Gerücht
Holland.
über die Un-
Lerviers
wechsel irgend welche directe Folgen nach sich ziehen wird.
(Köln. Ztg.)
Ul bewährt zu haben, denn btC
weigerten die Erlaubnis; zur Feier einer öffentlichen Messe bei Gelegenheit für morgen von der Geistlichkeit in's Werk gesetzten großen Wallfahrt.
ver- der Da
die Internationalen gleichzeitig eine Gegen-Demonstration durch Arbeiter-Gesellschaften mit Musik und Fahnen angekündigt haben, so erwägt die Stadtbehörde, ob nicht beides, die Wallfahrt und der Auszug der Internationalisten, zu verbieten sei.
haben. Der General Lopez Dominguez wurde bei seinem Einzug in die end. lich befreite tapfere Stadt mit Begeisterung empfangen.
Vier Tausend und Fünf HundcrtHand-Dreschmaschtncn und ein- und zweipferdigt Göpcldrcsch Maschinell abgesetzt.
Der Preis fei nur Tblr 60—66. — Franco Bahnstation. Wettere Anfrage* beliebe man direct an obige Firma zu wenden I
Ph. Mayfarth Eomp in Frankfurt a M., gul bewährt zu haben, denn be Besitzer dieser Maickiam sprechen sich nur lobend hierüber aus.
Die rasche und große Verbreitung liefett Übrigens schon das beste Zeugnitz fti deren (^üte und Nützlichkeit, denn wie wir hören Hot obige Firma im Jahre 1873 üb<r
Madrid, 6. Scpt. Die Brigade Estaban hat den von Puvcerda ab- ziehenden Carlisten eine dritte Niederlage beigcbracht. Letztere sollen bei lieber schreitung der Brücke über den Llobregat bei Guardiola 700 Mann verloren
Landu IrtliMcIiR ft liehe*.
(Dresch.Maschincn.) Es scheinen sich die neuen Dresch-Maschinen der Firma:
Guizot ist schwer erkrankt.
Madrid, 7. Sept. Graf Hatzfeldt ist hier eingetroffen.
Zur gcfl. Beachtung.
Portotarife der Kaiser!. Post mit An-
Lokal'Akotiz.
Gießen. 8. September. Wie verlautet, wirb der Professor der Ingenieurwisscnschaften, Dr. Eduard Schmitt, mit Beginn nächsten Semesters an das Polytechnikum nach Darmstadt übersiedeln, und seine Stelle fernerhin nicht mehr beseht werden. So sehr man auch bedauern muß, daß wieder einer der jüngeren, tüchtigen Docenten unsere Hochschule verlaßt, so kann man dock in Anbetracht der Verhältnisse nichts mehr gegen die Aufhebung der dauwisienichaftlichen Lbtbeilung an hiesiger Universität verbringen, wie sie durch Schmitts Weggang faktisch etntretcn wrrb. Wir wollen nur wünschen, daß mit dem Wegfall dieser DiSciplin an unserer Hochschule dem Neide der Götter das letzte Opfer gebracht worden sei, und daß man in Zukunft der Landesuniversitat immer die Aufmerksamkeit widmen werde, die sie bei ihrer ehrenvollen Vergangenheit und ihren tüchtigen Leistungen verdient.
— — Bei der gestern Abend im Caf6 Leid abgehaltenen Versammlung der Wähler des l. Wahlbezirks kam es zu keiner definitiven Aufstellung von Kandidaten für die bevorstehende Stadtverordncten'Wahl und bleibt daher diese Entscheidung einer spateren Zusammenkunft Vorbehalten.
— — Heute Morgen b Uhr fuhr Se. Königl. Hoheit der Großherzog von Friedberg kommend, mit der Oberhessischen Bahn nach Hungen, um den Manövern beizuwohnen. Um Mittag zurückgekehrt, speiste er im Hotel Kühne und reiste dann nach Friedberg zurück.
— — Gestern Abend wurde in einer Wirtschaft in der Neustadt der Wirth insultirt, die Thüre eingetretcn und sonstiger arger Unfug verübt.
Spanien.
Madrid, 5. September. Die deutschen Kanonenboote Nautilus und Albairos sind bereits wieder in Santander eingetroffen. Als sie auf dieser Rückfahrt in die Nähe der Mündung des Urola kamen, wurden sie von den Carlisten mit Flintenkugeln beschoffen; wie unser augenblicklich in Bayonne be findlicher Berichterstatter meldet, von Zumaya aus, wie dagegen englische Telegramme aus Santander angeben, von Guetaria aus. Von Bedeutung ist der Unterschied nur für die betreffenden Orte selbst, indem derjenige, von welchem der Angriff ausging, von unser« Schiffen zur Vergeltung für den Ftiedensbruch mit 24 Bomben beworfen wurde. Der geographischen Lage nach aber ist die Abweichung der Mtttheilungen unerheblich, indem Zumaya uud Guetaria an der Küste von Guipuzcoa nahe beieinander liegen, ersteres am linken User, letzteres einige Kilometer entfernt auf der rechten Seite der Mündung obengenannten Flusses. Zumaya ist ganz im Besitze der Carlisten, von Guetaria indessen nur die Stadt, während das nördlich gelegene Castell noch eine republikanische Besatzung hat. Es har nicht den Anschein, daß jener Kugel-
Haag, 6. September. Aus Atschin ist eine Depesche vom 3. d. ein- Nord Westküste
Telegraphische Depeschen.
Prag, 7 Sept. Kaiser Franz Joseph traf gegen 4 Ubr Nachmittag- hier ein. An allen Stationen wurde er von einer zahlreichen Volksmenge begrüßt und auf dem hiesigen Bahnhöfe von den Spitzen der Behörden empfangen. Auf die Begrüßungs-Anrede des Bürgermeisters Hulesch erwieoecte der Kaiser in czeckischer und deutscher Sprache. Dann begab derselbe sich, allen!- kalben von endlosen Slavas nnd Hochrufen begrüßt, zu Wagen nach der Hofburg. wo die Geistlichkeit, die Behörden und der Landes-Ausschuß nut dem Oberstlandmarschall Carlos Auersperg versammelt waren. Heute Abend findet große Illumination Statt.
Vern, 7. Sept. Der Bundesrath hat die internationale Commission zur vertragsmäßigen jährlichen Verification der Gotthardbahnbautcn auf den 1. Oktober nach Airolo einberufen.
könne.
Paris, 7. September. Der Empfang des spanischen Gesandten durch den Präsidenten der Republik wird Freitag stattfinden. Am nämlichen Tage reist Mac Mahon nach Lille und Bethune ab, woselbst er den Manövern beiwohnen wird. Die Rückkehr soll Dienstag nächste Woche erfolgen.
— In Boyonne wurde versichert, daß die Carlisten Pampelona blokiren.
Paris, 7. September, Mittags. Hier eingegangene Meldungen bestätigen, daß die carlistischen Batterien bei Guetaria, welche die Stadt beschießen, auch aus die deutscheu Kriegsschiffe geschoffen. Letztere erwiderten das Feuer gegen die carlistischen Batterien und setzten daraus ihre Fahrt nach Santander fort.
vom Fürsten Orlow, Herrn Thiers und blieb bei demselben eine halbe Stunde. Auslände gefährdet, den öffentlichen Frieden zu stören geeignet ist und die — Eme Depesche aus Madrid sagt, die auswärtige Politik des Ministeriums Würde der französischen Preffe schwer schädigt.
werde darin bestehen, die Freundschaft und moralische Unterstützung Europas Man versichert, Gras Harcourt, ehemaliger Botschafter in London, werde
hobenen steht bereits unter den Fahnen. . _ w
Paris, 6. September. Victor Hugo hat an den Präsidenten des Genfer weise verlautet, Serrano werde den Oberbefehl über die Nordarmee über« Congresses ein Schreiben gerichtet und sich darin dahin ausgesprochen, daß nach nehmen, seiner Ansicht der von Deutschland errungene Sieg den Zweikampf zwischen Republik und Kaiserthum, zwischen germanischer Monarchie und den „Bereu nigten Staaten" Europas unvermeidlich gemacht habe. Im Uebrigen wiederholt er caeterum censeo, daß Frankreich ein Recht an Elsaß und Lothringen habe und daß die Welt in eine Verringerung Frankreichs nicht willigen
Vermischtes.
Mainz, 1. September. Es ist nicht ohne einige Bedeutung, daS von bn „Schief. Presse" erzählte Begegniß de- Bischofs v. Ketteler mit einem Unterofficier des vierten Ober- schlesischen Dragoner-Regiments etwas genauer hinzustellen, als e- in jenem Blatte geschehen ift Als Mitglied des Erfrischungs- u. Eamtälscorps war Referent an jedem Nachmittag (14.Sept. 1s70) ' Augen- und Ohrcnzeuge des Vorfalles. Der Zug, welcher daS Regiment führte, war gegen vier Uhr von Köln hier eingelaufen und mußte, da die Bahn nicht frei war, eine halbe Stunde im Bahnhof warten. Das Officiercorps war schon von Köln auS reichlich versorgt und Körbe voll Mousseux waren in allen LoupöS zu sehen. Die Chargen und Mannschaften kämm daher hier In schon sehr fröhlicher Stimmung an. Im Bahnhof wurde ihnen gleich allen den Hun> derttausenden hier durchaekommenen Truppen die übliche, durch freiwillige Leistungen in Stand gesetzte Erfrischung an Wein und kalten Speisen zu Theil. Der Bischof v. Ketteler, welcher von der Ankunft des Regiments wußte, war in dem Wartesaal zweiter Elasse erschienen, um einen ihm befreundeten Officier des Regiments zu sprechen. Diesen suchend, trat er aus dem Wartesaal auf den Perron, wo ihm eine Gruppe von fünf oder sechs singenden Dragonern den Weg versperrte und die er mit „Guten Tag, Leute, Ihr seid auS Oberschlesien 7" anredeie Auf die bejahende Eonsonnanz der kräftigen Kehlen fuhr er dann fort: „Dort habe ich auct einen Bekannten — Euren Fürstbischof, den ich gut kenne — und gewiß seid Ihr Alle auch gute Katholiken?" die letzten Worte besonders betonend. Von der ihm zunächststehenden Hünen« gestalt eines Untcrofficiers erhielt er unter Accompagnemcnt der Uebrigen nun die Anlwon „Hoho, lieber Herr, es sind auch Protestanten unter uns; protestantisch oder katholisch — das ist man Allens Schnuppe! Wir alle sind gute Kamaraden und Brüder, deutsche Brüder- Damit verließen sie lachend den verblüfften Herrn Bischof, der sich nun auf den mehr gegen die Außenseite des Bahnhofes in einer Güterhalle eingerichteten Verbandplatz begab, wo er ernt Anzahl gerade dort rastender verwundeter französischer Soldaten (Zuaven und Linie) anredete und mit kleinen Medaillen beichenkte, welche die Soldaten jedoch zurückließen oder wegwarfen. Die Mitglieder deö Sanitätscorps fanden solche später. ES war dieses in der Zeit des Krieges daS einzige Mal (außer bei der Abreise des Königs mit dem Hauptquartier) ,* daß der Bischof im Bahnhof erschienen war. Für Seelsorge oder sonstige Wahrung de- sich übrigens selten einstellenden religiösen BcdürfniffeS der Truppen oder Verwundeten war der l äufige Besuche eines Mitgliedes deS Domcapitcls mehr als ausreichend. Unter dem Titel „Uebung der Menschlichkeit" ist schon damals gar Manches mitunterlaufen, was, wie die offenbaren Demonstrationen für die französischen Kriegsgefangenen und die Mithilfe zum Durchbrennen derselben, gerade nicht immer von lauterem Humanttatsgefühl dictirt war. ES geht auch ganz natürlich zu, wenn man Leute angesichts der kindischen Wutb der Ultramontanen gegen tie j Feier deS 2. September (der bekanntlich keine-wegS ein „Schlachttag" war, an dem kein Schuß fiel, vielmehr die (Kapitulation vollzogen und Napoleon nach WilhelmShöhe gebracht wurde) daran erinnert wird, waS ein bei dem Herrn Bischof sehr gut angeschriebener eifriger Herr zu dem Dor-Sedan deS Feldzuges, der Schlacht bei Wörth, und diesem Sieg der deutschen ] Truppen meinte. „Ich gäbe" , sagte dieser Römling, „einen Finger drum, wenn'- umgekehrt wäre." Solche Leute sind freilich um AbhaltungSgründe «n den Ehrentagen deS deutschen Volkes nicht verlegen. (Köln. Z )
Meiningen, 6. September. Eine gestern Nachmittag entstandene FeuerSbrunst batte biS gegen Mitternacht über 250 Wohnhäuser vernichtet. 4000 Menschen, die zur Hälfte arm, sind obdachsloS.
— Das „Bayerische Vaterland" leitet die Mittheilung des Ketteler schen Schreibens mit folgenden, zum Inhalte deffelben allerdings vortrefflich paffenden Worten ein: „Zur Sedanfeier, welche die Preußen, Dettelpreußen, Freimaurer, Juden und diverse „liberale" Mo-.d- kälber gern arrangiren möchten, hat der hochwürdigste Herr Bischof Ketteler von Mainz u. s. n u. s. w." Das „Mainzer Journal" aber erfrecht sich, daS Nationalfest auf jede möglich« Weise zu verhöhnen; eS treibt seinen Spott mit den edelsten Empfindungen, mit dem Vater. landSgefühle des deutschen Volkes, und nennt daS SedanSfest daS „Satans-Fest."
— Wie der Pungolo von Neapel berichtet, hat der Deutsche Kaiser der Bibliothe? von Pompeji das in Deutschland veröffentlichte großartige Werk über die ägyptischen Alter tbümcT geschenkt, 12 Bände in großem Format und elegant gebunden, im Werthe von 20,000 Franken.
London, 31. August. Dieser Tage starb Herr William Henn, West Betty, der ir seinen Iugendjahren zu Anfang diescS IahrbundertS großes Aufsehen in England gemacht fcatu Er wurde 1791 zu Lisburn in Irland als der Sohn eineS bedeutenden Arztes geborer. Noch nicht zwölf Jahre alt, trat er als OSman in der Tragödie „Zara" auf. Schon in Jahre 1805 , also im Alter von 14 Jahren, erhielt der „Knabe Rcseius", wie er genanr wurde, 100 Pfd. St. per Nacht Im Alter von 32 Jahren gab er seine letzte Vorstellunt und ist nunmehr im Alter von 83 Jahren gestorben.
Offenbach, 5. September. Der hiesige Verein für Feld- und GaNenbau wird an 20, 21. und 22. d. M. eine Herbst-Ausstellung in den Räumen der deutsch-katholischer Kirche nebst einer Verloosung vnconflalten, bei welcher jedoch nur Vorzügliches in Pflanzen un: Pflanzen - Gruppen , Bouquets , abgeschmttenen Blumen, Obst , Gemüse und Feldfrüchten zu- Schau kommen soll. Die Preisvertheilung findet am 20. d, Vormittags 11 Uhr, statt un> die Verloosung am 23. d. Die Namen der Prämilrten sowie das Resultat der Verloosun^ werden in der „Offenbacher Ztg." bekannt gemacht. Die Eintritt-« Preise betragen am erste? j Tage 30 kr-, am yvciten 12 kr und am dritten 6 kr
)22> Latz Zlnnonceii Büreau von 9t udo 1p h Mo sse, vkNrelen durchs Heidingtzfclbcr, Wallthorslrahe 96 in Gießen, ift für die Beförderung vor Inseraten jeden Inhalts, als Eu:pfehlungsan;eigen, Kauf« und VerkausgesuchL 2 MJenactLcbe, Aüiniliauicd ndmu u 1 w- oic lw'^ndtrs mvcrlässia in emvsedlen.
werde darin bestehen, die Freundschaft und moralische Unterstützung Europas ‘
zu suchen, werde aber eine Einmischung, welche das spanische Unabhängigkeits- zum Botschafter m Bern ernannt werden, gesühl verletzen könnte, nicht annehmen. Eine Reserve von 60,000 Neuausge- m a
flabc fämmtlid)cr im Umkreis von 10 geo-
Paris, 7.™t. Das „Uuwers- <ft au, 14 Tag- iu^nb" wegen!graphischen Meilen um Gießen bklcgencn Postan- eines gestern von ihm veröffentlichten Artikels, der, wie es in der amtlichen thlltCll ftilb 111 blT (STl)fb b iBI. H 6 fl*. DL Verfügung heißt, alles Maß überschreitet und zur Verachtung der bestehenden , 4 1 k r • • v
Regierung hetzt, durch nicht zu bezeichnende Schmähungen die Beziehungen zum i^nia zn yaven.
gegangen, wonach die Ortschaften Patti und Klöwang an der sich den Holländern unterworfen haben und an der Nordostküste terwerfung unterhandelt wird.
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Brüssel, 7. September. Die Gemeinde-Behörden von
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