Einzelbild herunterladen

Gjchemr Anztigtr

Mnzeige- und Mntsblatt für den Kreis Hiessen

ris.

raße.

Sonntag heu 4. Octobcr

S8S4

FT

^n-

Mo. TLS

' rBEMME

Ürtrt vierteljährig 1 ft 12 kr mit Brtngerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährig 1 ft. 29 kr.

Erscheint täglich, mit «u». nähme Montags.

Expedition: Lanzleibera, »it. B Rr. 1.

'S Li lnan an 6t,, Erstand.

jiriitt düs FeßtGl ^sen zur Zchui

Betreffend:

Amtlicher SfjeiC

Die Ableistung des Verfassungseides.

Gießen, am 1. October 1874.

Das Grotzher) o 8 liche Kreioamt G i r ij c u

an

«RWck die Großherzoglichen Bürgermeistereien Belle>sheim, Bettenhausen, Birklar, Hungen, Inheiden, Langd, Langsdorf, Muschenheim, Nonnenroth, Obbornhoftn, Rabertshausen, Rodheim, Röthges, Steinheim, Trais-Horloff, Utphe und Villingeu.

Die Ableistung des Verfassungseides der im II. und III Quartal 1874 aufgenommenen Ortsbürger ans den oben bemerkten Orten, sowie derjenigen 7 in diesen Gemeinden Heimathsberechtigten, welche sich ohne Ortsbüraer zu werden, in der bemerkten Zeit verheiratbet haben, soll

Montag den 26. October 1874, Vormittags 10 Uhr, in dem RathhauS zu Hungen

pattfinden.

( Sie wollen daher die betreffenden Personen, sowie die aus früheren Quartalen etwa noch zurückstehenden zu dem Termin vorladen und daß dies

* geschehen, unter Einsendung eines Verzeichnisses der Vorgeladenen, uns vor dem Termin anzeigen oder berichten, daß Niemand vorzuladen ist.

Halten sich dergleichen Personen außerhalb auf, so ist der Aufenthaltsort genau anzugeben.

S36K

1118

bedienen nnd fc

wter»

MM

geschloffen.

derselben das silberne Verdienst Kreuz mit der Krone-

Tie Exkönigin Isabella hat der Kirche von Lourdes, dem bekannten

Publicum zm p [en die Gaßim

schwerde des Ortsvorstandes zu Burg-Gemünden über Loosholzbezng wurde an die Negierung das Ersuchen gerichtet, dafür zu sorgen, daß die Qualität des Loosholzes mit dem Loosholztarifpreise in einem angemesienen Verhältnisse stehe. Die Nechenschaftsablage der Militärverwaltung für 1868 und 1869 wurde ge-< rechtfertigt befunden. Bezüglich des Nachtragsbudgets wurde dem technischen- Mitgliede der Commission für Postangelegenheiten die früher verweigerte Besol-!

dungsaufbesserung um Vs zu Theil, im Uebrigen dagegen meist auf den frühe->on Chambord und Bruder des Herzogs von Parma, welcher vor einigen Ten Beschlüssen beharrt. Es folgte nun auf Antrag von je 10 Mitgliedern Tagen zu Ton Carlos abreiste, har sich hier vorher Pferde gekauft. Er will eine Besprechung über die Seitens der Negierung erfolgte Beantwortung der sich nämlich an den Thaten der carlistischen Banden persönlich betheiligen.

Interpellation der Abgg. Schröder und Büchner über die Tariferhöhung der 2 2' \ ~ f 2..........

Eisenbahnen, sowie der Abgg. Ellenberger und Wadsack über die Errichtung Wallfahrtsorte eine Glocke zum Geschenk gemacht, und ihr Sohn, der Prinz ; eurer Landescreditkasse. Bezüglich des Gesetzentwurfs über das Civildienerwittwen- von Asturien, wird der Pathe derselben sein.

fixirt werden und darf dann von Einzel- oder Höher-Forderungen dieser kirch­lichen Gemeinschaften keine Rede mehr sein. Das kirchliche Besteuerungsrechl fordert aber nothwendig für jedes Mitglied einer Kirche oder Religions-Gemein- schaft das unbestreitbare Recht des Austritts ans derselben, ohiie daß der Aus tretende einer andern anerkannten Genoffenschaft wirklich beitreten muß. Steht dies auch fest, so erklärt der Bericht gleichwohl, daß die höchsten Cultur- und Gcistcsinteressen es dringend wünschenöwerth machen, daß Niemand im Staate außerhalb einer religiösen Gemeinschaft stehe, deren Verfassung und Bekenntniß weder den Staatsgesetzen noch der Sittlichkeit widerspreche. Der Ausschuß stimmt dieser Gesetzesvorlage im Ganzen und Einzelnen trotz mancher Bedenken zu, wobei zu bemerken ist, daß unseres Wissens noch in keinem deutschen Staate ein derartiges, auf das kirchliche Gemeinderecht basirtes Gesetz besteht Am meisten und schon länger verlangt man danach in Baden.

Darmstadt, 2. October. Die zweite Kammer der Stände verwarf in ihrer heutigen (70.) Sitzung zunächst die Petitionen der Israeliten zu Pfisfligheim um Bildung einer eigenen Religions-Gemeinde, die Beschwerde des Iesaias Binge zu Rendel wegen Mißhandlungen, die Beschwerde der Stadl Ortenberg wegen Befreiung des Herrn Grafen v. Stolberg, Roßla, Ortenbcrg von der 'Communaleinkommensteuer als unbegründet. Gelegentlich einer Be-

33 .

einfdltoy*; ung »t»*1

Wien, 2. October. Der Kaiser verlieh den drei Officieren der Nord- ol Expedition den Orden der eisernen Krone, sowie den sämmtlichen Matrosen

Orraudcnz, 1. October. In letzter Zeit kommen öfter Fälle zur Kenntmß der preußischen Behörden, wonach solche preußische Unterthanen, welche von in Polen geborenen, aber in Preußen naturalisirten Eltern abstamn^en, sobald sie nach Rußland übertreten, dort festgenommen und in das russische Heer eingestellt werden. Vielfach haben solche Personen ihrer Militärpflicht in Preußen genügt, den Krieg gegen Frankreich mitgemacht und sind mit preußi­schen Orden geschmückt. Dies alles hält jedoch die Russen nicht davon ab, und alle Aufforderungen der preußischen Behörden zur Freilaffung der fraglichen Personen helfen nichts. Der Betreffende wird, wenn er hier auch Unteroffi- cier gewesen ist, dort Recrut und muß das russische Exercir Reglement durch­machen Deshalb soll Seitens der preußischen Behörden Jeder, der einen Paß nach Rußland haben will und dessen Eltern entweder Polen, resp. Russen waren oder es nach russischen Gesetzen jetzt sind, auf die Gefahr, welche ihm bcvorstcht, ausdrücklich aufmerksam gemacht werden. (Ges.)

^Lchtvnhisch-Hall, 2. Octobcr. Die auf heute anberaumte Schwur- gerichts Verhandlung gegen den wegen Beleidigung des deutschen Kaisers ange- klagtcn suspendirten Vicar Rohr ist wegen kurz vor Beginn der Schwurge- richtssitzung erfolgter Anzeige von der Unzurechnungsfähigkeit des Angeklagten vertagt worden.

Forchheim, 2. October. Nach dem nun ofsiciell festgestellten Ergebmß der Reichstagswahl im Kreise Forchheim wurden im Ganzen 17,334 Stimmen abgegeben. Davon erhielt Fürst Hohenlohe 11,534, Krapp 6093 Stimmen. 230 Stimmen zersplitterten sich, 3 waren ungültig.

-OefleiTeidj.

Berücksichtigung des Gemeinden - Elements dabei." Die evangelische Kirche Hessens ist seit ihrer neuen Verfassung und Organisation geradezu darauf an­gewiesen. Aber auch, meint der Bericht, für die katholische Kirche dürste staatsseilig nichts im Wege stehen, eine eigentliche Gemeindevertretung, bcion ders für deren vermögensrechtlichen Angelegenheiten zu schaffen, wie endlich den

/imckn'ich.

Paris, 1. October. Der Graf von Bardi, Neffe des Grafen

der Regierung über Erbauung von Straßen baldmöglichst Bericht zu erstalten.

Die nächste Sitzung findet morgen Vormittag 9 Uhr statt und wird darin u. A. mit der Verathung der Kirchen-Gesetzes-Entwürfe begonnen werden.

nplltlffihinh Institut wurde mit der ersten Kammer Uebereinstimmung erzielt. Eine Pcti-

AJLuqujiuiiu» tioii der Gemeinde Arhcilgen auf Verlegung des dasigen Bahnhofs wurde ab-

Darmstadt, 2. October. Die fünfte unserer neuen kirchcngesetzlichen schläglich beschiedcn. Ter Antrag der Abgg. Greim und Edinger auf Verwil- Lorlagen ist ebenfalls von bedeutender Tragweite. Sie betrifft das Besteue- ligung eines Zuschuffes zu den Kosten der Localpolizeiverwaltuug in Offenbach rungsrecht der Kirchen und der mit Corporationsr^chten ausgestatleten Religions- und Worms wurde, da die Negierung Prüfung der Frage zusagte, für erledigt Gemeinschaften. Der AusschichNtferent, Abg. Schröder, sagt in seinem Be-Erklärt. Für Errichtung einer Nemise an der Veterinäraustalt zu Gießen wur- richt darüber:Kam die Erhebung kirchlicher Umlagen zur Vcstreitnng von den 1000 bewilligt. Schließlich wurde aus Antrag des Abg. Schröder die Bedürfnissen der Einzelgemcinden bisher schon häufig vor, so-drängt nunmehr.Rccommunication der ersten Kammer über Anträge und Petitionen von Stra- die ganze kirchliche Entwickelung nicht blos auf eine gesetzliche Anerkennung uud.ßen rc. an den Ausschuß zurückverwiesen, um gleichzeitig über die Vorlagen Rormirung dieses Verhältnisses, sondern zugleich auf eine vollere und schärfere

he ein

__-

elf

v. Röder.

Verlin, 1. October. Die Nachricht mehrerer Blätter, daß Eapitän

_ _ . .. Werner zum Admiral ernannt worden sei, ist nach zuverlässiger Quelle nur

israelitischen ReligioiiS-Gemeinden dasselbe zuzugestehen wäre unter Bejeitigung Erfindung.

der heute völlig unzulässigen Verordnung vom 2. November 1841. Damit. Posen, 1 October. Gestern Abend wurde das hiesige Alumnat wäre dann auch dem gegnerischen vielerwähnten Antrag deö Abg. Schaub vom^urch polizeiliche Anordnung in Abwesenheit des Religionslehrers Bilew-.c; 19. Februar 1873 Folge gegeben. Zunächst ist mit dieser Gesetzesvorlage, welche also nur einer wirklichen kirchlichen Gemeindevertretung unter gewissen gerechtfertigten Beschränkungen ein Bcsteuerungsrecht zuerkennt, freilich nur der jetzt demgemäß synodal organisirten evangelijchen Landeskirche geholfen. Diese bedarf des Umlagerechts aber auch dringend zur Aufbesserung der Pfarrgehalte, Herstellung auch finanziell gesicherter pragmatischer Rechte der Geistlichen 2C.

Denn bald werden die Staatsbeiträge an die Kirchen ein für allemal definitiv