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Verdächtige fest. Daß er bisher auch nur versucht habe, nachzuweisen, wer er

denn eigentlich sei

Brandenburg und darf nicht als Beweis seiner Schuld angesehen werden.

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wahrscheinlich durch die Unvorsichtigkeit eines Polizei-Beamten entstanden Verdachtsmomente betreffs der Thäterschaft einer anderen Person batten nicht ergeben.

Paris, 4. Nov. Eine Depesche aus Hendave besagt: Während Carlisten Jrun beschießen, machen die Regierungstruppen unter Monoms Laserna eine große Diversion gegen Estella.

terial unmöglich zu machen. Die Bewohner der Ortschaften bei den Häfen dementiren die Nachrichten französischer Zeitlingen über die Landung von Kriegs material für die Carlisten.

Bayonne, 4. November. Die Carlisten haben heute srüb daS Boni« bardement auf Jrun eröffnet. In Fnenterrabia sind, gestern 1U00 Mann Regie, rungs-Truppen gelandet-

elsaß-lotbringischen Landes-Ausschusses.

Berlin, 4. Nov. Graf Arnim-Boyßenburg, Schwager des Gra^c» Harry v. Arnim, veröffentlicht in terKreuz-Zeitung" mit Bezug auf Vleujr« Hingen der Presse über das anläßlich der Haussuchung in seiner Mutter Hause stattgehabte Feuer ein Schreiben des hiesigen Polizei-Präsidenten -wm 2. Wco. worin Letzterer erklärt, daß den angestellten Ermittelungen zufolge das Rnc:

und 2 Demokraten gewählt.

Shanghai, 3. Nov. Die friedliche Beilegung der Famosa-Difierci zwischen China und Japan sind noch zweifelhaft.

Berlin, 4. Nov. DerReichs - Anzeiger" veröffentlicht den auch ir. Straßburger Zeitung" publicirten kaiserlichen Erlaß über Bildung des

zu Plt-schen abgeführt worden.

Kassel, 4. November. Die Verhandlungen der hierher einbernfenen Dertranensmänner-Versammlung über die neue Gemeinde-Ordnung sind ganz

geheim; Zeitungs-Referenten werden zurückgewicsen.

DefteiTeid).

Linz, 4. November. Auf Requisition des Berliner Stadtgerichts ist der! bekannte Literat Julius Lang behufs Vernehmung als Zeuge in der Arnim- Affaire vor das hiesige Landesgericht vorgeladen.

/canfircid).

Paris, 2. November. Die Kirchhöfe waren heute, wo der eigentliche Jour des morls so nennt man in Paris Allerseelen wieder sehr stark und fast noch zahlreicher als gestern besucht. Auch die Kirchen waren wieder überfüllt. Dort bemerkte man besonders viel officielle Welt, die bekanntlich äußerst fromm geworden ist, seit Marschall Mac Mahon an der Spitze steht. In Chiselhurst, d. h. auf dem Kirchhof, wo Napoleon :HJ. begraben liegt, wurde heute ebenfalls eine Kundgebung gemacht. Es waren nämlich gestern Morgen 15 bis 20 Bonapartisten dorthin abgereist, um einen ungeheuren Veilchenkranz mit der Devise:Paris ä son Empereur bien almö ans dessen Grab niederzulegen. Dieser Kranz wurde im Namen der ganzen Partei dem tobten Kaiser dargebracht.

Paris, 2. November. Die Einjährig-Freiwilligen, welche letztes Jahr in die Armee eingetreten, wurden heute entlassen; ein Theil jedoch, etwa 5 bis 6 auf ein Regiment, und also iusgesammt 7 bis 800, wird wegen zu großer Unregelmäßigkeiten im Dienste noch für ein Jahr zurückgehalten.

HMmk).

Haag, 4. November. Die Regierung hat den Generalstaaten einen Gesetz-Entwurf vorgelegt, welcher die Negierung ermächtigt, einen Betrag von höchstens zehn Millionen Gulden ans den disponiblen Beständen der Staats- Kasse zu entnehmen und dieselbe Summe behufs ZinS-Erfparnng zum Aukaus von Certificatcn der Nationalschuld zu verwenden.

Schweiz.

Bern, 2. November. Ein Decret deS Großen Rathes vom 29. Juni 1874, betr. Errichtung und Organisation einer katholisch-theologischen Facnltä' an der Hochschule zu Bern", regelt im Einklang mit dem Hochschulgesetze und unter völliger Gleichstellung der neuen Facultät mit den übrigen die Rechte und Pflichten der Lehrer und Studirenden (u. A. auch die Vertheilnng von Slipendten im Betrage von jährlich 1000 FrcS., zunächst jedoch nicht aus schließlich an Cautons-Bürger.) Nach $ 9 des Decrets soll die Zahl der or­dentlichen und außerordentlichen Profefforeu zusammen fielen betragen,wovon wenigstens zwei in französischer Sprache zu lehren haben." Einer von diesen Zweien ist bereits in der Person deS Dr. Görgens, zuletzt Oberlehrer am kai serlichen Lyceum in Metz, ernannt worden. Ferner wurden berufen imd wer­den vom 19. November ab in deutscher Sprache ihre Vorlesungen eröffnen die Profefforeu Friedrich (über Kirchengeschichte), Herzog, Pfarrer von Olten (über Eregese), Hirschwälder, bisher Herausgeber desDeutschen Merkur' in Mün eben (über Moral und Pastoral Theologie.) Profeffor Friedrich ist vorläusig für 2 Semester in München beurlaubt. Ter Profeffor der Rechte, Dr. Gareis. wird an der neuen Facultät Kirchenrecht vortragen.

OtaliciL

Rom, 31. October. Die Königin-Mutter von Bavcrn beabsichtigt, wie mir von verlässiger Seite mitgetheilt wird, dem Papste noch vor Ablauf des Jahres persönlich ihre Huldigung darzubringen.

tßnylani).

Loudon, 2. November, lieber die Identität des angeblichen Nena Sabib sind wir heute noch nicht um em Haar klüger. Der Maharadjah von Scinde mit farnrnt seinem Neffen sind jeden Augenblick bereit, sie eidlich zu. beschwören, Andere, die ihn genau kennen sollten, zweifeln, und wieder An-' dere, die ihn ebenfalls gekannt hatten, erklären sich entschieden gegen die Iden­tität. Da wird es denn noch viele Verhöre absetzen. Mittlerweile sitzt der

(Eingesandt.

Am vtrpangmen Sonntag den 1. November fand in den Räumen des ^Prinz 6^1 eine Abendunterbaltunq desDauer'schen Ge'anqvereins* Statt, wozu sich zahlreiche Tttv- nehmer eingefundcn hatten. Zur Aufführung gelangten verichiedene Ehorliedcr, einige 6o.mj kornische Gelangt Vorträge k. , worauf den Vortragenden nach Beendigung eines jeden Vu?(< der lebhafteste Beifall von Seilen der Zuhörer gezollt wurde. Dem Direktor des Vereis Herrn Lehrer Keil mann, gebührt alle Anerkennung für die Müde und Aufopferung, we.ch« er dem Verein widmet. Der Verein besipt in genannter Persönlichkeit einen tüchtigen ^'lU8tnJ5* welcher dieselbe Achtung wie die Dirigenten anderer hiesiger Gesangvereine verdient.»n wünschen dem Dauer scheu Ge-angvereine auch für wettere Unternehmungen die besten Erfolge.

' ... K (...ü,. n.,r Nach Beendigung der Gesang» ' Vorträge wurde mit demschönen Geschlecht- der Reigen er«

wenn er nickt der Nena ist, davon babeu wir biS ictj 3unfl8un£ bfU?(gt(9 rid) ln dem schönen Saale umber und es verfloffen die wentt« Nichts gehört. DergleickkU mag in Indien schwerer sein, als IN der Mark Stunden gernütblicken Beisammenseins viel zu schnell. Spät nach Mitternacht trennte ma ** sich und verließ mit dem Bewußtsein, einen vergnügten Abend verlebt zu haben, den Saal.

außeretatsmäßigen außerordentlichen Ausgaben, welche durch den Krieg gegen London, 4. November, Dem Cabinet liegt die Frage des Canal» Frankreich veranlaßt sind oder mit demselben im Zusammenhang stehen, fürtunnelbnmfe vor und wird wahrscheinlich schon in einer der ersten Sitzung das Jahr 1873. Bei Nr. 6 der Tagesordnung: die erste und zweite Bera- desselben berathen werden. Die Admiralität hatte ihrerseits die Absendunz thung des Gesetz-Entwurfes wegen Einführung der Reichmünz-Gesetze in Elsaß-'einer staatlichen Polar Expedition zugesagt; über die finanzielle Frage bat Lothringen, entspinut sich eine lebhafte Debatte. Bundes-Conmuffär Michaelis Schatzamt zu erwägen, deffen Aeußenmg noch zu erwarten steht.

weist nach, daß die vom Abg. v. Miinngcrode ausgestellte Behauptung eines London, 4. November Der deutsche Botschafter Graf Münster großen Mangels an Goldmünzen unbegründet sei. Die Gesammt-Ausfi-Hr nach gestern hier eingetroffen. Die Journale veröffentlichen eine Correspond en, England habe einschließlich des russischen und holländischen Goldes in den ersten zwischen Lord Derby und Diöconti-Venosta betreffs der von England erhobeuc! 8 Monaten des Jahres 55,000 Lst. betragen. In den Reichelanden sei das Klagen über die Unsicherheit und das Räuberwesen in Italien. Visconti-Ve- französische Gold verschwunden und durch Silber ersetzt worden, ohne daß nosta verspricht unter dem 20. October Abhülfe und energische Maßregeln zur deutsches Gold nachgeflossen sei. Daher sei dort ein Goldmangel entstanden,-Unterdrückung des Räuberwesens.

welcher jetzt aber beseitigt sei. Finanzminister Camphauseu erklärt, die Reichs-^

Negierung habe in richtiger Münzpolitik wenig Gold au8gegeben. Das Gleich- ouilllllIL

gewicht zwischen Goldausgabe und Silbercinziehung müffe erhalten werden. Madrid, 4. November. Contre-Admiral Barcaiztegui, Commandeur Der Zeitpunkt der vollständigen Regulirung des Reichs-Münzwesens sei noch der cantabrischen Küstenflotte, hat in den letzten Tagen die Küste von Sa« nicht gekommen. An Silber, nicht an Gold sei Mangel. Das circulirenbe Sebastian bis Bilbao befahren, um die kleinen Fahrzeuge in den carlistisckni Silbergeld betrage kaum 300 Millionen, eine weitere Einziehung des SilbersLandungshäfen zu zerstören und die Ausschiffung von Waffen und Kriegsnu. sei daher uuthunlich. Der Minister bezeichnet die Meldung englischer Blätter ' " ' ' c "

von einem großen Geschäft der Reichs-Negierung durch eine Neujahr stattfin- deude zwangsweise Eiuführung des Goldes für gegeustandslov, bestreitet, daß daS Münzg'esetz auf die allgemeine Preissteigerung influire und stimmt dem Vorschläge Bamberger's zu die Frage wegen Ausfuhr des Goldes bei der Beratbung des Bankgesetzes zum Anstrage zu bringen. Das Gesetz wird hierauf

nach längerer Debatte angenommen und zur dritten Berathung im Plenum «flmiTÜUl

Posen, 4. November. Der durch die Excommunicirung des Pfarrers Rew-Aork, 4. November. Die Majorität der demokratischen Partei Kubeczak bekannte Decan Nzezniewski ist heute wegen der Weigerung der Her^ bei den hiesigen Wahlen beträgt 40,000. Zum Gouverneur wurde Fieldeu ge- ausgabe der Kirchenbücher von Wlosciejewski verhaftet und in das Gesängniß wählt. Die übrigen Staatsämter erhielten Dochheimer, Wagner, Thayer iinb

" ' Miller, sämmtlich Demokraten. MassachuffetS wählte 6 republikanische irnb

5 demokratische Congreß Mitglieder. Der Demokrat Gaston erhielt bei da Gonverneur-Wahl 5000 Stimmen mehr als fein Gegner, der republikanische General Butler. Kentucki und Texas wühlten gleichfalls demokratische 6cn- greß-Depiitirten.

iLelioiu)iÜifef)c Dcpildjni.

Rewyork, 4. Nov. In Georgia wurden 9 Demokraten zu (Songrep Mitgliedern gewählt; desgleichen wählte Delaware Demokraten. Bei Den Staatswahlen in KansaS siegten die Republikaner. Nevada und Minnesci- wählten ausschließlich republikanische Deputirte. Virginien hat in den Gon greß 6 Demokraten und 3 Nepublikaner, Maryland 5 Demokraten gewähll. In Sydcarolina ist das Resultat noch zweifelhaft. Teneffee wählte 8 Demo traten, 2 Wahlen sind noch unbekannt. In Louisiana sind ein Republikaner und 5 Demokraten, in New-Persey 3 Demokraten, in Wisconsin 6 Rcpublika

Nizza, 4. Nov. Der Banquier und österreichische Consul Avigdor to sich heute früh durch einen Schuß durch den Kopf getödtet. Die Jnsolviij des Hauses wurde heute Abend erklärt, zwei Beamte verhaftet. Der Fall rt» regt großes Aufsehen.

Rew ?jork, 4. Nov. In Illinois wurden 8 Republikaner und 10 Demokraten, in New-Hersei 7 Republikaner, in New-Hork 22 Demokraten tat 13 Republikaner, darunter Banks mit 4000 Stimmen Majorität, zu Congr<s; Mitgliedern gewählt. In Miffouri gewannen die Demokraten von 13 Eonariß Sitzen 11. Das Resultat der Wahlen in Pennsvlvanien ist nock zweifelbcil, doch gewannen die Demokraten mehrere Congreß-Sitze.

B e r in t f cb t c o.

Berlin, 3t. Oct. Seki'S lebendige Varnpnre paisirten vorgcllrrn auf ibrer Durchrtß aus dem tropischen Asien nach Petersburg, wo sie m dem dortigen Zoologischen Garten « neue Heimatb finden, die Stadt Berlin. Die merkwürdigen Thiere waren mit einem<fcrJt sezier m Hamburg eingetroffen und sofort von einem Agenten de- Petersburger Zooioglscnl Gartens aufgekauft Worten. Diese Fledermäuse leckken auf dem bamburgcr Bahnhof, no -t in Ermangelung ihrer Weiterbeförderung eine mehrstüntige Rast hielten, ein zablreiches $ubhM an Troxi ibrer unbehaglichen Situation in dem engen, mit Glasscheiben versehenen Käig schicn sich die kleine Ge>ellschaft recht wohl zu befinden , sie reckten bebaglick ihre durchfch«' mernden Flügel, wechselten mit den klaucnbewaffneten Füßen. an denen sie sich in dein fla-rt aufgehangt batten, und fraßen von den ihnen vorgewerfenen Aepfelfcknitten und gekochten toffeln. Diese sechS Thiere sollen dem Petersburger Zoologischen Garten incl Transvort, Srt kosten für den Begleiter u. s w. auf mehrere Tausend Tbaler zu stehen kommen.

Wien, 20. Oct. Der Dlumenfabrikant Rudolph Tbomas in Ottakring vergiftete bertt Nacht sich, seine Frau Marie und seine zwei Kinder von zwei Iabren und sieben Monairn a* Evanka'.t in Folge schlechten Geschäftsganges. Er genoß den Ruf eines ebrenbaftcn Seschc's- manncg und bestimmte daS binterlasiene Gelb zur tbeilweijen Befriedigung seiner Arbeiter-JW ÜKä