., Daubringen 43/4 fr., Dorf-Gill 6 fr., Eberstadt mit Arnsburg ll3/4 fr., Ettingshaiisen 26 fr., Garbenteich 1 ff. 33 fr

Geilshausen 3 fl. 37 fr., Gießen 59 fl., Göbelnrod 1 fl. 73/4 fr., Groß-Buseck 3 fl. v fr., Groß-Linben 8 fl. 45 fr., Grünberg 7 fl. 12 fr., Grüningen 8 kr.^

Harbach 511/3 fr., Hattenrod 30 fr-, Hausen 2 fl. 26 fr., Heuchelheim 49 fr., Holzheim 39 fr., Hungen 2 fl. 33% fr., Inheiden 3 fl., Keffelbach 1 fl'. 49% fr., Klein Linden 1 fl. 53 fr., Langd 2 fl. 18 fr., Lang-Göns 1 fl. 51 fr, Langsdorf 49 fr., Lauter, Leihgestern 1 fl. 3 fr., Lich mit 5>of Albach, Colnhausen und Mühlsachsen 24 fr-, Lindenstruth 47 fr., Lollar 5 fl. 50 fr., Londorf 2 fl. 7 fr., Lumda, Mainzlar 1 fl. 1 fr., Münster, Mu cbenheim mit Hof-Güll 31 fr., Nieder-Bessingeu 24 fr., Nounenroth 20% fr, Obbornhofen 11 fr., Ober-Besstngen 30 fr., Ober-Hörgern 3 fl. 30 fr., Odenhansen mit Appenborn 1 fl. 12 fr., Oppenrod, Queckborn 30 fr., Rabertshausen mit Ringelshausen 1 fl. 10 fr., ReinhardShain 1 fl. 4% fr., Reisfirchen 3 ff. 20 fr., 9tobheim mit Hof Groß 2 fl. 34 fr., Rödgen 50 fr., Röthges 23 fr., Rüddingshausen 1 fl. 21 fr., Ruttershausen mit KirchberV 3 fl. 423/, fr., Saasen mit Bollnbach, Veitsberg und Wirrberg 41 fr., Stangenrod 12 fr., Staufenberg mit Friedelhausen 2 fl. 30 fr., Steinbach 6 fl. 39' fr., Steiuheim 1 fl. 50 fr., Stockhausen, Trais-Horloff 3 fl. 4 fr., Treis a. b. Lumda 1 fl. 44 fr., Trohe 1 fl. 6 fr., Utphe 1 fl. 45 fr., Dillinqen 22 fr., Watzenborn mit «Stein' berg 4 fl. 31% fr, Weickartshain 6 fr, Weitershaiu 1 fl. 48 fr-, Wiejeck 5 fl. 50 fr., Winnerod, zusammen 188 [1/28 fr.