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der Einberufung und den Modus der Eröffnung feien

für Mitte dieses Mo»

schreibt, anderweitige

-- gehen unsere Lrauben mit Riesenschritt,n ihrer Reife entgegn, und dürfte der »Herbst- ganz icher in etwa 3 Wochen zu erwarten sein. Unser sehnlichster Wun'ck ist der, daß doch vor der

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werden!

AuS dem Kreise Oppenheim, 1. Oktober. Bei dem anhaltend schonen Wetter

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Nom, 7. October. DerOrönoqne" ist in Bereitschaft gefetzt, um Abends von hier abzusahren. Die Schiffsbemannung darf nicht mehr nach Nom gehen.

sitzer v. Niegolewski, Patron der Kirche von Wlociewskt, wegen feiner Wei­gerung, Kirchengelder und Kirchenbücher auszuliefern, durch den Landrath des betr. Kreises verhaftet worden.

Königsberg, 7. October. Der NegierungS-Präfident v. Änerswald ist zum Regierungs-Präsident von Köslin designirr.

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Paris, 6. October. Die Verhaftung des Grafen Arnim hat in den ofsiciellen Streifen eine gewisse Unruhe erweckt, da Gras Arnim beim Sturze des Herrn Thiers die Hauptrolle spielte und man daher befürchtet, daß bei den Haussuchungen, die stattsanden, Papiere aufgefunden sein konnten, welche aus den 24. Mai 1873 zu helles Licht werfen. Tie hiesigen Blatter geben fast alle ihre Sympathie für den Ex Botschafter kund, den sie, da erFeind Bismarck's und des Deutschen Reiches", sehr hoch halten. Die Meisten drücken sich jedoch sehr gemäßigt aus-

Bayonne, 6. October. Die französische Regierung hat die Departe ments-Behörden aufgesordert, aus der französischen Seite der Pyrenäen keine Führer des carlistischen Ausstandes mehr zu dulden. Zwei hervorragende Häup- ter der Carlisten reisen in Folge deffen heute aus dem Departement der Ga- ronnc ab.

England.

London, 6. October. Die Morning-Post versichert auf zuverlässige Verbürgung, die Wirkung der Anerkennung Serrano's sei in Spanien fühlba- rer als auswärts, und vermuthet, bei bcn Carlisten sei unheilbarer Geldman» gel eingetreten. Das Ende des Krieges sei näher, als man bisher angenom men habe

London, 7. October. Merewether, der in Northampton gewählte Can didat der Conservativen, erhielt 2671 , Fowler, der Candidat der Liberalen, 1836, Bradlough (Radikaler) 1766 Stimmen. In Folge des Wahlresultates brachen große Unordnungen in der Stadt aus. Die Radikalen griffen Woh­nungen an und mißhandelten und verwundeten viele Personen. Die Polizei war ohnmächtig, so daß militärischer Schntz erbeten werden mußte.

Spanien.

Madrid, 7. October. Hier eingegangenen Nachrichten zufolge feute Don Carlos vorgestern den General Dorregaray ab, worüber unter den Car listen große Unzufriedenheit herrscht. Die Carlisten haben 30 Bataillone und Id Geschütze bei Laguardta concentrirt. Eine carlisttsche Abtheilung unter Befehl Madrazo's wurde vom General Reina geschlagen und zerstreut.

Santander, 6. October, lieber die Verwundung des Prätendenten ist keine weitere Nachricht eingetroffen. Es heißt, daß ein belgisches Schiff mit KriegScontrebande für die Carlisten demnächst aus einem englischen Hasen an der biskayischen Küste eintreffen soll.

Schweiz.

Bern, 6. October. Der Wclt>P°st Congreß hat heute die Redaction de« Reglements für die Ausführung des Unions > Vertrag« definitiv festgestcllt und genehmigt.

gefaßt. r

DieProv. Corresp." bestätigt, daß der Kaiser nats einen Besuch in Schwerin beabsichtige. .

Berlin, 7. October. DieNordd. Allg. Ztg."

Meldungen von Blattern berichtigend: Bei dem gegen den Grasen Ariiim schwebenden Gerichtsverfahren handle es sich nicht um Briese, sondern um amt­liche Aktenstücke, deren Zahl ursprünglich etwa hundert betrug, von welchen ein Thcil znrückgegeben ist. Ob übrigens außer der Ängelegenbeit der ver- ~ _

schwuudenen Dokumente nicht noch andere Punkte gegen den Grafen VknhnlL^ ejntretcn möge. Würde es Regen, namentlich länger andauernden, geben, io

vorliegen, entziehe sich für jetzt der öffentlichen Besprechung. n?ütbe btt Fäulniß der schönen'Trauben beginnen und ein sebr rasches, der Qualität des Wein!

Posen, 7. October. DerPosen. Ztg." zufolge ist der Rittergutsbe fäußerst nachtheiliges Herbsten nöthig werden Handel in Wein findet nicht statt , kein Mensch

auftauchenden neuen Einzelfragen, die ursprünglichen Principien verdunkelt, ja unwillkürlich verlaffen oder wenigstens modificirt werden. Auch die Wissenschaft liche Bekämpfung des modernen Socialismus ist, wie das Auftreten der sog. Katheder-Socialtsten beweist, vor diesem Schicksal nicht bewahrt geblieben. Unter diesen Umständen ist es em hervorragendes Verdienst Heinrich v- Treitsch- ke's, in einer Abhandlung überden SocialismuS und seine Gönners welche im Septemberheft derPreußischen Jahrbücher" zu Ende geführt ist, die un­abänderlichen Naturgesetze der Gesellschaft in seiner geistvollen, knappen und überzeugenden Weise aus's Neue in Erinnerung gebracht zu haben. Gegenüber dem Grunddogma alle- Socialismns von derursprünglichen Gleichheit aller Menschen" zeigte er an der Hand der Geschichte, wie der natürliche Zustand der menschlichen Gesellschaft die Ungleichheit ist. Entgegen der Theorie, welche die wirthschastliche Claffenbildung gewiffcrmaßeu als eine Erbsünde betrachtet, vermittelst einer Art Sündenfaüs, hervorgegangen aus einem vollkommenen Zustande des menschlichen Zusammenlebens, stellt Treitschke die Frage auf: Wie hat der große Gedanke der Gleichheit seinen Weg gefunden inmitten der natürlichen Ungleichheit des Menschengeschlechts? und welche Schranken sind diesem Gedanken gesetzt durch die Natur der Gesellschaft?" Durch Zurück gehen auf die ersten Anfänge der Gesellschaft wird dargethan, wie mit der Ehe und dem Eigenthum bereits die Gliederung der Gesellschaft gegeben ist und es ergiebt sich der Satz:Die bürgerliche Gesellschaft eines reifen Volkes ist immer eine Aristokratie, auch unter demokratischer Staatsverfassimg. Oder, um ein sehr verhaßtes, aber wahres Wort trocken auszusprechen die Clas- jenherrschast, richtiger: die Classenordnung, ergiebt sich ebenso nothwendig ans der Natur der Gesellschaft, wie der Gegensatz von Negiereiiden und Regierten aus der Natur des Staates." Es ist nicht anders möglich:Die Millionen müssen ackern nnd schinieden, damit einige Tausend forschen, malen und regle ien können" das ist die Vorbedingung unserer ganzen Cultur.Es ist, sagt der Verfasser, keineswegs die Aufgabe der Gesellschaft, alle Menschen zum Genuß aller Güter der Cultur heranzuziehen . . .Jedem daS Seine" ist Menschenrecht,Jedem dasselbe" gilt im Haushalt der Thiere." Aber weit davon entfernt, einer cynischen Menschenverachtung das Wort zu reden, betont Treitschke mit ganz besonderer Kraft die Ehrenhaftigkeit und den sittlichen Werth jeglicher Arbeit.Genießend, sagt er, empfangen wir von der Natur, arbeitend beherrschen wir sie. Darum ist jede redliche Arbeit ehrenvoll, daS treue. Schaffen auch für die niedersten Bedürfnisse kann die fleißigsten Menschen niemals den ewigen Zwecken seines Lebens entfremden. Wer zum Meister ward in einem bescheidenen Berufe, steht sittlich höher, als wer ein Stümper blieb in der edelsten der Künste. Der Arme wie der Vornehme darf sich das stolze Bewußtsein erobern, daß er alS ein Halm dastehe in dem großen Aehrenselde der Gesellschaft, daß er an seiner Stelle unentbehrlich sei." Unter solchem Gesichtspunkte erscheint jene traurige Lehre, welche die Arbeit als ein Unglück betrachtet, das man so viel wie möglich einschränken müsse, geradezu als eine Gotteslästerung. Die Arbeit ist Selbstzweck darin liegt ihr sittlicher Werth ; daher auch die Freude am Arbeiten, die jedem sittlich gesunden Volke eigen ist. So wenig können die im engeren Sinne alsarbeitende Claffen" bezeichneten Volksschichtenunglücklich" genannt werden, daß sie vielmehr in dem, was das wahre Glück des Lebens ausmacht, im Gemüth unter normalen Verhältnissen erfahrungsgemäß stets glücklicher sind, als die höheren Stände. Die sociale Ungleichheit ist von der Natur gegeben, lieber den Gegensätzen aber steht schützend und wahrend, alö der sittliche Gesammtwille, als die unparteiische Macht der Staat. Und die Ausbildung des Staatsgedankens einerseits, wie andererseits das steigende Selbstgefühl der niederen und die reifende mensch liche Bildiing der höheren Stände führen allmählig unter schweren Kämpfen die Idee der Gleichheit in die Gesellschaft ein. Diese Gleichheit aber ist ein Postulat nur für die höchsten und allgemeinen Güter, welche den Menschen zum Menschen machen.Die vernünftige Gleichheit, sagte Treischke, fordert nur ein fünffaches Recht: daß jeder Mensch als Rechtssubject anerkannt werde, ah rechtssähig mit dem Anspruch auf gleichen Rechtsschutz; daß ihm als einem Ebenbilde Gottes znstehe, frei zu denken und zu glauben; daß er die Gaben des Leibes und der Seele frei gebrauchen dürfe, um innerhalb der gegebenen Gesellschaftsordnung so hoch zu steigen, ah ihm ftxaft und Glück erlauben. Damit hängt zusammen die Pflicht der Gesellschaft, jedem ihrer Glieder den Erwerb jenes Maßes von Bildung zu ermöglichen, als nach dem Stande der allgemeinen Gesittmig nneiitbehrlich ist, um die persönliche Begabung zu betä­tigen ; endlich die Pflicht der Gemeinschaft, in Fällen äußersten Elends, wo die persönliche Kraft völlig gebrochen ist, Unterstützung zu gewähren." Dies der Inhalt, aber and) die Grenze der Gleichheit. Ans die Beleuchtung der ein geluen Forderungen des Socialismus vom Standpunkt dieser Gesellschaftsan- jchanung kommen wir besonders zurück. (llßefcr 3tg.)

Berlin, 6. October. Wie ans Potsdam gemeldet wird, befand sick) die Kronprinzessin am Donnerstag in Lebensgefahr. Als die hohe Fran gegen 5 Uhr mit der jüngsten Prinzessin durck) die neuen Aiilagen fuhr, brach die Hintere Wagenackse; die scheu gewordenen Pferde wurden durch den Kutscher glücklicher Weise zum Stehen gebracht. Die Kronprinzessin setzte den Weg zu Fuß nach Bornstädt fort, während der Lakai die kleine Prinzessin aus dem Arme trug.

Berlin, 6. October. Der Universität Königsberg ist es auf Antrag chrer juristischen Facultät nun auch gestattet worden, Israeliten und Dissiden­ten zu Doctoren beider Rechte zu promoviren. Hier in Berlin ist dies schon seit 1848 der Fall.

Berlin, 7. October. DieProv.-Corresp." schreibt: Da die Absicht

vorliege, dem Reichstage bei seinem Zusammentritt den größten Thcil der für die nächste Session bestimmten Vorlagen alsbald zu unterbreiten, werde feine Berufung frühestens Ende dieses Monats erfolgen können, lieber den Tag mm l. d ......- r'i noch keine Beschlüsse

Von der Ahr. Tie LreScenz von 74 ist jo vorzüglich, daß eine der besten Wetnlejen in AuSficht stehl. Besonders von Ahrweiler auswärts herrscht eine Fülle der Trauben, wie sie lange nicht dagewejen ist. Bei dem in diesem Jahre nicht gerade starken BiattwuchS an den Stöcken kann schon der auf der Chaussee vrüberfahrenbe Tourist den ungemeinen Reicktbum gtwahr werden. Die Winzer find natürlich sehr zufrieden und in bester Stimmung, wab nach der trübseligen Kopfhängerei der lepien Jahre doppelt erfreulich ist. Man schätzt den Ürirag. den die heurige Lese liefern dürste, im Abrthal aus mehr all 20,000 Obm; die Lrelcem von 1872 brachte kaum eintausend Ohm. Be, dem NI setzt so herrlichen Herbstwelter »st auch auf eine sehr gute Qualität mit ziemlicher Sicherheit zu zähen, wenn auch Ne Trauben noch auf 14 Tage der Sonnenwärme bebürfen. Möge deßhalb nicht zu früh mit der Lese begonnen

Telegraphische Depeschen.

Berlin, 7. Oct. DerPost" zufolge zerfallen die Acteustücke, um die es sick) in der Angelegenheit des Grafen Arnim handelt, in drei Kategorien Erstens solche, welche sich auf die Anstellung Arnim'S als Botschafter und die GehaltSverhäliniffe beziehen und seine Vermögens Verhältniffe betreffen. Die- fclbcu waren von der Haussuchung anSgeschloffeu. Zweitens solche, welche Graf Arnim behufs perfönlicher Rechtserttgung zu behalten wünschte und, ob gleich er im Besitze derselben ist, nicht ausliefern will- Die dritte Kategorie, und zwar die umfänglichste, bilden solche Acteustücke diScreter Natur, welche in der Pariser Botschaft bei dem Amts-Antritt deS Fürsten Hohenlohe vermißt wurden und über deren Verbleib Graf Arnim keine Auskunft geben zu können erklärte. Sälnmtliche Acteustücke sind mit laufenden Nummern versehen. Bei der ganzen Angelegenheit haben die Gerichte in voller und verfassungsmäßiger Selbständigkeit gehandelt. Das Staatsministerium ist mit der ganzen Ange legenhcit nicht befaßt.

Breslau, 7. Oct. Die Kaiserin von Rußland in Begleitung ihres Sohneö des Großfürsten Cäjorowitsch imb hohen Gefolges trifft am Dienstag Abend mittelst Separatznges hier ein. Dieselbe reist nach London zur Herzogin von Edinburgh.

Hendaye, 7. Oct. Suratcl Real" bestätigt in seiner gestrigen Aus gäbe, daß Don Carlos sich wohl befindet und an der Spitze seiner Armee steht. Derselbe hat dem General Dorrcgarav zur Wiederherstellung seiner Gesundheit einen Urlaub bewilligt.

?tcwyork, 7. Oct. Die Unruhen in Alabama haben einen ernsteren Character angenommen, nachdem die bewaffnete Liga der Weißen sick organisirt hat. Politische Attentate fommen fast täglich vor.

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