Lokal-Notiz.
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setzte zwei Päpste ab, als „Meineidige, Störer des Kirchenfriedens und als Ketzer."
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Marg. Schneider ftfcfbricflid) verfolgt, welche dieser Tage mittelst Schriftfälichung einen Betrag von nickt weniger als -1800 fl. sich widerrechtlich angeeignet und hierauf mit ihrem achtjährigen ! Jungen das Weite gesuckt hat.
Papst Johann XXIII. ausdrücklich als überwiesen des Mordes, der Simonie, des Unglaubens, ja der Ketzerei und aller dankbaren Unzucht. Und dieses Concil bestand außer dem Kaiser aus 4 Patriarchen, 30 Eardinälen, 33 Erzbischöfen , 150 Bischöfen, 124 Aebten, 4 Churfürsten, 24 Herzogen, einer Menge anderer Fürsten in Person oder ihren Abgeordneten, 1800 Priestern, einer Unzahl von Doctoren der Theologie und des canomschen Rechts, den
Deputirten der Universitäten u. s. w. Wir fragen die „Germania" : waren diese allesammt katholisch, oder nicht? waren sie nicht römisch-katholisch? — In Wahrheit war es eine solche Repräsentation der ganzen römisch katholischen Kirche, daß, wenn sie nickt katholisch, und zwar nicht römisch-katholisch waren, niemand als römisch-katholisch übrig war, als der Papst selbst. Das war die ganze abendländische katholische Christenheit, ergo ist der Altkatholicismus der alleinige wahre ächte Katholicismus!
( Schluß folgt.)
Berichtigung. In der gestrigen Nummer dieses Blattes soll es in diesem Artikel Sette L Zeile 17 von oben heitzen: „allein" statt alte.
Spanien-
Madrid, 3. August. Der Mmisterrath beschloß, 12,000 Mann als Verstärkung nack Cuba zu senden. Wie versichert wird, hätten die Carlisten einen Dornhrrrn der Diöcese Bifona erschossen.
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seine Bischöfe und Teilnehmer den Standpunkt und Glauben des neuen vatica- - „Evenement" behauptet, der Graf Chambord werde während der Nischen ConcilS, der Unfehlbarkeit, und nicht vielmehr den Standpunkt Ferien eine Wallfahrt nach Lourdes unternehmen und dann einen Monat aus des Altkatholicismus? waren sie „römisch-katholisch" oder nicht? erkannten sie Schloß Chambord zubringen. '
den Papst als ihren Richter an, oder richteten sie umgekehrt den Papste C* ' ' * ~ *
Das noch größere Concil zu Coftnitz 1415—1448 aber setzte sogar wesen,
drei Päpste ab, und zwar außer Benedict XIII. und Gregor XII. noch den,„Ordre
— Thiers erhielt wegen des Jahrestages der Räumung Frankreichs zahl-
-----äK/’fr k- ra 1 H L “ v- t Ä re •< • v *~l?c D^nk-Adresien; Nancy und andere Städte des Ostdepartements harren Wir fragen bte „Germama : hatte dieses Concrl eme ganz andere Fahnenschmuck angelegt. Thiers begibt fick auf einen Monat in das Vvrenäen- Repräsentation der katholischen Kirche, als das vaticanische von 1870, hatten bad Cauterets.
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Paris, 3. August Daß der kaiserliche Prinz drei Tage in Paris ge- wird heute vont „Pays" und vom „Gaulots" in Abrede gestellt. Der aber, welcher, da die „Rspubligue Fran^aise" die Nachrickt der '4n n ^lrigriff gegen die Bonapartisien benutzte, heute das
Wort in der Sache ergreift, läugnet keineswegs, daß der kaiserliche Prinz in Paris war.
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o «„„.ft (Xxer?.Ax*&we;u ,n. «'„„l u - - , Düfftlberf, 2m. Juli. Wie der D. A. mittheilk, bat die hiesige Ober-Postdirecticn
Paris, 3. August. Gerucktswklse buht er. , alle Verhaltungsmaßregeln in ttn letzten Tagen einen ihrer Post Sleven mehrere Hundert Male vbotogravbisck „abnebmen^
gegen die Prcfie werden nach Beginn der Serien aufgehoben. Die Negierung lasten und d,e hübschen Bilvcken ,n alle Welt gesandt. Auf der Rückeite steht folgende
Ist der Ansicht, wegkli ihrer neuen äußeren Politik die Unterstützung derselben Empfehlung deS jungen Mannes in deutscher, englischer und französischer Svrache: ^Post-Sleve
nöthig zu haben. Äarl Wilhelm Vogel aus Emmerick ist mit 4000 Tblr. preußischen Banknoten, darunter 7
1 w,r. w Stück a 500 Tbaler entwichen. Auf Ergreifung des Vogel ist eine Belohnung von 250 Thlr.
,n ~ ''d Public bestätigt, datz der Präfekt Nadaillac versetzt werden geiq>L- Das „Abnehmen" des „ausgezeichneten" jungen Mannes geickah somit nur deßbalb, 1DlL kommt nach einem Departement des Ostens. um ihm etwa» abnehmen zu können.
Gießen, 5. August. (Liste der Sieger beim IX. mitttlrheiniscken Turnfeste in Gießen ) ■ 1. Karl Sckaffner (Frankfurter Turnvereins und Christ Mell, (Bockenheim). 2 Earl Gerer» (Frankfurter Turngesellschaft). 3. PH. Schumacher (Mainz). 4 Alfred vobn (Frankfurter Turngemeinde.) 5. Karl Demutb (Gießen). 6. Richard von Bonborst «Frankfurter Turn und Fechtclub) 7. I. Rehhorn (Offenback). 8. Jod. Maurer (Mainz). 9. K Pfannmüller Mainz). 10. Fr. Heykecker (Wiesbaden). 11 A Heilinann (Hanau). 12 H. Sckleicher (Hanau). 13. I. Haus ^Bornheim). 14. K. Bauer < Sachsenhausen) 15. S. Hockstadter (Homburg). 16. H. Friedrich (Franks. Turn und Fechtclub). 17. R. Veek (Idar). H. Ehr Aiese (Franks. Turngesellsckaft). 19. H Reuterhahn (Wiesbaden). 20. H. Hofmann (Franks. Deutrcfllailö Turngemeinde). 21. L. Biel (Oberstein). 22. I. «renz (Kastel) und A. Pobl (Mainz).
' * ’23- I- Nuß (Franks. Turn- und Fechtclub). 21. H Kranz (Wiesbaden). 25 V. Reumann
Darmstadt> 3. August. Wir erfahren, daß die zweite Kammer der (Kastel). 2^». E. Schuback (Franks. Turn, und Fechtclub) 27. Jul Schwarz (Franks. Turn
Landstäude wohl schwerlich noch im Laufe dieses Monats, vielmehr erst im o!? 8 Cubitig (^onienheim l 29. S. Roienbaum (Franks. Turnverein)
September zusammentreten wird. Der Grund für diese Aendcrung der früher (Franks. Turngesellsckaft). urn0rfcU,d)aft)- 31 W m,r,c lDockenhe.m). 32. I. Metzner bestandeuell Absicht ist wohl im Allgemeinen darin zu finden, daß man mög - In der Nacht vom 4. auf ven 5. d. M. fand in der Neustadt eine Schlägerei lichst noch alles vorhandene Material den nächsten Sitzungen zur Berathung zwischen Studirenden statt, wobei die Köpfe bedeutend herhielten; es beteiligte sich dabei ohne will unterbreiten können, um die vor dem Schluß des Landtags noch ersorder ^kranlaffung auch ein Soldat. — lieber die Entstehung des Streites kann man etwa« Be- -ichen Sessionen der Zahl nach auf das Nothwendigste zu beschränken. Ganz e,n3‘id,ri,‘en' ban" b""'
besonders halt man es aber für rathsam, die neuen Kirchengesetze, deren Bor- --Auf dem gestern und beute stattgefundenen Viehmarkte waren aufgetrieben.-
läge täglich erwartet wird, vor einer dilatorischen Behandlung in der zweiten 1207 Stück Rindvieh und 539 Stück Schweine.
Kammer selbst zu beivahren. Können diese nicht bei dem .nächsten Zusammetn ■■ —
tritt derselben zu ihrer Berathung gebracht werden, so wird solche'wegen der SclfnriUlljifcfje Dfl)Cfcf)CIL
im Herbst statthabenden ReichStagssession offenbar nur sehr verspätet erfolgen . .. . A
können. Weil es aber dringend wünschenswerth ist, daß eine solcke Lerspärung ' _,xc üon d?^ldrlder Zeitungen gestern veröffentlichte
nicht eintritt, muß der niedergesetzten Commission auch die nöthiqk Zeit zu ^^si^liche Depesche des deutschen auswärtigen Amtes an den Fürsten Hohenlohe, ihrer Prüfung gegeben sein. Die nächste Session, in welcher dann neben dem ?lc ®arIlSen betreffend, welche Fürst Hohenlohe
Beamtenpensionsgesetz, dem vorgelegten Bergbaugesetz, der Negiernnqsvorlaqe )chen^Minlster des Aeußern, Herzog von Decazes, am 27. Juli mit-
wegen Wiederaufbaus des Darmstädter Hoftheaters'und der Fortsetzung der ^^beilt batte, ist eure tendenzlosc Ertznduiig. An die französische Regierung .ist Gießen-Gelnhausener Eisenbahn sowie einer Anzahl anderer, minder wichtiger V l^^lliche Mitthellung erfolgt; der Inhalt der stattgehabten vertraulichen Gegenstände, die Kirchengesetze zur Berathung kommen würden, kann dann die Desprechungen ist total faffch wiedergegebcn.
vorletzte vor dem Schluß des Landtags sein Dieser wird aber ebenso inner- . k 4- ^“9- ,.^cr -'Dconiteur'' tbeilt mit, daß an die Militär Bc
halb wie außerhalb landständischer Kreise in möglichster Bälde gewünscht, als : . cn ter ?n grenze stoßenden Districte der Befehl ergangen
man mehr wie bisher ein zu oftes Zusammenrufen der Kammer zur Bewälti ’el' verdoppelte Eintreten zu lasten. Auf dem Boulevard
guug verhältnißmäßig geringen Materials vermieden haben möchte. ivurde gehandelt: gelteste ^"lethe zu 98.4d, Türken 44.40.
Hoffen wir, daß diesen verecktigten Wünschen überall Rechnung getragen , . ,.j,K die einflußreichsten Minister
wird, — daß die Negierung die Kirchengesetze beschleunigt vorlegt iind die bezüglich der Einberufung der Cortes sich dahin ausgesprochen hätten, daß bir Commission sie so zeitig prüft, daß sie für die nächste Zusammenkunft der '^beu erst nach der vollständigen Unterdrückung des Carl.steii-Ausstandes erfol- zweiten Kammer zu deren Berathung und Beschlußfassung reif sind! $cn * K . . „ . _
(N. Frkf. Pr) London, 4. Äug. Auf eine Juterpettalion Bowver'o erwidert der
München, 3. August. Der Scfuitenpater Löffler weilt gegenwärtig "^" Staatssecretär des Auswär ige» Bourke: die Regierung habe keine »Grund, am Starnbergersee bei der Fürstin von Thurn und Ta^is. anzuiiehmeu, daß^enie bewaffuele Intervention Seitens einer eiiropäischen Macht
Der „Deutsche Merkur", Organ der Altkatholiken, erzählt als Beispiel ul ^p^uien stattfinden werde; er bezwnfle, daß eine solche Intervention eine für die Unterstützung des Ultramontanismus in Bayern folgendes neueste Bor- ^"bere Macht ziir Einmisckung vermilasseii wird koinmniß: Das Stadtpfarramt St. Peter in München schickte vor wenigen London, o. August. Im ^berhause wurde'die Bill über die kirchliche Tagen der armen Wittwe eines altkatholischen Beainten, welcher jüngst von ^^ciplur berathen. Ein Amendement, wonach gegen alle bischöflichen Entschei- uns begraben wurde, folgende Nechnuiig zu: „Beisetzung: Priester 2 fl. 30 fr., an ^lc E^^lschöfc solle reenrnrt werden können, wurde mit 44 gegen Ceremonien 30 fr., 2 Leviten 1 fl, Meßner 1 fl 36 fr., Kreuz- und 2 Later ^gelehnt. - Das Unterhaus verhandelte über die Annexion der
nenträger 1 fl. 12 fr., das Bahrtuch 1 fl. 30 fr.; — Seelenamt: Priester U"terstaats-Secretär des Colonien-Minifters crfläne, die
1 fl 36 fr, 2 Leviten 48 fr, Zeremoniell 21 fr, Meßner für alle Functionen Regierung werde auf eigene Verantwortung die Annexion eintreten lasten, fallt auch iiicl. des Läutens 1 fl. 30 fr., Ministranten 51 fr., Bahrtuch in der dieselbe annehmbar sei. Mehrere Amendements wurden in Folge dieser Erklä- Kirche 1 fl., Paramente und Geläute zur Kirche 2 fl., Seelenqeraith (sic!) r 11,10 ^"lehnt.
1 fl. 36 fr., Chormusik incl. der Libera 6 fl., Opfer 4 fl., Wachs auf dem Führer der republ.faniicheit Partei und der „Juter-
Hauptaltar und Trauergerüst 5 fl. Summa Summarum 34 fl. 15 fr." Das nationalen", welche bei Rimini zu politischen Zwecken zusammengekomtnen waren, Stadtpfarramt ließ diese Rechnung mit der Bemerfung übergeben, daß nach vcrh niet ivcrüen.
Entscheidung der Gerichte die Pfarrer zur Erhebung dieser Taxen berechtigt Vermischtes.
seien, wenn auch keiner der ausgerechneten Posten bestellt wurde und nicht die (®orfid>t!) Um ba« *ubiitum vor oröj^n Verlusten ,u bewnhren, |ri
sikrlNgste Leistung ftattgefuuden hatte. „Also," ruft der „Deutsche Mcrflir" darauf aufmerksam gemacht, daß außer den verfallenen Goldmünzen der deutsckcn Bundesstaaten,
aus, „der tstaat gewährleistet den ultramontanen Pfarrern für nicht einmal iowie den Kronenthalern und den Münzen deo LonventionsfußeS, auch nackverzetcknete au-- vorgenommene Functionen eine förmliche Brandschätzuna der Altfatholifen lündiicke Münzen außer 6ourS qesetzt simv: Belgiiche 2' 2', 2 und 1.Francsstücke, 50 und 20 j.,, ... 4. .11',,-- r ,-r n ' Cent, mit dem Bilde Leopold- 1 ; franzos. 2- und 1 FrancSstücke vor 1*66, 1 Fr, 20 Lent,
wcld)f »berdleS »ach Willkür festgestellt wird, und dies sogar, nachdem ein 60I tu64 gnnägt«; innlems-d- 2-, b uno >,.Lirestücke, vor 1S63 qevröafe; schwei.eri,». 2,
Ordmariatserlaß vom 19. Mai 1871 befohlen bat, daß Altkatholiken ein kirch- i- unt > ,-Fr-mcsstücke von 1851 und 1-52.
liches Begräbniß verweigert werden müste! Ist das nicht ein vom Staate Nürnberg, 31. Juli. Die Agitation qegen die ungereckt hoben Fletschpretse gehegtes Uebcrbleibsel jenes alte» Kirchengesetzes, daß die Kirche bad iJiecbt iu' ,So b*e von Nürnberg »'schloffen, den
h id 'Ibcrinnifn b.*r o. u.'i- 9 q . jc-i t ■*. ®a9lilrat anzugehen, anlaßlick der hohen Flenckvreise schleunigst Vorkehrungen zu treffen, damit
habe, da. t g • tz r zu consiscireu? Wioher also die Lebensfabigfelt kaS Publikum vor Nacktheit geschützt werde, und womöglich mit aller Beickleuniqung an einem
des ultramontanismus? und^wer verbürgt sie? Sie stammt daher und wird geeigneten Orte eme vrovisoriscke Freibank zu errickten. In Amberg (Obervkalz) will der
dadurch verbürgt, daß der Staat ihm die Staatsbürger tributpflichtig macht Magistrat Freibänke für auswärtige Metzger errichten, um durch die-e Loneurrenz niedrigere
und erhält! Alls diesem Staatszwangc, der d,e Menschen bei jedem wicktiae,>!?"'!.*°""' .Ä”. 3n Bamberg B-yreulh wir° da» Pfund Ochfmfleifch
o f K enc . , , * .. bereits von Id bis 12 Kreuzer verkauft, IN München kostet es noch 21 bis 23 Kreuzer.
LebeusereigNiß zu den ultramontanen Pfarrern notblgt, beruhen gewiß Nicht Frankfurt, 31. Juli Von hier wirb eine Köchin aus (Men mit Namen Aug. zum geringsten Theile die „Millionen der Illtramontanen." Marg Schneider steckbriestich verfolgt, welche dieser Tage mittelst Schriftfälichunß einen Betrag


